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Neue Siedlervariante: Wechseljahre

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Markus Barnick

Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Markus Barnick » 25. Juli 2001, 00:35

mir kam heute beim Nichts-Tun folgende Überlegung:
man ärgert sich als Siedler-Spieler immer, daß die mit den 8ern oder 6ern oder... dauernd absahnen, während man auf seiner 9 versauert - oder umgekehrt.
Wie wäre es mit folgendem Vorschlag:
auf jedem Feld sind 4 Zahlenplättchen aufeinander, wobei immer nur das oberste umgedreht ist. Z.B. eine 6. Wird jetzt die 6 gewürfelt, werden ganz normal Rohstoffe verteilt. Danach werden dann alle 6er UNTER den jeweiligen Stapel geschoben, so daß jetzt andere Zahlen oben liegen. (Bei einer 7 können alle Plättchen nach unten geschoben werden.)
Dadurch ändern sich ständig die Felder, für die man Erträge kriegt.
Evtl. ist beim Zusammenstellen der Stapel noch darauf zu achten, daß keine Roten Zahlen unmittelabar aufeinander liegen.
Der Räuber blockiert das "Nach-unten-Schieben" des jeweiligen Feldes, wo er grad draufsteht.
Ich hab diese Variante noch nicht ausprobiert, aber versuchts mal.

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Carsten Wesel

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Carsten Wesel » 25. Juli 2001, 08:56

Klingt interessant. Mal sehen, ob ich irgendwo so viele Zahlenplättchen aufgabeln kann...
Gruß Carsten (der leider keine 4 Siedler-Spiele daheim hat)

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Arno

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Arno » 25. Juli 2001, 09:05

...für diesen Test - wenn Du dann darüber berichtest, bzw. auch die Anleitung verfasst - schickt Dir Kosmos sicher gern die Plättchen zu. Probiers einmal.
Arno

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Kathrin Nos
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re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Kathrin Nos » 25. Juli 2001, 09:06

Hi,
ich habe es gerade nicht zur Hand, aber ist nicht auch im Siedler-Buch mind. eine Variante, bei der Zahlenchips rotieren? AFAIR werden um einen Vulkan nach einem Ausbruch alle Zahlenchips im (oder gegen) den Uhrzeigersinn verschoben. Haben wir aber (noch) nicht ausprobiert.
Alles Gute von
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Roland G. Hülsmann

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 25. Juli 2001, 09:12

Ich habe eher den Verdacht, daß ich auch dann immer gerade die Zahlen würfle die untenliegen ... und das strategische Planen, wo man Siedlungen und Städte baut, kann man dann auch getrost vergessen.

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Grande

Besser: gar nicht mehr würfeln :-))

Beitragvon Grande » 25. Juli 2001, 09:43

Aus diesem Grund würfeln wir gar nicht mehr, sondern ziehen die Zahlen aus einem Säckchen mit 36 Karten, auf denen die Würfelkombinationen abgebildet sind.
Grüßle vom Grande (hatte früher oft Pech beim Würfeln)

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Carsten Wesel

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Carsten Wesel » 25. Juli 2001, 10:07

> AFAIR werden um einen Vulkan nach einem
> Ausbruch alle Zahlenchips im (oder gegen)
> den Uhrzeigersinn verschoben.
Stimmt, sowas hab' ich auch schon gelesen, aber bei Markus sind es ja alle Felder, die unter der Plättchenrotation 'leiden' - Aber wenn das in Teilen so im Siedlerbuch steht, dann kann es gar nicht sooo schlecht sein.
Gruß Carsten (hat gerade die neuen historischen (komische Wortkombination) Szenarien hinter sich)

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Carsten Wesel

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Carsten Wesel » 25. Juli 2001, 10:10

> daß ich auch dann immer gerade die Zahlen
> würfle die untenliegen.
Das ist sogar sehr wahrscheinlich, da mehr Zahlenchips unten, als oben liegen.
Gruß Carsten (ist von Würfelspielen i.a. nicht so sonderlich begeistert)

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Mifu

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Mifu » 25. Juli 2001, 10:38

<man ärgert sich als Siedler-Spieler immer, daß die mit den 8ern oder 6ern oder... dauernd absahnen, während man auf seiner 9 versauert - oder umgekehrt.>
Da habe ich andere Erfahrungen. Ich kann mich noch gut an ein Spiel erinnern, in dem zwei Freunde alle Kraft daran setzten, ein 3 er Feld zu besiedeln, da die 3 bis dahin oft geworfen worden ist. Mit Kopfschütteln habe ich diesen Vorgang beobachtet. Ein weiteres Kopfschütteln kam, als ich das Spiel verloren hatte, weil tatsächlich die Zahl 3 später mehrfach gewonnen wurde.

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Kathrin Nos
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Siedlervarianten mit Zahlentausch

Beitragvon Kathrin Nos » 25. Juli 2001, 12:39

Hi,
recht hast Du, Carsten...
Was gibt es noch an Varianten, bei denen Zahlen-Plättchen vertauscht werden?
Als da sind (ausser der erwähnten im Buch):
- Städte und Ritter: Ausspielen des Erfinders. Beim S&R ist ja das Würfelpech durch den Erwerb des Aquädukts abmilderbar.
- Gross-Catan: Variante aus der Seefahrer-Erweiterung, bei der man auf der Hauptinsel beginnt und auf die umliegenden Inseln auswandert und dadurch auf der Hauptinsel eine Rohstoffverknappung um sich greift.
- Welche fallen Euch noch ein?
Hier aber noch schnell meine Meinung zu den Wechseljahren nach dem Vorschlag von Markus: Ich bin eher skeptisch, ob das nicht zu arg glücksabhängig wäre - und stimme auch Roland zu. Trotzdem: An Erfahrungsberichten wäre ich natürlich schon interessiert.
Alles Gute von
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Ronald Novicky

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Ronald Novicky » 26. Juli 2001, 08:08

Das Problem bei Siedler ist vielleicht, dass zuwenig gewürfelt wird... die Verteilung der Wahrscheinlichkeiten wäre wohl gerechter, würde man die Anzahl der Würfe erhöhen. Es gibt einfach eine Menge Partien, wo ein Spieler einfach 'abstinkt', weil 'seine' Zahlen nie kommen. Wie wär's mit 'Der aktive Spieler würfelt zwei mal und sucht sich einen Wurf davon aus...'
lg
Ronnie.

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Ulrike Nootz

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Ulrike Nootz » 26. Juli 2001, 09:13

Wir spielen da lieber mit zusätzlichen Knöpfen. JEder der in einer Runde nichts abbekommen hat, bekommt einen. Mit den Knöpfen kann man sich seinen eigenen Würfelwurf erkaufen. Es kostet soviele Knöpfe wie man Siegpunkte hat.
lg
Ulrike (noch ganz neu hier)

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hannes

re: Neue Siedlervariante: Würfelwurf kaufen

Beitragvon hannes » 26. Juli 2001, 09:47

Hi Ulrike
>*Mit den Knöpfen kann man sich seinen eigenen Würfelwurf erkaufen. Es kostet soviele Knöpfe wie man Siegpunkte hat.*
Tönt interessant. Was bedeutet dann "eigener Würfelwurf" konkret ?
Ciao
hannes

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Carsten Wesel

Armut ist keine Schande

Beitragvon Carsten Wesel » 26. Juli 2001, 10:07

Die Variante stammt aus dem Siedlerbuch und besagt, daß man immer einen "Knopf" bekommt, wenn man keine Rohstoffe bekommt. Gibt man - wenn man am Zug ist - so viele "Knöpfe" ab, wie man Siegpunkte hat, so darf man sich seinen Würfelwurf aussuchen.
Gruß Carsten (der kaum Knöpfe hat - also arm ist?)

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Ina-spielbox

re: Armut ist keine Schande

Beitragvon Ina-spielbox » 26. Juli 2001, 10:47

Hallo Carsten, das siehst Du verkehrt! In dieser Variante haben die Armen viele Knöpfe, weil sie nie Rohstoffe bekommen. Mit den vielen Knöpfen können sie sich dann den Würfelwurf kaufen, um doch Rohstoffe zu bekommen. Also keine Knöpfe - viele viele Rohstoffe!
Aber Spaß beiseite! Wir spielen seit einiger Zeit eine andere Variante: Analog zu "Sternenfahrer von Catan" nehmen wir von jedem Rohstoff 10, mischen diese und jeder Spieler darf, wenn er dran ist, eine Karte ziehen. Bei Sternenfahrer ist das solange, bis man 8 (von 15) Siegpunkte hat. Wenn also ein Szenario 12 Siegpunkte verlangt, kommt man, wenn man den 7. Siegpunkt hat, nicht mehr in den Genuß dieser zusätzlichen Karte.
Der Vorteil dieser Variante ist, daß 1. die länger dauernden Szenarien etwas schneller in Schwung kommen, 2. man immer mindestens einen Rohstoff pro Runde bekommt und 3. die Chance hat, zu Anfang einen Rohstoff zu bekommen, an dem man nicht gebaut hat.
Ich finde die Glückskomponente "Würfeln" beim Siedeln schon okay, obwohl ich letzten Samstag auch 2 Siedlungen an der "10" hatte, die im ganzen Spiel dreimal gewürfelt wurde.
Zusätzlich sind wir mit dem Handeln immer etwas großzügiger gegenüber dem "Armen", der wenig Rohstoffe hat, damit er nicht frustgebeutelt am Tisch sitzt, sondern auch mitbauen kann - denn Siedeln ohne Rohstoffe kann ziemlich ätzend sein.
Ina (die sich schon an anderer Stelle als begeisterte Siedlerin geoutet hat und dazu steht, jawoll!)

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Wolfgang Ditt

re: Armut ist keine Schande

Beitragvon Wolfgang Ditt » 26. Juli 2001, 11:47

Hallo,
nachdem hier nun unsere kleine Variante (mal wieder) zitiert wird, noch etwas für Siedler-Freunde, die dem Glücksfaktor reduzieren müssen: es gibt noch die Variante Bluff-Siedler und Siedler für Rollenspieler unter der u. a. URL.
Wolfgang

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Oder lieber gleich den Sieger auswürfeln?

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. Juli 2001, 12:01

Auf den ersten Blick klingt diese Variantenidee originell und interessant.
Aber nach kurzem Weiterdenken glaube ich, daß das eher schlimm wäre.
Letztlich könnte man sich dann alle strategischen Überlegungen (incl. vor allem bei der Wahl der Stadtsiedlungen) sparen.
Im Mittel sind dann alle Felder des Spielplans gleich gut. Und es gewinnt, wer halt zufällig die Zahlen oben hat, die gewürfelt werden.
Ich kann mir nicht vorstellen, daß das noch Spaß machen kann.

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Ulrike Nootz

re: Neue Siedlervariante: Würfelwurf kaufen

Beitragvon Ulrike Nootz » 26. Juli 2001, 16:28

Wenn ich z.B. eine 7 haben möchte und bereits drei Siegpunkte habe, gebe ich drei Knöpfe ab und lege bewusst eine 7.
lg Ulrike

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hannes

re: Neue Siedlervariante: Würfelwurf kaufen

Beitragvon hannes » 26. Juli 2001, 18:52

Hi
Danke. Ich habe unterdessen diese Information auch schon den anderen Postings entnehmen können.
Nur : Eine 7 "würfeln" macht ja eher selten Sinn. Dann würfle ich lieber eine Zahl, bei der ich genau weiss, welchen Rohstoff ich kriege.
Ciao
hannes

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Volker L.

re: Neue Siedlervariante: Wrfelwurf kaufen

Beitragvon Volker L. » 26. Juli 2001, 20:13

> Eine 7 "würfeln" macht ja eher selten Sinn. Dann würfle
> ich lieber eine Zahl, bei der ich genau weiss,
> welchen Rohstoff ich kriege.
Um den einen Rohstoff klauen zu koennen sicher nicht
(ausser, ein Spieler steht kurz vor dem Sieg, und Du
klaust ihm den Rohstoff, mit dem er die Siedlung
bauen wollte, die ihm den 10. [oder 12. oder 15.]
Punkt einbringt)
ABER bei einer "7" darfst Du ja auch den Raeuber
versetzen, d.h., ohne Ausspielen eine Ritterkarte
kriegst Du ihn von Deinem wertvollen blockierten
Feld runter! (...und blockierst ein wertvolles Feld
des Gegners)
Unter DEM Aspekt kann es manchmal sinnvoll sein, sich
eine "7" auszusuchen.
Gruss, Volker

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Ina-spielbox

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Ina-spielbox » 26. Juli 2001, 20:53

Wir hatten einst eine superschlaue Idee. Um die Würfelei ausgewogener zu machen, kaufte ich einen zwölfseitigen Würfel. Voller Elan begannen wir das Spiel und es klappte auch gut, bis ja bis einer eine "1" würfelte! Da gab es vier ziemlich dämliche Gesichter. Wir versuchten uns dann darauf zu einigen, was bei einer "1" passieren sollte, aber es fiel uns nichts rechtes ein, so daß wir den Würfel aus Nostalgie noch im Siedler-Koffer haben, aber nicht mehr benutzen.
Mit verschämten Grüßen
Ina

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Markus Barnic

re: Oder lieber gleich den Sieger auswürfeln?

Beitragvon Markus Barnic » 26. Juli 2001, 21:38

ich fürchte, da hast du recht.
Vielleicht sollte man doch die Plättchen offen legen. Dann halt nur 3 Stück nehmen und die offen rotieren. oder nur auf den inneren Feldern (oder nur aussen?)
Aber: Siedler ist halt ein Glücksspiel. Diese Version würde den Glücksanteil noch erheblich steigern.
Das seh ich jetzt auch so.
Trotzdem. Probieren. Variieren.

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Markus Barnick

re: Neue Siedlervariante: Wechseljahre

Beitragvon Markus Barnick » 26. Juli 2001, 21:40

ging uns auch mal so, daß dauernd die 3 gewürfelt wurde - nur als ich sie brauchte, kam sie nicht mehr.

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Roman Pelek

Das Siedler-Klimakterium - eine schwierige Zeit

Beitragvon Roman Pelek » 27. Juli 2001, 02:42

Hi Markus,
>man ärgert sich als Siedler-Spieler immer, daß die mit den 8ern oder 6ern oder... dauernd absahnen, während man auf seiner 9 versauert - oder umgekehrt.<
Tun sie dies? Ich ärgere mich immer darüber, dass ich trotz strategischer Platzierung nahe der 6er und 8er aufgrund oft fallender 5er und 9er nie den erhofften Ertrag erhalte ;-)
>auf jedem Feld sind 4 Zahlenplättchen aufeinander, wobei immer nur das oberste umgedreht ist. Z.B. eine 6. Wird jetzt die 6 gewürfelt, werden ganz normal Rohstoffe verteilt. Danach werden dann alle 6er UNTER den jeweiligen Stapel geschoben, so daß jetzt andere Zahlen oben liegen. (Bei einer 7 können alle Plättchen nach unten geschoben werden.)<
Ich halte von einer solchen Regelung nicht viel. Jegliche Planbarkeit des Spiels wird ad absurdum geführt durch solche Aktionen. Zudem lassen sich auch die weiteren Würfelwürfe nicht berechnen, so dass sich am Schluss dann jemand beschweren würde, dass in "seiner" 8er-Phase nur 9er fielen und in "seiner" 5er-Phase nur 6er... Das bringt gar nix.
>Dadurch ändern sich ständig die Felder, für die man Erträge kriegt.<
Richtig. Nur was verbessert es?
>Evtl. ist beim Zusammenstellen der Stapel noch darauf zu achten, daß keine Roten Zahlen unmittelabar aufeinander liegen.<
Ein schwacher Trost, wie ich meine. Du erhöhst den Glücksfaktor sowie Ungerechtigkeit, statt sie zu minimieren. Ich halte Klaus Teubers Originalkonzept für nach wie vor das Gelungenste. Nebenbei bemerkt, nur weil's mir grade einfällt, übersehen allzu viele Leute beim Siedler-Grundspiel sowie den Abwandlungen die Vorschläge zur Platzierung der Zahlenchips. Da steckt durchaus Methode dahinter, die man nicht so leichtfertig über Bord werfen sollte...
>Der Räuber blockiert das "Nach-unten-Schieben" des jeweiligen Feldes, wo er grad draufsteht.<
Naja, gut, aber das ändert ja nicht viel, es ist nur ein Sahnehäubchen bzw. eine Ausnahmeregel, die keinen besondern Nährwert hat.
>Ich hab diese Variante noch nicht ausprobiert, aber versuchts mal.<
Nein. Sie ändert nichts am Spiel zum Positiven, sie macht es nur glücksabhängiger und weniger planbar. Und es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man einer "Welle" von bestimmten Würfelzahlen mit wechselnden Zahlenchips beikommen kann. Im Gegenteil vermindert man dabei die Planbarkeit der Ereignisse und führt jegliches strategisches Element der "Siedler" ad absurdum. Ich würde definitiv von einer solchen Variante abraten - sie mag unterhaltsam sein, aber sie ist keineswegs spieltechnisch besser, im Gegenteil...
Ciao,
Roman




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Roman Pelek

*seufz* Der Glücksfaktor bei Siedler ist schon durchdacht ;-)

Beitragvon Roman Pelek » 27. Juli 2001, 03:05

Hi Ina,
>Wir hatten einst eine superschlaue Idee. Um die Würfelei ausgewogener zu machen, kaufte ich einen zwölfseitigen Würfel. Voller Elan begannen wir das Spiel und es klappte auch gut, bis ja bis einer eine "1" würfelte! Da gab es vier ziemlich dämliche Gesichter. Wir versuchten uns dann darauf zu einigen, was bei einer "1" passieren sollte, aber es fiel uns nichts rechtes ein, so daß wir den Würfel aus Nostalgie noch im Siedler-Koffer haben, aber nicht mehr benutzen.<
Das führt, neben der Eins, noch einen ganzen Rattenschwanz an Nachteilen mit sich. Die 7 (Räuber) als primäres statistisches Ereignis wird eliminiert. Jegliche Planbarkeit der Ertragswürfe wird konterkariert. Die Verteilung der Plättchen wird geradezu absurd. Der Witz beim "Glücksspiel" Siedler besteht doch gerade in der Häufung bestimmter Ereignisse und deren Planbarkeit, sei es nicht in der aktuellen Partie, so sicherlich doch in einer Serie von Partien...
Im übrigen ist genau dies die Problematik, die ich versuchte, mit dem "Werden Spiele richtig gespielt"-Thread zu adressieren. Häufig wird allzu oft zu früh leichtfertig variiert und Regeln nach dem eigenen Gusto abgeändert, obwohl sie ursprünglich mal richtig Sinn machten. Da muss ich mal eine Lanze für die Autoren, Regelschreiber und Verlage brechen, die sich teilweise über Jahre Gedanken zu sowas machen (vor allem natürlich erstere)...
>Mit verschämten Grüßen
Ina<
Abgesehen davon brauchst Du Dich *gar nicht* zu schämen, im Gegenteil. Jeder hat schonmal Sachen verschlimmbessert, und die wenigsten geben das offen zu. 'tschuldige mein Posting, aber es war ein prima Aufhänger, das mal explizit durchzudiskutieren :( Respekt vor Deiner Offenheit! Und für "Fehler", die man zugeben kann, braucht man sich wirklich nicht zu schämen! Schämen sollen sich eher die, die das nie zugeben, und evtl. sogar aufgrund solcher Ideen die ursprünglichen Ideen eines Autors schlechter bewerten als sie sind...
Ciao,
Roman (macht jeden Tag hahnebüchenen Blödsinn...)


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