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pöppel = deutsch - englisch = ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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willi

pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon willi » 25. Februar 2001, 20:37

kann mir jemand sagen, was pöppel auf englisch heißt.
danke für jede Hilfe
willi

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Sönke Weidemann » 25. Februar 2001, 20:57

Hallo!
Ganz allgemein kannst Du Spielfigur mit playing piece übersetzen, in einigen Spielen findest du auch die Bezeichnung pawn, was eigentlich der Bauer im Schach ist.
Gruß Sönke

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Stefan-spielbox

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Stefan-spielbox » 26. Februar 2001, 01:08

Auf Anhieb fiele mir da noch "token", "counter" oder vielleicht allgemeiner "unit" ein.
Gruß,
Stefan

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Stephan Z.

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Stephan Z. » 26. Februar 2001, 12:04

Snot? ;-)
SCNR Stephan

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Volker L.

re: pppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Volker L. » 26. Februar 2001, 12:09

> Auf Anhieb fiele mir da noch "token", "counter"(...)ein.
Beides bezeichnet i.A. die bedruckten Papp-plaettchen,
die in amerikanischen Spielen standard sind. Das
deutsche(?) Wort "Poeppel" meint ja eigentlich eine
Spielfigur aus Holz oder allenfalls Plastik, manchmal
in Wuerfelform (El Grande) aber meistens eher aufrecht
stehend (MAeDN, Halma), diese Art Spielfigur ist in
Amerika (bei Grossbritannien weiss ich's nicht) aber
weitgehend unbekannt, so dass dafuer wahrscheinlich
auch gar kein allgemeingebraeuchlicher Begriff
existiert. Selbst das "Poeppel" ist mir erst seit
einigen Jahren gelaeufig, vorher habe ich auch immer
"(Spiel-)Figur" gesagt.
Bei Spielen mit militaerischem Hintergrund koennte man
durchaus die Uebersetzung "unit" benutzen, ansonsten
sind "(playing) piece" und "pawn" geeignete Begriffe.
Gruss, Volker

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Akke Monasso

re: pppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Akke Monasso » 26. Februar 2001, 14:00

>diese Art Spielfigur ist in Amerika aber
>weitgehend unbekannt, so dass dafuer wahrscheinlich
>auch gar kein allgemeingebraeuchlicher Begriff
>existiert.
Doch, auf English: Pawn
Auf Niederlaendisch: Pion

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Stefan-spielbox

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Stefan-spielbox » 26. Februar 2001, 17:09

Stimmt! Der Begriff "Pöppel" ist sehr allgemein, und aus der Frage ging nicht unbedingt hervor daß der klassische Mädn-Pöppel gemeint ist. Im umgekehrten Fall (deutsches Wort für "counter") habe ich bisher auch noch keine Alternative für "Pöppel" als das weniger charismatische "Spielmarke" oder insbesondere bei Kosims eben "Einheit" gefunden. Ich habe nochmal in zwei englischen (eine US, eine UK) Spielregeln nachgesehen. Dort wird der typische Mädn-Pöppel in der Tat als "pawn" bezeichnet...

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Erhard Portner

Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon Erhard Portner » 26. Februar 2001, 19:23

"Selbst das "Poeppel" ist mir erst seit
einigen Jahren gelaeufig, vorher habe ich auch immer
"(Spiel-)Figur" gesagt."
Hi Volker,
wenn ich mich nicht irre, wurde das Wort "Pöppel" von KMW selbst kreiert, als er seine frühere Spielezeitschrift "Pöppel-Revue" taufte. Stimmt's KMW?
Gruß
Erhard (der wirklich der Auffassung ist, dass das Wort "Pöppel" nun endlich auch in den Duden Eingang finden sollte!!!)

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Achim Nieder-Vahrenholz

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Achim Nieder-Vahrenholz » 26. Februar 2001, 19:28

Hallo !
Ich habe die weltbewegende Frage vorhin in einer englischsprachigen Newsgroup gepostet und folgende Antwort erhalten:
>>It is usually called a "pawn", a "playing piece", or just a "piece". If
it is used on a scoring track or a table, it might be called a "marker"or a "counter.">>
Viele Grüsse Achim

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R. Heli

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon R. Heli » 26. Februar 2001, 20:44

Yes, it's called a "pawn" generally. This is also
always the term used for the pieces in Chess/Schach
which start on the second square.
I too am curious about the origin of "Pöppel"
as it does not appear in my dictionary.

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KMW

re: Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon KMW » 27. Februar 2001, 08:19

Hallo Erhard,
ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Ich habe das Wort Pöppel zum erstenmal Ende der 70er Jahre von Dietmar Pfohl gehört, als wir mal zusammen gespielt haben. Ich glaube, es war auf einem Con im Sauerland. Dietmar stammt aus Recklinghausen und gab eine PBM-Zeitung ("Der grinsende Beobachter") heraus. Als ich dann nach einem neuen Namen für meine eigene PBM-Zeitung suchte (die hieß zunächst "Wolfs Wirtschaftsbrief" oder kurz WWB, weil sie mit PBM-Wirtschaftsspielen anfing), fiel mir irgendwann "Pöppel-Revue" ein. Ich weiß noch, daß ich ganz stolz war, als später in irgendeiner Spielanleitung zum ersten Mal das Wort Pöppel quasi "offiziell" auftauchte :-)
KMW

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Vera Schwingenheuer

re: pöppel = deutsch - englisch = ?

Beitragvon Vera Schwingenheuer » 27. Februar 2001, 20:01

Ich lese in einer englischen Newsgroup mit. Dort hat sich bei Carcassone eine neue Wortschöpfung eingeschlichen. Die Spielsteine dort wurden in mehreren Threads als "meeple" bezeichnet. Die Erklärung war, dass es einmal aus einer Verschmelzung von "my people" entstanden ist.

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Adam

re: Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon Adam » 27. Februar 2001, 23:17

Als ich das erste Mal Pöppel-Revue las, assoziierte ich etwas in der Art wie "Klöppeln", also textile Handarbeiten (also uninteressant für mich). Erst als ich die Spielfigur neben dieser Bezeichnung sah, wurde mir der Spielbezug klar, das Interesse wuchs.
Mein Eureka hatte ich beim Mädn-Spiel. Ich selbst nenne die Figuren meist "Männchen", ein Mitspieler aus Franken "Giggel". Ein Freund von mir aus dem Emsland jedoch nannte seine Figuren penetrant "Puppen" oder "Püppchen".
Daraufhin habe ich mir zusammengereimt, daß "Pöppel" eine mundartliche Variante von Puppe ist. Lange Zeit hatte ich wegen des -el am Ende auf eine Mundart aus Süddeutschland getippt, nach dieser neuen Info muß ich aber zugeben, daß die Einfärbung des Stammwortes Puppe nach Pöppel sehr gut auf westfälischen Platt passt.
Fazit: wir sind alles Mädchen, wir spielen mit Puppen (ein Leben lang, Hurra ;-) )
Vielleicht liege ich mit dieser Erklärung aber auch ganz falsch und Pöppel ist ein Kunstwort ohne jeden ethymologischen Bezug, reines Phantasieprodukt eines (anderen) Spielebegeisterten.
Gruß
Adam

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Gustav der Bär

Wir brauchen neue Legenden!

Beitragvon Gustav der Bär » 28. Februar 2001, 06:03

> Daraufhin habe ich mir zusammengereimt, daß "Pöppel"
> eine mundartliche Variante von Puppe ist. (...)
> Vielleicht liege ich mit dieser Erklärung aber auch
> ganz falsch und Pöppel ist ein Kunstwort ohne jeden
> ethymologischen Bezug (...)
Du bringst mich da auf eine Idee, lieber Adam:
Jede Nation, jedes Volk, jeder Trachtenverein hat einen Haufen Legenden über die Entstehung wichtiger Begriffe entwickelt, die von Generation zu Generation weiter gegeben und geglaubt werden.
Und ausgerechnet wir, die arme Spielerszene, waren bisher immer darauf angewiesen, uns mit solch ärmlichen Legenden wie "Die Siedler von Catan nehmen anderen guten Spielen die Chance" oder "Sammelkartenspiele machen Kinder kriminell" zu bescheiden.
Drum lasst uns die Gelegenheit nutzen und endlich eine Legende um die Herkunft des Wortes "Pöppel" schaffen, die Hand und Fuß hat, möglichst bis ins Mittelalter zurückgeht, im besten Fall eine unglückliche Liebesgeschichte enthält ... und mit etwas Glück irgend wann in einem Lexikon auftaucht!
Liebe Grüße
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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H.-Georg Rausch (G´Ork)

re: Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon H.-Georg Rausch (G´Ork) » 6. März 2001, 12:20

Hallo,
um der Legendenbildung ein Ende zu bereiten:
Das Wort Pöppel stammt m.E. vom deutschstämmigen amerikanischen Landvermesser August Pöppel, der zum Zwecke der Vermessung und Abgrenzung später nach ihm benannte kegelförmige Pfähle (eben "Pöppel") in die Erde rammte.
Korrigiert mich, falls ich mich irre.
Gruß
G´Ork.

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Adam

re: Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon Adam » 6. März 2001, 13:35

Das hört sich noch am plausibelsten an. Gibt es denn dazu auch Quellen? Ich habe von dieser Geschichte noch nie etwas gehört.
Angenommen die Herkunft geht tatsächlich auf den Familiennamen zurück, so kann man natürlich immer noch nach dem ethymologischen Bezug fragen. Aber ich denke, das braucht dann hier nicht mehr diskutiert zu werden.
Gruß
Adam

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peer

re: Wir brauchen neue Legenden!

Beitragvon peer » 7. März 2001, 10:29

Hi,
etymologische Studien sind ja nie ganz eindeutig und so plausibel die Theorie um August Pöbbel auch erscheinen mag, es ist nicht die einzige...
Das Wort Pöbbel für Spielstein geht auf keinen geringeren als den Märchenkönig Ludwig II selbst zurück. Er bezeichnete in jungen Jahren die Spielfigure auf seinem Schachbrett als "gehorsamen Pöbel". Der Ausdruck gefiel ihm so gut, dass er fortan immer nach seinem "Pöbelsteinen" verlangte, wenn er Schach spielen wollte. Im Laufe seiner Jahre verkürtzte sich dies noch zu "Pöbel". Bedienstete und Mitspieler Ludwigs gewöhnten sich diesen Ausdruck an und verbreiteten ihn (Soweit man von dem immer noch relativ geringen Bekanntheitsgrad des Wortes von verbreiten sprechen kann). Im Laufe der Jahre schliff sich das Wort "Pöbel" in das schneller ausschpechbare "Pöbbel" ab und das kennen wir auch noch heute.
Wie sagte G´Ork: "Korrigiert mich, wenn ich mich irre."
ciao,
Peer

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Andrea

re: Wir brauchen neue Legenden!

Beitragvon Andrea » 7. März 2001, 14:55

Hi, hi, klasse.
Ich sollte auch mal wieder Nobody is perfect spielen oder das verrückte Lexikonspiel fällt mir dabei gerade so ein......
Andrea (liest gerne "Die Spinne in der Yuccapalme" und ähnliche Bücher)

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Ulrich Schumacher

re: Wir brauchen neue Legenden!

Beitragvon Ulrich Schumacher » 8. März 2001, 06:27

Hallo Peer,
das geht ja schon in die richtige Richtung, aber es ist trotzdem falsch: In Wahrheit stammt das Wort "Pöppel" (mit Doppel-P!) von dem französischen Wort "peuple" ab. Der französische König Ludwig XVI. benutzte nämlich lebende Spielfiguren, Leute aus dem Volk, eben "peuple" für sein Schachspiel. Aufgrund seiner langen Überlegungszeiten für einen Zug mussten diese Spielfiguren allerdings sehr lange stillstehen. Das zehrte natürlich an ihren Nerven, und schliesslich machten sie ihn aufgrund seiner extrem langsamen Kopfarbeit um ebendiesen kürzer. So geschehen im Jahre des Herrn 1793 und damit lange vor Ludwig II. !
Viele Grüsse
Uli

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Hans-Georg Rausch

re: Herkunft des Wortes "Pöppel"

Beitragvon Hans-Georg Rausch » 8. März 2001, 10:05

Hallo -
bin ich bei meinen Recherchen zu meinen Amerika-Spielen drauf gestoßen. Ich weiß allerdings im Augenblick nicht, in welchem der vielen Bücher oder Websites das war.
Gruß
G´Ork

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Gustav der Bär

Die Geschichte von Kunz und Catherine

Beitragvon Gustav der Bär » 8. März 2001, 23:23

Nur wenige wissen, dass das Wort "Pöppel" eigentlich ein doppeltes Lehnswort ist, das von der Bezeichnung eines geistlichen Standes über ein völlig anderes Spiel schließlich auf die einfache Spielfigur überging.
Aber gehen wir der Reihe nach vor:
Ende der 80er Jahre des 11. Jahrhunderts waren die Streitigkeiten zwischen den deutschen König Heinrich IV. und Papst Gregor dem VII. über Fragen der Interpretation der "Zwei-Schwerter-Lehre" bis an den Rand eines Krieges eskaliert. Heinrich stellte eine Armee auf und zog nach Italien, um Gregor abzusetzen.
Gregor, der militärisch unterlegen war, nutzte die Tatsache, dass Heinrich sich mit den Deutschen Kurfürsten in der Frage des sogenannten "Fahnlehens-Konflikts" überworfen hatte, und sprach 1088 den Kirchenbann gegen den König aus. Die Kurfürsten stellten dem König ein Ultimatum: Entweder, er wurde bis zum Jahresende vom Kirchenbann befreit oder er wurde seinerseits abgesetzt.
Unversehens sah sich Heinrich in die Defensive gedrängt. Er folgte mit seinem Heer Gregor bis vor die Mauern der Alpenfestung Canossa, wo der Papst sich sicher verschanzt hatte und gedachte, das Problem - wie später noch manch anderer Herrscher - einfach auszusitzen.
Heinrich seinerseits lagerte vor der Festung und versuchte, mit einer Mischung aus Diplomatie und Druck die Lösung vom Bann zu erreichen. Soweit der historisch bedeutsame Teil, der euch allen zumindest in groben Zügen aus der Schule geläufig sein dürfte.
Innerhalb dieses Rahmens aber spielte sich eine zutiefst erschütternde menschliche Tragödie ab: Catherine de Lombardie, die jüngere Tochter des päpstlichen Gonfalioniere (wörtl.: "Bannerträger", der Kommandant der Truppen) liebte von ganzem Herzen den abenteuerlustigen Kunz von der Stetten, genannt der Kuerisser, einen Ritter aus Heinrichs Gefolge. Kunz wäre trotz - oder vielleicht sogar wegen - einer Handvoll schlechter Minnelieder, die von ihm überliefert sind, inzwischen der Vergessenheit anheim gefallen, wenn nicht Catherine einige Briefe an ihre älter Schwester Genevieve hinterlassen hätte, aus denen man die folgende Episode rekonstruieren kann.
Da die Belagerung eine sogenannte "ehrenhafte" Belagerung war, konnten die Nichtkombattanten aus der eingeschlossenen Festung sich frei bewegen. Kunz und Catherine nützten diese Gelegenheit, um sich mehrfach zu treffen; natürlich ebenfalls "ehrenhaft", also stets in Anwesenheit einer Anstandsdame für Catherine und eines ritterlichen Waffengefährten für Kunz.
Als Leute von Kultur pflegten sie bei ihren Treffen Schach zu spielen und dabei allenfalls in Andeutungen von ihrn Gefühlen zu sprechen. Nun werden die Figuren in der vordertsten Reihe beim Schach, das ja seinem Wesen nach eine taktische Simulation ist, als "Bauern" bezeichnet und zwar, weil sie die Infanterie darstellten, die aus wehrpflichtigen Bauern ohne Rüstung und mit leichten Waffen bestand. (Bauern waren gemäß dem Lehnsrecht jährlich zu sechs Wochen Waffendienst auf Reichsgebiet oder vier Wochen im Ausland verpflichtet.)
Kunz pflegte seine Catherine, die ja auf der Seite der päpstlichen Armee stand, damit aufzuziehen, dass ihre "buren" in Wirklichkeit Priester seien. Catherine verwendet in ihren (lateinischen) Briefen überwiegend die Bezeichnung "clerici minores", also "kleine Priester"; einmal nur zitiert sie ihren Geliebten wörtlich. Da Kunz aus der preussischen Mark stammte, wo eine Mischung aus Mittelhochdeutsch und mittelalterlichem Russisch gesprochen wurde, verwendete er nicht das deutsche Wort "pfaffo", sondern das russische "pope" und zwar in der Verkleinerungsform "poepel".
Die Liebesgeschichte der beiden endete unerfüllt: Vielleicht wegen der häufigen Treffen im einem ungeheizten Zelt im Frühwinter, vielleicht wegen der Entbehrungen, die mit der Belagerung verbunden waren, erkrankte Catherine und starb nur wenige Tage, nach dem die hohen Herren einen faulen Kompromiss geschlossen hatten und die kaiserliche Armee wieder abzog.
Kunz jedenfalls verwendete in einigen seiner späteren Lieder wiederholt Analogien aus dem Schach und verglich die Wirren der Liebe mit dem Kräftemessen der "buren" und "poepel" auf dem Raster des Spielfeldes.
So kam der Begriff des "Pöpels" für die einfache Spielfigur zunächst in die Umgangssprache der Kriegsleute und mehr als ein halbes Jahrtausend später durch die Massenheere des 30-jährigen Krieges auch in die Umgangssprache.
Wäre Kunz ein besserer Dichter gewesen, würden heute vielleicht Schachspieler in aller Welt die Figuren der vordersten Reihe "Pöppel" nennen, so aber behielten die Schachfiguren ihre Bezeichnung als "Bauern" und der "Pöppel" wurde zum Begriff für die Figuren in anderen Spielen.
So musste eine junge Frau sterben, damit ... aber Tränen verschleiern mir angesichts dieses tragischen Geschehens den Blick und - ach - ich muss jetzt enden!
Liebe Grüße
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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Tobias

re: Die Geschichte von Kunz und Catherine

Beitragvon Tobias » 9. März 2001, 03:03

Bravo.
Legende oder sogar Wahrheit, die Geschichte ist zumindest toll.
Ich bin in meiner Jugend auch so manches Mal ein schlechter Dichter gewesen, deswegen werde ich aus Solidarität beim Schachspielen meine Bauern ab sofort Pöppel nennen.
Tobias (ergriffen)

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Carsten Wesel

re: Die Geschichte von Kunz und Catherine

Beitragvon Carsten Wesel » 9. März 2001, 09:37

Whow! Es klingt wie live miterlebt.
Gruß Carsten (endlich aufgeklärt)

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Adam

re: Die Geschichte von Kunz und Catherine

Beitragvon Adam » 9. März 2001, 12:36

Aber klangen in Deinem Posting #11869 nicht auch Elemente durch wie Helden und Drachen? Aliens, UFO´s, Finanzbeamte? Naa, wollen wir mal nicht allzu phantastisch werden - lassen wir die Finanzbeamten weg ;-)
Im Ernst, wie lange hast Du denn daran gestrickt? Ich weiß, Geschichten schreiben ist eines Deiner (ca. 75)Hobbies, trotzdem fließt so etwas wohl nicht in einer Viertelstunde aus der Feder, oder? Apropos Feder, Du benutzt ja wohl Gänsefedern und nicht so modernes Zeug wie Stahlfedern oder gar - Gott bewahre - eine TASTATUR? :)
Hat mir gut gefallen, Deine Geschichte. Sehr schön, danke dafür.
Gruß
Adam

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Volker L.

re: Die Geschichte von Kunz und Catherine

Beitragvon Volker L. » 9. März 2001, 13:30

Wirklich gut gelungen, bravo!
(bis hierhin ist mein Posting ernst gemeint)
Da wir jetzt inzwischen drei verschiedene Versionen
gehoert (gelesen) haben, finde ich, es ist an der
Zeit, dass Roman eine Umfrage startet zum Thema
"welche dieser Erklaerungen ist die beste?" :-)))
Gruss, Volker


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