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Fragen zu Fief2 von Eurogames

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Markus Barnick

Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Markus Barnick » 18. Februar 2001, 15:59

Habe gestern das erste Mal Fief2 spielen können, nachdem ich es schon jahrelang besitze. Bei folgenden Punkten gab es Diskussion:
a) Wem gehören die revoltierenden Bauern? Immer dem gleichen Spieler?
b) ist das "Auf das Korn Nehmen" des Lehnsherren nur bei einer 6 möglich, oder kann er wie ein normaler "Soldat" einfach geschlagen werden?
das mit der 6 hätte nämlich den Nachteil, daß diese Figur zu stark würde, wenn sie nur durch das Würfeln einer 6 geschlagen werden könnte.
Sie hat dann nämlich mehr Chancen, die Armee des Gegners niederzuwürfeln.
c) Wie lange bleibt die Karte "Steuern" liegen? Nur die Runde, in der sie ausgespielt wurde, oder länger (da wäre dann allerdings der Vorteil des ausspielenden Spielers zu hoch. Er würde ja ständig Geld kriegen)
d) wenn der letzte Lehnsherr weg ist - hat man dann gleich verloren?
Ebenso: wenn die Lehnsherren durch die Pest verloren gingen?
e) wirkt sich die Pest auch auf aufständische Bauern aus?
f) darf der Bischof auch dem Aufstand der Bauern entgegenwirken, wenn er schon im gleichen Dorf wie die Bauern ist, oder muss er erst hineinziehen?
g) Was passiert bei einem Attentat? Wem gehört dann das Lehen? Kriegt man noch Geld, wenn der jeweilige Lehnsherr gemeuchelt wurde?

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Arne Hoffmann

re: Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Arne Hoffmann » 19. Februar 2001, 09:16

Moin Markus!
Die letzte Partie Fief2 ist bei mir (leider, leider) schon einige Jahre her aber ich habe gestern abend mal in meiner Erinnerung und der Regel gekramt und kann Dir folgende Antworten anbieten:
a) Wem gehören die revoltierenden Bauern? Immer dem gleichen Spieler?
Sie gehoren dem Spieler, der die Revolte begonnen hat (also die Hungersnot gespielt hatte). Er kontrolliert diese Bauern, bis sie vollstaendig aufgerieben sind. Erst danach kann ja eine neue Revolte entstehen, deren Bauern dann evtl. von einem anderen Spieler gespielt werden.
Bei uns waren die revoltierenden Bauern oft ein sehr starkes Instrument, die manche Unbill anrichten konnten - da muss man schon schnell gegen angehen, gerade wenn es eine groessere Truppe ist.
b) ist das "Auf das Korn Nehmen" des Lehnsherren nur bei einer 6 möglich, oder kann er wie ein normaler "Soldat" einfach geschlagen werden?
Ich denke einmal, die Frage ziehlt darauf hin, ob Lehnsherren auch "normal" im Kampf sterben koennen. Dies koennen sie im Zuge der normalen Verluste durch das Wuerfeln - es wird ja solange gekaempft bis eine Seite sich ergibt oder aufgerieben ist. Die Plaettchen der Lehnsherren werden dabei wohl meist zuletzt entfernt (ausser man moechte aus einer Heirat heraus :o) ) aber sie sterben ganz normal im Kampf. Das "Aufs Korn nehmen" ist eine zusaetzliche Option gegen die Lehnsherren. Wenn ich absehen kann die Schlacht zu verlieren, kann ich evtl ja noch den feindlichen Lehnsherren toeten.
c) Wie lange bleibt die Karte "Steuern" liegen? Nur die Runde, in der sie ausgespielt wurde.
Nur die Runde in der sie ausgespielt wurde. Man treibt mit der Karte nur einmal Steuern ein.
d) wenn der letzte Lehnsherr weg ist - hat man dann gleich verloren?
Ebenso: wenn die Lehnsherren durch die Pest verloren gingen?
Nein! Wenn man noch kein Lehen besitzt, so ist man erst aus dem Spiel wenn man gar keinen Spielstein mehr auf dem Spielbrett hat (also weder Lehnsherren noch Landsknechte). Ansonsten kann man weiterspielen und hoffen, dass man einen neuen Lehnsherren nachzieht.
Besitzt man schon ein Lehen, so geht dieses bei Verlust des letzten Lehnsherren in die Erbmasse.
War der letzte Lehnsherr nicht verheiratet, so faellt das Lehen an den Koenig oder die Koenigin und die koennen es weiter verteilen. Gibt es noch keinen Regenten, so bleibt das Lehen vorerst im Besitz des Spielers.
War der Lehnsherr verheiratet, so erbt der Ehepartner das Lehen.
Man sollte schon darauf achten, dass man auf jeden Fall einen Lehnsherren hat, sonst wird man schon arg nach hinten geworfen.
e) wirkt sich die Pest auch auf aufständische Bauern aus?
Wird zwar in der Regel nicht drauf eingegangen, wir haben es aber immer so gespielt. Wenn schon die Haelfte der Landsknechte draufgehen und fuer jeden Lehnsherren gewuerfelt werden muss, so ist es nur logisch wenn auch die Haelfte der revoltierenden Bauern sterben.
f) darf der Bischof auch dem Aufstand der Bauern entgegenwirken, wenn er schon im gleichen Dorf wie die Bauern ist, oder
muss er erst hineinziehen?
Er muss nur in dem Dorf sein. Ob von Anfang an oder hineingezogen, ist egal.
g) Was passiert bei einem Attentat? Wem gehört dann das Lehen? Kriegt man noch Geld, wenn der jeweilige Lehnsherr
gemeuchelt wurde?
Wem das Lehen geheort kommt darauf an, ob dies Dein letzter Lehnsherr war. Dann gibt es die Erbfolge wie unter d) beschrieben. Ansonsten faellt das Lehen an einen Deiner anderen Lehnsherren. Das Geld fuer das Lehen bekommt der aktuelle Lehnsherr. Ist dieser in Deinem Besitz, so bekommst Du weiterhin Geld fuer das Lehen.
Ich hoffe, dies hat einiges klaeren koennen. Bei mir rangiert Fief2 ganz oben in meiner Bestenliste. Wie ist es denn bei euch angekommen? Wenn mal ein weiterer Fief2-Spieler gesucht wird, gib mir Bescheid :o)
Tschoe,
- Arne -

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Matthias Staber

re: Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Matthias Staber » 19. Februar 2001, 15:10

>War der letzte Lehnsherr nicht verheiratet, so faellt das Lehen an den Koenig oder die Koenigin und die koennen es weiter verteilen.<
Was heißt eigentlich hier genau "weiter verteilen"? Können sie's auch behalten?
Matthias

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Arne Hoffmann

re: Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Arne Hoffmann » 20. Februar 2001, 09:23


Matthias schrieb:
"
>War der letzte Lehnsherr nicht verheiratet, so faellt das Lehen an den Koenig oder die Koenigin und die koennen es weiter
verteilen.<
Was heißt eigentlich hier genau "weiter verteilen"? Können sie's auch behalten?"
Hallo Matthias!
Ob es ihnen erlaubt oder verboten ist, das Lehen zu behalten, weiss ich momentan nicht. In den Regeln stand m.E., dass sie das Lehen einem anderen Lehnsherren (Adligen) zuteilen koennen. Damit ist dann ja nur eine andere Spielfigur, nicht unbedingt ein anderer Spieler gemeint, da man ja mehrere Personen vor sich liegen haben kann.
Tschoe,
- Arne -

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Markus Barnick

re: Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Markus Barnick » 20. Februar 2001, 22:58

Ganz herzlichen Dank.
die Regel läßt ja doch zu wünschen übrig, auch scheint es mir, daß ein Spieler relativ schnell ausgebootet werden kann.
So ganz haben wir noch nicht durchgeblickt, wir habens auch zum ersten Mal gespielt, obwohl es schon seit Jahren bei mir im Schrank steht.

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Arne Hoffmann

re: Fragen zu Fief2 von Eurogames

Beitragvon Arne Hoffmann » 21. Februar 2001, 09:02

Markus schrieb:
"Ganz herzlichen Dank.
die Regel läßt ja doch zu wünschen übrig, auch scheint es mir, daß ein Spieler relativ schnell ausgebootet werden kann."
Hallo Markus!
Hmm, auf die Regel gehe ich jetzt nicht weiter ein ;o) Ich hatte damals das Glueck, einen "erfahrenen" Fief2-Spieler zu haben, der das Spiel erklaerte.
Das Ausbooten kann schon schnell vorkommen, gerade wenn man zwiischen zwei oder drei feindlichen Lehen plaziert ist oder anfangs eine der Katastrophen abbekommt. Da muss man hoffen, dass man sich irgendwo einheiraten kann. Deshalb spielen wir es am liebsten mit einer geraden Anzahl von Spielern, obwohl auch die Partieen zu fuenft immer sehr spannend verlaufen sind. Das schoene ist, dass man mit den (teils sehr maechtigen) Katastrophen andere Spieler (fuehrende) gut bremsen kann, durch den Kartentausch verheirateter Spieler aber eine bessere Moeglichkeit des Konterns gegebens ist.
Bei uns war es auch schon einmal vorgekommen, dass ein Spieler recht frueh im Spiel ausschied - das weiss man aber vorher, wenn man sich auf das Spiel einlaesst, und in unserer damaligen Runde tat das keinem weh.
Wir haben uebrigens meist gespielt bis einer Koenig geworden ist und nicht auf Geld und resultierende Punkte.
Tschoe,
- Arne -


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