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Spielbox 4/2001

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Janine

Spielbox 4/2001

Beitragvon Janine » 17. August 2001, 15:40

1) Lieber KMW: Bei Deiner Besprechung des Gartens des Sonnenkönigs hätte ich mir ganz besonders gewünscht, dass Du auf die Spielbarkeit zu zweit eingegangen wärst! Bei einem Versteigerungsspiel wundere ich mich da sowieso über diese Angabe. Verspricht der Verlag hier zu viel oder macht es auch zu zweit Spass?
2) Cortez-Besprechung: "Den Spielern stehen verschiedene Aktionsmöglichkeiten zur Verfügung, von denen zwei pro Spielzug genutzt werden können." Ein bisschen genauer hätte ich das schon gerne erfahren, Herr Herold! Dafür hätte ich sogar auf den Heine verzichtet und den Geschichtsunterricht verkürzt!
3) Seltsam finde ich, dass, bei der Doppelbesprechung von Ulysses/Odysseus neben Regeln, Material und Spielreiz einmal das Design und beim anderen Spiel die Originalität bewertet wird. Ist mir nicht so wichtig, macht für mich aber auch keinen Sinn.
4) Zum Editorial: Wo ist das Foto von Harald Hemmerlein? Ist es inzwischen so abgenutzt, dass er vielleicht doch mal ein neues schiessen lassen muss??
Ansonsten und im grossen Ganzen: macht weiter so!
Meckertante Janine

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Erhard Portner

re: Spielbox 4/2001

Beitragvon Erhard Portner » 17. August 2001, 19:13

> Bei Deiner Besprechung des Gartens des Sonnenkönigs
> hätte ich mir ganz besonders gewünscht, dass Du auf
> die Spielbarkeit zu zweit eingegangen wärst! Bei
> einem Versteigerungsspiel wundere ich mich da
> sowieso über diese Angabe. Verspricht der Verlag
> hier zu viel oder macht es auch zu zweit Spass?
Hallo Janine,
ich habe "Le Jardin", das mit dem Spiel "Der Garten des Sonnenkönigs" vom Regelwerk identisch ist, schon wiederholt zu zweit gespielt. Obwohl es ein Versteigerungsspiel ist, kann man es ganz gut zu zweit spielen. Mir fällt im Augenblick sogar kein anderes Versteigerungsspiel ein, das sich so gut zu zweit spielen lässt wie dieses Spiel.
Neben "Kahuna"/"Arabana Ikibiti" halte ich "Le Jardin" oder "Der Garten des Sonnenkönigs" für das bislang beste Spiel von Günter Cornett. (Die Bewertung 3 im Spielreiz von Edwin Ruschitzka ist für mich nicht nachvollziehbar. Ich halte KMW's Note 7 für voll in Ordnung.)
Mit verspielten Grüßen
Erhard

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KMW

re: Spielbox 4/2001

Beitragvon KMW » 18. August 2001, 13:50

Hallo Janine,
ich bekenne mich schuldig. Ich habe diesen Punkt vergessen zu erwähnen, 'tschuldigung. Aber Erhard hat meine Meinung dazu bereits sehr treffend zum Ausdruck gebracht.
Gruß
KMW

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Roman Pelek

Spielbox-Wertungen: Originalität + Design

Beitragvon Roman Pelek » 18. August 2001, 15:02

Hi Janine,
>3) Seltsam finde ich, dass, bei der Doppelbesprechung von Ulysses/Odysseus neben Regeln, Material und Spielreiz einmal das Design und beim anderen Spiel die Originalität bewertet wird. Ist mir nicht so wichtig, macht für mich aber auch keinen Sinn.<
Soweit ich mich entsinne, wurde irgend wann einmal die "Originalitätsbewertung" in der Spielbox offiziell abgeschafft und durch "Design" ersetzt. Jedoch scheint sich da eine alte Layout-Vorlage hartnäckig in ein Redaktionsmitglied verbissen zu haben, anders ist nicht zu erklären, dass immer mal wieder ein Wertungskasten damit reinrutscht.
Im übrigen ist auch bei "Capitol" das alte "Originalität" zu finden, bei den restlichen Kästen heisst jedoch konsistent "Design".
Wenn ich hier irre, möge man mich korrigieren, aber ich glaube mich zu entsinnen, dass genau dies schon vor längerer Zeit zwei Mal Diskussionspunkt im Forum war.
Ciao,
Roman

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Ina-spielbox

re: [OT] Konsistenz des Designs

Beitragvon Ina-spielbox » 18. August 2001, 17:28

Hallo Roman,
>Im übrigen ist auch bei "Capitol" das >alte "Originalität" zu finden, bei den restlichen >Kästen heisst jedoch konsistent "Design".
Kann es sein, daß es in Hamburg so heiß wie hier ist. Meintest Du nicht vielleicht "heißt es konsequent Design"?
Mit kleinkarierten Grüßen
Ina

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Roman Pelek

re: [OT] Konsistenz des Designs

Beitragvon Roman Pelek » 19. August 2001, 00:02

Hi Ina,
Euer Kleinkariertheit hat natürlich Recht! Es ist wirklich ziemlich heiß hier, dem fallen zuerst kleine Personalpronomen und dann auch noch die unschuldige Rechtschreibung zum Opfer ;-)
Ciao,
Roman

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Euer Kleinkariertheit

re: [OT] Recht und Unrecht ???

Beitragvon Euer Kleinkariertheit » 19. August 2001, 01:10

Hallo Roman (der Viertelvorzwölfte?)
natürlich habe ich Recht!
Gruß
Unser Kleinkariertheit (über alle Zweifel erhaben) ;-))

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Adam

re: [OT] Konsistenz des Designs

Beitragvon Adam » 19. August 2001, 14:07

Konsistent oder konsequent, beides ist hier möglich. Auf den ersten Blick scheinen diese Begriffe eine sehr ähnliche Semantik zu besitzen.

Konsequent: logisch schlüssig, folgerichtig

Konsistent: Logik: in sich lückenlos und widerspruchsfrei

Es gibt in diesem Zusammenhang aber feine Unterschiede.

So wäre es durchaus konsequent zwischen "Originalität" und "Design" streng abzuwechseln. Die entstehende Folge wäre ex sui generis folgerichtig, und damit im Wortsinne konsequent.

Die Folge wäre aber in sich nicht widerspruchsfrei und also auch nicht konsistent. Konsistenz setzt hier voraus, daß die hier zur Debatte stehende Bewertungskategorie stets die gleiche Bezeichnung trägt, also alle heißen "Originalität" ODER alle heißen "Design".

Nimmt man die Vorankündigung hinzu, zukünftig stets "Design" verwenden zu wollen, so steht jede Verwendung von "Originalität" dazu im Widerspruch, ist also inkonsistent. Andererseits ist es folgerichtig den Worten auch Taten folgen zu lassen, und also wäre hier die Verwendung von "Originalität" auch inkonsequent.

Soviel zu meinen (lausigen) Lateinkenntnissen. Aber daß du das nicht besser weißt, wundert mich schon ein wenig. Gerade weil ihr Mediziner als Alibi dient, damit Legionen von Lateinlehrern Heerscharen von Schülern mit ihrem sinnlosen Schulfach traktieren dürfen. Hast du da gerade nicht aufgepasst? Na, macht nichts, Hauptsache du passt jetzt gut auf beim Schneiden, Sägen und Nähen. Meine Eingeweide sprechen nämlich auch kein Latein, aber einen falschen Schnitt merken die schon ;-)

Gruß
Adam

P.S. Liebe Lateinlehrer, bitte nicht böse sein, euer Fach ist nicht sinnlos. Ich nehme mal an, ich bin der einzige, der damit nichts anfangen kann ;-)

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Ina-spielbox

re: [OT] Konsistenz des Designs

Beitragvon Ina-spielbox » 19. August 2001, 19:43

Adam schrieb:

>Gerade
> weil ihr Mediziner als Alibi dient, damit Legionen von
> Lateinlehrern Heerscharen von Schülern mit ihrem sinnlosen
> Schulfach traktieren dürfen. Hast du da gerade nicht
> aufgepasst? Na, macht nichts, Hauptsache du passt jetzt gut
> auf beim Schneiden, Sägen und Nähen. Meine Eingeweide
> sprechen nämlich auch kein Latein, aber einen falschen
> Schnitt merken die schon ;-)


Hallo Adam,

also 1. braucht man für das Medizinstudium schon seit mindestens 20 Jahren (da habe ich mit dem Studium angefangen) kein Latein mehr, alles was erforderlich ist, wird im 1. Semester mit Terminologie abgehandelt.
2. habe ich in Latein immer aufgepaßt, aber in den letzten 20 Jahren einiges vergessen!
3. Passe ich sowieso immer gut auf beim Schneiden, Sägen und Nähen, aber an Eingeweiden schrauben Unfallchirurgen nun nicht herum, so daß sich Deine Eingeweide vor mir nicht fürchten müssen, auch wenn sie kein Latein können. Und außerdem machen Chirurgen doch keine falschen Schnitte! ;-)

Gruß Ina (die für niemanden als Alibi dienen möchte)

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Adam

re: [OT] Braucht man Latein?

Beitragvon Adam » 19. August 2001, 23:56

Ina Broß schrieb:

> also 1. braucht man für das Medizinstudium schon seit
> mindestens 20 Jahren (da habe ich mit dem Studium angefangen)
> kein Latein mehr, alles was erforderlich ist, wird im 1.
> Semester mit Terminologie abgehandelt.

Hallo Ina.

Noch ein kleiner, aber feiner semantischer Unterschied: "brauchen" und "erforderlich sein". Fällt mir aber auch erst jetzt auf wo du es ansprichst: meine Lehrer haben auch nie behauptet, daß die Belegung dieses oder jenes Faches "erforderlich sei", sondern stets nur, daß man es "braucht".

Mein Elektrotechnik-Lehrer hat mal behauptet, Lernen funktioniere nach dem "Gesetz der konstanten Mühsal": Wenn man anfangs mehr Aufwand in einen Lerninhalt investiere, falle es bei späteren Lektionen leichter. Damals war das auf komplexe Zahlen und die Wechselstromlehre gemünzt.

Allerdings habe ich bei Latein und darauf folgend Medizin oder romanische Sprachen gravierende Zweifel.

Gruß
Adam

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Harald Hemmerlein

Re: Spielbox-Wertungen: Originalität + Design

Beitragvon Harald Hemmerlein » 20. August 2001, 09:29

Stimmt!

Tschuldigung!

Redaktion spielbox
Harald Hemmerlein

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Harald Hemmerlein

Re: Spielbox 4/2001

Beitragvon Harald Hemmerlein » 20. August 2001, 10:53

Whow!

Hätte nie gedacht, dass mal jemand mein Abbild vermissen würde. Stimmt aber: ein an der Realität orientiertes Foto wäre mal an der Zeit.

Harald Hemmerlein

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Volker L.

re: [OT] Latein

Beitragvon Volker L. » 20. August 2001, 14:07

Ina Broß schrieb:
> also 1. braucht man für das Medizinstudium schon seit
> mindestens 20 Jahren (da habe ich mit dem Studium angefangen)
> kein Latein mehr, alles was erforderlich ist, wird im 1.
> Semester mit Terminologie abgehandelt.

Also, "brauchen" tut Ihr das Zeug schon, es heisst ja nicht
umsonst "Wenn der Arzt mit seinem Latein am Ende ist, faengt
er an, lateinisch zu reden" :-)))
Im Uebrigen hat Adam durchaus recht, dass im Kontext von
Romans Posting auch "konsistent" stehen kann.

Gruss, Volker

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Ina-spielbox

re: [OT] Latein

Beitragvon Ina-spielbox » 21. August 2001, 12:33

Hallo Volker,

also erforderlich ist Latein schon mal für das Medizinstudium nicht.

> Also, "brauchen" tut Ihr das Zeug schon, es heisst ja nicht
> umsonst

Und brauchen tut man es eben auch nicht, denn die erforderlichen "Vokabeln" der Medizin muß man auswendig lernen, da hilft einem das Latinum mit Caesars gallischen Kriegen herzlich wenig.

"Wenn der Arzt mit seinem Latein am Ende ist, faengt
> er an, lateinisch zu reden" :-)))

Die meisten Ärzte können nicht lateinisch reden :-))
Und die viele Patienten verstehen einen auch nicht, wenn man hochdeutsch redet, weil sie gar nicht richtig hinhören. Ich habe vielen Patienten ihre Krankheit mehrfach erklärt und dann den Satz gehört: Mir hat noch keiner gesagt, was ich eigentlich habe. Da ist die Unfallchirurgie fast genial: Röntgenbild zeigen, einen Satz sagen, fertig! Ohne Latein, ohne Hochdeutsch, aber mit Bildern, das funktioniert schon mit kleinen Kindern ganz gut!
:o)

> Im Uebrigen hat Adam durchaus recht, dass im Kontext von
> Romans Posting auch "konsistent" stehen kann.

Ich werde mich niemals wieder dazu hinreissen lassen, irgendwelche Fremdworte zu korrigieren ...

Ave Ina

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Günter Cornett

Der Garten des Sonnenkönigs zu zweit [re: Spielbox 4/2001]

Beitragvon Günter Cornett » 22. August 2001, 03:04

Erhard Portner schrieb:
> Janine schrieb:
> > Bei Deiner Besprechung des Gartens des Sonnenkönigs
> > hätte ich mir ganz besonders gewünscht, dass Du auf
> > die Spielbarkeit zu zweit eingegangen wärst! Bei
> > einem Versteigerungsspiel wundere ich mich da
> > sowieso über diese Angabe. Verspricht der Verlag
> > hier zu viel oder macht es auch zu zweit Spass?
>
> ich habe "Le Jardin", das mit dem Spiel "Der
> Garten des Sonnenkönigs" vom Regelwerk identisch ist,
> schon wiederholt zu zweit gespielt. Obwohl es ein
> Versteigerungsspiel ist, kann man es ganz gut zu zweit
> spielen. Mir fällt im Augenblick sogar kein anderes
> Versteigerungsspiel ein, das sich so gut zu zweit spielen
> lässt wie dieses Spiel.

Christwart Conrad empfiehlt es in der Pöppel-Revue sogar ausdrücklich für zwei Spieler. Zu mehreren ist es ihm - wenn ich ihn richtig verstanden habe - zu zufällig (Letzteres kann ich allerdings nicht nachvollziehen).

Eine Menge Rezie-Auszüge zu DGDS findest du unter http://www.bambusspiele.de/spiele/jardin/kritiken2.htm , (ebenso wie Links zur Spielanleitung + Kritiken des - regeltechnisch identischen - Le Jardin).

Gruß, Günter

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Stefanie

re: [OT] Braucht man Latein?

Beitragvon Stefanie » 23. August 2001, 16:43

Adam schrieb:
>
> Ina Broß schrieb:
>
> > also 1. braucht man für das Medizinstudium schon seit
> > mindestens 20 Jahren (da habe ich mit dem Studium angefangen)
> > kein Latein mehr, alles was erforderlich ist, wird im 1.
> > Semester mit Terminologie abgehandelt.
[...]
> Mein Elektrotechnik-Lehrer hat mal behauptet, Lernen
> funktioniere nach dem "Gesetz der konstanten Mühsal": Wenn
> man anfangs mehr Aufwand in einen Lerninhalt investiere,
> falle es bei späteren Lektionen leichter. Damals war das auf
> komplexe Zahlen und die Wechselstromlehre gemünzt.
>
> Allerdings habe ich bei Latein und darauf folgend Medizin
> oder romanische Sprachen gravierende Zweifel.

Latein mit darauffolgenden romanischen Sprachen kann ich nur empfehlen! Und noch eine Anmerkung zum "erforderlich sein":
Fuer ein Studium z.B. der Anglistik ist ein Latinum durchaus erforderlich (zumindest in Aachen), wenn man nicht diverse Semester"ferien" mit dem Nachholen desselben oder einer aehnlich aufwendigen Angelegenheit wie Altfranzoesisch verbringen moechte...

Cheers,
Stefanie


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