Beitragvon Roman Pelek » 23. März 2001, 02:52
Hi Gerhard,
>Ja, solche Spielertypen, die auch noch Statistiken von den gespielten Spielen anfertigen, gibt es öfters. Auch ich zähle dazu und bin froh, hier zu lesen, dass ich nicht der einzige bin.<
Du bist nicht der einzige, nur machen wir sowas in unseren Runden meist "im Kopf" oder kurzfristig als nette Bilanz des Abends a la "Mensch, habe ich mich blöd angestellt" oder "Respekt, warst Du gut".
Was mich allerdings mittlerweile vor Probleme stellt, ist etwas viel pragmatischeres: welche Spiele habe ich mit welchen Runden gespielt. Und zwar aus dem Grund, dass nicht alle, mit denen wir spielen, bereitwillig drei neue Spiele am Abend lernen wollen, meine Freundin aber ich durch unseren Spielewanderzirkus die meisten Spiele schon 5-6x gespielt haben, bis wir jemanden wieder eine zweite Partie anbieten können. Und bis dahin haben wir das/die Spiel(e) meistens erstmal satt. Gerade bei denen, mit denen wir im Vierteljahr vielleicht ein, zweimal spielen ist das ein Problem. Die wollen dann immer wieder Mü, oder heute abend Siedler oder Wyatt Earp/San Marco spielen - und wir sitzen da mit unserer Favoritenauswahl Africa, Medina, Vino, Was Sticht? & Euphrat&Tigris... Endergebnis: Vino und dann nach halbstündiger, missgelaunter Diskussion (heute sind wohl viele nicht so ganz gut zu geniessen - ist Vollmond, Erdstrahlenaktivität oder irgendein Reissack in China umgefallen?) Wyatt Earp. Langsam braucht's da bei uns ein bissl mehr Koordination... Aber zurück zum Thema:
>Ich notiere mir seit knapp zwei Jahren alle Spielergebnisse mit Datum und Platzierungen und fertige so für unsere Spielrunde eine ganze Menge verschiedener Spiel-Statistiken an.<
Tja, wenn Ihr nur eine habt, ist das ja einfach... Wir kommen kaum dazu, mit denselben Leuten sooft ein Spiel zu spielen, dass man auch nur einen Eindruck gewinnt, wer's am besten spielt (bzw. wenn dann nur der, dass langfristig Freundin und ich am besten spielen weil: Erfahrung).
>Für mich sind diese Statistiken nichts anderes als wiederum eine Art Spiel.<
Sollten sie, wenn überhaupt, dann auch sein. Ausser bei Skat habe ich allerdings nie die Gelegenheit gehabt, eine Runde beim Spielen zu beobachten und Buch zu führen. Theoretisch könnte man sonst mal für ein Spiel auch eine Art "Kasse" einführen, bei der die Verlierer mehr einzahlen - und man irgendwann mal gemeinsam Essen geht oder einen Ausflug macht. Das finde ich immer ganz spassig (auch wenn ich bei Skat als "Mittelfeldspieler" auch nicht billig wegkam).
>Ich würde zwar liebend gerne ein paar Beispiele hier veröffentlichen, allerdings ist dieses Forum nicht unbedingt dazu geeignet.<
Was ich ganz faszinierend finde ist die Frage, inwieweit:
a) man bei seinen Lieblingsspielen wirklich "gut" spielt
b) ob's Leute gibt, die bei allen Spielen überdurchschnittlich gut spielen
c) Ob Erklärer oder Vielspieler Vorteile gegenüber Gelegenheitsspielern haben bzw. eher wie viel
Wenn ich mir heute meine Bilanz anschaue, war die grauenhaft (Von jeweils 4: Vino 3., Wyatt Earp 4.). Und gestern sah's nicht besser aus (Africa 4., Medina 2., Was sticht? 3.). Und vorgestern - weia (Weinhändler: 2., Tal der Könige: 4.). Grad mal schwacher dritter Platz, und das, obwohl ich die Regeln und Spiele am besten kenne :) Aber nach dem Zwischenhoch der letzten Zeit, wo ich in fast jedem Spiel abgesahnt habe, war das wohl verdient - irgendwer kriegt immer eine schöne neue Siegtaktik hin; oder es läuft manchmal auch dumm (Tal der Könige - egal wo ich hingezogen bin, es war in der gleichen Runde jemand vor mir da - grmpf).
Wie ergeht's Euch so? Gibt's bei Euch Überflieger, oder hält sich das die Waage?
>Verspielte Grüße
Gerhard<
Ciao,
Roman (der diese Woche auch verdammt gute Mitspieler hatte... Und scheinbar nur Capitol und Java halbwegs kann...)