Beitragvon Volker L. » 4. Juli 2001, 14:02
> Der Nutzen von Nachrichtenwesen ist tasächlich nur
> der, dass man am Ende des Zuges nicht zusammenhängen
> muss - ein recht geringer, da ist mir das Bergvolk
> lieber.
Als soooo gering wuerde ich diesen Nutzen nicht
einschaetzen. Ich habe schon erlebt, dass ein Gebiet
vom Gegner in zwei Haelften zerschnitten wurde. Um es
wieder zu vereinigen, haette der Spieler nun entweder
ein bestimmtes oder zwei andere Gebiete erobern muessen.
Der Gegner hatte seine Bevoelkerung nun so auf diese
Gebiete verteilt, dass der Spieler nicht genug Steine
gehabt haette (es sei denn, er raeumt Gebiete voellig),
um die 2-Gebiete-Bruecke zu erobern, und gerade eben
genug, um das eine Verbindungsgebiet zu holen. Mit
Nachrichtenwesen haette er sich um den Zusammenhalt
nicht kuemmern muessen und 3 andere Gebiete in Besitz
nehmen koennen.
Ich wuerde Nachrichtenwesen nur insofern als schwach
bezeichnen, als es keine Eigenschaft ist, die man
immer und nach Belieben einsetzen kann, sondern "nur"
als Reaktion auf die Taten anderer, aehnlich wie die
Miliz (oder wie immer das heisst), die es dem Angreifer
teurer machen, so dass er meist lieber jemand anderen
angreift - man hat subjektiv das Gefuehl, die
Eigenschaft bringt nichts ein, weil man nicht sehen
kann, inwieweit sie die Gegenspieler von gewissen
Taten abhaelt.
Aber wenn man einen Gegner hat, der normalerweise
die oben beschriebene Taktik anwendet und Dich immer
zwingt, ein sehr stark verteidigtes Feld zu erobern,
kann Nachrichtenwesen sehr hilfreich sein.
Gruss, Volker