Beitragvon Hans-Georg Rausch » 26. April 2001, 17:33
Gut Holz!
Meiner Meinung nach gehört es zu den essenziellen Strategien jedes Spieles, bei dem es etwas zu "erobern" gilt, agressive Übergriffe anderer Spieler auf dem Spielplan zu ahnden. Wo kämen wir denn da hin, wenn einer einen anderen einfach angreifen könnte, ohne Gefahr zu laufen, durch einen Gegenangriff entsprechend höheren Schaden zu nehmen, nur weil es dem angegriffenen gerade nicht zum Sieg nützt, wenn er zurückschklägt. Derselbige Agressor würde doch fortan (und eventuell auch zukünftigen Partien) nichts anderes zu tun haben, als wieder denjenigen anzugreifen, der sich nicht gewehrt bzw. zurückgeschlagen hat. Ich sehe bei solchen Spielen folgende Prioritäten:
1. Gibt es einen Zug, der mich dem Sieg näherbringt, dann werde ich genau diesen ausführen. Unter halbwegs gleichwertigen Zügen werde ich denjenigen Ausführen, der zum größeren Schaden des Agressors ist, ansonsten die "Rache" auf eine günstige Gelegenheit verschieben.
2. Gibt es keinen Zug, der mich dem Sieg näherbringt, dann werde ich auf jeden Fall den Agressor bekämpfen. Frei nach der bei uns bekannten "Gelhaar´schen Spielstrategie": Nicht nur an den eigenen Vorteil, sondern auch an den Schaden der anderen denken!
Ihr glaubt gar nicht, wieviel SPASS uns solche Partien machen, und darauf kommt es schließlich an. Ich kann mich noch genau erinnern, wie bei einer Partie BUCK ROGERS (Risikovariante von TSR) acht Bomber von fünf Spielern in meinem Orbit auftauchten und meine Fabriken vernichteten, weil ich sie zuvor mit dem Ardala-Charakter (stiehlt Einheiten) zu sehr geärgert habe.
Dies gilt natürlich nur für Eroberungsspiele, wo eine solche Politik durchaus opportun ist. Bei anderen Spielen käme uns ein solcher Rachegedanke gar nicht in den Sinn, sieht man einmal von Spielen wie "Intrige" ab, wo das auch mit dazugehört.
In diesem Sinne:
bortaS blr jablu´Dl´reH QaQqu´ nay´ ;-)