Beitragvon fritz gruber / kosmos » 15. Mai 2001, 18:05
Hallo Moe,
ich finde es auch, um Sie zu zitieren, "irgendwie komisch, daß bei einem relativ unkomplizierten Spiel so viele Unklarheiten entstehen". Das bringt unsereinen natürlich sehr ins Grübeln - und so möchte ich gern mal genauer analysieren, ob sich jenseits der eidgenössischen Grenzen (Ihrer e-Adresse entnehme ich, daß Sie aus der Schweiz schreiben) nicht doch einiges als wesentlich klarer herausstellt.
Im folgenden beziehe ich mich drei vorangegangene Postings von Ihnen.
Beginnen will ich mit Ihrer Eingangsbemerkung, Klaus Teuber hätte "das ganze himself erklärt" und jetzt sei es auch Ihnen klar. --- Dazu ist anzumerken: Klaus Teuber hat in der Tat nichts erklärt, was nicht ohnehin klar gewesen ist. Will sagen: Er hat einfach nur die Spielregel zitiert. - Ich gehe auf diesen Unterschied deshalb so penibel ein, weil wir doch nicht wollen, daß irgendwie im Forum hängen bleibt, es hätte hier eine spielregelbedingte Unklarheit gegeben, oddder?
Zum Punkt mit den Bonuskärtchen:
1. Bei den vier in der Spielregel vorgeschlagenen Grundaufbauten ist nur ein einziger dabei, bei dem statt aller vier nur drei Bonuskärtchen verwendet werden. Es gibt also überhaupt nur einen Fall, bei dem noch ein (ein!) Bonuskärtchen übrig ist; dieser bildet dann den, Zitat "Stapel" mit Bonuskärtchen, von dem Sie sprechen.
2. Im übrigen ist es natürlich genau so, wie Roman Roman Pelek geschrieben hat. Die 7er-Kärtchen sind nur für den Grundaufbau bestimmt.
Zu den 6er-Plättchen:
Das klingt so, als stamme diese Erfahrung aus der alten, ehedem bei Goldsieber erschienenen Entdecker-Fassung. Dort waren wirklich so wenige 6er-Plättchen drin, daß es manchmal zu jener Verlegenheit kam, von der Sie sprechen (gottseidank wurde dieses "Problem" beim Goldsieberspiel von den Entdecker-Fans keineswegs als gravierend empfunden).
Wie dem auch sei - wir hatten uns jedenfalls vorgenommen, in den "Neuen Entdeckern" mehr 6er-Plättchen unterzubringen. Haben wir auch getan. Gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, Rieseninseln mit einem Riesenverbrauch an 6er-Plättchen zu schaffen, drastisch eingeschränkt durch die diversen Grundaufbauten, bei denen Wasserplättchen so auf dem Spielplan verteilt sind, daß übermäßig große Inselgebilde nicht mehr entstehen können. Da Sie schreiben, daß Sie das Spiel am vergangenen Wochenende zum ersten Mal gespielt haben, und also offenkundig binnen zweier oder höchsten dreier Tage mehr als einmal in die Verlegenheit gekommen sind, keiner 6er-Plättchen mehr zur Verfügung zu haben, uns dieser Mangel in mehr als hundert Partien aber noch nie begegnet ist, kann ich nur vermuten, daß Sie zum einen mehrere Partien ohne Grundaufbau gespielt haben und im übrigen in Ihrer Spielerund ein besonders ausgeprägtes Talent für die Bildung großer, nur noch von Land umschlossener Flächen vorherrscht.
Da Sie - für mich außerordentlich bemerkenswert - so vehement betonen, wie "unklar" Ihrer Meinung nach das unserer Meinung nach sehr einfach und klar zugängliche Familienspiel "Die neuen Entdecker" ist, möchte ich Sie gern einladen, mit mir im September - entweder beim Spielefest in St. Gallen oder zwei Wochen später in Bern, eine Partie "Neue Entdecker" zu spielen. Vielleicht gelingt es uns ja gemeinsam, die Klarheit im Kielwasser des Entdeckerschiffes zu bewundern. Ihrer e-Mail-Adresse habe ich, wie eingangs schon bemerkt, entnommen, daß Sie aus der Schweiz stammen. Lassen Sie mich doch wissen, ob Sie zufällig in der Nähe von Bern wohnen. Das würde dann ja hervorragend passen.
Spiele Grüße und, zumindest ab jetzt, viel Spaß mit den neuen Entdeckern.
Fritz Gruber