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Doge - was hab ich falsch gemacht?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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ralph

Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon ralph » 22. Februar 2001, 20:54

hallo spieler,
ich habe doge zwar erste einmal gespielt, und das war im november letzten jahres, aber ich konnt damals rein garnichts mit dem spiel anfangen. ich war sogar derjenige, der frühzeitig abbrechen wollte, weil's mir so langweilig vorkam. jetzt sitzte ich wieder einmal mit der spieleschachtel am tisch, bewundere das gelungene spielmaterial und lese die anleitung wiedermal durch. alles klingt so gut und spannend, aber das spiel war so enttäuschend. ich hatte damals zum beispiel nicht durchschauen können, wie wichtig das aufdecken der in der nächsten runde zu wertenden regionen ist.
kann mir denn einer sagen, dass das spiel doch ganz toll ist und dann noch ein paar gründe dafür nennen? ich glaube einfach, dass'doge' bei mir noch ne zweite chance verdient hat!
danke und liebe grüsse
der ralph.

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wolfgang

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon wolfgang » 22. Februar 2001, 21:24

hi Ralph,
kann Dir nur beipflichten. auch mir gings genauso, als wir Doge zu dritt spielen wollten. was soll das allmaehliche Aufdecken der Stadteilkarten mir sagen. welche fuer den spielverlauf und die Taktik wichtige Information kann ich daraus ziehen. Vielleicht sitz ich auf der Leitung, irgend etwas wird sich der Autor schon dabei gedacht haben.
Bin gespannt , was andere Dogenerfahrene dazu sagen.
O sole mio!
Ciao Wolfgang

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Rüdiger Langtim

re: Doge - Das ist doch ganz klar

Beitragvon Rüdiger Langtim » 23. Februar 2001, 01:07

Durch das allmähliche Aufdecken der Karten für die nächste Runde kann ich Situationen entdecken, in denen ich einen Dogen in ein Gebiet stellen kann, das nicht nur in dieser Runde noch an die Reihe kommt sondern in der nächsten Runde bereits ausgewertet wird, bevor dieser Doge wieder einen neuen Besitzer findet.
Ich kann also von dem eingesetzten Dogen doppelt profitieren.
Rüdiger

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Helmut
Kennerspieler
Beiträge: 1529

Doge oder San Marco?

Beitragvon Helmut » 23. Februar 2001, 07:03

Hallo,
nachdem ich nun beide Spiele "Doge" und "San Marco" vorliegen habe, vergleiche ich die beiden Speile und meine, nach dem Spielregel-Lesen, dass San Marco wohl etwas "leichter" zu spielen ist !?
Gruß
Helmut

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Michael Andersch

re: Doge oder San Marco?

Beitragvon Michael Andersch » 23. Februar 2001, 07:35

Abgesehen von den Spielplänen haben beide Spiele so gar nichts miteinander zu tun. Du hättest im Prinzip jeden beliebigen Vergleich heranziehen können...
Z.B. ist Doge einfacher zu spielen als die Macher, aber viel schwieriger als Bluff... ;-)
SCNR,
Micha

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Michael Andersch

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Michael Andersch » 23. Februar 2001, 07:37

Hi Ralph,
für mich - und da wiederhole ich mich in diesem Forum - ist Doge eines der Highlights von Essen. Der Meinung sind auch viele Leute mit denen ich sonst so spiele.
Das Taktieren mit den Beratern, das verdeckte Legen und Beobachten der Entwicklung auf dem Spielbrett finde ich total spannend.
Gruß,
Micha

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Wolfgang Ditt

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 23. Februar 2001, 08:18

Hallo Ralph,
es ging uns ähnlich in der ersten Partei. Wir haben das Spiel dann anschließend noch einmal auf der Spielewelt in Bielefeld und auf Knut's Sauerlandtreff gespielt. Und siehe da, ab der dritten Partie machte es Spaß.
Das liegt daran, dass man erst einmlal verstehen muss, was wirkich wichtig ist und das erfordert schon mal zwei Partien vorab
Wolfgang

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Carsten Wesel

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Carsten Wesel » 23. Februar 2001, 09:53

So richtig begeistert bin ich von Doge auch noch nicht, aber das kann ja noch werden. Ich finde irgendwie, daß man bei Doge viel zu wenig ausrichten kann und das Spiel nur so dahin plätschert - und etwas mehr als ein Plätschern muß ein Spiel schon bieten, um wiederholt gespielt zu werden.
Gruß Carsten (meine Freundin mag Doge - komisch, oder?)

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Arne Hoffmann

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Arne Hoffmann » 23. Februar 2001, 10:21

Hallo Ralph!
Ich muss hier (wieder :o) ) meine Lobeshymne auf Doge singen. Auch wir hatten in der ersten Partie auf der Spiel '00 unsere Probleme mit der Uebersicht, das hatte sich bei mir aber in der zweiten Partie gelegt. Ich finde Doge unheimlich spannend, wobei sich die Spannung ueber die zwei Kernelemente des Spiels aufbaut:
i) das verdeckte Bieten: da nur in recht wenigen Regionen geboten werden kann kommt es immer irgendwo zu Spannungen zwischen mehreren Mitspielern und man zittert, ob man das gewuenschte Ziel erreichen kann
ii) die Berater: Himmel, was habe ich teilweise schon gekaempft, ob ich einen Berater nun einsetze, wo ich ihn einsetze oder ob ich lieber nen Haeuschen verschiebe. Diese Kerle sind das Salz in der Suppe und der vorausschauende Einsatz (beachten der Reihenfolge in der naechsten Runde) ist noetig zum Sieg.
Doge gehoert fuer mich neben Carcassonne und Java zu den Highlights der Herbstneuheiten der renommierten Verlage.
Tschoe,
- Arne -

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Sylvia Berger

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Sylvia Berger » 23. Februar 2001, 12:38

Dann haben wohl mein Freund und ich beim ersten Doge-Spiel einen besonders guten Tag erwischt. Wir finden beide das Spiel sehr interessant und haben auch sofort in der 1. Partie den Sinn des Kartenaufdeckens für die Folgerunde begriffen und die entsprechende Taktik für das Setzen der Beratersteine erfaßt. Spielregel - alles klar. Spielmaterial ok, einziger Kritikpunkt sind einmal mehr die Spielfarben grün und blau. Ich denke, dass ich ein überdurchschnittlich gutes Farbsehvermögen habe. Trotzdem hatte ich bei leicht gedämpften Licht Schwierigkeiten, die beiden Farben auseinanderzuhalten. Ich weiss nicht, warum bei vielen Spielen immer so ein grünliches Blau genommen wird. Ein Blau mit einem höheren Rotanteil - also eher in Richtung Tintenblau - läßt sich wesentlich besser von Grün unterscheiden und kollidiert auch nicht mit anderen Farben (schwarz).
Gruss
Sylvia

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Roman Pelek

re: Doge oder San Marco?

Beitragvon Roman Pelek » 24. Februar 2001, 12:58

Hi Helmut,
>nachdem ich nun beide Spiele "Doge" und "San Marco" vorliegen habe,
vergleiche ich die beiden Speile und meine, nach dem Spielregel-Lesen,
dass San Marco wohl etwas "leichter" zu spielen ist !?<
Hm, ich find's schön, dass Du Spiele vergleichst, die ausser einem Venedig-Plan nix gemeinsames haben ;-) Wenn man aber schon vergleicht: San Marco ist nicht so unübersichtlich wie Doge bei den ersten Partien, "leichter" isses aber nicht. Bei beiden Spielen muss man aufpassen, was man macht und die Möglichkeiten der anderen im Auge behalten.
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

re: Doge - was hab ich falsch gemacht?

Beitragvon Roman Pelek » 27. Februar 2001, 03:44

Hi Ralph,
drei Partien braucht man bei Doge, bis sich die Übersicht einstellt. Scheint ein Naturgesetz zu sein, und insofern kann ich mich den anderen Forumsteilnehmern nur anschliessen. Doge ist kein Knüllerspiel, aber wohl das "most underrated game of Essen" ;-) Es braucht seine Zeit, man hätte diese Zeit durch Layout minimieren können, aber nichtsdestotrotz: wenn's nach drei Partien nicht gefällt - wirf's weg. Aber vorher gibt ihm die Chance, die's verdient.
Ciao,
Roman

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Lars

re: Doge oder San Marco?

Beitragvon Lars » 1. März 2001, 15:42

Hi Roman
Ich denke, "Doge" und "San Marco" haben deutlich mehr gemeinsam als nur den Spielplan.
Beide gehören zu der, seit "El Grande" stetig wachsenden, leider meist nicht besonders originellen Flut von Spielen, bei denen es darum geht Merheiten zu erringen. Und das ist mir meist zu zufällig und glücksabhängig; Gerade bei "San Marco", dem ich deshalb in jedem Fall "Doge" als Spieleabendbeschäftigung vorziehen würde.
Allen die solche "Merheits-Spiele" mögen weiter viel Spass dabei.
Gruß Lars

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Gabi Goldschmidt

re: Doge oder San Marco?

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 1. März 2001, 18:53

Hallo Helmut,
nachdem ich nun beide Spiele gespielt habe, kann ich nur sagen: "Gottseidank habe ich Doge gekauft und San Marco nicht"!
Doge fand ich bisher immer spannend, bei meinen Aktionen hatte ich stets das Gefühl, etwas verändern zu können. San Marco dagegen finde ich viel zu glücksabhängig und langweilig/langatmig. Während 2 Mitspielet ihren Zug durchdenken und durchführen, was meistens 1o Minuten in Anspruch nimmt, kann ich wirklich nur Däumchen drehen, da ich mir meinen Zug vorab nicht überlegen kann, da ich gar nicht weiß, welche Aktionskarten als nächstes gezogen werden.
Also bei mir ist San Marco klar durchgefallen, ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich mal so das Ende des Spiels herbeigesehnt habe. Und das ging meinen 3 Mitspielern genauso, war also unabhängig von der Position der Spieler!
Ciao Gabi

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hannes ernst

re: Doge oder San Marco?

Beitragvon hannes ernst » 10. März 2001, 11:01

Hallo Gabi
Genau die gleichen Erfahrungen mit San Marco habe ich gestern Abend bei unserem Spieltreff gemacht.
>nachdem ich nun beide Spiele gespielt habe,
>kann ich nur sagen: "Gottseidank habe ich
>Doge gekauft und San Marco nicht"!
Ich habe beide Spiele gekauft, weil mich das Thema Venedig stark interessiert.
>Doge fand ich bisher immer spannend, bei
>meinen Aktionen hatte ich stets das Gefühl,
>etwas verändern zu können. San Marco dagegen
>finde ich viel zu glücksabhängig und
>langweilig/langatmig.
Finde ich voll zutreffend. Doge ist spannend und ich kann - unabhängig von zufälligen Kartenverteilungen - mein Fortkommen weitgehend selber bestimmen.
San Marco ist extrem von den Aktionskarten abhängig. Es ist recht wahrscheinlich, dass ein bestimmter Spieler sehr viel weniger Dogen- und Verbannungskarten "sieht" als die anderen. Das ist gestern Pance passiert. Er spielte San Marco zum ersten Mal, wurde aber gut eingeführt. Und Pance ist ein guter Taktiker, der neue Spiele schnell kapiert. Er wurde mit Abstand letzter, weil er einfach kein Kartenglück hatte. Ein anderer San Marco-Neuling hingegen, der im allgemeinen nicht so clever spielt, kam immer an gute Karten ran, lag lange in Führung und verpatzte dann noch den Sieg.
Ich spiele durchaus auch gerne glücksabhängige Spiele. Was ich aber gar nicht mag, sind Spiele, die vortäuschen, dass man sie rein durch cleveres Spielen beeinflussen und gewinnen kann und dabei aber doch eine grosse Glückskomponente beinhalten.
>Während 2 Mitspieler ihren Zug durchdenken
>und durchführen, was meistens 1o Minuten in
>Anspruch nimmt, kann ich wirklich nur Däumchen
>drehen, da ich mir meinen Zug vorab nicht
>überlegen kann, da ich gar nicht weiß, welche
>Aktionskarten als nächstes gezogen werden.
>Also bei mir ist San Marco klar durchgefallen,
>ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich
>mal so das Ende des Spiels herbeigesehnt habe.
>Und das ging meinen 3 Mitspielern genauso, war
>also unabhängig von der Position der Spieler!
San Marco ist mir viel zu langfädig. Gestern dauerte es einiges länger als 2 Stunden. Die Spannung ist spätestens nach 2 von 3 Durchgängen schon völlig weg.
Also, Pance und ich werden San Marco nicht mehr so schnell auf den Spieltisch bringen, Doge oder Attila z. B. sofort wieder.
Tschüss, hannes


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