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Bid Deal Regelfrage

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Till & Lothar

Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Till & Lothar » 22. März 2001, 00:14

Ich schildere kurz die Sachlage:
Habe einen Konzern mit 2 Aktien und kein Geld.
Ein anderer Spieler hat eine Aktie meines Konzerntyps und macht eine feindliche Übernahme: er sagt den Mindestpreis und, da ich ja kein Geld habe, muss ich es akzeptieren. Er kauft die Aktien und verkauft sie an die Bank für Wert+50 Mio. und zahlt mich aus.Danach spielt er eine CASH-Karte wegen der Prämie.
D.h.: sobald ein Spieler, der einen Konzern hat, pleite ist, kann jeder Spieler(auch ohne Geld!) der eine entsprechende Aktienkarte hat, Gewinn machen durch Verkauf der Aktien und Auszahlung an Verteidiger.
Soll dies so sein, daß der Verteidiger, der durch Zwangsumwandlung(Aktien in Geld) jetzt zahlungsfähig wird, auch noch sein Geld(durch Cashkarte) verliert.
Fazit Verteidiger:
kein Konzern & kein entsprechender Geldwert
Die Frage ist , ob es SO gemein sein soll? :)

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Frank Gartner
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Beiträge: 257

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Frank Gartner » 22. März 2001, 00:32

Hallo Till & Lothar,
eine solche Strategie ist durchaus möglich.
Stellt sich die Frage, ob es zielführend ist, wenn man erworbene Konzerne sofort wieder verkauft.
Weiter stellt sich die Frage, ob bei anderen Spielern mehr Geld mit der Cash-Karte zu holen gibt. In dem Moment, wo er Dir Deinen Konzern abkauft hast Du schließlich weniger Konzerne, für die Du letztendlich Geld an den Cash-Karten-Spieler löhnen musst.
Viele Konzerne zu haben und kein Bargeld zum Verteidigen ist m.E. sehr leichtsinnig und fordert die anderen Spieler regelrecht zum Billig-Shoppen ein :-)
Ciao, Frank

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Till & Lothar

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Till & Lothar » 22. März 2001, 02:00

Ja das stimmt,
aber es werden ja auch die freien Ressourcen berechnet und bei einem teurem Konzern sind das dann schon 6 Ressourcen die so frei werden also 300 Mio...
Der Glücksfaktor steigt leider auch, denn so wird so manch einfache Konzernkarte zu einer Cashkarte...
Jedenfalls danke für die Antwort und damit ist es das fieseste Spiel das wir kennen :)

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Volker L.

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Volker L. » 22. März 2001, 15:56

Ich habe das Spiel zwar nur einmal gespielt (neulich
bei Erhard), und da dieser Fall nie eintrat (wir hatten
immer ausreichend Geld), kann ich auch nicht sagen,
was in den Regeln dazu steht, aber es kommt mir doch
sehr seltsam vor, dass es erlaubt sein soll, den
Konzern zu uebernehmen und erst danach das dafuer
notwendige Kapital durch Verkauf des Konzerns zu
beschaffen.
Das soll nicht heissen, dass man nicht einen Mitspieler
so auspluendern darf, der so unvorsichtig war, zu wenig
Bargeldreserve zu haben (oder so ungluecklich, vorher
von mehreren anderen seines Bargeldes beraubt worden
zu sein), aber solange nicht expilzit das Gegenteil in
den Regeln steht, wuerde ich annehmen, dass man erst
den Konzern uebernimmt (inklusive Bezahlung) und DANACH
diesen dann zwecks Kapitalrueckerstattung aufloesen
kann.
Eine weitere Frage ist, ob es SINVOLL ist, einen ohnehin
schlecht dastehenden Gegenspieler auf diese Weise weiter
zu schroepfen (wieviel Gewinn macht man effektiv damit),
oder ob es nicht klueger ist, Gegner zu schaedigen, die
(noch) besser dran (und damit gefaehrlichere
Konkurrenten) sind.
Gruss, Volker

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Bernd Schlüter

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Bernd Schlüter » 22. März 2001, 16:35

Hallo,
soweit ich mich an unsere Partie erinnere, haben wir sogar vor dem Übernahmeversuch eine Cash-Karte gespielt, um den potentiellen Verteidiger zu schröpfen. Das größte Problem, dass ich mit dem Spiel (das mir überhaupt nicht gefallen hat) hatte, war, dass man entweder Bargeld hatte und dann durch eine Cash-Karte geschröpft wurde und dann meist einen Konzern verlor, oder man hatte halt kein Bargeld und verlor auch einen Konzern. Mit "fies", wie hier jemand schrieb hat das meiner Meinung nach wenig zu tun, eher mit schlechtem Spieldesign.
Bernd

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Erhard Portner

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Erhard Portner » 22. März 2001, 18:58

Hi Volker!
"Ich habe das Spiel zwar nur einmal gespielt (neulich
bei Erhard), und da dieser Fall nie eintrat (wir hatten
immer ausreichend Geld), kann ich auch nicht sagen,
was in den Regeln dazu steht, aber es kommt mir doch
sehr seltsam vor, dass es erlaubt sein soll, den
Konzern zu uebernehmen und erst danach das dafuer
notwendige Kapital durch Verkauf des Konzerns zu
beschaffen."
Nun, der Fall war in unserem Spiel nicht aufgetreten, weil wir immer ausreichend Geld hatten. Aber es heißt in der Tat in der Regel, dass der Angreifer alle Aktien des übernommenen Konzerns
bis zum Ende seines Zuges
an den Verteidiger bezahlt haben muss. Das heißt, der Angreifer kann die Aktien des übernommenen Konzerns auch an die Bank verkaufen und den Erlös für seine Bezahlung an den Verteidiger nutzen. Ist doch eigentlich eine schöne gemeine Regel ;-)
Mit verspielten Grüßen
Erhard (ich seh schon, wie Du darauf brennst, mit diesem neu erworbenen Wissen mich nun im nächsten Spiel über den Tisch ziehen zu wollen:-))

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Volker L.

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Volker L. » 22. März 2001, 19:08

> ...in der Tat in der Regel (...) bis zum Ende seines
> Zuges an den Verteidiger bezahlt haben muss. Das
> heißt, der Angreifer kann die Aktien des übernommenen
> Konzerns auch an die Bank verkaufen und den Erlös für
> seine Bezahlung an den Verteidiger nutzen.
Boese, boese.
Das ist ja dann in der Tat richtig fies. Normalerweise
sollte man davon ausgehen, dass es einem Spieler, der
um den Sieg kaempft, mehr nutzt, die direkten
Konkurrenten zu schaedigen, als einen, der sowieso
schon gepruegelt wurde, endgueltig fertigzumachen.
Aber ich erkenne da eine gute Moeglichkeit, wie mehrere
gemeinsam einen scheinbar uneinholbar fuehrenden ganz
schnell ans Ende der Rangliste versetzen koennen :-))
Gruss, Volker

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Frank Gartner
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Beiträge: 257

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Frank Gartner » 22. März 2001, 19:48

>Jedenfalls danke für die Antwort und damit ist es
>das fieseste Spiel das wir kennen :)
...grins...
Trotzdem oder deswegen ist es ein gutes Spiel :-)
Es gibt´s noch jede Menge anderer fiese Spiele.
Junta z.B. ist mit Sicherheit noch eine ganze Stufe gemeiner. :-))
Ciao, Frank

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Helmut
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Beiträge: 1529

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Helmut » 23. März 2001, 06:27

Also, nach dem, was ich hier lese, scheint Big Deal gar nicht so schlecht zu sein. Denn weiter unten im Forum wurden schon enttäuschende Beurteilungen abgegeben. Ich habe das Spiel, aber nach den Negativ-Äußerungen erst mal nur die Regel durchgelesen und noch nicht gespielt. Nun kommt es beim nächsten Spieleabend auf den Tisch, der leider diese Woche wegen meines anderen Hobbys, Tanzen am Freitag- (Tanzparty für Erwachsene) und Samstagabend (Abschlußball mit unserer jüngsten Tochter) ausfallen muss.
Tschüß
Helmut

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Lothar

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Lothar » 24. März 2001, 12:22

Hallo,
ich habe Big Deal gestern abend zum ersten Mal gespielt. Das geschilderte Problem verstehe ich nicht ganz. Ist es denn nicht so, dass ich bei einem Übernahmeversuch mindestens den weißen Preis + 50 Mio bezahlen muss, beim Verkauf an die Bank aber nur den weißen Preis kassiere, wenn ich den Konzern nicht gegründet habe? Und falls ich ihn gründe, brauche ich die entsprechenden Ressourcen, die ich evtl. noch kaufen muss. Oder haben wir was falsch verstanden?
Gruß Lothar

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Erhard Portner

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Erhard Portner » 24. März 2001, 15:13

Hallo Lothar,
"Ist es denn nicht so, dass ich bei einem Übernahmeversuch mindestens den weißen Preis + 50 Mio bezahlen muss, beim Verkauf an die Bank aber nur den weißen Preis kassiere, wenn ich den Konzern nicht gegründet habe?"
Nein, es ist genau anders herum. Lau Regel muss man bei einem Übernahmeversuch als Mindestgebot nur den Kaufpreis der Aktie (weiße Zahl) bieten. (Also nicht +50 Mio.) Wenn der Angreifer die übernommenen Aktien an die Bank verkauft, erhält er zum Kaufpreis (weiße Zahl) den Bonus von 50 Mio. pro Aktie.
Aber darum ging es hier eigentlich auch gar nicht. Es ging darum, dass der Angreifer das Geld, mit dem er die übernommenen Aktien am Ende seines Zuges bezahlt, erst aus dem Erlös der übernommenen Aktien erhält; er also das Geld zum Zeitpunkt der Übernahme der Aktien noch gar nicht zu haben braucht.
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Frank Gartner
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re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Frank Gartner » 24. März 2001, 16:55

Hallo Helmut,
spiele es wirklich mal. Deine Meinung würde mich auch mal interessieren.
Ich halte es in der Tat für ein gutes Spiel.
Ciao, Frank

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Frank Gartner
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re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Frank Gartner » 24. März 2001, 17:01

Hallo Erhard,
ich habe die Regel jetzt nicht neben mir liegen und bin auch zu faul sie rauszuholen. Ich habe das so in Erinnerung:
Um den Konzern zu übernehmen, muss ich in der Tat nur den Mindestpreis bezahlen.
Allerdings kann ich nur den Kaufpreis+50 Mio. pro Aktie von der Bank kassieren, wenn ich einen vorhandenen Konzern auflöse. Um ihn aufgelöst zu haben, muss er erst einmal existieren, d.h. alle notwendigen Ressourcen müssen vorhanden sein. Wenn ich die Ressourcen nicht habe, kann ich die Karten nur auf die Hand nehmen oder in den Aktienpool verkaufen, wofür ich allerdings keinen Pfennig mehr bekomme als ich gezahlt habe.
So einfach ist das mit dem abzocken und mit Gewinn sofort wieder verhökern doch nicht.
Ciao, Frank

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Erhard Portner

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Erhard Portner » 24. März 2001, 17:36

Hallo Frank,
nein, das hast Du falsch in Erinnerung. Es ist laut Regel in der Tat so, wie ich geschrieben habe. Du kannst als Angreifer die Aktien des übernommenen Konzerns an die Bank zum Kaufpreis plus Bonus verkaufen. Dies kannst Du als Angreifer machen, ohne dass Du mit den übernommenen Aktien zuvor selbst einen Konzern gegründet hast. Die Regel ist da schon sehr eindeutig.
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Erhard Portner

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Erhard Portner » 24. März 2001, 17:43

Ich halte es auch für ein gutes Spiel!
Gruß
Erhard

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Frank Gartner
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re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Frank Gartner » 25. März 2001, 15:36

Hallo Eberhard,
Du hast Recht. Hab nochmal nachgeschaut.
Aber mal ehrlich, was bringt diese Taktik.
Da versuche ich doch lieber mit 2 Karten eine gestufte Übernahme anzuzetteln, wie ich das in unserer Rezension beschrieben hatte.
Mit der ersten Karte eine Übernahme starten, aber noch rechtzeitig aufhören. Viel Geld kassieren und dann im zweiten Zug die Teile geschenkt bekommen.
Verkaufen an die Bank lohnt meines Erachtens eh kaum 50 Mio. pro Aktie Gewinn ist in aller Regel nur ein Bruchteil von dem was man durch gegenseitiges Bieten bei Übernahmeversuchen herausschlagen kann.
Die Strategie mit dem Verscherbeln würde ich eher gegen Ende des Spiels versuchen um möglicht an viel Geld zu kommen.
Dann würde ich aber auch aufpassen, dass keine Ressourcen mehr herumliegen, sonst ist man das Geld schneller wieder los, als man schauen kann
(Cash-Karten!!)
Ciao, Frank

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Lothar

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Lothar » 26. März 2001, 07:38

Danke für eure Antworten. Da müssen wir beim nächsten Mal wohl genauer lesen!
Gruß Lothar

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Helmut

re: Big Deal Regelfrage

Beitragvon Helmut » 26. März 2001, 16:50

Gut, dass ich mal weiter nach unten "gescrollt" habe, sonst hätte ich Deinen Beitrag nicht gesehen. Am Samtagnachmittag und Sonntag haben wir gespielt. Allerdings kamen AFRICA und ISIS UND OSIRIS auf den tisch, die gerade mit der Post gekommen waren.
So muss Big Deal noch ein bisschen warten.
VG
Helmut

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Uwe Mölter (Amigo)

re: Bid Deal Regelfrage

Beitragvon Uwe Mölter (Amigo) » 30. März 2001, 22:23

Hallo Till & Lothar,
ich habe die Regeldiskussion erst gestern mitbekommen, weil ich nicht täglich ins Forum gehe. Aber ich möchte doch heute deine Frage beantworten (und hoffe sie wird noch bemerkt, obwohl soviele Postings in den letzten Tagen im Forum geschrieben wurden).
1) Für Aktien, die aus dem Pool gekauft oder in den Pool verkauft werden, zählt immer der aufgedruckte Preis.
2) Für Aktien, die an die Bank verkauft, sprich auf den Ablagestapel gelegt werden, erhält der Verkäufer einen Bonus von 50 Mill. (in der Variante 100 Mill). Dies ist aber nur möglich, wenn die Aktien aus gegründeten Konzernen stammen. Diese Aktien kommen auch nicht mehr ins Spiel zurück.
3) Es ist richtig, das man Aktien von übernommenen Konzernen erst am Ende seines Zuges bezahlen muss. Genauso richtig ist aber auch, dass ich etwas verkaufen kann, wenn ich es vorher gekauft habe. Also habe ich nicht genug Geld für die übernommenen Aktien, dann muss ich Aktien, die ich besitze, oder Ressourcen verkaufen, oder kann vorher noch eine Cashkarte ausspielen. Dann bezahle ich den Aktien von dem Konzern, den ich übernommen habe, und erst dann kann ich diese an die Bank verkaufen, wenn ich das will. Dies steht auch in der Regel. Ich gebe zu, auf dieser Seite mit der Feindlichen Übernahme ist eine Menge Text, da kann man einen wichtigen Satz leicht überlesen.
Ich werde mich bessern, versprochen.
Uwe Mölter (dem Big Deal in den Tests immer einen riesenspaß gemacht hat)


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