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Zeitalter der Renaissance - lohnend?

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Roman Pelek

Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Roman Pelek » 4. September 2001, 12:19

Hi,

nachdem ich bisher nur die Ehre hatte, mal nebenher einer Partie "Zeitalter der Renaissance" zuzuschauen und leider nur sehr wenige Rezensionen über die deutsche Ausgabe zu finden sind, würde mich Eure Meinung zum Spiel mal interessieren (d.h. ob sich's für mich lohnt... ;-).

Kurzum: wie isses spielerisch, wie lange dauert es in der Praxis, was ist die optimale Mitspielerzahl, wie verständlich sind die deutschen Regeln (braucht man 3 FAQs und 10 englischsprachige Regelupdates ums spielen zu können?)...

Ciao,
Roman (der bei solch komplexen Spielen immer lange zögert, da man so selten die passenden Runden dafür zusammenbekommt *schnief*)

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Tobias Lang

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Tobias Lang » 4. September 2001, 12:45

Hi Roman :-)

> nachdem ich bisher nur die Ehre hatte, mal nebenher einer
> Partie "Zeitalter der Renaissance" zuzuschauen und leider nur
> sehr wenige Rezensionen über die deutsche Ausgabe zu finden
> sind, würde mich Eure Meinung zum Spiel mal interessieren
> (d.h. ob sich's für mich lohnt... ;-).

Also es lohnt sich, wenn man mindestens 5 Spieler hat, die bereit sind sich 6 Stunden darauf einzulassen! Nur wenn jeder auch mitdenkt, macht das Spiel wirklich Spass!

> Kurzum: wie isses spielerisch, wie lange dauert es in der
> Praxis, was ist die optimale Mitspielerzahl, wie verständlich
> sind die deutschen Regeln (braucht man 3 FAQs und 10
> englischsprachige Regelupdates ums spielen zu können?)...

Ich denke, dass es zu 3 oder 4 Spielern ca. 8 Stunden dauert. Ab 5 Spielern schafft man es in 6 Stunden. Die Regeln sind in der Tat komplex. Wir haben sicher 3-4 Spiele gebraucht, um fehlerfrei spielen zu können. Aber man kann die Regeln ohne fremde Hilfe komplett verstehen. Man braucht aber mindestens eine Person, die bereit ist am Tag nach dem Spiel nochmal die Regeln durchzuarbeiten.

Ich finde, dass 'Zeitalter der Renaissance' um Längen besser ist als Civ.

Ciao ;-)

Tobias (der n8s auch schonmal von einer Umsetzung von Renaissance träumte, es aber tagsüber nicht mehr für sinnvoll hielt)

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Ronald Novicky

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 13:13

>
> Also es lohnt sich, wenn man mindestens 5 Spieler hat, die
> bereit sind sich 6 Stunden darauf einzulassen! Nur wenn jeder
> auch mitdenkt, macht das Spiel wirklich Spass!

Das ist wirklich ein wichtiger Punkt: Die Leute müssen mitdenken! Sonst kann es passieren, dass man anderen das Spiel einfach vermiest. Bei ZdR geht es eigentlich weniger darum, ein zusammenhängendes Reich zu bilden, sondern zur rechten Zeit die richtigen Felder zu besitzen. Wenn man Mitspieler hat, die stur jeden Angriff als extrem aggressiven Akt bezeichnen und anschließend einen 'Koste-es-was-es-wolle'-Rachefeldzug starten, ist das Spiel recht schnell für die beiden vorbei.
>
> > Kurzum: wie isses spielerisch, wie lange dauert es in der
> > Praxis, was ist die optimale Mitspielerzahl, wie verständlich
> > sind die deutschen Regeln (braucht man 3 FAQs und 10
> > englischsprachige Regelupdates ums spielen zu können?)...

Wenn Du Civ & History of the World (dt.Titel: Empire) kennst, solltest Du keine Probleme haben. Unserer Meinung nach (unser = meine lieben Spielerunden) ist das eine gelungene Mischung aus beiden Spielen mit zusätzlich einem Schuß Würze. Die einzige Lücke in den Regel betrifft meines Erachtens nach nur die 'War'-Karte (siehe untenstehenden Thread). Ansonsten ist die Regel zwar etwas seltsam strukturiert, aber in Ordnung (ich spreche hier nur von der englischen, die deutsche kenn ich nicht). Ich halte das Spiel auch zu dritt für sehr gut spielbar, da der Designer die Größe des Spielplanes an die Anzahl der Spieler anpaßt. Optimal sind natürlich 6 Leute, da ist dann wirklich was los!

Die Spieldauer liegt bei uns zu sechst bei 6 Stunden; wobei jeder das Spiel natürlich kennt. Die erste Partie wird wohl länger dauern :-)

>
> Ich finde, dass 'Zeitalter der Renaissance' um Längen besser
> ist als Civ.

Civ hat das Problem der extrem zähen Bewegungsphase, besonders bei vielen Spielern. Die fällt bei AoR (oder ZdR) weg. Dadurch, dass bei ZdR jeder Spieler jede 'Civ'-Karte kaufen kann, fällt aber leider der Reiz des Bazaar's weg (wir haben bei Civ die Zivilisationskarten immer auf einen Extratisch gelegt und in der Kaufphase hat dann jeder herumgustiert und gehofft, dass 'seine' noch da ist, wenn er zum Kaufen dran kommt).
Ansonsten halte ich ZdR ebenfalls für wesentlich besser als Civ.

lg
Ronald.

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Kathrin Nos
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Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Kathrin Nos » 4. September 2001, 13:15

Hallo Roman,

also für uns (Achtung: Sehr subjektive Meinung natürlich) hat sich das Zeitalter der Renaissance sehr gelohnt. Wir sollten mittlerweile bei einer zweistelligen Anzahl von absolvierten Partien sein - dadurch, dass man eben an einem Wochenende nur eine Partie schafft und dazu auch erstmal die Leute zusammenhaben muss, kommt eben, wie Du schon sagst, nur relativ selten eine Partie zustande.

Ein paar Worte zu den Regeln: Diese sind tatsächlich ziemlich heftig. Vor der ersten Partie haben wir ziemlich lang gebraucht, bis wir durch waren, haben dann den falschen Einstieg gefunden und viel zu agressiv losgespielt - gleich Konflikte angefangen, wo es eher noch nicht nötig war und Ähnliches. Erst die zweite Partie hat uns dann überzeugt. Nach und nach hat sich einiges geklärt, aber wir haben selbst in den letzten Partien noch Sachen gefunden, die wir vorher falsch gespielt hatten (Tip vielleicht an der Stelle: Mit verbissenen Regelauslegern könnte da Konfliktpotential liegen - zum Glück ist unsere Spielerrunde da sehr tolerant).

Zur Spieldauer: Zu dritt haben wir etwa vier Stunden gebraucht, zu viert etwa sechs Stunden reine Spielzeit - Extrazeit für Essenszubereitung (oder zum Beschaffen desselben) oder so sollte man wohl berücksichtigen.

Sehr geholfen hat uns die englische FAQ-Seite, die wir bei Luding gefunden haben, siehe Link. Etwas verwirrend ist, dass die englische/amerikanische Ausgabe sich von der europäischen, d.h. französisch/deutschen Ausgabe teilweise unterscheidet.

Ok, aber noch ein paar Worte zum Spielreiz (freilich wieder subjektiv): Dass dieser für uns sehr hoch ist, merken wir daran, dass wir nach dem Spiel immer locker noch mindestens ein, zwei Stunden über "Wie hätte ich dies oder jenes besser machen können" oder "Vielleicht beim nächsten Mal das und das ausprobieren" diskutieren. Es eröffnen sich also immer noch neue Strategien, die man mal gerne ausprobieren möchte. Mal abgesehen davon, dass sich die verschiedenen Hauptstädte sehr unterschiedlich spielen.

Wobei man bei möglichen Kritikpunkten anlangen könnte: Denn gerade die unterschiedliche Ausgangsposition der Hauptstädte Venedig, Genua, Barcelona (bei drei Spielern), Paris (vierter Spieler), London (fünfter) und Hamburg (sechster) bietet zwar sehr unterschiedliche Herausforderungen. Unserer Erfahrung nach haben es aber insbesondere die Mittelmeeranrainer eher leichter als die anderen Hauptstädte (bisher haben wir max. zu fünft gespielt, also noch nie mit Hamburg).

Das Glückselement beim Kartenziehen (für einige ist das, soweit ich das in Diskussionen hier im Forum oder auch im Spiele-Archiv mitbekommen habe, auch ein Kritikpunkt) sorgt dafür, dass man manchmal, sozusagen "event-driven", seine Strategie kurzfristig umstellen muss, um etwa Nachlässe von Persönlichkeiten anwenden zu können.

Man muss natürlich auch höllisch darauf achten, was die anderen machen: Besonders, wenn jemand den Fortschritt "Heilige Absolution" kauft, muss man schnellstmöglich nachziehen und diese ebenfalls kaufen, weil man sonst in jeder Runde ohne diesen Fortschritt Marker an alle mit diesem Fortschritt verliert - sehr frustrierend!

So, mittlerweile sind mir Tobias und Ronald mit ihren Posting zuvorgekommen ;-)
Aber auf ihren Vergleich mit Civi möchte ich schon kurz noch eingehen. Denn auch wir fanden ZdR besser als Civi, unter anderem weil man nicht so lange Leerlaufphasen hat, das Spiel also deutlich flotter geht.

Alles Gute wünscht
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Holger Janssen

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Holger Janssen » 4. September 2001, 13:25

Tobias Lang schrieb:
>
> Hi Roman :-)
>
> > nachdem ich bisher nur die Ehre hatte, mal nebenher einer
> > Partie "Zeitalter der Renaissance" zuzuschauen und leider nur
> > sehr wenige Rezensionen über die deutsche Ausgabe zu finden
> > sind, würde mich Eure Meinung zum Spiel mal interessieren
> > (d.h. ob sich's für mich lohnt... ;-).
>
> Also es lohnt sich, wenn man mindestens 5 Spieler hat, die
> bereit sind sich 6 Stunden darauf einzulassen! Nur wenn jeder
> auch mitdenkt, macht das Spiel wirklich Spass!

Mitdenken ist natürlich wichtig, allerdings finde ich auch das Spiel auch mit 4 Spielern sehr gelungen. Die 3er Varianten eignet sich zum Lernen des Mechanismus auch recht gut.

> > Kurzum: wie isses spielerisch, wie lange dauert es in der
> > Praxis, was ist die optimale Mitspielerzahl, wie verständlich
> > sind die deutschen Regeln (braucht man 3 FAQs und 10
> > englischsprachige Regelupdates ums spielen zu können?)...
>
> Ich denke, dass es zu 3 oder 4 Spielern ca. 8 Stunden dauert.
> Ab 5 Spielern schafft man es in 6 Stunden. Die Regeln sind in
> der Tat komplex. Wir haben sicher 3-4 Spiele gebraucht, um
> fehlerfrei spielen zu können. Aber man kann die Regeln ohne
> fremde Hilfe komplett verstehen. Man braucht aber mindestens
> eine Person, die bereit ist am Tag nach dem Spiel nochmal die
> Regeln durchzuarbeiten.

Ich weiss nicht, warum die Spieldauern mit der Anzahl der Mitspieler abnehmen soll. Ich halte eine Hausnummer von ca. 2h pro Epoche für angemessen. Die Spielerzahl spielt da eigentlich keine Rolle; der Spielertyp der Mitspieler um so mehr. Nach etwas Spielerfahrung sollte man das Spiel auch deutlich beschleunigen können. Das Spiel besteht aus drei Epochen, wobei die dritte nicht immer vollständig ausgespielt wird. Theoretisch kann man nach jeder Epoche abbrechen. Gerade wenn man nach der ersten Epoch abbricht, ändert sich das Spielgefühl natürlich deutlich.
Ohne Spielleitung durch einen, der die Regeln kennt, wird man sicherlich etwas brauchen, um sich zurechtzufinden. Die Beispielpartie in den Regeln ist da sicher sehr hilfreich. Wenn man Spiele wie Civ. kennt, sollte man aber keine großen Probleme haben.

> Ich finde, dass 'Zeitalter der Renaissance' um Längen besser ist als Civ.

Zumindest hat es mal mehr Unterschiede als man vielleicht zunächst vermutet.

Holger

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Ronald Novicky

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 13:27

Kathrin Nos schrieb:
>

> Etwas verwirrend ist, dass
> die englische/amerikanische Ausgabe sich von der
> europäischen, d.h. französisch/deutschen Ausgabe teilweise
> unterscheidet.
>
Wirklich? An welchen Regeln haben die schon wieder rumdoktoren müssen ???

Ronald.

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Holger Janssen

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Holger Janssen » 4. September 2001, 13:34

Ronald Novicky schrieb:
> Kathrin Nos schrieb:
> > Etwas verwirrend ist, dass
> > die englische/amerikanische Ausgabe sich von der
> > europäischen, d.h. französisch/deutschen Ausgabe teilweise
> > unterscheidet.
> >
> Wirklich? An welchen Regeln haben die schon wieder
> rumdoktoren müssen ???

Das sind einige kleine Punkte.
Der wichtigste ist wohl die Änderung der Senkung des misery index und die Funktion von patronage. Diese Regeln wurden etwas vereinfacht.
Außerdem haben sich einige Fortschritte verändert.

Allerdings sind alle diese Änderung mit dem Designer abgesprochen und auch auf diversen websites nachzulesen.

Holger

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Volker L.

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Volker L. » 4. September 2001, 13:39

Holger Janssen schrieb:
>
> Ronald Novicky schrieb:
> > Kathrin Nos schrieb:
> > > Etwas verwirrend ist, dass
> > > die englische/amerikanische Ausgabe sich von der
> > > europäischen, d.h. französisch/deutschen Ausgabe teilweise
> > > unterscheidet.
> > >
> > Wirklich? An welchen Regeln haben die schon wieder
> > rumdoktoren müssen ???
>
> Das sind einige kleine Punkte.
> Der wichtigste ist wohl die Änderung der Senkung des misery
> index und die Funktion von patronage. Diese Regeln wurden
> etwas vereinfacht.
> Außerdem haben sich einige Fortschritte verändert.

Na schoen, zweimal habe ich diese Frage schon gestellt, ohne eine
aussagekraeftige Antwort zu bekommen, da jetzt offenbar inzwischen
mehr Leute hier beide Spiele kennen, versuche ich es ein drittes
Mal:
Loht es sich, die deutsche Version "Zeitalter der R." zu kaufen,
wenn man schon die englische Version "Age of R." hat?
Gruss, Volker (hofft endlich auf Antworten von Leuten, die beide
Versionen schon kennen).

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Stefan-spielbox

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Stefan-spielbox » 4. September 2001, 13:44

>Loht es sich, die deutsche Version "Zeitalter der R." zu kaufen,
>wenn man schon die englische Version "Age of R." hat?
>Gruss, Volker (hofft endlich auf Antworten von Leuten, die
>beide Versionen schon kennen).

Kurz und knapp: Nö. Einzig wer Probleme mit der englischen Sprache hat (und bei Neuspielern ist die Akzeptanz eines deutschsprachigen Spieles größer) ist mit der ZdR besser bedient. Die kleineren "Verbesserungen" in der Eurogames-Version haben keinen großen Einfluß auf das Spiel an sich und lassen sich notfalls auch in der engl. Version einbauen.

Stefan

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Ralf Arnemann
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Re: lohnen Konflikte?

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. September 2001, 13:47

> Bei ZdR geht es ... darum, ... zur rechten Zeit die richtigen
> Felder zu besitzen.
Eben. Und solche Felder will ich natürlich nicht abgenommen bekommen.

> Wenn man Mitspieler hat, die stur jeden Angriff als extrem
> aggressiven Akt bezeichnen und anschließend einen
> 'Koste-es-was-es-wolle'-Rachefeldzug starten,
"Wer mir nach dem Leben strebt, dem wird wieder danach gestrebt" oder so ähnlich. Ich finde es in der Regel schon nützlich, daß die Leute sich das dreimal überlegen, bevor sie meine Felder angreifen. Eine glaubhafte Drohung mit Rachefeldzug wirkt sich in der Regel sehr positiv auf den eigenen Besitzstand aus.

Natürlich läuft das ZdR etwas anders als bei üblichen Eroberungsspielen. Je nach Kartenbesitz können einzelne Felder kurzzeitig für einen Spieler deutlich an Wert gewinnen. Was aber doch keineswegs dafür spricht, ihm diese zu überlassen.

Ich kann ZdR nicht wirklich gut beurteilen, da ich bisher nur solitär probespielen konnte.
Aber es würde mich doch überraschen, wenn die Logik von Angriff und Abschreckung wirklich so viel anders wäre als bei vergleichbaren Spielen.

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Kathrin Nos
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Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Kathrin Nos » 4. September 2001, 13:48

Hier ein Link zu den Unterschieden von AoR zu ZdR.

Alles Gute von
Kathrin.
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Dirk Piesker
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Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Dirk Piesker » 4. September 2001, 13:52

Hallo Roman,

damit Du auch mal eine negative Meinung zu ZdR liest, gebe ich hier auch mal meinen Senf dazu.

Zu Beginn hat uns das Spiel sehr viel Spass gemacht. Alle in unserer Runde mögen komplexe Strategiespiele.
An irgendeinem Punkt ist das Spiel aber "auseinandergebrochen". Jeder konnte fast überall hin, und einen wirksamen Schutz gegen solche Angriffe gab es irgendwie nicht.
Die Ereignisse waren in ihren Auswirkungen ausserdem zu drastisch. Ich mag nicht 2 Stunden taktieren und planen, und dann sagt mir eine Ereigniskarte, dass ich doch bitte die Hälfte meiner Länder verliere...
Was in den vorangegangenen Postings auch anklang: Die Auswahl der Mitspieler sei von grosser Bedeutung. Damit habe ich manchmal (oft?) ein Problem. Entweder ein Spielmechanismus funktioniert (egal wie destruktiv jemand spielt), oder aber das ganze Spiel geht mit diesem Mitspieler den Bach runter. Sowas darf meines Erachtens nicht passieren.

Meine Erfahrungen beruhen auf der englischen Version und liegen schon einige Zeit zurück...

Dirk

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Ralf Arnemann
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Wo wird Renaissance gespielt?

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. September 2001, 13:58

Ich mißbrauche die Gelegenheit ganz kurz für eine Spielpartner-Suche.
Seit Jahren liegt dieses schöne Spiel bei mir im Regal, und mangels Mitspielern konnte ich nur einige Solo-Versuche machen.
Gibt es aktive ZdR-Runden im Rhein-Main-Gebiet?

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Ralf Arnemann
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Qualität von Mitspielern

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. September 2001, 14:01

> Entweder ein Spielmechanismus funktioniert (egal wie destruktiv
> jemand spielt), oder aber das ganze Spiel geht mit diesem
> Mitspieler den Bach runter.
Das sehe ich nicht so.
Es gibt Spielmechanismen, die halten "schlechte" Mitspieler aus, und andere kippen dann. Und trotzdem müssen sie nicht schlecht sein, im Gegenteil, die "Robustheitsforderung" würde uns um eine Reihe ganz hervorragender Spiele bringen (mein Lieblingsbeispiel:
das alte "Dune").

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Holger Janssen

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Holger Janssen » 4. September 2001, 14:07

Volker L. schrieb:
> Na schoen, zweimal habe ich diese Frage schon gestellt, ohne
> eine aussagekraeftige Antwort zu bekommen, da jetzt offenbar
> inzwischen mehr Leute hier beide Spiele kennen, versuche ich es ein
> drittes Mal:
> Loht es sich, die deutsche Version "Zeitalter der R." zu
> kaufen, wenn man schon die englische Version "Age of R." hat?
> Gruss, Volker (hofft endlich auf Antworten von Leuten, die
> beide Versionen schon kennen).

Der wesentliche Zusatz bei der deutschen Version sind kleine Kärtchen für die einzelnen Provinzen/Güter, die man vor sich auslegen kann. Dadurch erspart man sich das alte commodity log, das doch etwas unübersichtlich und aufwendiger zu aktualisieren war.
Wenn du also in diesem Bereich Verbesserungsbedarf hast, wird sich eine zweite Anschaffung lohnen.
Nur um die Regeländerungen zu benutzen, braucht man die zweite Ausgabe nicht unbedingt. Man muss dann halt das advance log von Hand ändern.

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Ronald Novicky

Re: lohnen Konflikte?

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 14:14

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Natürlich läuft das ZdR etwas anders als bei üblichen
> Eroberungsspielen. Je nach Kartenbesitz können einzelne
> Felder kurzzeitig für einen Spieler deutlich an Wert
> gewinnen. Was aber doch keineswegs dafür spricht, ihm diese
> zu überlassen.
>
> Ich kann ZdR nicht wirklich gut beurteilen, da ich bisher nur
> solitär probespielen konnte.
> Aber es würde mich doch überraschen, wenn die Logik von
> Angriff und Abschreckung wirklich so viel anders wäre als bei
> vergleichbaren Spielen.

Der Trick ist, laß es ihm doch - vermutlich hat er irgendeine passende Karte und kommt vermutlich nach mir dran. Ich habe vielleicht ein bisserl weniger Einkommen, aber bevor ich mich jetzt sinnlos mit diesem Spieler prügle, versuche ich doch lieber die Felder zu kriegen, für die ich Karten habe (oder von denen ich vermute, dass ein anderer Spieler die Karte in der Hand hat). Dadurch gewinne ich in der Regel wesentlich mehr.
Die Drohung eines Spielers: 'Wennst mich da angreifst, hau ich nächste Runde nur mehr auf dich ein!!!' zeugt maximal von seiner Ideenlosigkeit und sollte eigentlich nicht beeindrucken (Ausnahme: Ich war in den Vorrunden grundlos böse zu ihm - jaja, sowas gibt's auch). Denn wenn er sich die Situation genau überlegt, bringt ihm ein 'Rachefeldzug' gar nix, er schadet nur beiden Beteiligten.
Außerdem ist das ja kein Wargame, sondern ein Handelsspiel :-)))

lg
Ronald.

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Carsten Wesel

Re: Qualität von Mitspielern

Beitragvon Carsten Wesel » 4. September 2001, 14:22

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Entweder ein Spielmechanismus funktioniert (egal wie destruktiv
> > jemand spielt), oder aber das ganze Spiel geht mit diesem
> > Mitspieler den Bach runter.
> Das sehe ich nicht so.

Aber es kommt dem sehr nahe. Wenn ich z.B. Dauerüberleger habe, dann kann der Spielmechanismus nur funktionieren, wenn eine Sanduhr dabei ist. Verblüffend ist dann, daß unser bekennender Dauerüberleger bisher fast alle Runden "Laguna" gewonnen hat.

Gruß Carsten (der sich in Essen verschiedene Sanduhren kaufen wird)

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Marten Holst

Lohnen Konflikte? (allgemeine Strategiefrage)

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 14:28

Moinle,

ich löse das mal ein wenig von ZdR, da ich das Spiel nicht kenne.

> > Aber es würde mich doch überraschen, wenn die Logik von
> > Angriff und Abschreckung wirklich so viel anders wäre als bei
> > vergleichbaren Spielen.
>
> Die Drohung eines Spielers: 'Wennst mich da angreifst, hau
> ich nächste Runde nur mehr auf dich ein!!!' zeugt maximal von
> seiner Ideenlosigkeit und sollte eigentlich nicht
> beeindrucken (Ausnahme: Ich war in den Vorrunden grundlos
> böse zu ihm - jaja, sowas gibt's auch). Denn wenn er sich die
> Situation genau überlegt, bringt ihm ein 'Rachefeldzug' gar
> nix, er schadet nur beiden Beteiligten.

Eine spannende spieltheoretische Frage, das "nicht-teilspielperfekte Gleichgewicht" liegt hier vor (sprich: eine unglaubwürdige Drohung). Aber gerade bei längeren Spielen kann es durchaus lohnend sein, in früheren Runden "irrational" zurückzuschlagen, auch wenn es schadet, da dann die anderen wissen, dass man es ernst meint. Von daher ist das nicht so ideenlos, wie Du denkst.

Abgesehen davon, dass Du inhaltlich gerade erklärst, dass wenn Du mich haust und ich im Reflex zurückhaue, ich alleine Schuld an der Schlägerei bin...

Tschüß
Marten (liebt Handelsspiele mit liebgewonnenen Erzfeinden)

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Ralf Arnemann
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Re: lohnen Konflikte?

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. September 2001, 14:34

> Der Trick ist, laß es ihm doch - vermutlich hat er irgendeine
> passende Karte ...
Eben das sollte doch eine Motivation sein, ihm das Feld NICHT zu gönnen.
Ein Feld mehr oder weniger, wie in anderen Spielen auch, das wäre ja gar nicht so schlimm. Aber einem Mitspieler z. B. ein Silk mehr und damit FETTE Einnahmen zu überlassen, das sollte man sich sehr überlegen.

> Die Drohung eines Spielers ... zeugt maximal von seiner
> Ideenlosigkeit und sollte eigentlich nicht beeindrucken.
Das ist ja eine alte Diskussion (und ich habe weiterhin den Eindruck, bei ZdR ist die auch nicht anders zu führen als bei vergleichbaren Spielen).
Auf den ersten Blick ist es natürlich sinnvoller, ein verlorenes Feld abzuhaken und sich der Zukunft zuzuwenden. Ein "Rachefeldzug" rechnet sich eigentlich nie, sondern ruiniert den "Rächer" genauso wie seinen Kontrahenten (und die Mitspieler freuen sich).
Aber genau mit dieser Mentalität lädt man ja geradezu dazu ein, einem die Felder abzunehmen.
Während die GLAUBHAFTE Drohung mit Rache durchaus was bringen kann.

>Außerdem ist das ja kein Wargame, sondern ein Handelsspiel :-)))
Hihi, so politisch korrekt ist seit der Risiko-Umarbeitung auf "Befreien" kein Kriegsspiel verpackt worden ...

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Ralf Arnemann
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Re: Lohnen Konflikte? (allgemeine Strategiefrage)

Beitragvon Ralf Arnemann » 4. September 2001, 14:43

> Aber gerade bei längeren Spielen kann es durchaus lohnend sein,
Und noch viel mehr, wenn man öfter mal zusammen spielt.
Eine Partie mal in den Sack zu hauen, weil man per Rachefeldzug seine allgemeine Glaubwürdigkeit erhöhen will, kann ein sehr sinnvolles Opfer sein.

Wobei man das auf keinen Fall übertreiben darf. Ein gewisses Maß an Aggression muß man sich schon gefallen lassen, sonst werden Spiele ja völlig statisch.

Wo ich zum Beispiel knallhart werde, ist die Frage der Einhaltung von Abmachungen. Verträge müssen eingehalten werden, und zwar im Geiste einer konstruktiven Abmachung, nicht mit spitzfindigen Tricks in der Auslegung.

Das kann umgekehrt auch bedeuten, daß man auf einen Zug verzichten muß, der den sofortigen Sieg bringen würde, wenn man damit gegen eine Abmachung verstoßen würde.

Es hat mich über die Jahre schon etwas gekostet, dieses Prinzip zu leben. Aber es lohnt sich - zumindestens in unserem Spielerklub wird sich keiner mehr trauen, mich reinzulegen.

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Ronald Novicky

Re: Lohnen Konflikte? (allgemeine Strategiefrage)

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 14:44

Marten Holst schrieb:
>
> ich löse das mal ein wenig von ZdR, da ich das Spiel nicht
> kenne.
Bei normalen multiplayer 'Wargames' läuft's auch ein bisserl anders...
>
> "nicht-teilspielperfekte Gleichgewicht" liegt hier vor
> (sprich: eine unglaubwürdige Drohung). Aber gerade bei
> längeren Spielen kann es durchaus lohnend sein, in früheren
> Runden "irrational" zurückzuschlagen, auch wenn es schadet,
> da dann die anderen wissen, dass man es ernst meint. Von
> daher ist das nicht so ideenlos, wie Du denkst.
Wenn sich eine Runde gut kennt, ist dieses 'Präventivretourschlag' nicht nötig. Bei neuen Spielern möglicherweise überlebenswichtig...

>
> Abgesehen davon, dass Du inhaltlich gerade erklärst, dass
> wenn Du mich haust und ich im Reflex zurückhaue, ich alleine
> Schuld an der Schlägerei bin...
Ist doch schön, wenn so eine Argumentation funktioniert, hehe. Aber das habe ich nicht gemeint. AoR/ZdR hat nun mal ein Eigenleben in der oben genannten Sparte. Ich gehe davon aus, dass die Spieler versuchen, aus ihrem Zug das Optimum rauszuholen; das muss nicht immer ein Gegenschlag sein. Ist doch viel schöner, wenn ich gewinne, als wenn ich niedrige Instinkte wie Rache befriedige... .

lg
Ronald.

>
> Tschüß
> Marten (liebt Handelsspiele mit liebgewonnenen Erzfeinden)

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Ronald Novicky

Re: lohnen Konflikte?

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 14:51

Ralf Arnemann schrieb:
>
> > Der Trick ist, laß es ihm doch - vermutlich hat er irgendeine
> > passende Karte ...
> Eben das sollte doch eine Motivation sein, ihm das Feld NICHT
> zu gönnen.
> Ein Feld mehr oder weniger, wie in anderen Spielen auch, das
> wäre ja gar nicht so schlimm. Aber einem Mitspieler z. B. ein
> Silk mehr und damit FETTE Einnahmen zu überlassen, das sollte
> man sich sehr überlegen.

Nur kann ich es halt nimmer verhindern - er kauft so 30 Counter, kommt als letzter dran, erobert 2 Silk von mir und spielt nächste Runde die Silk-Karte. Silk ist also bis ins nächste Deck Vergangenheit - soll ich jetzt wirklich zurückschlagen oder soll ich meine Strategie lieber auf meine Karten lenken? Ich glaub' letzteres bringt mir mehr.


> > Die Drohung eines Spielers ... zeugt maximal von seiner
> > Ideenlosigkeit und sollte eigentlich nicht beeindrucken.
> Das ist ja eine alte Diskussion (und ich habe weiterhin den
> Eindruck, bei ZdR ist die auch nicht anders zu führen als bei
> vergleichbaren Spielen).
> Auf den ersten Blick ist es natürlich sinnvoller, ein
> verlorenes Feld abzuhaken und sich der Zukunft zuzuwenden.
> Ein "Rachefeldzug" rechnet sich eigentlich nie, sondern
> ruiniert den "Rächer" genauso wie seinen Kontrahenten (und
> die Mitspieler freuen sich).
> Aber genau mit dieser Mentalität lädt man ja geradezu dazu
> ein, einem die Felder abzunehmen.
> Während die GLAUBHAFTE Drohung mit Rache durchaus was bringen
> kann.
>
Stimmt schon - bei manchen Spielern funktioniert das. Bei anderen nicht...

> >Außerdem ist das ja kein Wargame, sondern ein Handelsspiel
> :-)))
> Hihi, so politisch korrekt ist seit der Risiko-Umarbeitung
> auf "Befreien" kein Kriegsspiel verpackt worden ...

Wir spielen Risiko immer noch nach der alten Regel - wir erobern :)

lg
Ronald.

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Marten Holst

Crossgaming

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 14:59

Moinle,

> > Aber gerade bei längeren Spielen kann es durchaus lohnend
> sein,
> Und noch viel mehr, wenn man öfter mal zusammen spielt.
> Eine Partie mal in den Sack zu hauen, weil man per
> Rachefeldzug seine allgemeine Glaubwürdigkeit erhöhen will,
> kann ein sehr sinnvolles Opfer sein.

...was natürlich wieder noch nicht ganz, aber verdammt nahe am Crossgaming ist, und damit Bäbä. Ja, auch ich muss gestehen, dass ich mich darauf verlasse, dass bestimmte Mitspieler auch bei Spielen wie Intrige oder Dippy einen nie wirklich übers Ohr hauen, andere schon, eine mir bekannte Dame neigt bevorzugt zum Schießen gegen den Führenden, ein mir bekannter Herr spielt "ohne Vergangenheit", wird sich also nie rächen, man weiß es und man bekommt es nicht heraus. Dennoch sollte man den Eindruck in einem Spiel nicht bewusst für ein anderes auftreten lassen - weniger wegen unfair, als mehr wegen der Gefahr, dass andere dann ihrerseits Präventivrache üben, weil ich so böse bin.

Tschüß
Marten (soooooooo böse)

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Arne Hoffman

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Arne Hoffman » 4. September 2001, 19:07

Hallo Roman!

Ist ja schon einiges hier geantwortet worden. Bevor ich jetzt gleich bei AD&D zum Zwerg werde, hier noch mein Beitrag dazu (hast ja der Runde eine Zeit lang zuschauen koennen). Spass hat mir die Partie schon gemacht. Jedoch hatten ich zwischendurch einen Durchhaenger, in dem ich nicht wusste, was denn ein sinnvoller Zug waere (ich denke, dies laesst mit Erfahrung ab). Ferner hatten wir einen Mitspieler, der weit vorne lag, so dass auch mit grossen Bemuehungen dessen Sieg nicht zu verhindern war. Das sehe ich etwas als Nachteil an, hat mich aber in der Partie noch nicht gross gestoert.

Ich glaube, Dirk hatte es angesprochen: Zum Ende hin koennen viele Spieler den Grossteil der Felder auf dem Spielplan erreichen. Da wird es arg unuebersichtlich und man kann kaum vorausplanen - erscheint mir momentan so, bitte korrigiert mich wenn dies mit zunehmender Erfahrung besser wird :o) Ich vermisse es etwas, dass man Provinzen nicht besser verteidigen kann, wenn man sie unbedingt halten moechte. Der Gegner weiss genau, wieviele Einheiten er benoetigt um den Kampf durchfuehren zu koennen und dann entscheidet die Zugreihenfolge ueber die Wahrscheinlichkeit des Kampfausgangs (zusaetzlich noch ein paar moegliche Modifikatoren durch ein paar der Ereigniskarten). Dies missfaellt mir etwas, aber vielleicht haben wir da bei der Zugreihenfolge nicht genug aufgepasst.

Abschliessend muss ich sagen, dass es mir Spass gemacht hat und dass ich Renaissance gerne wieder spielen werde (lieber heute als morgen :o)) ) - schon allein um moegliche Taktiken und Strategien herauszufinden, die bei einer Partie in zwei Jahren schlecht erlernbar sind....

Noch zu dem Vergleich mit Civi: Mir gefallen beide sehr gut. Civi hat seine schoene Handelsphase, Renaissance spielt sich fluessiger, auch wenn ich bei letzterem momentan weniger Moeglichkeiten sehe einen Fuehrenden stoppen zu koennen, als bei Civi.

Tschoe,

- Arne -

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Markus Barnick

Re: Zeitalter der Renaissance - lohnend?

Beitragvon Markus Barnick » 4. September 2001, 20:48

ich hatte das Glück, es von jemanden erklärt zu bekommen, der es kannte. Wir haben es zu 5. gespielt.
Ich hab vorher mal die deutsche Regel durchgearbeitet - und bin nicht ganz klar gekommen.
An sich ist es ja nicht soooo schwer, grad wenn man Civi kennt. Gut sind in diesem Spiel die Strategiehinweise, auch wenn das Anfänger überfordert. Man muß es unbedingt öfter spielen, bis man so einigermaßen durchblickt. Daß es nix für Gelegenheitsspieler ist, ist wohl jedem klar.
Wir hatten beim Spiel den Fehler gemacht, uns eher gegenseitig zu attakieren, anstatt gegen den Führenden loszugehen, der dann natürlich gewonnen hat.
Was ich noch falsch gemacht habe, war, daß ich unbedingt von einer - ich sag jetzt mal "Eigenschaft", weil mir der rechte Begriff nicht mehr einfällt - unbedingt alle Punkte haben wollte. Dabei ist es besser, sich gleichmäßig zu entwickeln, also die 20er von hier und von da und von dort. So bin ich am Ende auf dem Elendsbarometer elendig abgerutscht.
Auch wenn mir Spiele dieser Art nicht so sehr liegen, fand ichs nicht schlecht.


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