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Warum nur...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank

Warum nur...

Beitragvon Frank » 10. Juli 2001, 22:41

Warum nur falle ich immer wieder darauf rein, wenn meine
Freundin (mit der ich gerne und oft zusammen spiele und die
scheinbar in allen Spielen, von Civilization bis König Artus,
den Sieg für sich gepachtet hat) sagt, dass heute abend ein paar
Leute kommen und wir eine Spielerunde machen? Ich habe eben den
Rappel bekommen... Der ganze Tisch steht voll Süssigkeiten und
Pizzateilchen (was sehr lecker ist, den Spielfluss aber deutlich
hindert, nach dem Motto: "Schieb mal die Schokoerdnüsse weg, damit
ich sehe wieviele Bauwerke schon liegen.").
Nachdem wir zu sechst am Tisch saßen einigten wir uns
dann auf "Ohne Furcht und Adel", weil das ja eigentlich
nicht so schwer ist (für "Gelgenheitsspieler"). Denkste! Da sitzen
die Leute noch in der fünften Runde und überlegen, warum es von
Vorteil sein kann den König zu wählen... Hallo? Aufwachen!
Naja, gegen Ende lief es einigermaßen.
Aber welches Spiel dann? Elfenland zu erklären schien mir ein wenig
viel für den Rest, also sollte "Das Erbe des Maloney" ran. Da pack
ich den Plan aus und dann kommen Stimmen wie "Oh Gott, das sieht
aber kompliziert aus..." und die Krönung: "Habt Ihr Kniffel da?".
Für mich war an diesem Moment der Abend gelaufen und jetzt sitze ich
frustiert am Rechner und schreibe diesen Beitrag, während der Rest
endlich bei TABU (was ich manchmal auch gerne spiele, ja)
angekommen ist...NEIN!!!!!!!!!!! Warum???
WIE ERGEHT ES EUCH? Habt Ihr nur Top-Spielerunden oder auch mal so
Aussetzer wie ich heute abend?
Über Euer Mitleid freut sich
Frank - völlig genervt ;-)

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Gustav der Bär

re: Warum nur...

Beitragvon Gustav der Bär » 10. Juli 2001, 23:10

Armer Frank! Ich kann dich schon verstehen, wenn ich es auch meistens schaffe, mich vor Spielen aus dem Umfeld "Kniffel", "Tabu", Trivial Pursuit" zu drücken.
Dazu habe ich folgendes Verfahren entwickelt: Die RICHTIGEN Spiele stehen gut sichtbar im Wohnzimmer im Regal, die PARTY-Spiele liegen unter einem kleinen Tisch an der Wohnzimmerwand.
Wenn das Gesprächsthema darauf kommt zeige ich auf den unattraktiven und unsortierten Haufen und sage: "Ach, das liegt da unten bei den Party-Spielen".
Mit ziemlicher Sicherheit fragt jemand, was denn eigentlich "Party-Spiele" seien, und dann sage ich: "Das sind Spiele für Leute, die zu blöd sind, sich Spielregeln zu merken."
Zugegeben, das ist nicht besonders nett und sicher politisch völlig unkorrekt. Andererseits bringt es - zumindest gelegentlich - notorische Kniffel-Spieler zu einer oder mehreren Runden "Ohne Furcht und Adel".
Und noch mal andererseits bringt es mir anschließend manchmal eine Gardinenenpredigt von meinem Weib ein.
Man kann eben nicht alle haben, aber einem "Kniffel"-Abend zu entgehen ist mir schon einiges wert!
Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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Mifu

re: Warum nur...

Beitragvon Mifu » 11. Juli 2001, 00:42

.. und die Krönung: "Habt Ihr Kniffel da?".
lange nicht mehr so gelacht.. wie aus dem Spieleleben gegriffen. Deine Spielegruppe scheint mir aber eine Gelegenheitsgruppe zu sein ? oder spielt Ihr öfter zusammen ? Also unsere Spielegruppen wissen schon was Sie erwartet : ein neues Spiel .. und dann geht es los. Die schwierigen Spiele machen wir immer gleich zu Anfang ( wegen der Konzentration ) - später kommen dann auch mal die FUN Games auf den Tisch.
Sollte mal kein neues Spiel vorliegen, habe ich es mir abgewöhnt, die Gruppe das Spiel aussuchen zu lassen.
Dann geht es bis zu Abstimmungszetteln und da gibt es bessere Dinge, um sich die Zeit zu vertröteln.
Allerdings kommt dies recht selten bei uns vor, meistens wissen wir schon vorher, was gespielt wird.
Aber wenn es schon einmal so weit kommt, wie mit Deiner Gruppe, dann mußt Du da schon durch :-) ,
bist doch Gastgeber gewesen, oder ?

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Bettina

re: Warum nur...

Beitragvon Bettina » 11. Juli 2001, 08:30

Hallo Frank,
nun - wer kennt solche Situationen nicht?
Wir hatten mit unserer "Donnerstag-Runde" eine gute Truppe zusammen, aber seit einiger Zeit sind zwei "Neue" dabei.
Sie kann herrlich "Nölen"..... "Ich hatte einen soooo anstrengenden Tag - also schwierige Regeln - nee..."
oder "Was??? So eine lange Regel.....Ogottogottogott...".
Wir haben uns schon Strategien überlegt, wie wir das einfach (wenn´s mal einfach wäre) überhören.
Noch "schlimmer" finde ich, wenn man gar nicht erst zum Spielen kommt....
Eine Freundin von mir äußert immer wieder, dass ich ja nieeeeee mit ihr spiele. Als sie und ihr Mann mal ohne Kinder sind, besuchen sie uns.......und da sitzen wir dann die halbe Nacht und quatschen. Zaghafte Versuche "wie wär´s jetzt mit einem Spiel" lassen ihn völlig kalt und so vergeht der Abend. Und beim nächsten Treffen höre ich mir von ihr wieder an:"Niiieee spielen wir was....".
Aber zum Glück.....über´s Jahr gesehen sind das die Ausnahmen und es gibt noch andere Gruppen, wo´s einfach schön ist!
Viel Glück beim nächsten Abend wünscht Dir
Bettina

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Frank

Ja, richtig...

Beitragvon Frank » 11. Juli 2001, 11:06

Ja, das war gestern abend eine Gruppe von Gelegenheitsspielern, aber wir haben auch eine "vernünftige" Spielrunde, Gott sei Dank ;-)
Schöne Grüße
Frank

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Ingo Kasprzak

re: Warum nur...

Beitragvon Ingo Kasprzak » 11. Juli 2001, 12:16

> Mit ziemlicher Sicherheit fragt jemand, was denn
> eigentlich "Party-Spiele" seien, und dann sage
> ich: "Das sind Spiele für Leute, die zu blöd sind,
> sich Spielregeln zu merken."
Nette Strategie! Dumm nur, wenn darauf die selbstbewusste Antwort kommt: "Also für Leute wie mich! Prima! Lass uns kniffeln!"
:)
Hab ich nämlich schon erlebt! Zwar nicht mit Kniffel, aber mit Tabu.
Ciao, Ingo

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Roman Pelek

re: Warum nur...

Beitragvon Roman Pelek » 11. Juli 2001, 12:30

Hi Frank,
sowas kommt bei uns auch vor, aber primär mit neuen Leuten, die irgendjemand mitbringt, weil die ja "auch mal wieder was spielen" wollen. Die sind dann zuerst ganz interessiert ("So viele interessante Spiele!"), aber nicht sehr lange. Beim Auspacken des Spielmaterials (z.B. sind Häuschen dabei) kommt dann: "das ist ja genau wie Siedler". Der erste Moment des Abends, wo mich Claudia davon abbringen muss, mir meine Füllungen durch einen beherzten Biss in die Tischkante zu ruinieren. Nach ca. 30 Sekunden Spielregelerläuterungen kommen dann Kommentare wie "Oh, ist das aber lang und kompliziert" und "Ich musste heute im Job schon soviel denken, bitte jetzt nicht mehr". Oben erwähntes Ritual meinerseits wiederholt sich dann. Bei den darauffolgenden Kommentaren wie "Habt Ihr Tabu da?" oder "Lasst uns doch siedeln!" oder "Kennt Ihr Doppelkopf?" verweile ich meist schon in der Küche, den Kühlschrankinhalt auf ein oder mehrere Bier prüfend. Nachdem ich einen großen Schluck verinnerlicht habe, kehre ich meist zurück und hake die vorangegangenen Punkte - obwohl nicht gehört - mit "Tabu ham wer nich, Siedler ham wir gestern gespielt und Doppelkopf hasse ich" ab, meist in Verbindung mit 2-3 "einfachen" Spielen in der Hand.
Dann spielen wir mal ein Carcassonne, ein Cartagena oder Kardinal und König, mal ein Land Unter, und siehe da, so schwer war's ja gar nicht, hat sogar Spass gemacht und wie Siedler isses auch nicht.
Danach kann man dann beruhigt schlafen gehen, sich gewiss, dass es beim nächsten Mal genauso laufen wird. Aber man ist es ja gewöhnt ;-)
Ciao,
Roman (der auch Tabu und Siedler gerne spielt, aber nicht immer, und schon gar nicht, um die übermässige Denkfaulheit anderer Leute zu fördern *g*)

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heino

re: Warum nur...

Beitragvon heino » 11. Juli 2001, 12:54

ha ha,
kenn ich alles bestens ;-)
ist bei uns die regel gewesen. habe aber deutlich zu verstehen gegeben, dass kniffel und co. kein thema fuer einen Spieleabend sind.
ich achte schon drauf, nur Spiele mit schnell erfassbaren Regeln zusammenzustellen, dann ist da ein Strapel und daraus wird ein spiel ausgewaehlt.
Die Macheer, Giganten, Loewenherz und co. wage ich gar nicht mehr anzubieten.
Wenn allerdings zwei Hochschulabsolventen, nichtmal BAUERNSCHLAU kapieren, tja, dann...
Was mich allerdings genauso nervt: "Wo hast du das Siedler-Spiel"?
Manno!!!!!!!!!
Aber so isses. Obwohl nix gegen spricht, wenn ne Runde halt immer SvC spielt, der Spass ist die hauptsache am Spielen. und bevor ich m,ir von den anderen nerven lasse, spiel ich halt lieber Doppelkopf.
Gruss
Heino

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Lars Hoffmann

re: Warum nur...

Beitragvon Lars Hoffmann » 11. Juli 2001, 14:03

Ja sowas kenne ich auch.
Habe einmal meine alten Studienkollegen zum Spielen überredet. Direkt erst einmal "Ursuppe" vorgeknallt.
Habe sie etwas mit überrumpelt, schließlich ist es fachbezogen zum Studium (Biotechnologie). Außerdem hatte ich das schon einmal mit einem Teil der Spieler gespielt.
Danach wollten wir noch was spielen.
"Ne, nix mehr zum Denken. Wie wärs mit Uno oder Tabu??"
Ich krieg fast das Kotzen. Uno und Tabu sind die einzigen Spiele die bei denen immer auf den Tisch kommen. (Die beiden Spiele habe sie selber mitgebracht. Ich besitze sie erst gar nicht.)
Ich weigere mich erfolgreich.
Mit ein paar von denen hatte ich schon mal Bohnanza gespielt. Die schlagen es vor, scheitert aber nach sehr kurzem Umriss der Regeln am Veto der Uno/Tabu-Spieler. "Zu kompliziert".
Schließlich ziehen ich den letzten Trumpf aus dem Ärmel. Ein Spiel was wirklich jeder checkt.
6 nimmt!
Zum Glück komme ich wenigstens damit durch.
Fazit:
Die Uno/Tabu-Fraktion lade ich nicht mehr zum Spieleabend ein. Mit den anderen spiele ich häufiger und schaffe es auch komplizierte Spiele an dieFrau/den Mann zu bringen. Gott sei Dank.
Ciao Lars

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Christiane Knepel

re: Warum nur...

Beitragvon Christiane Knepel » 11. Juli 2001, 15:55

Hallo Leute,
ich könnte mich kringeln vor Lachen. Schön, daß
es auch anderen so geht! Ich fahre übrigens
folgende Strategie: wenn der Spieleabend bei mir
stattfindet, baue ich eines meiner Lieblingsspiele
einfach schon auf mit der kompletten Startaufstellung
bevor die anderen kommen. Da traut sich keiner mehr,
das Spiel zu verweigern. Und nach dem üblichen
Gestöhne "Ach, das war doch dieses komplizierte...und
wie ging das gleich noch" legen alle wacker los.
Zweite Strategie: wenn jemand vorher fragt "soll ich
nicht mal Tabu mitbringen?" antworte ich "brauchst du
nicht, habe ich ja selbst". wenn denn am Abend die
Frage kommt "wo ist denn jetzt dein Tabu", fällt mir
siedend heiss ein, daß ich ja nun ausgerechnet dieses
Spiel gerade einer anderen Freundin ausgeliehen habe.
Wie ärgerlich, nun hat es keiner dabei!

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Bernd Eisen

re: Warum nur...

Beitragvon Bernd Eisen » 11. Juli 2001, 21:37

Hallo Frank!
Ha - genau so einer Gruppe habe ich auch eine Zeitlang beigewohnt. Das war vor ca. 2 Jahren, als ich froh war, überhaupt spielen zu können.
Ich habe dann vergeblich versucht etwas anspruchsvollere Spielkultur einzubringen, aber das war eine schwere Geburt, die dann zum Scheitern verurteilt war. Da hatte ich 5 mal das gleiche Spiel dabei, bis es endlich zum Zug kam (nachdem Therapy, Tabu, So ein Ding... und wie sie alle heißen total durchgespielt waren). Aber mit Sachen, wie Tikal, Kardinal und König, Torres waren die Leute total überfordert.
Es hieß dann, was soll das sein? Das verstehe ich nicht und das ist aber kompliziert.
Wenn nach dem Spiel immer noch fast niemand den Mechanismus begriffen hat und jede Runde zigmal Fragt: was muß ich jetzt machen...?
Da wurde es mir doch zu viel.
Mein größter Fehler war, daß ich die Anno Domini-Serie mitgebracht habe. Nicht, daß das schlecht wäre, aber dann waren jedes mal einige A.D.-Runden dabei. Irgentwann reicht es dann auch.
Zum Glück habe ich den Absprung gefunden und auch andere gute Spielegruppen, die mich auch persönlich weiter bringen.
Mach´s gut
viele Grüße
tschau
Bernd

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Bernd Eisen

re: Warum nur...

Beitragvon Bernd Eisen » 11. Juli 2001, 21:38

Hallo Frank!
Ha - genau so einer Gruppe habe ich auch eine Zeitlang beigewohnt. Das war vor ca. 2 Jahren, als ich froh war, überhaupt spielen zu können.
Ich habe dann vergeblich versucht etwas anspruchsvollere Spielkultur einzubringen, aber das war eine schwere Geburt, die dann zum Scheitern verurteilt war. Da hatte ich 5 mal das gleiche Spiel dabei, bis es endlich zum Zug kam (nachdem Therapy, Tabu, So ein Ding... und wie sie alle heißen total durchgespielt waren). Aber mit Sachen, wie Tikal, Kardinal und König, Torres waren die Leute total überfordert.
Es hieß dann, was soll das sein? Das verstehe ich nicht und das ist aber kompliziert.
Wenn nach dem Spiel immer noch fast niemand den Mechanismus begriffen hat und jede Runde zigmal Fragt: was muß ich jetzt machen...?
Da wurde es mir doch zu viel.
Mein größter Fehler war, daß ich die Anno Domini-Serie mitgebracht habe. Nicht, daß das schlecht wäre, aber dann waren jedes mal einige A.D.-Runden dabei. Irgentwann reicht es dann auch.
Zum Glück habe ich den Absprung gefunden und auch andere gute Spielegruppen, die mich auch persönlich weiter bringen.
Mach´s gut
viele Grüße
tschau
Bernd

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Markus Barnick

re: Warum nur...

Beitragvon Markus Barnick » 11. Juli 2001, 23:40

da sagst du nix neues. Wenn ich am Freitag ein neues Spiel mitbringe, dann heißt es immer wieder: "oh nein. nicht schon wieder was neues. Nicht heute abend. Ich bin so geschafft. Wollen wir lieber Mercant of Venus oder la Vallee ... oder ... spielen".
Das nervt mich in letzer Zeit derart, daß ich den Spieleabend schon meide - da sowieso für mich nix Interesanntes gespielt wird.

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Markus Barnick

re: Warum nur... - 1 Teil-Lösung

Beitragvon Markus Barnick » 11. Juli 2001, 23:43

schlage vor, wir treffen uns nächtes Ostern in Oberhof. Da haben wir solche Nervensägen nicht dabei.
(Leider ist eine Woche Oberhof aber ziemlich teuer... zumindest, wenn man ein Einzelzimmer hat.)

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Roman Pelek

re: Warum nur... - 1 Teil-Lösung

Beitragvon Roman Pelek » 12. Juli 2001, 03:23

Hi Markus,
kein schlechter Vorschlag, obwohl ich gestehen muss, dass ich mich immer wieder gerne auf "Nervensägen" einlasse, denn einige kann mit etwas Ausdauer durchaus für's (abwechslungsreiche) Spielen begeistern. Man muss sie nur dazu bringen, sich mal darauf einzulassen, notfalls auch, indem man sie "in ihrer Eitelkeit kränkt". Der Trick "na, wenn das Spiel Euren geistigen Horizont übersteigt dann pack ich's eben wieder weg" hat letzt ganz gut geklappt. Man muss das nur mit den richtigen Leuten machen bzw. wissen, bei welchen man solche Sprüche bringen kann *g*
Ciao,
Roman (der auch eine Familienrunde schon soweit hat, dass sie enttäuscht ist, wenn sie nicht mindestens zwei neue Spiele pro Abend lernen - 'ne erstaunliche Entwicklung :)


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Holger Janssen

re: Warum nur...

Beitragvon Holger Janssen » 12. Juli 2001, 09:18

>Wenn ich am Freitag ein neues Spiel mitbringe, dann heißt es immer wieder: "oh nein. nicht schon wieder was neues. Nicht heute abend. Ich bin so geschafft.
Das kenne ich, vor allem mit Spielen die ich mitbringe. Ich scheine mir da einen schlechten Ruf eingehandelt zu haben. Der Trick ist jetzt einen der anderen dazu zu bringen das Spiel zu kaufen und mitzubringen. Dann wird es meist klaglos gespielt; zumindest einmal. :)
> Wollen wir lieber Mercant of Venus oder la Vallee ... oder ... spielen".
Das würde ich schon als einen deutlichen Fortschritt bezeichenen. Vor allem wenn man es mit Tabu/Kniffel vergleicht.
Holger

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Uwe Hackenberg

re: Warum nur...

Beitragvon Uwe Hackenberg » 12. Juli 2001, 09:28

auch von meiner Seite mitfühlendes Lächeln.
Wie häufig habe ich schon in den letzten 14 Jahren den Satz gehört "bloss nichts, wo man denken muss". Und das gerade von Leuten, die gerne ihre Aktivitäten betonen.
Heutzutage überrede ich aber niemanden mehr zum Spielen oder zu Spielen, die über einer akzeptierten Komplexität liegen. Solche Runden machen selten richtig Spass, man merkt auch, wenn es die Leute weiter weg vom Thema Spiel bringt. Ist halt nicht jedermans Hobby und man kann sich nur über die Bekannten freuen, die sich auch gerne auf neue Spiele stürzen.
Grüsse Uwe

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Frank

Ich bin beruhigt!

Beitragvon Frank » 12. Juli 2001, 10:12

Hallo liebe Mitfühlenden!
Vielen Dank für Eure Anteilnahme, ich muss sagen, dass ich nun etwas beruhigter bin ;-)
Übrigens hatte ich gestern abend wieder eine erfolgreiche Spielerunde, zwar nur zu zweit, aber immerhin. Natürlich hatten wir wieder Regelfragen (könnt Ihr weiter oben im Forum lesen, betrifft "Entdecker").
Euch allen weiterhin viele GUTE Spielerunden!
Schöne Grüße!
Frank

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Thomas Schmidt-Uhlig

re: Warum nur...

Beitragvon Thomas Schmidt-Uhlig » 12. Juli 2001, 11:40

Hallo, jetzt muss ich auch mal meine Erfahrungen loswerden. In einer meiner (zur Zeit wenigen) Spielerunden ist das Problem zwar nicht Tabu oder Kniffel, dafür aber Siedler. Nichts gegen Siedler, das ist ein wirklich schönes Spiel, aber es gibt doch auch noch sooooo viele andere, die sich auch lohnen. Man bringt jedenfalls etwas mit, was bei anderen hervorragend angekommen ist, und dann passiert regelmäßig das gleiche: Regeln erklären (oh, das klingt aber kompliziert), Einwände beseitigen (wollen wir nicht doch lieber siedeln?), endlich das Spiel beginnen und nach einiger Zeit (wie war das noch? das habe ich jetzt doch noch nicht kapiert) auch etwas feststellen, was entfernt an Spielfluss erinnert, um dann irgendwann entnervt aufzugeben ob der offensichtlichen Unlust, mit der gespielt wird (ich kapier das doch eh nicht; ich habe ja gar keine Chance mehr; das ist doof; und - mein Favorit - also Siedler ist besser).
So ergangen mit OFuA, El Grande, Elfenland u.a. Rühmliche Ausnahme: Bohnanza.
Alternativ gibt es auch noch die Variante, dass man sich so gegen 20:00 Uhr zum Spielen trifft, immer wieder mal dezent fallen lässt, dass man allmählich mal anfangen könnte, um dann, nachdem man den Abend spielerisch abgehakt hat, so gegen 22:30 Uhr zu hören bekommt 'Spielen wir heute mal Städte & Ritter?' Leute, mein Wecker klingelt um kurz vor sechs.
Nun ja, zum Glück gibt es ja auch erfolgreiche Abende und vor allem auch andere Gruppen.
Ciao,
Thomas

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

re: Warum nur...

Beitragvon Arno C. Hofer » 12. Juli 2001, 12:36

Hi Roman,
meinen Erfahrungen nach ist meistens eh nur eine/r dabei, die/der die/den RädelsführerIn abgibt - und "MitläuferInnen" ansteckt. Wenn Du der/dem die Verantwortung zuschiebst, dafür zu sein, dass "etwas Gescheites g'spült wird", hast Du gewonnen. Wenn's Dir dann noch gelingt ihr/ihm einzureden die Spielanleitung zum Nachlesen zu übernehmen, weil sie/er diese am "ehesten verstehen" dürfte, dann gehts schon los ...
In den Abend einsteigen würde ich aber immer mit einem "allen bekannten" Spiel oder einem "seichteren", da das Vertrauen schafft.
Doch wenn jemand nur zum Quasseln gekommen ist "muß es ja nicht unbedingt ein Spielabend werden" - denn wenn ich zum Quasseln wohin komme und mir wird dort ein Urlaubs-Video- oder Dia-Abend "aufgedrängt", bedanke ich mich auch sehr ;-). Also bitte keinen Spielabend "reindrücken", das kann sehr kontraproduktiv sein ...
Arno

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Roman Pelek

re: Warum nur...

Beitragvon Roman Pelek » 12. Juli 2001, 13:10

Hi Arno,
>Also bitte keinen Spielabend "reindrücken", das kann sehr kontraproduktiv sein ...<
Nee, das nun wirklich nicht. Wenn man für was anderes verabredet ist, dann soll man das so wahrnehmen ;-)
Ciao,
Roman

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Matthias Busse

re: Warum nur..., geht auch anders!

Beitragvon Matthias Busse » 12. Juli 2001, 14:06

Salut Zusammen,
all die von Euch geschilderten Erfahrungen teile ich mehr oder weniger. Und mittlerweile ziehe ich einen Kinoabend einer S.v.C. Runde vor. Doch es geht auch anders. Ich habe kürzlich, nachdem ich 1,5 Jahre immer wieder erzählt habe "...klar, lass ma' was spielen..." es endlich geschafft eine neue Spielrunde ins Leben zu rufen. Spielbegeisterte Nichtspieler. Bisher haben wir Das Amulett, HvG und La Città gespielt. Egal was wir spielen, gleichgültig wie lang die Reglerklärungen dauern, die lassen sich für alles begeistern, kapieren alles schnell und gewinnen auch noch. Ich denke da hat die Sucht weitere Opfer gefunden. Meine derzeit spaßigste und netteste Runde. Und das beste, die kennen S.v.C. nicht.
Matthias (...) (<- wird mir zu teuer)

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Matthias Streicher

re: Warum nur...

Beitragvon Matthias Streicher » 12. Juli 2001, 15:02

Tja,
mir ist da also folgendes passiert. Vor 3 Jahren hatten wir eine Spielerunde, die reglemäßig SvC mit Seefahrer-Erweiterung. Man beachte: Fast jeden zweiten Sonntag, so 25 mal im Jahr. Es wurden immer mehr Leute, Feunde von Freunden wurden mitgebracht, bis wir plötzlich 8-10 Spieler am Sonntag waren.
Zuerst wurde noch in Teams gespielt, doch dann schlich sich eine Unsitte ein, auf die die meisten der (Pseudo)Spieler nur gewartet haben: KOCHEN (ARRGHHH)
Der Spieleabend wechselte im regelmäßigen Turnus und der Gastgeber sah sich verpflichtet erstmal was Leckeres auf den Tisch zu stellen. Das ist ja an für sich ganz nett, wenn es nicht gerade 3 Gänge sind und das Ganze ungefähr 2 Stunden dauert.
Wir waren dann immer so gegen 21:30 Uhr mit dem Essen fertig, für ein Spiel - außer UNO - blieb keine Zeit mehr und so wurde der Spieleabend nach und nach zum Kochwettbewerb. Einer wollte den Anderen übertreffen, bis, ja bis meine Freundin und ich keine Lust mehr auf diesen seltsamen Sonntag hatten und einfach nicht mehr kamen.
Wir sind weiterhin mit diesen Menschen befreundet und unternehmen hin und wieder etwas mit diesen Kochmonstern, der Kochsonntag ist allerdings mittlerweile auch für die Restgruppe gestorben.
Matthias (Der auch gerne kocht und ißt, aber eigentlich lieber spielt)

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Richard van Vugt | GAMEPACK.nl

re: Warum nur...

Beitragvon Richard van Vugt | GAMEPACK.nl » 12. Juli 2001, 15:55

Bis jetzt habe ich nur von Spieleabenden gehört. Unsere Spielegruppe (4, manchmal 5 feste Spieler)spielt meistens an einem Samstag, von 12 Uhr Mittags(erst mal Kaffee oder Thee, alsogut, ab halb eins), bis Abends 11 oder 12. Zwischendurch essen wir natürlich dann noch, aber prozentuell kostet das nicht mehr soviel Zeit. Wenn ich dann in der Küche das Essen bereite, spielen die anderen noch ein Spiel ohne mich.
Am anfang mache ich das Gleiche, was ich schon beschrieben sah: ich habe bereits ein (neues) Spiel ausstehen, was wir dann ohne weiteres spielen können. Das ist mittlerweile ein ungeschriebene Regel geworden: das der Gastgeber das erste Spiel wählen darf. Ist es ein recht kompliziertes Spiel, dann mache ich auch noch Kopieen und schicke sie in die Post zur Vorbereitung. Damit hat sich jeder wenigstens in die Regeln 'eingelesen'.
Abends spielen wir nur noch Spiele, die wir bereits gut kennen, also nicht alzu komplizierten Spiele wobei jeder sich fragen muss 'wie war das auch mal wieder'. Ein neues oder recht langes Spiel (Jeanne d'Arc, Fugger Welser Medici) also wird nur am Anfang der Spieltag gespielt.


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