Anzeige

Same procedure as every year?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
Benutzeravatar
peer

Same procedure as every year?

Beitragvon peer » 26. Mai 2001, 10:55

Hi,
bei einem Spieleabend machte mich gestern jemand auf ein kleines Detail aufmerksam: Wir haben ende Mai. Nun gut, dass wäre an sich nichts besonderes und ich habs sogar gewusst. Doch sollte Ende Mai nicht die Auswahlliste zum SDJ herauskommen? Auf der SdJ-Homepage (ja, die läuft wieder ;-) steht kein fester Termin... Darf man für Montag mit einer Liste rechnen (und mit satten Diskussionen dazu)?
ciao,
Peer (der sich fragt, ob die Jury auch in diesem Jahr wieder von irgendwem boykottiert werden wird ;-)

Benutzeravatar
beat

re: Same procedure as every year?

Beitragvon beat » 26. Mai 2001, 11:14

hallo peer
die jury ist gerade in klausur und wird die auswahlliste am dienstag oder am mittwoch veröffentlichen.
die veröffentlichung einer auswahlliste finde ich sehr hilfreich und berechtigt, die etikettierung eines spieles als "spiel des jahres" allerdings - vom rückschluss auf die qualität eines spieles - fragwürdig. selten sticht ein spiel aus der reihe der auswahlliste so heraus, dass es diesen titel auch wirklich verdient.
den titel sehe ich mehr als symbolisch an, der - zusammen mit dem ganzen drum und dran - sein gutes darin hat, das spiel an und für sich zu fördern.
höllische spielgrüsse
beat

Benutzeravatar
Wolfgang Ditt

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 26. Mai 2001, 12:07

Hallo Peer,
Soweit uns bekannt ist, erscheint sie in den nächsten Tagen. Wir gehen von Montag aus, haben auch schon unser SdJ-Spiel beendet und eine erste Teilauswertung vorgenommen.
Wolfgang

Benutzeravatar
noname

re: Same procedure as every year?

Beitragvon noname » 26. Mai 2001, 17:52

carcasonne
drachendelta
evo
cartagena

Benutzeravatar
Arno

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Arno » 26. Mai 2001, 18:04

> SdJ-Homepage (ja, die läuft wieder ;-)
Welche läuft wieder? Die .org nicht und die .de auch nicht - und die .at ist immer gelaufen, nur das Forum ist unauffindbar. Die Jury bemüht sich erst, die Seite wieder zum Laufen zu bringen ...
Ich hoffe: mit der Bekanntgabe der "Liste" - sonst wäre es ja nett diese hier bei spielbox-online.de oder spielbox.de zu veröffentlichen. Denn hier wird sie sicher diskutiert.
"noname" ist wohl nur ein kleine ente am rande gelungen - und wohl weder eine aus "normalerweise gut informierten kreisen" kommende nachricht, noch eine ehrliche vermutung: sonst würde sie/er wohl einen Namen dazuschreiben... (womit wir wieder:-( beim Thema wären!)
Arno

Benutzeravatar
hannes

re: Same procedure as every year?

Beitragvon hannes » 26. Mai 2001, 20:55

Hi
Mit .com klappt's. Auf Anhieb bei "linke seite" hier bei spielbox gefunden.
Das Spiel "Spiel des Jahres" in der Endphase. Handelt es sich dabei eigentlich um ein Brettspiel (vor dem Kopf) oder um ein (gezinktes) Kartenspiel oder um was sonst ?
Ciao
hannes (vermutet : Wirtschaftsspiel)

Benutzeravatar
Arno

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Arno » 26. Mai 2001, 23:51

Ja schau, tatsächlich: und frisch gestrichen ... mit newsletter - aber (noch) ohne (funktionierendes)forum. So richtig frisch wirkt sie, die neue Seite ...
Und mit einer Werbeagentur als Webmaster. Schau, schau.
Warten wir halt, was der Newsletter sagt ...
Arno

Benutzeravatar
Roman Pelek

SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Roman Pelek » 27. Mai 2001, 02:02

Hi Arno,
>Ja schau, tatsächlich: und frisch gestrichen ... mit newsletter - aber (noch) ohne (funktionierendes)forum. So richtig frisch wirkt sie, die neue Seite ...
Und mit einer Werbeagentur als Webmaster. Schau, schau.
Warten wir halt, was der Newsletter sagt ...<
Hm, ja, man sieht's. Mehr Animation als Information. Die kompletten Rezensionen von Nürnberg 2001 sind nicht vorhanden. Dafür hüpft der rote Pöppel vor schauerlich grün-gelbem Hintergrund, ein Szenario, das wohl nur Rot-Grün-Fehlsichtigen als angemessen erscheinen mag. Von den Ladezeiten für das "Intro" ganz zu schweigen. Angesichts des grafischen Könnens der professionellen Webmaster lädt das bedenklich lange. Ein für eine professionelle Agentur m.E. nicht angemessene Leistung, aber vielleicht lässt sich das durch den Zeitdruck entschuldigen. Wahrscheinlich war das Ganze eine "Last-Minute"-Aktion, um wenigstens für die Auswahlliste online zu sein. Es sei verziehen, aber nur, wenn man Besserung gelobt.
Beim Stöbern habe ich jedoch noch eine nette Zeile in den FAQs gefunden - zum Thema, warum es nicht mehrere SdJ-Preise gibt:
>Der zielgerichtete Griff ins Regal würde ersetzt durch die Frage: Welches der vielen "Spiele des Jahres" ist denn nun das richtige für mich?<
Und das ist ein grandioser Knieschuss. Wenn man schon argumentieren möchte, dass man den Preis nicht zerfasern will und beim Verbraucher für Verwirrung sorgen, sollte man das vielleicht nicht so formulieren.
Denn, wenn man es eingehender betrachtet, ist das SdJ sowieso ein "Weihnachtsgeschenke"-Preis. Wo der Pöppel drauf ist, das wird gekauft, dann verschenkt und verstaubt im Schrank oder nicht. Insofern richtig, aber dennoch frech. Nämlich fast ein Eingeständnis, dass der Preis am Wesen des Spiels vorbeigeht. Und vorbei an der Tatsache, dass wir in Deutschland ein vielseitiges Spieleangebot haben, in dem eigentlich jeder "seine" Spiele und Themen finden kann und sollte, so sie oder er denn die fachkundige Beratung findet.
Vielleicht sollte man da entweder noch zurückhaltender formulieren oder ganz offen sein. Mit ganz offen meine ich, dass man ehrlich sagt, dass man ein Spiel zum SdJ erwählt, ungeachtet der Tatsache, dass die Geschmäcker verschieden sind und es viele Spiele gibt, die sich auf hohem Niveau tummeln. Dass man nur versucht, _vielleicht_ einen größtmöglichen Nenner zu finden.
So oder so würde ich mir wünschen, dass die Auswahlliste größere Bedeutung erhält und die Leute auch mal wenigstens einen Blick jenseits des Pöppels auf die Schachtel werfen, um überhaupt mal herauszufinden, ob diese Art Spiel ihnen liegt oder nicht.
Leider scheint ein Grossteil dessen, was das SdJ ausmacht, zu sein, dass das erwählte Spiel sich gut verkauft - aber nicht unbedingt gespielt wird. Und nicht selten geht das SdJ halt auch mal am Massengeschmack vorbei, mit negativen Folgen für die gesamte Spielebranche.
Vielleicht sollte man wirklich das Experiment mal wagen und die Auswahlliste stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken. Da kann ruhig ein SdJ dabeisein für Oma Anneliese, die ein Weihnachtsgeschenk für Enkel Jürgen sucht. Aber bitte auch die Option für den mündigen Bürger, selbst zu entscheiden, auch wenn man nicht den Überblick über die 300+x Spiele des aktuellen Jahrgangs hat.
Wahrscheinlich ist das Utopie und würde mehr Fachhandel erfordern. Aber wenn wir schon eine Auswahlliste haben, warum sie dann nicht gebührend nutzen? Man könnte ja mal versuchen, es zu probieren... ;-)
Ciao,
Roman

Benutzeravatar
noname

re: Same procedure as every year?

Beitragvon noname » 27. Mai 2001, 08:01

und 6 weitere, aber welche ???

Benutzeravatar
Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Arno C. Hofer » 27. Mai 2001, 10:21

Ja, es wäre an der Zeit das "System" in Frage zu stellen. 30 Jahre "Goldenes Zeitalter des Spiels" haben neue Strukturen, neue komponierte Spiele geschaffen bzw. dem Spiel neue Zielgruppen erschlossen.
Und vorzugaukeln, dass in der "Familie" gespielt wird und deshalb nur ein "Familienspiel" preiswürdig ist läßt sich nicht mehr aufrecht erhalten.
Wie Du richtig sagst, Roman: die "SpielerInnen" sind mündig geworden und versuchen zunehmend dem Spiel neue Gruppen zu gewinnen. Und deren Erwartungshaltung läßt sich oft mit "dem" Spiel des Jahres nicht abdecken.
Da gibts die "notorischen Zweierspiel-Spieler" - die Verlage habens aus wirtschaftlichem Druck erkannt ...
Da gibts die bewußten "nur StrategiespielrInnen", denen jedes Glückselement verdächtig ist ...
Da gibts die "nur GaudispielerInnen", die beim Spielen nix denken wollen ...
Da gibts die "EntspannungsspielerInnen", die sich ein bißchen Nervenkitzel und viel Kommunikation wünschen ...
Und da gibts die "SimulationsspielerInnen", die sich fragen, "was wäre, wenn" ...
Nicht zu übersehen, die Senioren, die Kinder, etc.
Für sie alle könnte es "Spiele des Jahres" geben, das wäre sinnvoll. Aber: das bedingt einen völligen Systemwechsel. Doch noch sprudelt die Quelle segensreich. Aber wer Kompetenz und Selbstachtung behalten will muß auch vom Saulus zum Paulus werden können. Denn das Ziel von "Spiel des Jahres" sollte doch sein: Allen Gruppen "ihre" Spiele - und allen Menschen ist es mit einem "SdJ" sicher nicht recht gemacht, denn die Spielbedürfnisse, (siehe oben) sind differenziert - und sehr subjektiv ... wenn man die Stammkunden vergrault ist das im modernen Management eine "Todsünde" ...
Arno

Benutzeravatar
Michael schramm

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Michael schramm » 27. Mai 2001, 12:40

Lieber Arno,
leider kann ich mich Deiner Argumentation in weiten Teilen nicht anschließen. Um einmal den - sicher etwas gewagten- Vergleich mit der Oskar-Verleihung zu bemühen: da gibt es inzwischen Preise für besten Ton, beste Maske, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Kostüme, bestes Catering ( gibt es wohl doch nicht, egal!) usw. Von Interesse für das Publikum aber ist eigentlich nur ein Preis: der für den besten Film des Jahres, der dann auch die Massen ins Kino zieht. Von erheblich geringerem Interesse dann die Oskars für die beste Regie und die beiden besten Hauptdarsteller, alle anderen Preise kommen beim Verbraucher so gut wie gar nicht an und sind eher Szenepreise, mit denen nur Insider etwas anfangen können. Und genau so etwas möchtest Du also auch einführen,"Zweipersonenspiel des Jahres", "Seniorenspiel d.J.", "Sportspiel d.J.", "Quizspiel d.J.", "Laufspiel d.J.", "El -Grande-Clon d.J.", "Kartenspiel d.J.", "Hausfrauenspiel d.J.", "Männerspiel d.J.", "Teeniespiel d.J.", Gaudispiel d.J." usw., da gäbe es sicher noch reichlich Kategorien. Und über all diesen Kategorien würde der "Normalkäfer" völlig die Orientierung verlieren und nach einem - jawohl! - "Überpreis" schreien, damit ihm die Auswahl leichter gemacht würde. Und dann wären wir genau an der Stelle, an der wir bereits sind, so what?? Vielleicht sollte es noch einmal ganz deutlich gesagt werden: DAS SPIEL DES JAHRES IST KEIN SZENEPREIS! Hier soll dem "einfachen" Konsumenten eine Hilfestellung beim Spielekauf gegeben werden, nicht dem Hardcorespieler die Erleuchtung gebracht werden. Das wir in der - allerdings sehr kleinen und überschaubaren- Insiderszene ein "Spiel des Jahres" nicht mehr brauchen, ist ja allgemein bekannt. Nur schauen offensichtlich viele aus dieser Szene wie gebannt auf den Termin der Herausgabe der Liste bzw. die Bekanntgabe des Titels, um dann wieder wie in jedem Jahr die Entscheidungen zu kommentieren. Und das sie natürlich die besseren Entscheidungen getroffen hätten und wie immer die Top-Spiele nicht berücksichtigt wurden etc. Aber das ist glaube ich ein ganz normaler Vorgang, diese Diskussionen gehören dazu und sind ein Teil unserer "Szenekultur". Ungefähr 99,5% der Käufer des Spiels des Jahres interessieren diese Diskussionen überhaupt nicht, auch das Für und Wider eines Preises ist ihnen egal, solange sie sich gut informiert fühlen und beim Spielekauf des vielleicht einzigen Spiels im Jahr nicht einen Flop erleben. Daher ist die Entscheidung für einen Preis ( bzw. ab diesem Jahr für einen zweiten Preis im Kinderbereich, der aber wirklich völlig anders aussieht als der Familien- und Erwachsenenbereich!) sinnvoll und richtig, eine weitere Aufdröhselung wäre ein Schritt in die falsche Richtung.
Tschüss und nice dice
Michael

Benutzeravatar
Roman Pelek

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Roman Pelek » 27. Mai 2001, 13:34

Hi Michael,
ja, das ist ja das Problem. Den Preis selbst zu zergliedern, macht vermutlich wenig Sinn. Deshalb war auch mein Vorschlag, zu versuchen, die Auswahlliste mehr ins öffentliche Bewusstsein zu rücken - bzw. auch ins Bewusstsein mancher Spieleläden und -ketten. Leider fehlt gerade bei letzteren auch oft die nötige Kenntnis, um Kunden im Zweifelsfall zu beraten.
Aber irgendwie sollte man mal ein bisschen weg vom Eindruck, dass _nur_ das Spiel des Jahres ein veritables Kaufobjekt ist - oftmals ist nämlich das Gegenteil der Fall. Und zumindest denen, die mehr suchen als nur ein Geschenk, das evtl. im Regal verstaubt, müsste mehr "Hilfestellung" bei der Auswahl aus dem unüberschaubar großen Angebot gegeben werden.
Sicherlich machen viele kleine Spieleläden so etwas schon und durchaus gut. Es ist jedoch noch nicht weit genug verbreitet - und vielleicht kann da ja auch die Jury etwas dazu beitragen, dass die "Auswahlliste" in der Öffentlichkeit nicht nur als "Aussieben" für den eigentlichen Preis erscheint, sondern als das, was sie sein soll bzw. ist: eine Liste empfehlenswerter Spiele, wo für fast jeden Geschmack was dabei ist.
Das Dilemma jedenfalls ist klar: was primär zählt, ist der eigentliche Preisträger - aber der sorgt auch manchmal für Enttäuschung, weil er eben nicht jeden Geschmack treffen kann.
Ciao,
Roman

Benutzeravatar
hannes

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon hannes » 27. Mai 2001, 13:43

Hi
Arno meinte doch gar nicht, dass es Dutzende Preise regnen sollte. Er wollte doch bloss sagen, dass bloss EINEN Preis zu vergeben, überholt und undifferenziert ist.
Warum nicht DREI Hauptpreise vergeben : einen für das beste Kinderspiel, einen für das beste Familienspiel und einen für das beste Strategiespiel (d.h. ein Spiel, das nicht "familientauglich" ist) ???
Aller guten Dinge sind bekanntlich ...
Und noch etwas. Vom Geldsegen, der durch die roten Pöppel hereinkommt, könnten ruhig auch ein paar Tausend Märker als Förderpreis für Personen oder Institutionen abfallen, die sich um das Spiel besonders verdient gemacht haben. Es kommt dabei natürlich nicht nur das Deutsche Spielearchiv in Frage ...
Ciao
hannes

Benutzeravatar
Arno

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Arno » 27. Mai 2001, 16:21

Ganz richtig,
nicht mehrere Preise fordere ich: sondern eher das zu betonen, was Roman vorschlägt. Es ist doch auf der ganzen Auswahlliste der "Rote Pöppel drauf" und nicht wenige Leute die zu uns in die Ludothek kommen sagen: schau, da ist das "Spiel des Jahres" und meinen eines von der Auswahlliste ... oder fragen: "was ist der Unterschied wenn überall der rote Pöppel drauf ist?"
Da könnte man doch wirklich gleich dazuschreiben: Zwei-Personen, Senioren-, Familien-, Bierzelt- (wirds wohl nicht geben: oder mit Bluff vielleicht doch)SdJ. Von miraus dann auch die vielbesungene "goldene eierlegende Wollmilchsau" als "Otto-Normalverbraucher-SdJ" ("Otto-Normal" kommt übrigens aus der Motorenwelt und heißt Otto-Motor, der mit Normalbenzin fährt - also so etwas, wie sich die breite Masse wünscht!)
Ich hoffe, damit verständlich zu sein - und übrigens: irgendwie ist das neue Intro der SdJ.com nicht ein bisschen gar zu "kindisch" und entspricht dem "modernen und zeitgemäßen Kultspiel" überhaupt nicht? Schade eigentlich um das Vorgängermodell ... das war gediegener, kultivierter: vielleicht hätte man DIE GrafikerInnen der Spielewelt dran lassen sollen: den Vohwinkel, die Matthäus u.w.s.a.h.
Arno

Benutzeravatar
Roman Pelek

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Roman Pelek » 27. Mai 2001, 20:14

Hi Arno,
>Ich hoffe, damit verständlich zu sein - und übrigens: irgendwie ist das neue Intro der SdJ.com nicht ein bisschen gar zu "kindisch" und entspricht dem "modernen und zeitgemäßen Kultspiel" überhaupt nicht?<
Mir hat das auch nicht gefallen - aber die ganze grafische Gestaltung wirkt nicht sonderlich "edel". Da sollte man dran arbeiten bzw. die zuständige Agentur mal darauf hinweisen. Lieber etwas bescheidener in der Animation, dafür gediegener und sachdienlicher. Ich lese auch nicht gerne Texte auf wechselnd grün-gelbem Untergrund - fand ich nicht gelungen :(
Aber vielleicht läßt sich das im Zuge des Weiterausbaus ja nochmal überarbeiten. Es war wohl das berechtigte Ziel, erstmal schnell wieder online zu sein, und da fehlte verständlicherweise die Zeit. Schade jedoch so oder so, dass die aktuellen Rezensionen nicht online gebracht werden konnten. Das hätte ja evtl. auch die Agentur machen können - vom Papier ins Netz stellen erfordert ja keine spieltechnische Sachkenntnis.
Ciao,
Roman

Benutzeravatar
Arno

re: SdJ-Homepage und mehr

Beitragvon Arno » 27. Mai 2001, 21:40

In der Szene braucht den Titel niemand. Das ist klar. Aber ich bin tagtäglich mit "Kunden" - auch wenn ich ihnen nichts Materielles wie z.B. ein Kiste Spiel verkaufe - in der Landes-Ludothek konfrontiert. Und wenn wir denen das "Spiel des Jahres" erklären sollen dann wirds oft haarig. "Nein, wir sind nur zwei - und Gottsei Dank haben wir da zu ihnen hereingeschaut sonst hätten wir wieder ein Spiel für mindestens drei daheim - und drei sind wir nie!"
Oder "ich hab schon ein bißchen Spielerfahrung aber was soll ich mit dem "Bluff" da anfangen, ist das "Spiel des Jahres" jetzt auch schon wie der "Song Contest" - die Lieder mag ich auch nicht ...
Oder bei Tikal(um bei einem kürzlöich erschienenen zu bleiben: so schön das Spiel für mich (arn persönlich) auch ist, wie häufig hab ich gehört - das ist mir zu kompliziert, habens nicht was einfacheres - und Gott sei Dank hab ichs nicht gekauft obwohl ich sonst immer das "Spiel des Jahres" kaufe ...
So wie HÖRZU den "Musikantenstadl", den "Song Contest", das "Neujahrskonzert", die Serie "Lindenstraße" oder den "Dokumentarfilm:Nepal" auch nicht in derselben Kategorie antreten lässt, wenn sie die "Bambis" vergibt, so wünsche ich mir auch beim "Spiel des Jahres" mehrere Kategorien: vielleicht erzieht man damit nämlich auch den Konsumenten zu kritischerer Auswahl und zum "Zweitspiel" pro Jahr.
Es muß nicht immer "ein Schinken" oder "'was Lustiges" usw. sein. Ich bin ganz fest davon überzeugt, dass jeder Mensch das findet, was er sucht, wenn man ihm sagt, was es alles gibt. In diesem Sinne wünsche ich mir, wie Roman die Aufwertung der "Auswahlliste". Indem man z.B. zur Bedingung macht, dass jeder Verlag, der den Pöppel haben will seinem Spiel einen kleinen Prospekt beilegt, mit Kurzempfehlungen der Jury jener Titel, die in diesem Jahr auf der Auswahlliste stehen. Ich wette, das bringt wirtschaftlichen Erfolg - und zufriedene Kunden.
Wieder zu lang gepredigt? Sagt mir ganz einfach, wenn ichs übertreibe. Bitte.
Arno

Benutzeravatar
Hans-Georg Rausch (G´Ork)

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 28. Mai 2001, 12:31

The same procedure as last year!
Jedes Jahr im späten Frühling kommen sie aus ihren Ecken: Die Kommentatoren, die an der Entscheidung der Jury etwas auszusetzen haben. So auch ich. Denn ich denke, ein Preis, der eine solche Öffentlichkeitswirksamkeit hat wie der Preis "Spiel des Jahres", muß auch einer Kritisierung durch die Szene standhalten können - und zwar nicht nach subjektiven, sondern nach objektiven Gesichtspunkten.
Wir brauchen keine drei oder zehn "Spiele des Jahres" und eigentlich finde ich die Aufspaltung in "Kinderspiel" und "Erwachsenenspiel" schon zuviel. Warum?
Es gibt eine wunderbare Auswahlliste, die eigentlich die unterschiedlichen Geschmäcker und Kathegorien wiederspiegeln sollte. Leider wird die Auswahlliste zu wenig der breiten Öffentlichkeit bekanntgemacht. Das ist aber nur ein Handicap. Oftmals begründet die Jury ihre Entscheidung mit rein subjektiven Kriterien. So wurden in dem Jahr, als Tikal Spiel des Jahres wurde, fast nur thematische Spiele auf die Auswahlliste gesetzt. Das schränkt natürlich ein.
Viel sinniger anstelle vieler Preise oder aber einer einseitigen Auswahlliste wäre meines Erachtens nach eine ausgewogene und vielfältige Liste, in der wirklich die Besten Vertreter ihrer jeweiligen Kathegorie enthalten wären. In dieser Auswahlliste stünde dann quasi das beste Kinderspiel, das beste Familienspiel, das beste Zwei-Personen-Spiel, das beste Bier-und-Bretzel-Spiel, das beste Spiel für Freaks. Und aus diesem Pool könnte man dann den "Hauptpreis" wählen anhand von Kriterien wie Material, Regel, Wiederspielreiz. Wenn man natürlich von vornherein ausschließt, bestimmte Spielarten überhaupt auf die Liste zu nehmen, weil sie ja nicht einen breiten "Geschmack" vertreten oder für das Verständnis von Wenigspielern zu hoch sind, wird der Preis "Spiel des Jahres" immer ein einseitiger Preis bleiben für Menschen, die mit dem geistigen Erfassen von "Bluff" am oberen Ende ihrer Akzeptanz angelangt sind.
Der Aufruf der Jury nach der letzten Wahl, "wir brauchen wieder mehr einfache Spiele" hat mir persönlich als Vielspieler und Freak in der Seele weh getan - und das Resultat war, das selbst auf komplexe Spiele konzentrierte Verlage wie "Alea" oder "Hans im Glück" sich zumindest teilweise auf seichtere Kost verlagert haben. Eine solche "Vorgabe" der Jury halte ich ebenfalls für sehr bedenklich.
Und aus diesen Gründen werde ich auch dieses Jahr die Auswahlliste wieder bemüht objektiv kommentieren und hoffen, daß bei allem Bemühen um das Kulturgut Spiel das weitere Streben nach anspruchsvollen Titeln nicht zu kurz kommt.
Ich erwarte - fast könnte man sagen: verlange - eine ausgewogene Auswahlliste und einen einzigen Preis für einen Titel, der ein hohes Maß an Anspruch hält, ohne zu kompliziert für die breite Masse zu sein und dabei die Erwartungen an Innovation und Spielreiz erfüllt. Mal sehen, inwiefern ich dieses Jahr enttäuscht werde.
Mit spielerischen Grüßen
G´Ork
(der weder anonyme Umfragen noch einseitige Listen für das Maß aller Dinge hält)

Benutzeravatar
peer

re: Same procedure as every year?

Beitragvon peer » 28. Mai 2001, 13:21

Hi,
gute Idee mit der Liste der "Besten der Besten" aus der dann "der beste der beste der besten" oderso (sie MiB) gewählt wird.
Problematisch ist natürlich, dass das Beste Bluffspiel (auf der Liste) natürlich dann wieder nur halb so gut ist wie das zweitbeste Würfelspiel (auf der Liste).
Aber besser als das 1000-Preise-damit-alle-gewinnen-Syndrom, das sonst vorgeschlagen wird ist es allemal.
ciao,
Peer
P.S. Die Jury hat früher immer betont, das die Liste ach so wichtig ist - die Käufer habens nur nicht kapiert...

Benutzeravatar
Hans-Georg Rausch (G´Ork)

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 28. Mai 2001, 14:20

Hallo -
Schon recht, das mit dem Würfelspiel. Nur, das Zweitbeste Würfelspiel soll ja auch nicht Spiel des Jahres werden. Wenn ich Bluffspiele lieber mag werde ich rein subjektiv immer noch lieber das Bluffspiel kaufen, das nicht halb so "gut" ist wie das zweitbeste Würfelspiel. Anders: Wenn auf der Liste dann wieder "nur" Würfelspiele stehen, sagt sich der Bluffspieler zu recht: Ihr habt die falschen Spiele auf die Auswahlliste gestellt. Die Auswahlliste kann nunmal dem persönlichen Geschmack nicht gerecht werden.
Außerdem: Wenn in einem Genre nur so "grottenschlechte" Spiele herauskommen, das sie, gemessen an ihrer Zielgruppe, einen gewissen Standard sämtlich nicht erreichen, dann muß ja von dieser Sorte keines auf der Liste stehen. Ausgewogenheit schließt dieses Vorab-Sieben ja nicht aus. Es schließt aber aus, daß eine "Jahrestendenz" oder ein "persönlicher in der Jury vertretener Geschmack" die Liste einseitig gestaltet.
Mal ein Beispiel: Ich halte Carcassonne für ein gutes Spiel im Bereich "Zwischendurchspiele ohne besonderen Denkanspruch". Es ist nicht unbedingt mein persönlicher Geschmack, aber in dieser Kategorie zweifellos das Beste seines Jahrgangs. Anstelle weiterer Spiele dieser Gattung würde ich nun gerne auch ein "Händler von Genua" als bestes Verhandlungsspiel oder ein "Medina" als bestes "taktisches Setzspiel" auf der Liste sehen, gleichgültig, ob diese nun meinen persönlichen "Geschmack" vertreten oder nicht.
Mit spielerischen Grüßen
G´Ork

Benutzeravatar
Arno

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Arno » 28. Mai 2001, 15:34

Ja, genauso. Und genauso muß es im Beisatz zum "Pöppel" stehen: "Das beste Verhandlungsspiel 2001" und "das empfehlenswerteste Zwischendurchspiel 2001" - wobei noch zu erwägen wäre ob auf der Schachtelrückseite der "Werbetext des Verlages" nicht durch die "verbale Beurteilung der Jury" ersetzt werden könnte. Diese Beurteilung sollte die Vorzüge dieses Spiels herausstreichen - und auf den evt. inliegenden Prospekt "Bestenliste 2001 der Jury" verweisen. Damit der "Trend zum Zweitspiel pro Jahr" gefördert wird.
Arno

Benutzeravatar
Roman Pelek

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Roman Pelek » 28. Mai 2001, 15:43

Hi Arno,
vielleicht sollte man wirklich eine Broschüre über die Auswahlliste erarbeiten, in der zu jedem Spiel eine Kurzbeschreibung/-kritik zu finden ist.
Wenn man diese den Spieleläden und -ketten zur Verfügung stellt, kann da auch jeder Gelegenheitskäufer vorm Regal mal drin blättern.
Keine Ahnung, ob und wie das machbar ist, m.E. wäre sowas eine sinnvolle Einrichtung und Hilfe für unerfahrene Spielekäufer. Gerade wenn sie sich in Kaufhäusern ohne fundierte Beratung befinden. Und würde der Auswahlliste die Bedeutung geben, die sie verdient. Was haltet Ihr von sowas?
Ciao,
Roman

Benutzeravatar
Arne Hoffmann

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Arne Hoffmann » 28. Mai 2001, 15:58

Hallo Roman (und Arno und alle anderen)!
Die Idee mit der Broschuere ist nicht schlecht. So eine Broschuere herzustellen duerfte auch nicht die groesste Schwierigkeit sein. Die Jury hat ja beim Bekanntwerden der Auswahlliste die Spiele gespielt und sollte somit eine schoene Kurzbeschreibung des Spielverlaufs angeben koennen.
Eine Kritik zu den einzelnen Spielen wuerde ich in die Broschuere nicht mit aufnehmen, vielleicht hoechsten den einen oder anderen Punkt, warum dieses Spiel es auf die Auswahlliste geschafft hat.
Jedoch stelle ich mir die Verbreitung dieser Broschuere recht schwierig vor - da muessen dann alle am selben Strang ziehen: Einzelhaendler, Ketten, Kaufhaeuser. Gerade in den Kaufhausketten, wo eh (gute) Beratung Mangelware ist, duerfte auch diese Broschuere in der Praesentation der Waren untergehen und vom Kunden nicht grosse Beachtung finden. Da muesste man schon ein extra Regal, vielleicht mit grossem SdJ-Poeppel dran, aufbauen mit allen Spielen der Auswahlliste und der Broschuere. Soll sagen: Die Broschuere allein wird es noch nicht tun, ist aber ein erster Schritt fuer eine breitere Anerkennung der Auswahlliste - und es ist ein Schritt, den die SdJ-Jury, oder andere Interssierte in der Spieleszene, in die Wege leiten kann.
Tschoe,
- Arne -

Benutzeravatar
Arno

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Arno » 28. Mai 2001, 16:09

Beilegen wäre die vorerst die einfachste Lösung, allen Spielen die auf der Auswahlliste stehen und solchen, die noch den Pöppel tragen.
Übrigens: wenn der Handel wirklich so froh ist über das "SdJ", was ich nunmal als gesichert annehme, dann sollte es ab dem nächsten Jahr auch nicht so schwierig sein den Handel für diesen Prospekt zu gewinnen ... die Verantwortlichen der großen Ringe und Handelsketten sind doch alle in Nürnberg präsent: und wenn die Jury zum Stelldichein bittet, kommen sie sicher auch gern. Da könnte das sicher ausgehandelt werden.
P.S.: ich stelle mich ausserdem gern zur Verfügung, wenn es darum geht, diese Broschure zu entwickeln ... sie soll meines Erachtens wirklich empfehlen und nicht kritisieren.
Arno

Benutzeravatar
Marco

re: Same procedure as every year?

Beitragvon Marco » 28. Mai 2001, 16:19

Hallo
bei den besten "Vertretern ihres Genres" gibt es ein kleines Problem. Spiele lassen sich nicht eindeutig einteilen.
Bestes Bauspiel / Rennspiel / Glückspiel / Würfelspiel / Denkspiel / Zweierspiel / Familienspiel / Erwachsenenspiel / ...
Ist Medina jetzt ein Bauspiel? Familienspiel? Denkspiel? etc.
Dennoch, die Idee, die Liste zu fördern, finde ich gut. Wie wäre es, wenn der Siegerpöppel künftig die 10 Spiele auch erwähnt (Wir empfehlen auch:). Oben prangt das bekannte Logo und darunter wäre dann eine Art Marmortafel, die die restlichen Spiele der Auswahlliste aufführt - der Gewinner wäre gezwungen, diese Liste auch abzudrucken...
Gruss,
Marco

Benutzeravatar
Michael Andersch

Broschüre

Beitragvon Michael Andersch » 28. Mai 2001, 20:30

Ich behaupte mal, die von Euch geforderte Broschüre gibt es schon.
Zumindest hängt im Spieleladen meines Vertrauens ein solches Exemplar als Hochglanz-Faltblatt an der Eingangstüre.
Wie weit dieses Faltblatt allerdings Verbreitung gefunden hat weiß ich leider nicht.
Außerdem meine ich, auch auf der süddt. Spielemesse in Stuttgart am SdJ Stand was derartiges gesehen zu haben. Da kann ich mich aber jetzt auch täuschen.
Gruß,
Micha


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 54 Gäste