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Schlechte Gewinner...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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YK

Schlechte Gewinner...

Beitragvon YK » 19. Juli 2001, 10:15

Das es schlechte Verlierer gibt, war mir ja allgemein bekannt - aber schlechte Gewinner!!!
Zur Situation: nach einer Partie hat der Gewinner gesagt: "Ist mir ja jetzt echt peinlich, dass ich gewonnen habe, aber das wollte ich gar nicht. Ehrlich! Ich habe nicht gespielt um zu gewinnen - weil ich ja meistens gewinne - und deshalb wollte ich eigentlich, dass mal ein anderer gewinnt - deshalb habe ich mich echt nicht angestrengt - ist mir wirklich peinlich - was müsst ihr von mir denken, wenn ich immer gewinne"
Das ist mir vorher noch nie passiert - kennt ihr so etwas auch?
Gruß
YK (der betonen möchte, dass er in der Runde nicht grundsätzlich Verliert, nur manchmal)

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Carsten Wesel

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Carsten Wesel » 19. Juli 2001, 10:26

Das Schreckgespenst eines Mitspielers. DAS wäre nicht unbedingt mein bevorzugter Mitspieler - glücklicherweise habe ich das noch nicht erlebt.
Gruß Carsten (der andere Mitspieler hat und damit andere Probleme)

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Frank Biesgen

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Frank Biesgen » 19. Juli 2001, 11:16

Tja, sowas gibt's schon - das sind die Leute, die nach einem Sieg noch Salz in die Wunden streuen müssen. Hat sich nach diesen Sprüchen keiner aus eurer Runde die Kugel gegeben ? :o)))
Aber ernsthaft: Fast jedem wird schon mal der ein oder andere Sieg peinlich gewesen, oder? Ich hatte zum Beispiel letztens beim Siedeln dermaßen viel Glück, das war schon nicht mehr feierlich. 4 Entwicklungskarten gezogen, davon 3 Siegpunkte, und die längste Handelsstraße mit 5 (!) Straßen - da war das Spiel dann schneller vorbei, als mir selbst lieb war. Natürlich wurde alles mit überragender Taktik begründet *g*.
Gruß FBI

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Ralf Arnemann » 19. Juli 2001, 12:01

Wie heißt es bei Hägar so schön:
Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren. Es geht darum, den Gegner zu demütigen!
Das hat Euer Mitspieler vielleicht zu ernst genommen.

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Marten Holst

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Marten Holst » 19. Juli 2001, 14:53

Moin,
nett ist auch der Mitspieler, der erzählt, dass er (asymmetrische Spiele Typ 2) die schlechtere Ausgangsposition hatte und trotzdem besser war als Du, ist Dir das nicht peinlich...
Tschüß
Marten (kann gut verlieren - aber nicht zweimal in einem Monat ;-) )

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Arne hOffmann

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Arne hOffmann » 19. Juli 2001, 15:38

Die Krone setzen dem ganzen dann noch die Spieler auf, die waehrend der Partie die ganze Zeit rumgeheult haben, dass ihre Position ja sooooo schlecht ist und sie bestimmt verlieren werden, egal was sie machen...
- Arne (ist auch schon mal gehaessig nach Siegen, weiss aber wann er sich dies erlauben kann)

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Roland G. Hülsmann

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. Juli 2001, 15:51

>> ... die waehrend der Partie die ganze Zeit rumgeheult haben, dass ihre Position ja sooooo schlecht ist ...
Wie?? Ist das nicht die ganz normale psychologische Kriegsführung??
Roland

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Carsten Wesel

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Carsten Wesel » 19. Juli 2001, 15:58

...und nur so kann man gewinnen, denn jeder weiß doch sicherlich:
"JAMMERN HILFT".
Das ist bei uns ein feststehender Ausdruck, so daß jeder den armen Jammerer versteht, wenn er denn unbedingt lamentieren muß.
Gruß Carsten (Hab' ich schon gesagt, daß ich viel mit Marten spiele...?)

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Heiko Kauffmann

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Heiko Kauffmann » 19. Juli 2001, 16:32

Bei und nennt man sowas Jammern bis zum Sieg.
Nicht umsonst haben wir unser Team bei den Brettspielmeisterschaften 2001 "Lokomotive Jammernbiszumsieg" getauft. Die Lokomotive: weil wir zwei Ossis im Team hatten.
Grüße unter Volldampf,
Heiko (der sich dieser Teamphilosophie eher selten hingibt)

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Arne Hoffmann

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Arne Hoffmann » 19. Juli 2001, 18:08

>>>Wie?? Ist das nicht die ganz normale psychologische Kriegsführung??
Klar, aber das in Verbindung mit einem ueberheblichen Auftreten nach dem Sieg a la, oops jetzt habe ich ja doch gewonnen, das ist mir jetzt aber peinlich... ist nicht mehr psychologische Kriegsfuehrung, das ist dann schon ein ausgewachsener Komplex :o) (ausser es kommt alles in dem entsprechenden Tonfall herueber...)
- Arne -

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cristinus

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon cristinus » 19. Juli 2001, 18:40

Ciao !
Ja, leider kenne ich das nur zu gut. Mein Vater und ich führen seit etwa knapp über 26 Jahren so eine Art Wettbewerb. Es geht einfach nur darum, besser zu sein als der andere, und wenn das als Vorletzter der Fall ist ! Naja, aus diesem Grund spiele ich eigentlich auch höchstens Weihnachten mit ihm...
Jedenfalls ist das der schlechteste Gewinner, den ich kenne !!! Er hält mir sogar noch einen Sieg im Minigolf (okay, ist nicht wirklich ein Brettspiel) aus dem Urlaub 1994 (!) vor. Das muß man sich mal vorstellen.
Aber ansonsten denke ich mal, ist es immer eine Sache des Spieles und des Spielverlaufes, und vor allem auch der Mitspieler, inwiefern das Verhalten beim Sieg ausfällt. So kommt es bei Spielen wie RoboRalley mit bestimmten Spielpartnern eh nicht auf den Sieg an, sondern mehr darauf, den anderen erst gar nicht bis zum Schluß mit im Spiel zu haben (ist uns aber noch nie gelungen, ein kleiner Robotor blieb doch bei jedem immer übrig...).
Daß ich eine äußerst positive Bilanz beim Siedeln habe, da kann ich nichts für, das hat sich einfach so ergeben die letzten Jahre. Aber manche halten mir dann schon lange vor dem Ende vor, daß ich ja eh wieder gewinnen werde und ich dann eh wieder wie immer ein "schlechter Gewinner" wäre ... ja, ich wurde wirklich schon als solcher bezeichnet. Aber ich denke, wohl auch nur aus dem Grund, weil es denen auf den Keks geht, daß mir nunmal die meisten Siege auf Catan in den Schoß fallen... da kann ich mich danach verhalten wie ich will, es wird immer gegen mich ausgelegt.
Um so mehr führen die sich dann aber auf, wenn sie selbst mal den Sieg einfahren... ! Von wegen, ich wäre ein "Schlechter Sieger"...
Ciao, Christian (...der gerne und oft gewinnt, zumeist aber verdient wegen besserer Taktik...)

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Roland G. Hülsmann

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 19. Juli 2001, 21:22

>> ...der gerne und oft gewinnt, zumeist aber verdient
>> wegen besserer Taktik...
Bescheidenheit ist eine Zier, ... ;-)

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Roman Pelek

[OT] re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Roman Pelek » 20. Juli 2001, 03:03

Hi Heiko,
Du gibst Dich lieber der Devise "JammernbiszurNiederlage" hin?
Ciao,
Roman (ich sag nur "Würfelglück" *g*)

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Dirk Piesker
Kennerspieler
Beiträge: 950

re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Dirk Piesker » 20. Juli 2001, 08:52

Hi,
noch schlimmer: der Rumheuler ist ein sehr starker Spieler und unerfahrene Spieler glauben ihm. Klar kriegt der keine Knüppel zwischen die Beine geworfen.
Und ich red' schon dauernd: "Glaubt ihm kein Wort, der gewinnt doch..."
Dirk

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Heiko Kauffmann

[OT] re: Schlechte Gewinner...

Beitragvon Heiko Kauffmann » 20. Juli 2001, 10:16

Hallo Roman,
Ich bin doch froh das es sowas wie Würfelglück/-pech gibt, denn da kann ich doch endlich auch mal so richtig öffentlich jammern, in der Annahme, da kann ich nix für. Es sei denn jemand macht mich auf meine üble Wurftechnik aufmerksam und gibt mir ein Trainingsprogramm für besseres Händling.
Gruß,
Heiko (bei dem der ein oder andere Bolide bei Formula Dé schon mal durch einen Würfel Karosserieschaden erleidet, gelle Herr Pelek)

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Roman Pelek

[OT] Würfeltaktik, Würfelhandling

Beitragvon Roman Pelek » 20. Juli 2001, 13:41

Hi Heiko,
>Ich bin doch froh das es sowas wie Würfelglück/-pech gibt, denn da kann ich doch endlich auch mal so richtig öffentlich jammern, in der Annahme, da kann ich nix für. Es sei denn jemand macht mich auf meine üble Wurftechnik aufmerksam und gibt mir ein Trainingsprogramm für besseres Händling.<
Frag doch Claudia "Ich-zähl-die-Felder-fünfmal-nach" Hely, die von 10 Formula Dé-Rennen 8 gewinnt. Ansonsten hilft beim Würfeln natürlich die Berechnung von Reibunswiderstand des Untergrunds, Windstärke- und Richtung, Luftfeuchtigkeit sowie eine gewisse ballistische Erfahrenheit in der Würfelhand.
>Heiko (bei dem der ein oder andere Bolide bei Formula Dé schon mal durch einen Würfel Karosserieschaden erleidet, gelle Herr Pelek)<
Naja gut, für die Fahrfehler anderer und ein mieses Mechanikerteam kann ja auch in der Formel 1 nicht notwendigerweise der Pilot zu 100% was. Es sei als unkalkulierbares Moment gebilligt. Dennoch dürfte Dich das im weiteren Rennverlauf kaum nennenswert beeinträchtigt haben - oder war der Luftwiderstand Deines Boliden durch die paar Kratzer im Lack ungünstiger?
Ciao,
Roman (ewiger Zweiter)


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