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Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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MarcFigel

Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon MarcFigel » 1. Juni 2001, 14:24

Weiter unten wird geäußert, daß nicht mehr generationsübergreifend ( außer Eltern mit Kind in Kleinfamilien, wenn überhaupt ) gespielt wird.
IST DAS WIRKLICH SO?
Das wäre ein großer Schock für mich.
Selbst freue ich mich nämlich über die Erfahrung bei meinen Spieleabenden: Alter 9-ca.75, Wenig-Vielspieler,
alles bunt gemischt. Und: es funktioniert.
Nichts verbindet doch so gut über alle Schranken hinweg wie das Spiel. ( Habe am Dienstag einer Tanzanianerin Speed beigebracht. Beiderseitige Sprachunkenntnis stand zwischen uns und - wir hatten ziemlich viel Spaß! ).
Viele Grüße!
Marc
MF

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"JOBO" Joachim Bonitz

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon "JOBO" Joachim Bonitz » 1. Juni 2001, 14:33

Moin Marc!
Ich kann Dir ein gutes Beispiel aus meiner eigenen Familie geben:
Mehrere Male im Jahr sitzen folgende Personen an einem Tisch und spielen:
Meine Großmutter (79), mein Vater (61), meine beiden Kinder (7 und 10)und ich (41). !!
Und wir haben alle einen riesigen Spaß.
Tschoe
"JOBO"(Freue mich schon auf die nächste Runde in dieser Konstellation im Juli 2001. :-) )

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Roman Pelek

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon Roman Pelek » 1. Juni 2001, 15:11

Hi Marc,
um Deine Frage bzgl. unserer Erfahrungen zu beantworten:
Wenn sich die Gelegenheit ergibt, wird auch gerne generationsübergreifend gespielt. Bedingt durch die Familiensituationen hier (räumliche Zersplitterung der Generationen) ist dies aber leider nicht so häufig möglich. Ist also mehr ein Mangel an Gelegenheit denn ein Mangel an Interesse bei uns. Ich würde mir auch mehr solcher Gelegenheiten wünschen, und wenn man die Leute nicht überfordert ist auch das Interesse am Spiel klar da. Ich persönlich find's auch reizvoll, mit vielen Generationen oder Kulturkreisen zu spielen. Ist immer mal was neues, immer mal anders und spannend.
Bin mal gespannt, wie's bei anderen ist.
Ciao,
Roman

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Marten Holst

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon Marten Holst » 1. Juni 2001, 16:25

Ich denke, generationsübergreifend wird dort gespielt, wo auch noch andere Dinge generationsübergreifend stattfinden. Meine Familie ist nun aber räumlich etwas zersplittert, sodass ich meist mit meinen Freunden spiele, und die neigen dazu, in meinem Alter (bis +20 Jahre) zu sein.
Deine internationalen Erfahrungen kann ich aber bestätigen. Während meines Jahres in Helsinki habe ich unter anderem Belgier, Engländer, Spanier, Italiener, natürlich auch Finnen, mit Spielen "genervt", und wir hatten viel Spaß. Unvergessen allerdings Valerio, der bei Bohnanza versuchte, die Bohnennamen auszusprechen... hat Spaß gemacht. :-)
Tschüß
Marten (der gerade wieder Heimweh in den Norden bekommen hat)

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon Sönke Weidemann » 1. Juni 2001, 18:00

Hi!
Generationsübergreifend spielen? Ja: Gott sei Dank konnte ich meine Nichten (10 + 12 Jahre) zum Spielen bringen, zur Zeit spielen wir mit Begeisterung "Drachendelta" (deshalb m.E. völlig zu Recht auf der SdJ-Liste).
Kulturübergreifend spielen? Auch ja: Letztes Jahr in Kambodscha mit Australiern, Neuseeländern, Argentieniern, Engländern, Japanern und Einheimischen "6 nimmt" gespielt und viel Spaß gehabt (auch wenn sich die ganze Truppe darüber amüsiert hat, wie man den ein Spiel "sex nymph" nennen kann - ich muß wohl mal mein Englisch aufpolieren!)
Gruß Sönke

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Michael Andersch

[OT] Ferkel!

Beitragvon Michael Andersch » 1. Juni 2001, 22:05

Hallo Marc,
"Beiderseitige Sprachunkenntnis stand zwischen uns und - wir hatten ziemlich viel Spaß! "
Nennt man das jetzt SO? Tsss,tss,tsss...
Errötende Grüße,
Micha

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MarcFigel

re: [OT] Ferkel! WO?

Beitragvon MarcFigel » 2. Juni 2001, 09:58

Freut mich, dir eine wohl erotische Fantasie geschenkt zu haben. So einfach geht das.
:]
MF

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Hans-Georg Rausch (G´Ork)

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon Hans-Georg Rausch (G´Ork) » 6. Juni 2001, 14:11

Hallo,
grundsätzlich lassen sich "Spieler" m.E. in fünf Interessengruppen einteilen (nur im Groben, ich habe bestimmt noch ein paar "Merkmale" vergessen und so ganz ernst zu nehmen ist es natürlich auch nicht):
I. Kinder im Vorschul- und Schulalter
Spielen zumeist mit den mehr oder weniger begeisterten Eltern, später auch schon mal alleine zusammen. Wenn sie nicht in Kategorie II fallen, wird ihre Begeisterung nachlassen, sobald sie sich im pubertären Alter anderen Interessen widmen.
II. Jugendliche
Haben zuletzt über Sammelkartenspiele den Weg zum Spiel gefunden und werden die Basis für kommende Spielegenerationen sein. Die einen oder anderen spielen "mit den Großen" zusammen und gewinnen da nicht selten.
III. Twens
Haben die Höhen und Tiefen einiger Beziehungskisten erlebt und sind entweder (wieder) Singles (geblieben) (und Vielspieler) oder aber mehr oder weniger glücklich verheiratet und somit aufgrund anderer Interessen eher Gelegenheitsspieler. Vielleicht sind sie auch über ihre Clique als späte Teens über Spiele wie Das Nilpferd in der Achterbahn, Life Style, Trivial Pursuit u.äh. zum Spielen gekommen. In letzterem Falle meist für taktische Hirnverzwinger nicht zu haben und somit wohl die Hauptzielgruppe für das, was derzeit zu auf der Auswahlliste steht.
IV. Die alte Garde
Die Ü30 (zu denen ich auch gehöre) kennen das Spielen aus Zeiten von Monopoly und Risiko und haben vielleicht auch noch Mensch-Ärgere-Dich-Nicht mit Oma und Opa gespielt. Meistens sind sie Single oder die Kinder aus dem Hause und es werden nach Jahrelanger Beschäftigung mit dem Spielen auch komplexere Titel angefasst (-> Freaks). Auch Sammler gehören meist in diese Kategorie.
V. Die Senioren
Bevorzugen Skat, Schach und andere Klassiker und sind eher selten für "neumodische" Spiele zu begeistern - auch wenn sie einfach sein sollten. Anstelle eines "Siedler" werden immer noch lieber Knobelwürfel ausgepackt.
Die Großfamilie jedoch, wo Oma, Opa, Tanten, Kinder und Enkel miteinander spielen? Ich suche sie hier vergeblich? Gibt es sie wirklich noch? Warscheinlich ist sie genauso dünn vertreten in der Welt des Spiels wie der Freak, der 1870 ohne Computerunterstützung für ein kurzes Spiel hält.
Im übrigen ist kulturell übergreifendes Spiel etwas ganz anderes, als generationsübergreifendes.
Mit spielerischen Grüßen
G´Ork

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Roman Pelek

re: Wird noch generationsübergreifend gespielt?

Beitragvon Roman Pelek » 6. Juni 2001, 16:08

Hi G'Ork,
>III. Twens
Haben die Höhen und Tiefen einiger Beziehungskisten erlebt und sind entweder (wieder) Singles (geblieben) (und Vielspieler) oder aber mehr oder weniger glücklich verheiratet und somit aufgrund anderer Interessen eher Gelegenheitsspieler.<
Ich kenne genügend Leute, die auch in diesem Alter trotz fester Partnerschaft für anspruchsvolles Spielgut zu begeistern sind ;-) Es sollen sogar Frauen darunter sein... *g* Zumindest ist die Gruppe der Twens hervorragend zum Spielen zu animieren, auch wenn sie vielleicht aus eigenem Antriebe oder mangels Gelegenheit oftmals nicht von vorneherein "Freaks" sind.
Ciao,
Roman

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Marten Holst

Spielende Paare

Beitragvon Marten Holst » 7. Juni 2001, 15:02

Moin,
ich habe allerdings das Gefühl, dass bei Twens (und Niedrig-Thirts) die Paare selten gemeinsam in einer Spielerunde auftauchen, d.h. heute habe ich "ihn" in der Runde und am Freitag "sie". Eigentlich kenne ich dabei nur eine (bzw. dadurch notgedrungen zwei...) Ausnahme, mal sehen, ob sie sich zu Wort meldet.
Tschüß
Marten

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Volker L.

re: Spielende Paare

Beitragvon Volker L. » 7. Juni 2001, 15:25

> ich habe allerdings das Gefühl, dass bei Twens (und
> Niedrig-Thirts) die Paare selten gemeinsam
> in einer Spielerunde auftauchen
Kann ich so nicht bestaetigen. Die Leute, mit denen
ich spiele, sind 4 Paare, bei denen beide Partner
gerne spielen (na gut, mit der einen Frau darf man
gewisse Spiele wie z.B. "Junta" nicht spielen), sowie
- inkl. mir selbst - 3 maennliche Singles.
Alle diese Personen sind anfang 30.
(Erhard habe ich hier nicht mitgezaehlt, weil ich ihn
erst seit Kurzem und seine Frau noch gar nicht kenne).
Gruss, Volker


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