Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 6. Juni 2001, 14:11
Hallo,
grundsätzlich lassen sich "Spieler" m.E. in fünf Interessengruppen einteilen (nur im Groben, ich habe bestimmt noch ein paar "Merkmale" vergessen und so ganz ernst zu nehmen ist es natürlich auch nicht):
I. Kinder im Vorschul- und Schulalter
Spielen zumeist mit den mehr oder weniger begeisterten Eltern, später auch schon mal alleine zusammen. Wenn sie nicht in Kategorie II fallen, wird ihre Begeisterung nachlassen, sobald sie sich im pubertären Alter anderen Interessen widmen.
II. Jugendliche
Haben zuletzt über Sammelkartenspiele den Weg zum Spiel gefunden und werden die Basis für kommende Spielegenerationen sein. Die einen oder anderen spielen "mit den Großen" zusammen und gewinnen da nicht selten.
III. Twens
Haben die Höhen und Tiefen einiger Beziehungskisten erlebt und sind entweder (wieder) Singles (geblieben) (und Vielspieler) oder aber mehr oder weniger glücklich verheiratet und somit aufgrund anderer Interessen eher Gelegenheitsspieler. Vielleicht sind sie auch über ihre Clique als späte Teens über Spiele wie Das Nilpferd in der Achterbahn, Life Style, Trivial Pursuit u.äh. zum Spielen gekommen. In letzterem Falle meist für taktische Hirnverzwinger nicht zu haben und somit wohl die Hauptzielgruppe für das, was derzeit zu auf der Auswahlliste steht.
IV. Die alte Garde
Die Ü30 (zu denen ich auch gehöre) kennen das Spielen aus Zeiten von Monopoly und Risiko und haben vielleicht auch noch Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit Oma und Opa gespielt. Meistens sind sie Single oder die Kinder aus dem Hause und es werden nach Jahrelanger Beschäftigung mit dem Spielen auch komplexere Titel angefasst (-> Freaks). Auch Sammler gehören meist in diese Kategorie.
V. Die Senioren
Bevorzugen Skat, Schach und andere Klassiker und sind eher selten für "neumodische" Spiele zu begeistern - auch wenn sie einfach sein sollten. Anstelle eines "Siedler" werden immer noch lieber Knobelwürfel ausgepackt.
Die Großfamilie jedoch, wo Oma, Opa, Tanten, Kinder und Enkel miteinander spielen? Ich suche sie hier vergeblich? Gibt es sie wirklich noch? Warscheinlich ist sie genauso dünn vertreten in der Welt des Spiels wie der Freak, der 1870 ohne Computerunterstützung für ein kurzes Spiel hält.
Im übrigen ist kulturell übergreifendes Spiel etwas ganz anderes, als generationsübergreifendes.
Mit spielerischen Grüßen
G´Ork