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Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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jens jan

Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon jens jan » 21. März 2001, 22:19

Hallo Freunde des Spiels!
Will mich hier mal outen und als 24jähriger Student der Sozial-Pädagogik, links-liberal angehaucht(wie auch sonst bei dem Studium)offenbaren...
Zur Spielerei bin ich vor noch nich allzu langer Zeit durch das "Siedeln" gekommen (ja, wir müssen diesem Spiel doch alle für seine Pionierarbeit danken!!) und bin jetzt dabei mich abwechselnd durch Klassiker und Neuheiten zu spielen, bzw. durch Regelwerke zu kämpfen.
Um zum Punkt zu kommen, bin ich ein Durchschnittsspieler?
Gibt es einen?
Oder besser, gibt es "den" Spielertypen, quasi eine Analyse des typischen Spielers?
Statistiken darüber, wer, was, wie oft spielt?
Für interessante Meinungen oder besser interessantes "Wissen" Eurerseits würde ich mich freuen...
Gruß, jens<----der nich am PC, sondern am "Brett" sitzen sollte.

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Roman Pelek

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Roman Pelek » 22. März 2001, 03:14

Hi Jens,
>Um zum Punkt zu kommen, bin ich ein Durchschnittsspieler?<
Hm, wie soll man das beurteilen, ohne genau zu wissen, was und wieviel Du spielst? :)
>Gibt es einen?<
Hm, keine Ahnung, kommt auf die Definition an. Der Bevölkerungsdurchschnittsspieler ist vielleicht SdJ-Käufer und spielt gerne Siedler und Partyspiele. Aber vielleicht meinst Du ja eher den Durchschnittsvielspieler?
>Oder besser, gibt es "den" Spielertypen, quasi eine Analyse des typischen Spielers?<
Wie denn, die Geschmäcker sind verschieden... Aber es gibt sicherlich tendenzielle Spielerarten, je nach Geschmack und "Herkunft"...
>Statistiken darüber, wer, was, wie oft spielt?<
Wo willst Du die herhaben? Da müsste einer wohl erst mal eine Erhebung dazu machen - mir ist jedoch keine bekannt. Gibt's sowas?
Aus meinem eigenen Umfeld kenne ich allerdings primär drei Arten von Spielern: diejenigen, die gerne taktische Spiele spielen, diejenigen, die lieber Party- und Wort/Quiz/Ratespiele spielen, und die Gelegenheitsspieler, die sich zu allem animieren lassen, was nicht zu komplex ist. Erstere sind viele mathematisch angehauchte dabei, bei zweiten viele Seltenspieler oder pädagogisch angehauchte, und der Rest ist querbeet durch die Bevölkerung.
Auf jeden Fall findest Du im Sektor Spiel viele Pädagogen und Mathematiker/Informatiker, letztere noch mehr als erstere...
Ciao,
Roman (der jetzt gerade merkt, dass er quasi nur mit Pädagogen oder Mathematikern und in der Familie spielt...)

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Gustav der Bär

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" (...)

Beitragvon Gustav der Bär » 22. März 2001, 06:13

> Roman (der jetzt gerade merkt, dass er quasi nur mit
> Pädagogen oder Mathematikern und in der Familie
> spielt...)
Das ist ja erstaunlich! Ich hingegen spiele überwiegend mit Buchhändlern. Und taktisch/strategische Spiele.
Die großen Spielefirmen lassen bestimmt Marktanalysen durchführen, da dürften sich also am ehesten Informationen zum Spielverhalten der Bevölkerung finden.
Allerdings werden die ihre Erkenntnisse wahrscheinlich nicht ausposaunen (macht mein Brötchengeber auch nicht mit dem, was wir über das Leseverhalten herausfinden), weil hier ein Informationsvorsprung oft auch einen Umsatzvorsprung bedeutet.
Das heisst allerdings im Umkehrschluss, dass wir vom Verhalten der Anbieter auf die Ergebnisse von Marktanalysen rückschließen können.
Ich kann mir daher gut vorstellen, dass du mit deinem Tipp zum Bevölkerungsdurchschnittsspier richtig liegst, weil "Siedler" und Party-Spiele im "Outburst"-Stil ja fast die einzigen sind, die es zu TV-Werbespots gebracht haben (sonst kenne ich nur noch einen "Tikal"-Spot; hat jemand noch andere mitgekriegt?), und TV-Werbespots macht man nur, wenn man sich einer genügend großen Zielgruppe sicher ist, damit sich die immensen Kosten lohnen.
Das Profil des "Durchschnittsvielspielers", fürchte ich, wird noch lange im Limbus zwischen Betriebswirtschaft und Soziologie verschollen bleiben - es gibt wahrscheinlich nicht genug, um für eine der beiden Wissenschaften interessant zu werden.
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär
(a.k.a. Peter Gustav Bartschat)

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Carsten Wesel

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Carsten Wesel » 22. März 2001, 11:07

> Um zum Punkt zu kommen, bin ich ein > Durchschnittsspieler?
> Gibt es einen?
Da du hier schreibst, denke ich mal, daß es dich etwas mehr zu Spiel hinzieht, als den Otto Normalspieler. Daher bist du wahrscheinlich kein Durchschnittsspieler mehr. Aber ob du deswegen Vielspieler bist, kann _ich_ nicht beantworten.
> eine Analyse des typischen Spielers?
Spielt fürs Leben - Lebt fürs Spiel (wahrscheinlichn nicht ganz so extrem)
> Statistiken darüber, wer, was, wie oft spielt?
Seit 3 Jahren sind 'n paar Freunde (Mathematiker und Statisten) und ich auf die Idee verfallen, zu zählen, was wir wie oft spielen. Allerdings nicht um das auszuwerten, sondern nur, um am Ende des Jahres mal zu schauen.
Ansonsten haben ich in diesem Jahr angefangen für _einen_ meiner regelmäßigen Abende eine Statistik über Punkte und Partien und Spiele zu machen - das da inzwischen auch eine Rangliste mit rausgekommen ist, ist aber eher ein spaßiger Nebeneffekt, da ich ein Ranglistenprogramm im Netz gefunden hatte. Es ist auch in so fern völlig unrealistisch, weil das Programm _nur_ für den Vergleich von mehreren Partien _eines_ Spieles gedacht ist und ich es jetzt völlig zweck entfremde.
Gruß Carsten (Kein Statist oder Mathemat, sondern Programmierer)

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Dietmar Stadler

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Dietmar Stadler » 22. März 2001, 12:33

Hallo Roman,
du schreibst:
"Auf jeden Fall findest Du im Sektor Spiel viele Pädagogen und Mathematiker/Informatiker, letztere noch mehr als erstere...
Ciao,
Roman (der jetzt gerade merkt, dass er quasi nur mit Pädagogen oder Mathematikern und in der Familie spielt...)"
Also so ganz kann ich dies nicht unterschreiben, es mag sein, dass in den Berufsfeldern 'Informatiker/Mathematiker/Pädagogen' die Leute eher dem Spiel zugetan sind, wie bei anderen, doch so ganz pauschal ist es sicherlich nicht. Ich z.B. gehöre als Angehöriger des modernen Staatssklaventums (=Beamter) nicht in diese Klassen, spiele aber jetzt schon etliche Jährchen. In unserem Spielkreis findet sich auch eine kunterbunte Mischung von Berufen.
Gerade das macht doch die Beschäftigung mit diesem Medium doch auch aus. Alle können spielen, wenn sie wollen und sich darauf einlassen können. Man braucht keine besondere Ausbildung oder Begabung, in der Regel gibt es für jeden etwas im Bereich des Spiele, was dieser kann und mag. Nicht umsonst werden Spiele ja auch z.B. auch bei der Arbeit mit Personen mit Handikaps eingesetzt.
Ich denke, dass man seine Mitspieler meistens in dem Bereich findet, welchem man selbst angehört. So wird ein Informatiker eher mit Informatiker und ein Buchhändler eher mit Buchhändlern spielen. Tja und wir Beamter spielen sowieso den ganzen Tag zusammen Mikado, von wegen wer sich zuerst bewegt, hat verloren - ich weiß, ich weiß...
nice dice
Dietmar

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Roman Pelek

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Roman Pelek » 22. März 2001, 13:06

Hi Dietmar,
>Also so ganz kann ich dies nicht unterschreiben, es mag sein, dass in den Berufsfeldern
'Informatiker/Mathematiker/Pädagogen' die Leute eher dem Spiel zugetan sind, wie bei
anderen, doch so ganz pauschal ist es sicherlich nicht.<
Klar kann man das nicht pauschal "über alles stülpen", aber diese zwei Gruppen sind mir als stark vertreten aufgefallen, zumindest sind es die einzigen die mir bei Bekanntwerden des Berufs von Mitspielern aufgefallen sind. Letzt erst wieder jemanden kennengelernt, der Spielefreak und Dipl.-Math. ist - schon komisch :)
>Ich z.B. gehöre als Angehöriger des
modernen Staatssklaventums (=Beamter) nicht in diese Klassen, spiele aber jetzt schon
etliche Jährchen. In unserem Spielkreis findet sich auch eine kunterbunte Mischung von
Berufen.<
Habt Ihr alles querbeet oder gibt's da auch Berufe, bei denen Leute mehr dem Spiel zugetan sind?
>Gerade das macht doch die Beschäftigung mit diesem Medium doch auch aus. Alle können
spielen, wenn sie wollen und sich darauf einlassen können. Man braucht keine besondere
Ausbildung oder Begabung, in der Regel gibt es für jeden etwas im Bereich des Spiele, was
dieser kann und mag. Nicht umsonst werden Spiele ja auch z.B. auch bei der Arbeit mit
Personen mit Handikaps eingesetzt.<
Klar, das ist ja auch Sinn des Spiels - das ist schon richtig. Aber ích meinte ja die Leute, die richtige "Freaks" sind, die wirklich Spiele sammeln oder Spielen als ihr "Hobby" bezeichnen würden. Und da ist mir persönlich eben das öfter aufgefallen, dass eine pädagogische oder mathematische Ader oftmals bei den Leuten anzutreffen ist.
>Ich denke, dass man seine Mitspieler meistens in dem Bereich findet, welchem man selbst
angehört. So wird ein Informatiker eher mit Informatiker und ein Buchhändler eher mit
Buchhändlern spielen. Tja und wir Beamter spielen sowieso den ganzen Tag zusammen
Mikado, von wegen wer sich zuerst bewegt, hat verloren - ich weiß, ich weiß...<
:-) Das ist natürlich klar, mit Mathematikern spiele ich viel, da ich einige kenne - aber die sind auch wirklich denkbar leicht zum Spielen, gerade von strategisch anspruchsvollen Spielen, zu verführen. Während unsere Sozpäds bei Java, Medina oder E&T schon ab und an mal jammern und zur Abwechslung "Tabu" oder "Haste Worte?" vorschlagen (ist ja nix schlimmes, jedem Tierchen sein Pläsierchen :)
Wie gesagt, um diesen subjektiven Eindruck wirklich zu überprüfen, müsste man mal ne Umfrage machen unter Vielspielern...
Ciao,
Roman

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Volker L.

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Volker L. » 22. März 2001, 15:32

> Roman (der jetzt gerade merkt, dass er quasi nur mit
> Pädagogen oder Mathematikern und in der Familie
> spielt...)
Hallo Roman,
kannst Dich ja auf der Essener Messe unserer Gruppe
anschliessen und zur Abwechslung mal mit (Astro-)Physikern
spielen :-)))
Gruss, Volker

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Gabi Goldschmidt

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 22. März 2001, 18:59

Hallo Roman,
ich melde mich mal für (D)eine Statistik, da ich fast in alle Schubladen passe:
Lehramt studiert (auch ein Semester Mathematik)
Ausbildung zur Buchhändlerin
dann in einen (Buch)verlag gewechselt
Nur wie passt jetzt die Hausfrau und freischaffende Künstlerin dazu? ;o))
Ciao Gabi

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Heiko Kauffmann

re: Zu "Statistiken" oder "Gibt es solch Spielertypen öfters"?

Beitragvon Heiko Kauffmann » 22. März 2001, 19:59

Hallo Carsten!
Ich bin auch ein kleiner Statistik-Fan und schreibe mir ebenfalls meine Partien (seit 2000) auf.
Mit wem ich gespielt habe, wann und mit welcher Platzierung. Da kann ich nette Statistiken draus machen. Ich finds halt einfach spannend und es hat einen gewissen Spaßfaktor.
Es ist nett zu sehen mit wem man denn so alles schon gespielt hat und welche Spiele. Und dann noch wie oft das ganze. Die Platzierungen sind da eher zweitrangig.
Es gibt also noch mehr solcher Aufschreiber und Archivierer.
Jetzt interessiert mich natürlich auch was das für ein Ranglistenprogramm ist von dem du sprachst und wo es das zu finden gibt.
Komischerweise werden meine Statistischen Tätigkeiten öfters etwas belächelt. Woran kann das liegen, ist das so was Abwegiges?
Ich bin übrigens wärend des Spielens keineswegs ein Statistiker, da spiel ich lieber aus dem Bauch heraus.
Viele Grüße,
Heiko (dem jetzt leider die Statistik fehlt, wieviel Beiträge er hier schon geschrieben hat)

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

re: Zu "Statistiken" oder "Gibt es solch Spielertypen öfters"?

Beitragvon Gerhard Passler » 22. März 2001, 21:08

Hallo Heiko!
Ja, solche Spielertypen, die auch noch Statistiken von den gespielten Spielen anfertigen, gibt es öfters. Auch ich zähle dazu und bin froh, hier zu lesen, dass ich nicht der einzige bin.
Ich notiere mir seit knapp zwei Jahren alle Spielergebnisse mit Datum und Platzierungen und fertige so für unsere Spielrunde eine ganze Menge verschiedener Spiel-Statistiken an.
Für mich sind diese Statistiken nichts anderes als wiederum eine Art Spiel.
Ich würde zwar liebend gerne ein paar Beispiele hier veröffentlichen, allerdings ist dieses Forum nicht unbedingt dazu geeignet.
Verspielte Grüße
Gerhard


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Roman Pelek

re: Zu "Statistiken" oder "Gibt es solch Spielertypen öfters"?

Beitragvon Roman Pelek » 23. März 2001, 02:52

Hi Gerhard,
>Ja, solche Spielertypen, die auch noch Statistiken von den gespielten Spielen anfertigen, gibt es öfters. Auch ich zähle dazu und bin froh, hier zu lesen, dass ich nicht der einzige bin.<
Du bist nicht der einzige, nur machen wir sowas in unseren Runden meist "im Kopf" oder kurzfristig als nette Bilanz des Abends a la "Mensch, habe ich mich blöd angestellt" oder "Respekt, warst Du gut".
Was mich allerdings mittlerweile vor Probleme stellt, ist etwas viel pragmatischeres: welche Spiele habe ich mit welchen Runden gespielt. Und zwar aus dem Grund, dass nicht alle, mit denen wir spielen, bereitwillig drei neue Spiele am Abend lernen wollen, meine Freundin aber ich durch unseren Spielewanderzirkus die meisten Spiele schon 5-6x gespielt haben, bis wir jemanden wieder eine zweite Partie anbieten können. Und bis dahin haben wir das/die Spiel(e) meistens erstmal satt. Gerade bei denen, mit denen wir im Vierteljahr vielleicht ein, zweimal spielen ist das ein Problem. Die wollen dann immer wieder Mü, oder heute abend Siedler oder Wyatt Earp/San Marco spielen - und wir sitzen da mit unserer Favoritenauswahl Africa, Medina, Vino, Was Sticht? & Euphrat&Tigris... Endergebnis: Vino und dann nach halbstündiger, missgelaunter Diskussion (heute sind wohl viele nicht so ganz gut zu geniessen - ist Vollmond, Erdstrahlenaktivität oder irgendein Reissack in China umgefallen?) Wyatt Earp. Langsam braucht's da bei uns ein bissl mehr Koordination... Aber zurück zum Thema:
>Ich notiere mir seit knapp zwei Jahren alle Spielergebnisse mit Datum und Platzierungen und fertige so für unsere Spielrunde eine ganze Menge verschiedener Spiel-Statistiken an.<
Tja, wenn Ihr nur eine habt, ist das ja einfach... Wir kommen kaum dazu, mit denselben Leuten sooft ein Spiel zu spielen, dass man auch nur einen Eindruck gewinnt, wer's am besten spielt (bzw. wenn dann nur der, dass langfristig Freundin und ich am besten spielen weil: Erfahrung).
>Für mich sind diese Statistiken nichts anderes als wiederum eine Art Spiel.<
Sollten sie, wenn überhaupt, dann auch sein. Ausser bei Skat habe ich allerdings nie die Gelegenheit gehabt, eine Runde beim Spielen zu beobachten und Buch zu führen. Theoretisch könnte man sonst mal für ein Spiel auch eine Art "Kasse" einführen, bei der die Verlierer mehr einzahlen - und man irgendwann mal gemeinsam Essen geht oder einen Ausflug macht. Das finde ich immer ganz spassig (auch wenn ich bei Skat als "Mittelfeldspieler" auch nicht billig wegkam).
>Ich würde zwar liebend gerne ein paar Beispiele hier veröffentlichen, allerdings ist dieses Forum nicht unbedingt dazu geeignet.<
Was ich ganz faszinierend finde ist die Frage, inwieweit:
a) man bei seinen Lieblingsspielen wirklich "gut" spielt
b) ob's Leute gibt, die bei allen Spielen überdurchschnittlich gut spielen
c) Ob Erklärer oder Vielspieler Vorteile gegenüber Gelegenheitsspielern haben bzw. eher wie viel
Wenn ich mir heute meine Bilanz anschaue, war die grauenhaft (Von jeweils 4: Vino 3., Wyatt Earp 4.). Und gestern sah's nicht besser aus (Africa 4., Medina 2., Was sticht? 3.). Und vorgestern - weia (Weinhändler: 2., Tal der Könige: 4.). Grad mal schwacher dritter Platz, und das, obwohl ich die Regeln und Spiele am besten kenne :) Aber nach dem Zwischenhoch der letzten Zeit, wo ich in fast jedem Spiel abgesahnt habe, war das wohl verdient - irgendwer kriegt immer eine schöne neue Siegtaktik hin; oder es läuft manchmal auch dumm (Tal der Könige - egal wo ich hingezogen bin, es war in der gleichen Runde jemand vor mir da - grmpf).
Wie ergeht's Euch so? Gibt's bei Euch Überflieger, oder hält sich das die Waage?
>Verspielte Grüße
Gerhard<
Ciao,
Roman (der diese Woche auch verdammt gute Mitspieler hatte... Und scheinbar nur Capitol und Java halbwegs kann...)

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Roman Pelek

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Roman Pelek » 23. März 2001, 03:21

Hi Gabi,
>ich melde mich mal für (D)eine Statistik, da ich fast in alle Schubladen passe:
Lehramt studiert (auch ein Semester Mathematik)
Ausbildung zur Buchhändlerin
dann in einen (Buch)verlag gewechselt<
Aha, passt doch prima: Mathe + hohe Affinität zu Papier- und papierähnlichem Kulturgut.
>Nur wie passt jetzt die Hausfrau und freischaffende Künstlerin dazu? ;o))<
Das biegen wir schon hin, notfalls mutwillig: Hausfrau = hohe Antipathie gegen sich absetzenden Staub auf Spielmaterial. Lösung: spielen. Freischaffende Künstlerin: ganz klar, Spielen fällt unter die Rubrik "Fortbildung in grafischer Gestaltung temporärer Kulturgüter". Noch Fragen, Kienzle - sorry, Goldschmidt? ;-)
>Ciao Gabi<
Ciao,
Roman

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Roman Pelek

[OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Roman Pelek » 23. März 2001, 05:07

Hi Volker,
>> Roman (der jetzt gerade merkt, dass er quasi nur mit
>> Pädagogen oder Mathematikern und in der Familie
>> spielt...)
>Hallo Roman,
>kannst Dich ja auf der Essener Messe unserer Gruppe
>anschliessen und zur Abwechslung mal mit (Astro-)>Physikern
>spielen :-)))
Ach, Physiker, das sind die Fahrstuhlbenutzer aus dem 1. und 2. Stock (zur Erklärung: mein Uni-Gebäude: 1.,2. Stock: Physiker. 3. Stock: Psychologen, 4. Stock: Mathematiker, 5. Stock: Informatiker), und die, mit denen meine Freundin, selbst Physikerin, in ihren Praktika rumhängt. Bah, igitt, die klauen uns auf den Parties immer das Bier, die mag ich nicht ;-)
Andererseits: Astrophysik war als Jugendlicher mein Steckenpferd (aka Hobby). Wir sind uns ja schon auf der Messe Essen letztes Jahr über den Weg gelaufen am Spielbox-Stand, aber mehr als ein Gruppenfoto ist aus der fotographierten Gruppe ja nicht geworden - bei mir lags leider an a) Zeitmangel und b) dass ich Neuling in Essen war, und insofern viel zu begutachten hatte.
Wo kommst Du eigentlich her? Vielleicht trifft man sich ja mal auch jenseits Essen?
>Gruss, Volker<
Ciao,
Roman

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Erhard Portner

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Erhard Portner » 23. März 2001, 07:16

Hi Roman!
"Wo kommst Du eigentlich her? Vielleicht trifft man sich ja mal auch jenseits Essen?"
Du solltest Dich schon mal warm anziehen, denn Du wirst sicherlich von Volker in einem gesonderten Posting einen geharnischten Tadel empfangen, dass Du seinen Herkunftsort immer noch nicht kennst :-)).
Aber wenn Du neue Spielpartner suchst, werde ich Dir gerne mal meine Patentochter vorbeischicken. Die beginnt nach Ostern ihr Studium in Mainz und ist durch meine Spieleschule gegangen.
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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Christian Schnabel

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Christian Schnabel » 23. März 2001, 09:42

Hallo Roman,
ich bin gerade von einer Spielreise zurück.
Die Berufe der Anwesenden sind u.a.:
Informatiker, Ärzte, Mta`s, Anwälte, Bürokaufmänner/-frauen, Bänker...
Was mir besonders auffiel: kein Teilnehmer hat einen Beruf als Handwerker!
Viele Grüße
Christian Schnabel

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Gabi Goldschmidt

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 23. März 2001, 11:32

Oh Roman - böses Foul! ;-)
Ich kann Erhard nur beipflichten - Du hast nicht behalten, daß Volker aus unserer wunderbaren Bundeshauptstadt kommt?
Aber vielleicht hast Du seine diesbezüglichen Mails ja auch nachts um 2 Uhr gelesen nach Deinen zuletzt verfassten Rezensionen?
Gruß Gabi :-))

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Gabi Goldschmidt

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Gabi Goldschmidt » 23. März 2001, 11:33

Oh Roman - böses Foul! ;-)
Ich kann Erhard nur beipflichten - Du hast nicht behalten, daß Volker aus unserer wunderbaren Bundeshauptstadt kommt?
Aber vielleicht hast Du seine diesbezüglichen Mails ja auch nachts um 2 Uhr gelesen nach Deinen zuletzt verfassten Rezensionen?
Gruß Gabi :-))

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Volker L.

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Volker L. » 23. März 2001, 12:55

> Du solltest Dich schon mal warm anziehen, denn Du
> wirst sicherlich von Volker in einem gesonderten
> Posting einen geharnischten Tadel empfangen, dass Du
> seinen Herkunftsort immer noch nicht kennst :-)).
Seit Ihr jetzt enttaeuscht, wenn ich nicht gleich den
grossen Hammer auspacke?
Also gut, um Eure Erwartungen zu erfuellen! :-)
> Aber vielleicht hast Du seine diesbezüglichen Mails ja
> auch nachts um 2 Uhr gelesen nach Deinen zuletzt
> verfassten Rezensionen?
Ich wundere mich sowieso schon, dass Roman hier zu
allen Tages- und Nachtzeiten postet. Wann schlaeft der
Kerl eigentlich??? Oder haelt er sich mit
Aufputschmitteln wach (vgl. Posting Drogenkonsum-RPG)
Bei Gabi hingegen scheint der gestrige (lange)
Spieleabend deutliche Spuren hinterlassen zu haben,
so wie ihre Finger gezittert haben beim Klicken auf das
"Beitrag absenden (bitte nur _einmal_ klicken!"-Feld :-)))
> Ach, Physiker, das sind die Fahrstuhlbenutzer aus dem
> 1. und 2. Stock
Bei uns an der TUB gab es solche Leute in allen
Fachbereichen. Der Physik-Neubau hat 8 Stockwerke, und
slbst die, die von E nach 3 gefahren sind, haben oft
die Augen verdreht, wenn in 1 jemand zugestiegen ist,
der nach 2 wollte :-)
(Die Astrophysik sitzt natuerlich im 8. Stock!)
Im Mathematik, Informatik- und Hauptgebaeude war aber
dasselbe Phaenomen zu beobachten.
Gruss, Volker

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Gerhard Passler
Kennerspieler
Beiträge: 554

re: Zu "Statistiken" oder "Gibt es solch Spielertypen öfters"?

Beitragvon Gerhard Passler » 23. März 2001, 14:29

Hallo Roman!
Vorausschicken möchte ich, dass unsere Spielrunde aus vier Durchschnitts-Vielspielern und einem Gelegenheitsspieler besteht, die sich regelmäßig einmal die Woche zu einem gemeinsamen Spieleabend treffen.
>> Was ich ganz faszinierend finde ist die Frage, inwieweit:
>> a) man bei seinen Lieblingsspielen wirklich "gut" spielt
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die schlechteren - oder sollte man vielleicht sagen, nicht so erfolgreichen - Spieler dazu neigen, jene Spiele zu ihren Lieblingsspielen zu erklären, in denen sie halbwegs gut sind.
Ich für meinen Teil (mittelmässig bis guter Spieler) kann sagen, dass diese Feststellung für mich nicht zurtrifft, denn ich zähle auch solche Spiele zu meinen Lieblingsspielen, bei denen ich absolut nicht gut bin (z. B. Euphrat & Tigris, El Grande). Vielleicht möchte ich auch deshalb gerade diese Spiele immer und immer wieder spielen, um es den anderen mal so richtig zu zeigen. Meistens klappt es dann wiederum nicht mit dem Sieg und die Enttäuschung ist dann umso größer :-((
>> b) ob's Leute gibt, die bei allen Spielen überdurchschnittlich gut spielen
Ja, diesen Spielertyp gibt es in unserer Spielrunde. Es haben zwar alle Spieler in unserer Runde mal ein paar bessere und dann wieder ein paar schlechtere Serien, aber im Grunde genommen ist dieser eine Spieler wirklich allen überlegen. Er gewinnt in etwa die Hälfte aller Spiele, die andere Hälfte der Spiele wird von den restlichen drei (vier) Spielern gewonnen.
>> c) Ob Erklärer oder Vielspieler Vorteile gegenüber Gelegenheitsspielern haben bzw. eher wie viel
Da ich meistens der Erklärer bin, kann ich sagen, dass ich als Erklärer eher Nachteile habe, da ich mich zu sehr auf das Erklären und auf die Einhaltung der Regeln konzentrieren muss. Nachdem ich überwiegend nur mit dieser einen sich regelmässig treffenden Spielrunde spiele, kommt das Erklären von Regeln nicht unbedingt so oft vor, da die Spiele ja nur einmal zu erklären sind.
Vielspieler haben Gelegenheitsspielern gegenüber sicherlich klare Vorteile.
Verspielte Grüße
Gerhard

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Roman Pelek

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Roman Pelek » 23. März 2001, 19:54

Hi Volker,
Ich Transuse hätte ja wirklich ohne Probleme mir merken können, wo Du herkommst... Nuja, steht ja soviel hier im Forum...
>Ich wundere mich sowieso schon, dass Roman hier zu
allen Tages- und Nachtzeiten postet. Wann schlaeft der
Kerl eigentlich??? Oder haelt er sich mit
Aufputschmitteln wach (vgl. Posting Drogenkonsum-RPG)<
Aufputschmittel, hm... Käsefondue von abends hat mich irgendwie nicht schlafen lassen.
Hm, wenn Du die Uhrzeiten meiner Postings anschaust, wirst Du feststellen, dass immer irgendwo täglich dazwischen eine Pause von ca. 10h liegt - da schlafe ich meistens.
Ansonsten wollte ich noch was im Netz suchen gestern, und bin dann hier hängengeblieben - böse Sache :)
Ciao,
Roman (wie hiess diese Krankheit, bei der man alles vergisst, ich komm' nicht drauf... Alzeyer? Hm... Irgendsowas...)

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Heiko

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Heiko » 23. März 2001, 20:31

Die Frage welche Berufsgruppen spielen finde ich schon sehr interessant: Man koennte doch hier bei Spielbox-Online ein kleine Umfrage starten.
Einfach was zum ankreuzen. Und ein Feld "sonstige", wo man freien Text eintragen kann und neue Eintrage werden einfach der Ankreuzliste hinzugefuegt.
Natuerlich wird die Liste dann schnell etwas laenglich, aber da kann man ja von Zeit zu Zeit aehnliche Berufe manuell zusammenfassen.
Natuerlich wuerde das bedeuten, dass KWM wieder einige Zeit in die Verwirklichung stecken muesste.... aber vielleicht hat er ja Lust dazu.
Falls das zu kompiziert wird, koennte man ja einfach nur ein Feld zum freien eintragen anlegen und die Liste veroeffentlichen.
(Vielleicht wuerde ich die ja mal zusammenfassen)
Naja, repraesentativ waer beides nauerlich nicht, da alleine durch das Medium schon eine gewisse Vorauswahl stattfindet.
Und wenn wir schon dabei sind, dann koennte man ja auch noch das Alter erfassen..
Heiko (Informatiker, 30, spielt hauptsaechlich mit Mathematikern und Informatikern und natuerlich jedem anderen den er ueberreden kann)

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Volker L.

re: [OT] Physiker & andere Gestalten

Beitragvon Volker L. » 23. März 2001, 21:19

> wie hiess diese Krankheit, bei der man alles
> vergisst, ich komm' nicht drauf... Alzeyer? Hm...
> Irgendsowas...)
Kreisch! Wer ist der gemeine Gedankenleser, der mir
meine schoensten Sprueche klaut und sie Euch erzaehlt?!
Das ist jetzt schon der zweite innerhalb weniger Wochen
(nach dem geschenkten Barsch neulich im Schnaeppchenforum)
So, schoenes Wochenende, ich gehe jetzt nach Hause, und
Montag habe ich frei. Bis Dienstag also,
Gruss, Volker

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Udo Möller

re: Zur "Wo ist die Jugend Debatte" oder "Gibt es ein Spielertypenprofil"?

Beitragvon Udo Möller » 24. März 2001, 02:09

Ich selbst bin Biologe (und habe auch noch ein paar Semester Mathe studiert) und bezeichne mich selbst als Vielspieler. Meine Lieblingsspiele sind meist stark strategisch/taktisch ausgelegt, wobei aber auch ein Verhandlungselement oft vorkommt (z.B. Ursuppe, Serenissima, SvC, Fürsten von Florenz, Roads & Boats, Bohnanza...).
Bis zur Gründung unseres Spieleclubs dachte ich ebenfalls, dass Mathematiker/Informatiker öfter spielen als andere Menschen. In unserem Club ist aber ein bunter Mischmasch vertreten: ErzieherInnen, VerkäuferInnen, Biologen, Informatiker, BWL-er, LehrerInnen, Bänker, Musiker, Beamte, Programmierer, Consultants, Schüler, Rentner, Maschinenbauer, Hausfrauen.
Also wild durch die Bevölkerung. Die Geschmäcker sind schon verschieden, eine gewisse Präferenz der math./naturw. Orientierten hin zu mehr Strategie und Taktik und der pädagogisch/musisch/geistesw. hin zu Partyspielen oder schnellen, einfachen Spielen scheint es auch bei uns zu geben.
Wir haben ebenfalls keine Handwerker unter uns ...
Eine Spielestatistik gibt es in unserem Verein auch, allerdings nur Spielname und wann gespielt, nicht mit wem und zu wievielt. Da würde bestimmt Interessantes herauskommen...
Zum Vorteil des Spieleerklärers: wenn ich ein Spiel erkläre (was meistens der Fall ist), habe ich die Regeln zuvor meist gelesen und ich versuche, die taktischen Feinheiten gleich mitzuteilen und auf Sonderfälle hinzuweisen. Allerdings passiert es bei längeren Spielen mit entsprechend umfangreicher Anleitung/Regeln immer wieder, dass die Mitspieler ein paar Regeln nicht mitbekommen oder vergessen. Dann bin ich natürlich ungewollt im Vorteil. Wenn ich die Regeln vorher nicht gelesen habe, ist ein evtl. Vorteil nicht so groß.
Bei uns gibt es auch typische Gewinner und Verlierer. :-) Dies hat aber nix mit dem Beruf, vielmehr mit der Art des Spieles zu tun und hängt auch von der Zusammensetzung ab. Mein Freund (Biologe) und ich sind als gute Strategiespieler bekannt und kämpfen oft hart um den Sieg. Wenn allerdings die anderen Mitspieler auf uns achten (was sehr oft passiert), gewinnt oft ein Dritter.
Bei Glücksspielen (nein, nicht Glücksspielen - Spielen mit hohem Glücksanteil :-)) schneide ich meist sehr schlecht ab - dafür jubilieren dort andere oft!
Spiele Grüße
Udo (LUdo ergo sum - hat vorgestern bei Drachengold den 2. Platz belegt, nur zwei Punkte zuwenig ;-) und Lift off gewonnen)

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KMW

Selbstporträts der Forum-Teilnehmer

Beitragvon KMW » 24. März 2001, 16:24

> Natuerlich wuerde das bedeuten, dass KWM wieder einige Zeit in
> die Verwirklichung stecken muesste.... aber vielleicht hat er ja
> Lust dazu.
Vor einiger Zeit bereits schlugen mir Brigitte und Wolfgang (die Ditts) vor, daß sich - wer will - mit Hilfe eines kleinen Skripts kurz selbst vorstellt, gedacht als Ergänzung zum Forum. Die Idee gefällt mir und ich werde sie auch in Kürze realisieren. Wer mag, kann dann auch ein Foto von sich veröffentlichen. Gebt mir bitte noch ein bißchen Zeit dafür. Danke!
KMW

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Markus Barnick

re: Selbstporträts der Forum-Teilnehmer

Beitragvon Markus Barnick » 25. März 2001, 01:05

Ich möchte mal darauf hinweisen, daß meine Seite http://www.Barnick.de/index4.htm u.a. eigentlich zu diesem Zwecke erschaffen wurde!
Du brauchst dir also keine Arbeit machen, die schon vorhanden ist, Knut.


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