Beitragvon Roman Pelek » 27. Mai 2001, 02:02
Hi Arno,
>Ja schau, tatsächlich: und frisch gestrichen ... mit newsletter - aber (noch) ohne (funktionierendes)forum. So richtig frisch wirkt sie, die neue Seite ...
Und mit einer Werbeagentur als Webmaster. Schau, schau.
Warten wir halt, was der Newsletter sagt ...<
Hm, ja, man sieht's. Mehr Animation als Information. Die kompletten Rezensionen von Nürnberg 2001 sind nicht vorhanden. Dafür hüpft der rote Pöppel vor schauerlich grün-gelbem Hintergrund, ein Szenario, das wohl nur Rot-Grün-Fehlsichtigen als angemessen erscheinen mag. Von den Ladezeiten für das "Intro" ganz zu schweigen. Angesichts des grafischen Könnens der professionellen Webmaster lädt das bedenklich lange. Ein für eine professionelle Agentur m.E. nicht angemessene Leistung, aber vielleicht lässt sich das durch den Zeitdruck entschuldigen. Wahrscheinlich war das Ganze eine "Last-Minute"-Aktion, um wenigstens für die Auswahlliste online zu sein. Es sei verziehen, aber nur, wenn man Besserung gelobt.
Beim Stöbern habe ich jedoch noch eine nette Zeile in den FAQs gefunden - zum Thema, warum es nicht mehrere SdJ-Preise gibt:
>Der zielgerichtete Griff ins Regal würde ersetzt durch die Frage: Welches der vielen "Spiele des Jahres" ist denn nun das richtige für mich?<
Und das ist ein grandioser Knieschuss. Wenn man schon argumentieren möchte, dass man den Preis nicht zerfasern will und beim Verbraucher für Verwirrung sorgen, sollte man das vielleicht nicht so formulieren.
Denn, wenn man es eingehender betrachtet, ist das SdJ sowieso ein "Weihnachtsgeschenke"-Preis. Wo der Pöppel drauf ist, das wird gekauft, dann verschenkt und verstaubt im Schrank oder nicht. Insofern richtig, aber dennoch frech. Nämlich fast ein Eingeständnis, dass der Preis am Wesen des Spiels vorbeigeht. Und vorbei an der Tatsache, dass wir in Deutschland ein vielseitiges Spieleangebot haben, in dem eigentlich jeder "seine" Spiele und Themen finden kann und sollte, so sie oder er denn die fachkundige Beratung findet.
Vielleicht sollte man da entweder noch zurückhaltender formulieren oder ganz offen sein. Mit ganz offen meine ich, dass man ehrlich sagt, dass man ein Spiel zum SdJ erwählt, ungeachtet der Tatsache, dass die Geschmäcker verschieden sind und es viele Spiele gibt, die sich auf hohem Niveau tummeln. Dass man nur versucht, _vielleicht_ einen größtmöglichen Nenner zu finden.
So oder so würde ich mir wünschen, dass die Auswahlliste größere Bedeutung erhält und die Leute auch mal wenigstens einen Blick jenseits des Pöppels auf die Schachtel werfen, um überhaupt mal herauszufinden, ob diese Art Spiel ihnen liegt oder nicht.
Leider scheint ein Grossteil dessen, was das SdJ ausmacht, zu sein, dass das erwählte Spiel sich gut verkauft - aber nicht unbedingt gespielt wird. Und nicht selten geht das SdJ halt auch mal am Massengeschmack vorbei, mit negativen Folgen für die gesamte Spielebranche.
Vielleicht sollte man wirklich das Experiment mal wagen und die Auswahlliste stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Da kann ruhig ein SdJ dabeisein für Oma Anneliese, die ein Weihnachtsgeschenk für Enkel Jürgen sucht. Aber bitte auch die Option für den mündigen Bürger, selbst zu entscheiden, auch wenn man nicht den Überblick über die 300+x Spiele des aktuellen Jahrgangs hat.
Wahrscheinlich ist das Utopie und würde mehr Fachhandel erfordern. Aber wenn wir schon eine Auswahlliste haben, warum sie dann nicht gebührend nutzen? Man könnte ja mal versuchen, es zu probieren... ;-)
Ciao,
Roman