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Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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David

Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon David » 22. April 2001, 15:16

Hallo,
ich bin ein Fan von Kosmos (das nur im Vorfeld) aber ich habe bemerkt, dass die 2 Personenspielreihe sich doch sehr "gewandelt" hat. Aus der ehemaligen Serie bei der ich ohne zu zögern immer zugreifen konnte und mir sicher war, ein guten Griff gemacht zu haben ist doch in letzter Zeit...
oder anders, ist die Zielgruppe eine andere geworden oder wollen sie jetzt unterschiedliche Zielgruppen ansprechen? Ein Halali, Riff, Die Suche, flower power (oder damals auch Elchfest) scheinen mir mehr für Gelegenheitsspieler ausgelegt worden zu sein... nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht Riff + Elchfest machen mir Spass aber wenn ich sie mit Spielen wie Ceasar und Kleopatra, Die Siedler, Rosenkrieg usw. vergleichen, liegen dazwischen doch Welten... natürlich haben sie auch weiterhin solche Spiele im Programm (z.B. Babel) aber verwirren sie damit nicht die Käuferschicht? Jemand dem Babel gefällt und wieder auf die Serie zugreift und Flowerpower erwischt dürfte genauso enttäuscht sein wie jemand der Riff kauft und danach Babel... wo will die Serie hin?
Gruß
Davin

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Sven

re: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Sven » 22. April 2001, 17:55

Hallo David
Ist Vielfalt denn unbedingt etwas Negatives,muß man eine Spielereihe so aufbauen,daß jeder für seinen Geschmack eine Reihe findet wo er blind zuschlagen kann.Ich denke,daß dieser Anspruch zu hoch gegriffen,eigentlich nicht realisierbar ist.Eine Reihe mit dem Überbegriff "für 2 Spieler" ist doch Kriterium genug.Ob man dann etwas leichte Kost oder anspruchsvolleres auswählt,sollte doch im Bereich des Schaffbaren liegen.
Ich kann zumindest nicht sagen,das es irgendeine Verlagsreihe gibt,wo ich Spiele blind kaufen würde.Die Unterschiede sind überall erheblich - entsprechend meiner subjektiven Ansprüche.
Gruß Sven

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David

re: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon David » 22. April 2001, 20:34

Hallo Sven,
natürlich ist Vielfalt keine negative Sache. Ganz im Gegenteil! Ich habe ja auch schon gasagt, dass ich es nicht negativ sehe - ich sehe nur die Gefaht, dass so nach und nach die anspruchsvolleren Titel aus der 2 Personenreihe verschwinden und Gelegenheitsspielertaugliche Spiele alà Flower Power, Riff, Halali die oberhand gewinnen. Ich fände das wirklich schade... ich hätte überhaupt nichts dagagen wenn Vielfältige Spiele für möglichst viele Zielgruppen erscheinen würden, weiss aber nicht, ob sich Kosmos damit einen gefallen tut. Man weiss einfach nicht, womit mit den 2 Perrsonenspielen dann rechnen muss - für uns Vielspieler ist das kein Problem (wir haben unser Forum und spielen die Spiele mal probe - für den Gelegenheitsspieler könnte dies aber zum Problem werden!
Ich habe schon Probleme mit den Spielen für Viele - ich halte diese Formulierung von Kosmos für nicht gelungen - je nachdem, wie man den Titel auffasst (Spiele für große Gruppen - Spiele, die viele schnell verstehen) hat man eine Vorstellung die die Reihe (meines erachtens) nicht erfüllt - man könnte höhstens sagen, dass es sich um Spiele handelt, die sich viele wegen des niedrigen Preises kaufen (aber dies sugeriert der Titel für mich nicht).
David

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Martin Menke

Spiele für viele (war: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Martin Menke » 23. April 2001, 07:25

David schrieb:
> Ich habe schon Probleme mit den Spielen für Viele -
> ich halte diese Formulierung von Kosmos für nicht > gelungen
Ich hatte mich bei dem Namen schon gefreut, daß endlich wieder Spiele auf den Markt kommen, die man mit vielen Menschen spielen kann. In meinen Spielgruppen sind meistens 6 bis 8 Leute, so daß es nur noch wenige Spiele gibt, die funktionieren.
Aber Kosmos hat diesen Namen wohl nur gewählt um nicht schreiben zu müssen: Spiele für mehr als 2 Spieler.
cu
Martin

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

re: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 23. April 2001, 09:44

Die Reihe "Spiele für Zwei" besetzt eine Nischenposition. Sie richtet sich an 2 Spieler (meistens Paare), die auch mal etwas spielen wollen,
was aber nicht gleich in eine "fürchterlich abstrakte Denkorgie" ausarten soll. Die Spiele sind thematisch unterlegt, unterstützt von einer attraktiven Grafik,
immer verbunden mit einer mehr oder weniger großen Glückskomponente.
Da es unter den potenziellen "Spielen für Zwei"-Spielern aber nicht nur Planer gibt, haben wir 1999 mit Elchfest mal ein ganz anderes Spiel herausgebracht - und der Erfolg gibt uns Recht.
Seit 2000 versuchen wir pro Erscheinungstermin Nürnberg/Essen 2 Spiele zu veröffentlichen - davon eins anspruchsvoller, eins einfacher bzw. glücksbetonter. Die ersten beiden Titel waren im Frühjahr Blitz und Donner / Das Riff, im Herbst Babel / Halali. In diesem Frühjahr hat diese Aufteilung nicht ganz so gut geklappt, da mit Flowerpower ein sehr einfaches Spiel dabei ist für Legespieler und mit Die Suche ebenfalls eher einfaches Spiel. Letzteres liegt daran, dass wir zum Thema "Herr der Ringe" ein Spiel herausbringen wollten, das wie das große Spiel die Atmosphäre der Bücher einfängt, aber eben viel einfacher sein sollte.
Auch im kommenden Herbst wird das nicht ganz so gut gelingen, da dann wieder zwei eher etwas anspruchsvollere Spiele erscheinen werden.
Aber auch in Zukunft werden sowohl die Gelegenheitsspieler als auch die Vielspieler von uns mit weiteren Spielen für Zwei regelmäßig versorgt werden.
Um zu unterscheiden, ob ein Spiel für den eigenen Geschmack geeignet ist, gibt es zwei einfache Kriterien: Die einfacheren Spiele haben meistens eine witzige, freche Grafik. Außerdem hilft ein Blick auf die Kosmos-Info-Box auf der Rückseite der Packung:
die Ausprägung für den Wert "Glück" liegt fast immer über dem Wert "Planung".
Spiele Grüße
Wolfgang Lüdtke

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Holger Peine

re: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Holger Peine » 23. April 2001, 10:40

> Auch im kommenden Herbst wird das nicht ganz so gut gelingen, da dann wieder zwei eher etwas anspruchsvollere Spiele erscheinen werden.
Hm, darf man schon einmal nach Titel, Thema, und Autor fragen :-) ?

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Roman Pelek

re: Spiele für viele (war: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Roman Pelek » 23. April 2001, 17:15

Hi Martin,
>Aber Kosmos hat diesen Namen wohl nur gewählt um nicht schreiben zu müssen: Spiele für mehr als 2 Spieler.<
Verbesserungsvorschlag: Edding nehmen, aus "Spiele für viele" bei Bali, Eden, Gnadenlos ein "Spiele für mehrere" machen und den Aufkleber "einfach spielen" bei Bali übermalen. Dann passt alles wieder :)
Ciao,
Roman (Mathematiker zählen: 1,2,viele,abzählbar unendlich viele, überabzählbar unendlich viele...)

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Oli Bayer

re: Die Qualität der Kosmos 2 Personen Spiele

Beitragvon Oli Bayer » 25. April 2001, 12:40

Hallo David,
du sprichst mir aus der Seele. Habe letze Woche "Der Herr der Ringe" - Die Suche für 2 Personen gekauft. War total enttäuscht. Die Idee ist 1:1 von den Entdeckern (K. Teuber) abgekupfert. Ausserdem kein bisschen spannend wenig Variantenreich und sehr wenig Strategie. Ich hoffe das wird sich bald bessern.
Oli

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peer

Die Suche Contra Entdecker

Beitragvon peer » 26. April 2001, 10:37

Hi,
<Die Idee ist 1:1 von den Entdeckern (K. Teuber) abgekupfert. Ausserdem kein bisschen spannend wenig Variantenreich und sehr wenig Strategie<
Heisst das nicht, dass auch Entdecker wenig variantereich etc ist? :-)
Ob das Spiel spannend ist? Ich finde es recht spannend, auch waren die bisheriegen Partien recht abwechslungsreich.
Doch wenn die Suche 1:1 von den Entdeckern abgekupfert sein soll, dann gilt das auch für Carcasonne oder Dominio! Ehrlich gesagt ist mir ein bisschen schleierhaft wie du darauf kommst! Hier ein Vergleich:
Bei Entdeckern (E) zahlst du um mehr oder minder viele Plättchen zufällig aufzudecken - Bei der Suche (DS) legst du immer genau eines und du bestimmst welches (Auswahl von drei).
Bei E entsteht die Landschaft völlig zufällig, bei DS sollte man beim aufbauen schon etwas planen.
Bei E ist der Wert der Inseln erst bekannt, wenn sie fertig ist, bei DS wird sofort ein Abenteuerplättchen hingelegt, meistens offen (Dadurch ist auch ein Mitzählen der Punkte möglich)
Um bei E zu Punkten, braucht man Figuren (kosten Geld), bei DS muss man nur auf das Feld ziehen, evntll. aussetzen oder einen Minuspunkt kassieren.
Bei E setzen alle Spieler dieselbe Figur bei DS nicht.
Bei DS wird gekämpft bei E gibt es Geld
Bei DS können mit Plättchenkombinationen oder Sonderplättchen Aktionen ausgelöst werden, bei E gibt es höchstens Bonuspunkte.
DS endet mit dem Rennen auf dem Schicksalsberg, dessen Position zuvor bestimmt wird. Ein solches Element gibt es nicht einmal annäherend bei Entdecker.
(...)
Insgesamt haben die beiden Spiele eigentlich nur eines gemeinsam: Es entsteht eine Landschaft durch Plättchen. Aber sonst nix. Nicht einmal die Legemethode ist gleich. Insofern hat Die Suche mit den Entdeckern genauso viel gemein, wie die beiden mit Carcasonne, Arbora, Domino, M, Continuo, El Caballero, Labyrinth - das Kartenspiel...
Tut mir Leid, wenn es etwas hart klingt, aber ich finde es immer sehr bedenklich, wenn ein Spiel leichtfertig mit einem anderen verglichen wird, mit dem es nun wirklich nichts zu tun hat. Erinnert ein wenig an das beliebte "Sieht aus wie Siedler"-Syndrom und ist kaum ein Zeichen großer Fachkenntnis (Die ich dir generell gar nicht absprechen möchte, nur in diesem Fall halt :-)
ciao,
Peer (Sind Schach und Dame nicht fast dasselbe?)

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Oli Bayer

re: Die Suche Contra Entdecker

Beitragvon Oli Bayer » 30. April 2001, 13:44

Hallo Peer
ich nehme mir deine Kritik zu Herzen und werde die Suche noch mal intensivst spielen um dann eventuell meine Meinung zu revidieren und verspreche das nächste mal nicht wieder ein Spiel zu kritisieren, bevor ich es nicht genügend oft gespielt habe um die Feinheiten zu verstehen.
Oli
PS.: Die Kritik kam einfach aus der ersten Enttuschung. Ich hatte mir wirklich mehr erhofft, aber vielleicht ändere ich ja meine Meinung noch.

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peer

re: Die Suche Contra Entdecker

Beitragvon peer » 1. Mai 2001, 10:01

Hi Oli,
ist ja schön zu hören, dass du Die Suche noch einmal anfassen willst. Ich kann nämlich sehr gut verstehen, dass die erste Partie enttäuschend verlaufen kann - zum einen weil das Spiel halt wirklich praktisch nix mit dem Buch zu tun hat, zum anderen, weil es durch den Glücksfaktor leider auch zu sehr schiefen Partien kommen, kann, bei denen ein Spieler einfach keine Chance hat. Zum Glück sind solche Partien selten (kommen auch bei anderen Spielen vor, z.B. Carolus Magnus), aber wenn man gleich beim ersten Spiel so eine erwischt, kann einem dies das Spiel schon verleiden...
Übrigens ist auch der zweite Rezensent im Spielearchiv über die Punktewertung gestolpert: Ja man bekommt nur 3 Punkte für den Schicksalsberg. Aber es sind drei Punkte die der Gegner sonst AUF JEDEN FALL bekommt - es geht also de Facto um 6 Punkte (oder mehr, mit Bonuspunkten)! Das darf man nicht übersehen...
ciao,
Peer

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Stefan-spielbox

re: Die Suche Contra Entdecker / schnelle Kritik

Beitragvon Stefan-spielbox » 2. Mai 2001, 00:39

Hallo Oli,
nicht jedem Spiel ist man bereit, eine 2. (3.,4.,...) Chance zu geben, wenn man nach der ersten Partie völlig genervt / enttäuscht / frustriert ist.
Ich mein', es ist immer noch besser, nach der ersten Enttäuschung hier im Forum nachzufragen, ob diese Spiel-Einschätzung von anderen geteilt wird oder - wie in diesem Fall - eine völlig andere Sichtweise aufgezeigt wird, als das Spiel gleich in die Ecke oder Keller / zu schmeißen oder mit Widerwillen ein Spiel erneut zu spielen (da hört der Spaß auf!).
Grüße & tschüss
Stefan


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