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Wer wird Startspieler ?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Mifu

Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Mifu » 9. Juli 2001, 12:56

Wer ist Startspieler, wird oftmals in Spielen mit dem jüngsten, ältesten, linken Nachbarn usw. ausgegeben.
Manche Autoren / Verlage lassen sich aber etwas besonderes einfallen. Bisher habe ich die folgenden Startspieler Bezeichnungen gefunden. Kennt Ihr auch noch welche ? Würde mich darüber freuen, kommen sofort in meine Sammlung :-)
Bisher gefunden :
wer einem Piratenkapitän am ähnlichsten sieht ( Cartagena )
der Startspieler wird ausgelost ( Kahuna )
der Mondspieler beginnt ( Druidenwalzer )
wer zuletzt in Griechenland war beginnt ( Blitz und Donner )
wer am längsten unter Wasser bleiben kann ( Das Riff )
der nervenstärkste Spieler beginnt ( Rutsch Partie )
Der Gegenspieler des Kartengebers beginnt ( Al Cabohne )
Die Besitzerin des Spiels beginnt ( Anno Domini )
der Spieler, der am wenigsten Geld in seinen Taschen trägt ( Schotten-Totten )
Der Spieler, der rechts neben dem größten Glückspilz sitzt ( Volle Lotte ! )
linke Nachbar des Schreibers ( Fiasko )
Es beginnt der Spieler, der altersmäßig der 48 am nächsten ist.
( Nummerus Zahlus )
Der König ist Startspieler ( Ohne Furcht und Adel )
Die Spieler einigen sich, wer beginnt ( Isis & Osiris )
Wer die höchste Zahl würfelt, ist der Startspieler ( Big Shot )
Wer am schnellsten nach dem Würfel greift, beginnt das Spiel ( PaterNoster )
Ein Spieler, z.B. wer zuletzt in der Tosana war, beginnt das Spiel ( La Cittá)
Das blindeste Huhn beginnt ( Au Backe )
Die größte Wasserratte beginnt ( Am Strand )
Es beginnt die größte "Tratschtante" ( Gerüchte Küche )
Der Spieler mit den zittrigsten Händen beginnt ( Hamster Rolle )
Der Spieler mit der buntesten Kleidung beginnt. ( Flowerpower )
Alle beginnen gleichzeitig ( Spuren im Busch )
Derjenige, der zuletzt ein Musical besucht hat, fängt an ( Show Manager )
Wer als nächster Geburtstag hat, darf anfangen ( Rüsselbande )
Der hungrigste Spieler beginnt ... ( Mama Mia )
Der Spieler, mit dem geringsten Schlafbedarf fängt an. ( Galileo )





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Frank

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Frank » 9. Juli 2001, 13:21

"Der Spieler mit der längsten Nase beginnt."
Bitte frag mich jetzt nicht, aus welchem Spiel das ist. Auf jeden Fall haben wir uns kaputt gelacht, da wir mehrere Supernasen am Tisch hatten ;-) Wenn ich wieder auf das Spiel komme melde ich mich. Das sieht man mal, wie schlecht man sich im eigenen Spielregal auskennt...
Frank

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Das-Wiesel

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Das-Wiesel » 9. Juli 2001, 13:26

Tja, ich würde einfach eine einfache Systematik dazusetzen. Es gibt drei verschiedene Arten den Startspieler zu ermitteln:
Fall 1: Losen
z.B. Würfeln, Karten ziehen oder ähnliche Zufallsgeneratoren
Diese Startspielerermittlung sind alle miteinander austauschbar!
Fall 2: Festlegung
z. B. der Jüngste, Älteste, Dümmste... fämngt an.
Diese Startspielerermittlung sind alle miteinander austauschbar und können durch Fall 1 ersetzt werden.
Fall 3: Spielbedingte Reihenfolge
z. B. Gebote, best. Spielcharaktere, Ausspielen von Startkarten (z.B. Tichu) oder per Schnelligkeit.
Diese Startspielermöglichkeit sind den Spielen angepassst und nicht beliebig austauschbar. Der Grund ist meistens, dass eine unterschiedliche Gewichtung der Spielreihenfolge oder der Spielcharaktere vorliegt.
Der 3. Fall ist mit Sicherheit der Interessanteste.
Das Wiesel

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Frank Biesgen

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Frank Biesgen » 9. Juli 2001, 13:27

Der Spieler mit den meisten grauen Haaren (Der weiße Lotus).
Das mit dem hungrigsten Spieler (Mamma Mia) gab's übrigens schon vorher bei 2F's Frischfleisch (paßt auch irgendwie noch besser...:o))).
Gruß FBI

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Neri

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Neri » 9. Juli 2001, 13:39

Der Spieler mit dem längsten Bart beginnt...(Es war einmal...)
Gruss, Neri

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Ingo Kasprzak

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Ingo Kasprzak » 9. Juli 2001, 14:34


> Fall 2: Festlegung
> z. B. der Jüngste, Älteste, Dümmste... fängt an.
> Diese Startspielerermittlung sind alle miteinander austauschbar und können durch Fall 1 ersetzt werden.
Naja, so ganz austauschbar sind die nicht. Manchmal denkt sich ein Verlag auch was dabei. So kann man bei einem Spiel, bei dem der jüngste Spieler (sprich: der unerfahrenste) anfängt, oft davon ausgehen, dass der Startspieler einen Vorteil hat. Fängt der älteste Spieler an, hat der Startspieler oft einen Nachteil.
Ciao, Ingo
(der das schon häufig festgestellt hat - wenn auch nicht immer)

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Marten Holst

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Marten Holst » 9. Juli 2001, 15:38

Moin,
beginnen darf auch
- wer am nächsten an einer Trinkhalle wohnt
- der Spieler mit dem längsten Nachnamen
- der Spieler, der am nächsten an der Tür sitzt
Aber wo war das noch jeweils? Hilfe erbeten.
Tschüß
Marten (beginnt immer, wenn er Startspieler ist)

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YK

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon YK » 9. Juli 2001, 15:38

na wenn das nicht das Spiel "Pinoccio" von Amigo war...
Hier ein kleines Rätsel gesammelter Anleitungen (na, wer weiss, von welchem Spiel was ist?):
- mit der größten Vorderzähnen
- mit den größten Füßen
- mit dem wenigsten Geld in der Tasche
- derjenige, der zuletzt Fischstäbchen gegessen hat
- der Schwerste
- der mit dem höhsten Blutdruck
- mit dem längsten Vorstrafenregister
- mit der erotischten Stimme
auf zum fröhlichen Raten...
YK

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Carsten Wesel

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Carsten Wesel » 9. Juli 2001, 15:51

> wer am nächsten an einer Trinkhalle wohnt
Der Bürgermeister von Glabotki - welch' eine Frage.
> Marten (beginnt immer, wenn er Startspieler ist)
Nicht nur dann, meistens allerdings nicht mit dem Spiel, sondern damit, Zitate zu rezitieren, die nie ein Mensch zuvor gehört hat.
Gruß Carsten (auf der Jagd nach weiteren Zitaten)

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Thomas Rosanski

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Thomas Rosanski » 9. Juli 2001, 23:49

Ein paar weitere Zitate zum Thema Startspieler:
"Der Spieler mit dem höchsten Geldgebot darf den Startspieler bestimmen." (Die Macher)
"Maggie oder ein anderer Spieler beginnt." (Dumm gelaufen)
"Derjenige von Ihnen beginnt, der glaubt, dieses Spiel sei weit unter seinem intellektuellen Niveau. Für diese Runde ist er der Präsident - natürlich werde _ich_ in unserer ersten Runde dieses Amt bekleiden." (Nobody is perfect)
"alle Spieler spielen gleichzeitig" (Ligretto)
Wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe, wird bei Atmosfear der Startspieler durch den Herrn der Schlüssel bestimmt (das ist der Typ auf dem Video,. das während des Spiels läuft). Weiss aber nicht mehr, wie der den Startspieler bestimmt. (Wäre auch interessant, wie das bei den anderen Videos "Die Hexe", ... ist)
Besonders interessant: "Die Spieler legen ihre Karten als verdeckte Reihe auf den Tisch. [...] Jetzt decken die Spieler ihre Karten gleichzeitig auf, ohne die gewählte Reihenfolge zu verändern. [...] Sobald die beiden Kartenreihen aufgedeckt und die Punkteanzeiger angelegt sind, beginnt das Spiel. Der Spieler, dessen Punkteanzeiger weniger Siegpunkte aufweisen, beginnt (bei Gleichstand der Jüngere)." (Bambuti)
"Ausmachen, wer anfängt. Zum Beispiel der, der den anderen das Spiel erklärt." (Eschnapur)
Letzte Aussage ist ja schon recht wage (insbesondere, wenn alle das Spiel schon kennen), aber es gibt auch noch Spielanleitungen, die meinen, dass die Spieler das schon selber hinbekommen:
"Ein Startspieler wird bestimmt, der die Startspielerkarte offen vor sich ablegt." (Verräter)
"Die Spieler bestimmen den Startspieler, der bei Spielbeginn den Zauberhut erhält." (Das Amulett)
(und viele weitere Spielanleitungen, die sich ganz um das Thema drücken und einfach mit "Wer an der Reihe ist, ..." anfangen, ohne zu erklären, wie man initial an die Reihe kommt)
PS: Die vielen Spiele, bei denen "der Spieler links vom Geber" anfängt, habe ich hier jetzt nicht aufgezählt. Aber es stellt sich dabei natürlich die Frage, wer denn der erste Geber wird, was wohl auch kaum eine Spielregel beantwortet.

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Mifu

Vielen Dank !

Beitragvon Mifu » 10. Juli 2001, 08:27

Vielen Dank, für die vielen Startspieler - Beschreibungen.

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Ralf Arnemann » 10. Juli 2001, 11:34

> Fall 2: Festlegung
Schon richtig. Die meisten (meistens ja nur als Spaß gedachten) Kriterien sind letztlich äquivalent zum Losen (und werden von den meisten Spielern nach der ersten Partie auch nicht mehr beachtet).
Eine Ausnahme wurde schon genannt: Die Koppelung ans Alter kann darauf hinweisen, daß mit der vermuteten größeren Erfahrung Vor- oder Nachteile der Startposition ausgeglichen werden sollen.
Da wäre die Frage interessant: Gibt es außer dem Alter noch irgendein Kriterium, daß man ähnlich sinnvoll für die Start-Ermittlung gebrauchen könnte?
> Fall 3: Spielbedingte Reihenfolge
In der Regel ist das ein Qualitätsmerkmal. Wenn Vor/Nachteile der Startreihenfolge z. B. über Gebote ausgeglichen werden, sichert das die Spielbalance.
Merkwürdigerweise wird das recht selten gemacht (z. B. in 1853).
Vielleicht könnte man dazu ja Varianten einführen.
Als erste Idee: Bei Siedler kann - je nach Spielplan - der erste Spieler einen guten Vorteil haben, manchmal aber steht der letzte Spieler besser da (da er seine beiden Siedlungen aufeinander abstimmen kann).
Wie wäre es mit einer Versteigerung über Anfangsrohstoffe?

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Vielen Dank !

Beitragvon Arno C. Hofer » 10. Juli 2001, 13:21

Die Diskussion um die "Chancengleichheit" hat mich sehr interessiert. Aber "Chancengleichheit" über die/den StartspielerIn zu definieren halte ich schlichtweg für hahnebüchen. Wenn jemand glaubt, dass der Starspieler (bei Inkognito z.B. mittels Startspielerkarte, bei Auf Zack Anfangsbuchstabe des Vornamens...) Bei Take it easy und 6 nimmt ist die Startspielerfrage so gelöst: in jeder Runde ist ein/e andere/r StartspielerIn, bis alle einmal dran waren ... so ergeben sich keine VOr- bzw. Nachteile für irgendjemanden - und abgerechnet wird erst zum Schluss.
Diese Vorgangsweise des Rotationsprinzips der/s Starterin/s wende ich bei allen Spielen an, denn wie sagte Reinhold Wittig, der Doyen der Spieleautoren so schön: "Spielregeln sind Anleitungen, keine Gestzbücher" - und selbst Gesetze kann man gemeinsam ändern. Aber wenn am Beginn schon der Streit um die/den StarspielerIn steht: wie soll dann ein schönes Spiel zu Stande kommen?
Arno

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Carsten Wesel

TIE und 6N

Beitragvon Carsten Wesel » 10. Juli 2001, 13:34

> Bei Take it easy und 6 nimmt ist die
> Startspielerfrage so gelöst:
Irre ich mich, oder gibt es bei diesen Spielen keinen Startspieler.
Gruß Carsten (der bei Yucata.de schon Startspieler war)
ICQ 11 848 23 24

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Arno

re: TIE und 6N

Beitragvon Arno » 10. Juli 2001, 13:58

Bei 6N irrst Du Dich selbstverständlich nicht - weil ja alle gleichzeitig eine Karte hinunterlegen - sehr gut aufgepasst, Carsten Wesel !!! - alle sind gleichzeitig StartspielerInnen ...
Doch bei TIE muß ein/e SpielerIn die/den AufdeckerIn machen, auch einmal als ersteR, aber im Grunde ist es auch da unerheblich, wer die/der StartspielerIn ist, weil sowieso alle einmal als "AufdeckerIn" drankommen ... in diesem Sinne hast Du auch hier recht.
Arno

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Volker L.

Gute Idee, aber...

Beitragvon Volker L. » 10. Juli 2001, 14:18

> Die Koppelung ans Alter kann darauf hinweisen, daß mit
> der vermuteten größeren Erfahrung Vor- oder Nachteile
> der Startposition ausgeglichen werden sollen.
> Da wäre die Frage interessant: Gibt es außer dem Alter
> noch irgendein Kriterium, daß man hnlich sinnvoll für
> die Start-Ermittlung gebrauchen könnte?
Ich meine, in irgendeinem Spiel mal gelesen zu haben,
dass der Besitzer des Spiel anfaengt (nein, es war
nicht Junta, wo der Besitzer als erster Praesident
vorgeschlagen werden soll).
Sowas kommt uebrigens auch oft vor, wenn ich mit
Freunden Spiele spiele, die die anderen noch nicht
kennen: alle wollen, dass ich anfange, und egal fuer
welche der 5 moeglichen Eroeffnungsstrategien ich mich
entscheide, 3 der 4 Mitspieler kopieren sie bis ins
Detail (was oft dazu fuehrt, dass der eine, der
weitgehend konkurrenzlos eine andere Schiene faehrt,
einen deutlichen Vorteil hat - die Kommentare zu meiner
"schlauen" Eroeffnung koennt Ihr Euch sicher denken...)
> > Fall 3: Spielbedingte Reihenfolge
> In der Regel ist das ein Qualitätsmerkmal. Wenn
> Vor/Nachteile der Startreihenfolge z. B. über
> Gebote ausgeglichen werden, sichert das die
> Spielbalance.
Im Prinzip ja, kann aber auch maechtig in die Hose
gehen, wenn unerfahrene Spieler entweder viel zu viel
bieten und sich so im eigentlichen Spielverlauf eine
schwere Behinderung einhandeln ODER viel zu wenig
bieten und so einem einen grossen Vorteil zu billig
ueberlassen. (Kann vor allem passieren, wenn die
Gebote fuer die Startreihenfolge verdeckt gemacht
werden muessen. Beispiele hierfuer sind "Age of
Renaissance", "Shogun/Samurai Swords" oder "J.U.M.P.")
> Bei Siedler kann - je nach Spielplan - der erste
> Spieler einen guten Vorteil haben, manchmal aber
> steht der letzte Spieler besser da (da er seine
> beiden Siedlungen aufeinander abstimmen kann).
Ich habe eigentlich noch in keiner Siedler-Partie den
Eindruck gehabt, dass der erste zu sein besonders gut
waere. Du hast eben eine sehr gute Siedlung mit
wahrscheinlich zwei ertragreichen Feldern und eine
Schrott-Siedlung mit einmal 12, einmal 3 und einmal
Wasser/Wueste. Und die Startrohstoffe gibt's fuer die
schlechtere Siedlung :-)
Ich bete eigentlich immer dafuer, derjenige zu sein,
der seine beiden Siedlungen hintereinander setzen darf.
Dann kann ich mich so platzieren, dass ich alle 5
Rohstoffe in akzeptabler Qualitaet habe oder 4, davon
einen in gewaltigem Ueberschuss. Und ich kann die
bessere der beiden Siedlungen als zweites setzen und
bekomme damit bessere Startrohstoffe.
> Wie wäre es mit einer Versteigerung über
> Anfangsrohstoffe?
Die Anfangsrohstoffe bekommt man doch aber erst,
nachdem man seine Siedlungen gesetzt hat (und eben
aufgrund dieser), da muesstest Du also noch stark in
das Spiel eingreifen und jedem Spieler zu Beginn
zusaetzliche Rohstoffe geben. Aber dadurch wuerde die
Startposition extrem maechtig werden, wenn man sofort
vom Start weg die Moeglichkeit hat, 1-2 Strassen
und/oder eine Siedlung zu bauen, da kann man Gegner
gleich abklemmen, bevor die ueberaupt am Zug waren.
Damit wuerden die Siedler zum Zockerspiel verkommen,
wo der gewinnt, der es schafft, mit minimalem
Vorsprung den Startspieler zu bekommen und dabei
genug Rohstoffe fuer sofortige Expansion uebrig behaelt.
Versteh das nicht falsch, die Idee, die Startposition
durch Gebote vergeben, ist gut, aber die Siedler sind
dafuer das falsche Spiel. Und wie weiter oben gesagt:
wenn Du das als Variante in ein Spiel einfuehrst,
sollten alle das Spiel einigermaszen gut kennen, um den
Wert der Startposition (oder anderer zu vergebender
Vorteile) korrekt einschaetzen zu koennen.
Gruss, Volker

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Hanno Schwede

re: Gute Idee, aber...

Beitragvon Hanno Schwede » 10. Juli 2001, 15:55

Vielleicht, könnte man siegpunkte zum versteigerjn nutzen, dann hätte der Spieler der als Startspieler gleichzeitig einen Nachteil, da er mit negativen Siegpunkten beginnt.
Vorsicht, es handelt sich hierbei eine ungetestete schnellschuss Variante.
Hanno

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Volker L.

re: Gute Idee, aber...

Beitragvon Volker L. » 10. Juli 2001, 16:29

> Vielleicht, könnte man siegpunkte zum versteigerjn
> nutzen, dann hätte der Spieler der als Startspieler
> gleichzeitig einen Nachteil, da er mit negativen
> Siegpunkten beginnt.
Hm, auch 'ne interessante Idee. Allerdings wird bei
den Siedlern ja nur auf 10 bis (div. Szenarien) 13
Siegpunkte gespielt, da muesste man dann schon
Zehntelpunkte bieten koennen.
So koennte es klappen: jeder gibt verdeckt (Zettel)
ein Gebot ab (in 1/10-Siegpunkten), in der Reihenfolge
der Gebote suchen sich die Spieler aus, ob sie als
erster, letzter oder irgendwo dazwischen starten
wollen. Die gebotenen Punkte sind in jedem Fall weg.
Sobald eine Spieler die notwendige Siegpunktzahl fuer
das jeweilige Szenario erreicht oder ueberschreitet,
wird die Runde noch zuende gespielt (so dass jeder
gleich oft dran war, alternativ kommt jeder danach
noch genau einmal dran). Sollte jetzt einer der
anderen Spieler mehr Punkte (eben auf den Zehntel genau)
erziehlen, so hat er gewonnen und nicht der, der
zuerst die Grenze ueberschritten hat.
> Vorsicht, es handelt sich hierbei eine ungetestete schnellschuss Variante.
Meine Antwort ist genauso spontan, KOENNTE aber
funktionieren.
Gruss, Volker

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Hanno Schwede

re: Gute Idee, aber...

Beitragvon Hanno Schwede » 10. Juli 2001, 17:31

Ich dachte eher daran ganze Punkte zu bieten. Dann hätte der Spieler einen Start mit z.B. -3 Punkte und müsste dennoch auf 10 Punkte kommen, also im Laufe des Spiels 13 Punkte erringen.
Allerdings müsste man dann das Spielfeld erweitern, also mit 4 Spielern auf einem 5-6 Brett Spielen.
Allerdings würde ich wahrscheinlich nie ein Gebot abgeben da es immer viele Gute Stellen auf dem Plan gibt. Daraus ergibt sich das der Starter auch noch ein weiteres Recht haben muss um die Sache interessanter zu machen, aber welches??
Hanno, der nur noch online siedelt und dafür keine Klammern verschwendet

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Arne Hoffmann

re: Gute Idee, aber...

Beitragvon Arne Hoffmann » 10. Juli 2001, 18:21

Moin, ich will mich in die Ideensammlung auch eben einklinken.
Wie waer es, wenn man ein Gemisch aus Siegpunkten (evtl. halbe, nicht direkt zehntel) und Startressourcen (also Strassen, Doerfer, Staedte) bieten koennte. Dann ist man eingeschnitten, kann aber seine Planung etwas dahin auslegen.
Ferner ist es doch wohl, dass der meistbietenste nicht das erste Feld aussuchen darf, oder? Ich finde, dass hier mit Startspieler dann der gemeint ist, der am wenigsten geboten hat, und demnach eine gute und eine schlechte Siedlung setzen kann.
Oder man laesst den Startspieler direkt eine- oder zwei - seiner Startwaren dann 1:1 tauschen.... waere ein weiterer Vorteil fuer ihn, falls die zweite Siedlung nicht an einem so guten Feld liegt.
Tschoe,
- Arne, der gleich als Dieb in der Schattenebene verschwinden wird und auch ohne Klammern auskommen koennte (.)

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Ralf Arnemann
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re: Gute Idee, aber...

Beitragvon Ralf Arnemann » 11. Juli 2001, 11:33

Die ersten ein/zwei Partien sind bei komplexeren Spielen (schon ab Siedler) ohnehin nur Einarbeitung. Die muß man investieren, um sich ins Spielsystem einzufühlen und ohne den Anspruch, schon von Anfang an eine Siegstrategie fahren zu können.
Daher würde ich beim Spieldesign (incl. Startspielerwahl) überhaupt keine Rücksicht darauf nehmen, ob Anfänger die Folgen bestimmter Entscheidungen schon gut einschätzen können.
Für Anfängerrunden helfen andere Mechanismen, z. B. Musterspielaufbauten wie bei Catan.
So etwas würde ich auch für AgeofRenaissance empfehlen: Da definiert man doch lieber eine allgemeine Startstrategie und verlost diese an die Mitspieler, um diese vernünftig auf die Schiene zu setzen.
D.h. dann wird halt klar gesagt: Du bietest X, nimmst dann Venedig, kaufst Y Armeen und Galeere 2.
Dann kann es wenigstens halbwegs ordentlich losgehen, und beim nächsten oder übernächsten Mal können die Leute auch ein halbwegs qualifiziertes Startgebot abgeben.

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Ralf Arnemann
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re: Siedler-Start

Beitragvon Ralf Arnemann » 11. Juli 2001, 11:45

> Ich habe eigentlich noch in keiner Siedler-Partie den
> Eindruck gehabt, dass der erste zu sein besonders gut
> waere.
Das kommt nun sehr auf den konkreten Spielplan an.
Bei Knappheit eines bestimmten Rohstoffs kann es ein großer Vorteil sein, sich das einzige gute Produktionsfeld dafür zu sichern. Oder umgekehrt bei Überfülle eines Rohstoffs den Zugang zum Handelshafen dafür.
Aber es ist bestimmt nicht immer der Startspieler, der besser ist. Und bei manchen Aufbauten ist die Reihenfolge tatsächlich fast egal.
Daher sind Gebote so schön: Wenn ein Ungleichgewicht besteht, darf man bieten (und sei es auf den vierten Platz) - aber man muß ja nicht.
Für das Bieten eignen sich Siegpunkte bestimmt nicht, diese sind "zu schwer" für die im Verhältnis kleineren Vor/Nachteile der Startposition.
Die Produktionspunkte in manchen Varianten (z. B. "Armut ist keine Schande") sind dagegen ideal.
Und Rohstoffe scheinen mir auch eine gute Möglichkeit. Dazu müssen überhaupt keine zusätzlichen verteilt werden - jeder bekommt ja mit seiner zweiten Siedlung welche und kann damit bezahlen.

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Kathrin Nos
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Startspieler beim Siedeln

Beitragvon Kathrin Nos » 12. Juli 2001, 12:49

Zum Thema Siedler und Startposition haben Freunde von uns über sehr lange Zeit (mehr spasseshalber als akribisch) eine Statistik geführt, in der die Startposition, die Variante (Basis, Seefahrer, Städte&Ritter usw.), die Spielerzahl und die erreichte Siegpunktzahl festgehalten wurden. Hauptbeobachtungen:
o Im Basis- und Seefahrer Siedler ist die Startposition relativ unwichtig, i.e. es gewannen in dieser Liste alle Postitionen etwa gleich häufig. Der Mechanismus der Sieldungsgründung ist also demzufolge sehr gut ausgeglichen.
o Bei Städte&Ritter hingegen hat bei vier Spielern in dieser Liste derjenige, der die erste Siedlung setzt, signifikant am seltensten gewonnen. Daher ist es wohl eher ein Nachteil zu beginnen. Das könnte eben dadurch kommen, dass man erst die Siedlung und dann die Stadt setzt. Der Startspieler muss also meistens mit dem schwächsten Stadtfeld vorlieb nehmen.
Alles Gute von
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Ralf Arnemann
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re: Startspieler beim Siedeln

Beitragvon Ralf Arnemann » 12. Juli 2001, 15:03

Sehr interessant.
Und für Städte&Ritter kann ich das auch gut nachvollziehen.
Hier dauert es tendenziell noch länger als im Grundspiel, aus dem ersten (und damit besten) Siedlungsfeld eine Stadt zu machen, da man ja noch einen Ritter bauen muß.
Und eine vernünftige Stadt kann schnell zu den ersten Stadtausbauten mit Ausbaukarten führen - das ist schon vorteilhaft.
Aber das fördert eher die Idee einer Versteigerung: Die Gebote sollten ja grundsätzlich nicht auf den Startspieler, sondern auf die gewünschte Plazierung gehen - das kann dann auch die Nummer vier sein.
Beim Grundsiedler sehe ich als Erklärung nicht nur den Aspekt der ausgewogenen Siedlungsverteilung (der ist bestimmt wichtig), sondern auch stärkeren Ausgleich durch mehr Möglichkeiten, den Führenden etwas zu stutzen.

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Dietmar

re: Wer wird Startspieler ?

Beitragvon Dietmar » 13. Juli 2001, 00:50

Hey,
irgendwann hatte ich einmal ein Spiel ausgeliehen, bei dem derjenige anfing, der die meisten der auf dem Spielplan abgebildeten Städte bereits besucht hatte.
Hat sofort für Stimmung in der Runde gesorgt!
Bye Dietmar


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