Am Wochenende haben wir zu zweit das erste Mal "Die neuen Entdecker" gespielt. Dabei haben wir uns über einige "Design-Entscheidungen" gewundert:
Abhängig von der Anzahl der Mitspieler wird mit einer unterschiedlichen Anzahl von "Kundschaftern" (kleine Holzblöcke) gespielt. Der Verlag hat nun die glorreiche Idee, nur den Farben "weiss" und "rot" 20 Kundschafter beizulegen, "violett" bekommt 15 und "gelb" 11. Die Farbwahl wird dadurch von der Spieleranzahl abhängig und die umfangreiche Spielregel durch einen Exkurs über die Farbwahl aufgebläht. Auch die Verwirrung vor dem Spiel steigt:
- "Ich möchte gelb"
- "Geht nicht"
- "Wieso - da ist doch gelb"
- "Geht aber nur bei 4 Spielern"
- "Häh?"
Und das nur, um bei einem Spiel für 50,-DM 10 kleine Klötzchen einzusparen.
Als Ausgleich dazu wird für 15 Pflanzenmärkchen ein Baumwollsäckchen von der Größe eines Brotzeitbeutels beigelegt. Diese Marken sollen geheim gezogen werden und für die Mitspieler unsichtbar unter die Häuptlingsfelder gelegt werden. Da bleibt es ein Rätsel, wieso die Marken doppelseitig bedruckt worden sind. Ein einseitiger Aufdruck würde das geheime Unterschieben sehr vereinfachen (man bräuchte für das Ziehen dann auch kein Säckchen).
Ansonsten hat mir das Spiel gefallen (Ich habe gewonnen) - meiner Frau weniger (verloren). Als Problem hat sich das "Gold würfeln" herausgestellt. Ein Spieler mit weniger als 4 Goldstücke muß sich diese erwürfeln - die anderen Mitspieler bekommen 1 Stück mehr. Es hat sich herausgestellt, dass derjenige, der zuerst anfangen muss mit würfeln, dauernd am Würfeln bleibt, da er den Mitspieler immer mit Gold versorgt. Der Mitspieler wird auf lange Sicht reicher und reicher, da er immer 1 Goldstück mehr bekommt. Dies zu verhindern ist fast unmöglich (zumindest bei 2 Mitspieler nicht).
Wir überlegen uns nun folgende Varianten:
- Beide Spieler bekommen die gleiche Anzahl von Gold, bzw. der Mitspieler sogar eins weniger.
- Wenn der Würfler ein "Steuerrad" wirft, bekommt nur er Gold.
Hat jemand ähnliche Erfahrungen bzw. Lösungsvorschläge?
Grüße
Jürgen