Beitragvon Roman Pelek » 27. Juli 2001, 02:42
Hi Markus,
>man ärgert sich als Siedler-Spieler immer, daß die mit den 8ern oder 6ern oder... dauernd absahnen, während man auf seiner 9 versauert - oder umgekehrt.<
Tun sie dies? Ich ärgere mich immer darüber, dass ich trotz strategischer Platzierung nahe der 6er und 8er aufgrund oft fallender 5er und 9er nie den erhofften Ertrag erhalte ;-)
>auf jedem Feld sind 4 Zahlenplättchen aufeinander, wobei immer nur das oberste umgedreht ist. Z.B. eine 6. Wird jetzt die 6 gewürfelt, werden ganz normal Rohstoffe verteilt. Danach werden dann alle 6er UNTER den jeweiligen Stapel geschoben, so daß jetzt andere Zahlen oben liegen. (Bei einer 7 können alle Plättchen nach unten geschoben werden.)<
Ich halte von einer solchen Regelung nicht viel. Jegliche Planbarkeit des Spiels wird ad absurdum geführt durch solche Aktionen. Zudem lassen sich auch die weiteren Würfelwürfe nicht berechnen, so dass sich am Schluss dann jemand beschweren würde, dass in "seiner" 8er-Phase nur 9er fielen und in "seiner" 5er-Phase nur 6er... Das bringt gar nix.
>Dadurch ändern sich ständig die Felder, für die man Erträge kriegt.<
Richtig. Nur was verbessert es?
>Evtl. ist beim Zusammenstellen der Stapel noch darauf zu achten, daß keine Roten Zahlen unmittelabar aufeinander liegen.<
Ein schwacher Trost, wie ich meine. Du erhöhst den Glücksfaktor sowie Ungerechtigkeit, statt sie zu minimieren. Ich halte Klaus Teubers Originalkonzept für nach wie vor das Gelungenste. Nebenbei bemerkt, nur weil's mir grade einfällt, übersehen allzu viele Leute beim Siedler-Grundspiel sowie den Abwandlungen die Vorschläge zur Platzierung der Zahlenchips. Da steckt durchaus Methode dahinter, die man nicht so leichtfertig über Bord werfen sollte...
>Der Räuber blockiert das "Nach-unten-Schieben" des jeweiligen Feldes, wo er grad draufsteht.<
Naja, gut, aber das ändert ja nicht viel, es ist nur ein Sahnehäubchen bzw. eine Ausnahmeregel, die keinen besondern Nährwert hat.
>Ich hab diese Variante noch nicht ausprobiert, aber versuchts mal.<
Nein. Sie ändert nichts am Spiel zum Positiven, sie macht es nur glücksabhängiger und weniger planbar. Und es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass man einer "Welle" von bestimmten Würfelzahlen mit wechselnden Zahlenchips beikommen kann. Im Gegenteil vermindert man dabei die Planbarkeit der Ereignisse und führt jegliches strategisches Element der "Siedler" ad absurdum. Ich würde definitiv von einer solchen Variante abraten - sie mag unterhaltsam sein, aber sie ist keineswegs spieltechnisch besser, im Gegenteil...
Ciao,
Roman