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Ausstattung vs. Spielwert

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Ronald Novicky

Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Ronald Novicky » 4. September 2001, 08:35

Viele Postings enthalten die Aussage 'gutes Spiel aber schlechte Ausstattung'. Oft stelle ich auch fest, dass in Kritiken gute Spiele als 'naja, aber mit dem Spielmaterial' als eigentlich nicht kaufenswert abgetan werden.

Freilich haben die 'German Games' einen gewissen Qualitätsstandard in die Branche gebracht und nahezu keine Firma, die diese Art von Spielen erzeugt, kann sich dem verschliessen, ohne böse Reaktionen von diversen Kritikern hervorzurufen.

Aber wie wichtig ist euch das? Bei uns herrscht die Meinung vor, dass ein guter Counter (oder 'Pappplättchen' wie's auf Deutsch so schön heißt) informativer und oft auch schöner designed sein kann als irgendein Holztrumm, welches vage Ähnlichkeit mit einem Schiff (oder was auch immer) hat. Natürlich hängt das auch vom Spiel ab; wenn es reicht zu markieren, wo die Spielfigur gerade steht, ist das wohl genug. Wenn ich mehr Informationen im Spiel haben will (z.B. Zugmöglichkeiten, Kampfwerte, Wert der Figur, diverse Sonderfähigkeiten... etc.) ist für mich ein Counter mit den entsprechend aufgedruckten Zahlen und einem hübschen Bild wesentlich angenehmer.

Würdet Ihr ein Spiel wie z.B. KREML wegen des Materials nicht kaufen, selbst wenn ihr es sehr gut finden würdet?

Und wie weit glaubt ihr, läßt sich der Spielekonsument von 'Verpackung' blenden? Ich habe bei mir schon öfter festgestellt, dass ich wegen einer tollen Ausstattung ein Spiel gekauft habe, welches dann friedlich in meinem Schrank ruht, weil hinter der Fassade sich eigentlich nix verbirgt.

lg
Ronald.

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Hanno Schwede

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Hanno Schwede » 4. September 2001, 08:57

Hallo Ronald

ich versuche da zu trennen

a. Es gibt gute Spiele (stimmiger mechanismus, spannungskurve, abwechslungsreich...)

b. Es gibt schöne Spiele (dekorativ, schöne farben..)

c. Es gibt gut designte Spiele (gut unterscheidbare spielerfarben, gute regeln....)

und es gibt wenige Fälle bei denen alle drei Kriterien zu treffen. Ich zähle mal ein paar Spiele auf und gebe dabei an was zutrifft.

Quarto (abc)
Händler von Genua (ac)
Fürsten von Florenz (ac)
La Citta (abc)
El Grande (abc)
Siedler (ac)
Attila (a)
Muscat (a,b)

Ich denke allerdings auch das wir in Deutschlan ein wenig verwöhnt sind was das Material angeht....

sigdmwwt SPIELEN

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Hanno

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Stefan-spielbox

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Stefan-spielbox » 4. September 2001, 10:33

weiteres beispiel:

lieber das alte mayfair cosmic encounter (gelegentlich bei ebay, letzten sonntag fuer 72 DM) mit langweiligen papp-plaettchen und dafuer vielen spielern, vielen erweiterungen,

oder das neue CE (~80 DM) mit buntem spielbrett und tollen plastikraumschiffen, die natuerlich optisch was hermachen - dafuer fuer nur 4 spieler und mit nur 15(??) maechten. keine chance in absehbarer zeit erweiterungen dafuer zu bekommen...


... also fuer mich ist die wahl klar - auch wenn neue mitspieler erstmal stoehnen ueber die grafik: "das ist wohl aus dem 70ern".



Tschau
Stefan

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. September 2001, 11:32

Ich denke, es muß alles irgendwie zusammenpassen.

Wobei mir persönlich die Handhabbarkeit und Übersichtlichkeit des Spielmaterials wichtiger ist als die künstlerische Gestaltung.

Wenn z.B. Counter aus recht billiger Pappe sind (das war in deen 70ern und 80ern bei Importspielen gerne der Fall), sodaß man sie nur mit höchstem feinmotorischem Einsatz aufheben und versetzen kann, ohne gleich das ganze Spielfeld in Unordnung zu bringen, dann kann einem das schon das Spiel verleiden. Oder wenn die Grafiken auf den Countern so ähnlich oder klein sind, daß man ständig sich über das Spielfeld beugen muß, um etwas zu erkennen, weil man vom Spielfeldrand aus nichts mehr erkennt. Oder wenn die Spielepackung nicht zuläßt, daß die Counter sinnvoll sortiert aufbewahrt werden und man bei jedem Spielstart, erst mals sortieren muß. (Ja, ich weiß, es gibt inzwischen ZIP-Beutel und wir haben uns seinerzeit mit leeren Streichholzschachteln - für jüngere Teilnehmer: Vorläufer der Feuerzeuge ;-) - beholfen.
Und dann gab es noch die schlecht verleimten Counter, die sich nach einigen Spielen auflösten ... Auch bei Countern gibt es solche und solche ... und manche Counter könnten auch durch handlichere Holzsteine ersetzt werden.

Kurz: Unpraktisches Material kann einem den Spielspaß schon verleiden, wenn man darauf angewiesen ist, es zu benutzen. (Die Wertungssäulen von Capitol kann man wenigstens durch einen Zettel mit Bleistift mehr als ersetzen.) Das Material muß brauchbar sein.

Gegen 70er-Jahre-Grafik habe ich nichts einzuwenden.

"Das Auge spielt mit." - Ich denke, daß auch das Spielmaterial zur Atmosphäre mit beiträgt. Aber: Für sich allein macht es auch keinen Sinn. Die neue Version von Cosmic Encounter hat zwar schönes (?) Spielmaterial, ist aber trotzdem nur ein Krüppel, verglichen mit deralten deutschen Version von Hexca-Games mit 6 Spielertn und unzähligen Völkern. Und da war das Spielmaterial durchaus praktikabel und angemessen! Da hat alles gepaßt - sieht man etwas von den recht umständlich formulierten Regeln ab.

Eine tolle Ausstattung macht kein Spiel, aber eine gute Aussatattung kann den Spielwert eines guten Spieles durchaus erhöhen.

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Ingo Kasprzak

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Ingo Kasprzak » 4. September 2001, 12:15

Hi Ronald & Hanno!

In der Tat kostet es mich mehr Überwindung, ein unbekanntes Spiel zu spielen, wenn es hässlich ist oder mir das Thema nicht zusagt. Das Auge isst bekanntlich mit. Wenn man sich aber überwunden hat und es Spass macht, ist einem das Aussehen ziemlich egal. Das ist wie bei Frauen! ;-)

Ansonsten schrieb Hanno Schwede:

> a. Es gibt gute Spiele (stimmiger mechanismus,
> spannungskurve, abwechslungsreich...)
>
> b. Es gibt schöne Spiele (dekorativ, schöne farben..)
>
> c. Es gibt gut designte Spiele (gut unterscheidbare
> spielerfarben, gute regeln....)

Da sieht man wieder, wie die Geschmäcker verschieden sind. Ich hätte so gewertet (in eckigen Klammern):

> Quarto (abc) [abc]
> Händler von Genua (ac) [ac]
> Fürsten von Florenz (ac) [abc]
> La Citta (abc) [c]
> El Grande (abc) [abc]
> Siedler (ac) [ac]
> Attila (a) [ab]
> Muscat (a,b) [abc]

Ciao, Ingo

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Mifu

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Mifu » 4. September 2001, 12:16

Da stimme ich in jedem Punkt zu.
Ein Beispiel ist das Spiel Motor Champ von AZA Spiele.
Dies ist ein sehr gutes Spiel und hat eine Super Ausstattung.

Allerdings - dies ist der Nachteil - wirkt sich dies auch meistens
auf den Preis aus. Wenn ich mir aber bei obigen Spiel vorstelle,
das Plastikautos auf einem Papierplan rumfahren, kann der Spielwert
noch so hoch sein, dieses Spiel würde ich dann nicht so oft spielen.
Also muß immer alles in einer gewissen Relation stehen.
Ein kleines sehr gutes Spiel, muss nicht mit superüppiger Ausstattung
hochgepeppt werden. Dies verteuert nur den Verkaufspreis und bietet
dann auch nicht mehr Spielreiz. Alles in richtiger Relation.

Ein Beispiel ist für mich auch "Offline". Ein sehr schönes Spiel.
Die Ausstattung - na ja, zweckmäßig halt . Ich denke, wenn "Offline"
mit schönerem Spielplan veröffentlicht worden wäre, hätten den hohen
Verkaufszahlen nichts mehr im Wege gestanden. So wird leider so
mancher vom Kauf Abstand nehmen, da der Spielplan und die Spieleschachtel
doch sehr Abstrakt wirkt und dies nicht jedermanns Geschmack ist.
Schade dann für ein so schönes Spiel ( ohne allerdings die wirklichen
Verkaufszahlen zu kennen - vielleicht täusche ich mich auch ).

Würde mich einmal interessieren, was andere denken,
welche Spiele wohl in Ausstattung, Spielreiz und Verkaufspreis
die richtige Relation haben ? Hoher Spielreiz, gute, dem Spiel angepasste Ausstattung, angemessener Verkaufspreis ( angemessen muß nicht billig sein ).
MotorChamp, Carcassonne .... oh je, da merke ich schon, da fallen mir eine
ganze Reihe an Spielen ein.

Viele Grüße
Michael

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Volker L.

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Volker L. » 4. September 2001, 13:27

Ronald Novicky schrieb:
> Aber wie wichtig ist euch das? Bei uns herrscht die Meinung
> vor, dass ein guter Counter (oder 'Pappplättchen' wie's auf
> Deutsch so schön heißt) informativer und oft auch schöner
> designed sein kann als irgendein Holztrumm, welches vage
> Ähnlichkeit mit einem Schiff (oder was auch immer) hat.
> Natürlich hängt das auch vom Spiel ab; wenn es reicht zu
> markieren, wo die Spielfigur gerade steht, ist das wohl
> genug. Wenn ich mehr Informationen im Spiel haben will (z.B.
> Zugmöglichkeiten, Kampfwerte, Wert der Figur, diverse
> Sonderfähigkeiten... etc.) ist für mich ein Counter mit den
> entsprechend aufgedruckten Zahlen und einem hübschen Bild
> wesentlich angenehmer.
Volle Zustimmung. Wobei natuerlich - wie einige meiner Vorredner
schon gesagt haben - auch die Counter eine gewisse Qualitaet
(Lesbarkeit, Haltbarkeit) aufweisen muessen.

> Oft stelle ich auch fest, dass in
> Kritiken gute Spiele als 'naja, aber mit dem Spielmaterial'
> als eigentlich nicht kaufenswert abgetan werden.
Das finde ich nicht gut, besonders, wenn die Gesamtnote des
Spiels dadurch niedriger wird. Man stelle sich vor, einem Buch
wuerde der Pulitzer-Preis vorenthalten, weil es auf billigem
Papier gedruckt wurde oder der Umschlag-Illustrator ein
kitschiges Bild abgeliefert hat.

> Würdet Ihr ein Spiel wie z.B. KREML wegen des Materials nicht
> kaufen, selbst wenn ihr es sehr gut finden würdet?
Kreml selbst kenne ich nicht, generell aber kann ich die Frage
nur verneinen. Obwohl - wenn ich realistische Hoffnung haette,
dass in Kuerze eine Neuauflage mit verbesserter Grafik erscheint,
wuerde ich VIELLEICHT warten.

> Und wie weit glaubt ihr, läßt sich der Spielekonsument von
> 'Verpackung' blenden? Ich habe bei mir schon öfter
> festgestellt, dass ich wegen einer tollen Ausstattung ein
> Spiel gekauft habe, welches dann friedlich in meinem Schrank
> ruht, weil hinter der Fassade sich eigentlich nix verbirgt.
Von toll aussehendem Spielmaterial (oder gar einem besonders
attraktiven Karton) habe ich mich eigentlich nie beeindrucken
lassen. In der Zeit, bevor ich meine Kauf- (oder Weihnachstwunsch-
Entscheidung) aufgrund von Probespielen und Rezensionen/Meinungen
aus dem Internet treffen konnte, habe ich meistens einen intensiven
Blick auf die Rueckseite des Kartons geworfen. Die Komplexitaet
des Spielplans und der Umfang des Spielmaterials waren meistens
ein recht zuverlaessiger Indikator fuer die Qualitaet des Spiels.
Gruss, Volker

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Wolfgang Ditt

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Wolfgang Ditt » 4. September 2001, 13:32

Hallo Ronald,

Zum Thema Ausstattung und Spielspaß fällt mir als erstes das Spiel "Looping Louis" ein, ein Kinderspiel,bei dem man seine Hühner gegen einen wildgewordenen Piloten verteidigen muss. Das Spiel hatte von der Aussattung alle Fehler, die ein Kinderspiel "aus pädagogischer Sicht" haben konnte. Es war aus Plastik, war batteriebetrieben, hatte ein eigenwilliges, wenig freundliches Thema und die Bestandteile befanden sich lose in der Schachtel (die Aufkleber musste man selber anbringen). Wer die anfängliche Scheu überwunden hatte, wurde mit einem wirklich spaßigen Actionspiel belohnt und nicht selten habe ich es erlebt, dass reine Erwachsenenrunden einen Riesengaudi damit hatten.

Bzgl. Counter gibt es ein Spiel aus diesem Jahrgang, bei dem die Counter in klasischer Manier über das Brett wandern und gedreht werden: Die Magier von Pangea. Für mich als Fantasyfan, der u.a. bei Magic Realm mit weitaus mehr Countern zu tun hatte, ist es nur schwer vorstellbar, dass es Holzscheiben wären.

Was Spielspaß un Ausstattung angeht, kann man einmal die Spiele anschauen, die den Sonderpreis "Schönstes Spiel" bekommen haben. Der Spielwert war oft nur durchschnittlich und so können Spielspaß und Optik weit auseinandergehen. Inzwischen sind die meisten Spiele gut ausgestattet und so gibt es diesen Sonderpreis ja auch seit Elfenland nicht mehr. Apropos Elfenland, es ist sicher ein sehr gutes Beispiel, wie man gutes Design und Zweckmäßigkeit verbindet.

Ich denke, dass ein gutes Design ein mittelmäßiges Spielprinzip nicht herausreißen kann, aber ein schlechtes Design kann ein gutes Spielprinzip ruinieren, weil viele von einem hässlichen Spiel Abstand nehmen.

Wolfgang (der immer noch bewundert, wie man La Cittá so gut spielbar gestalten kann)

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Hanno Schwede

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Hanno Schwede » 4. September 2001, 13:40

Hallo Ingo

so weit liegen wir doch gar nicht auseinander auch wenn ich mit etwas nachdenken den FvF ein a,b eher gegeben hätte als ein a,c, da ich die Schrift leider schlechtlesbar finde und auch glaube das die 5er Felder auf der Wertungsleiste Farblich abgehoben sein hätten sollen.

aber ich hab noch ein Beispiel

EVO a

so des wars denn wieder


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Hanno

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Carsten Wesel

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Carsten Wesel » 4. September 2001, 14:08

Volker L. schrieb:
>
> Ronald Novicky schrieb:
> > Würdet Ihr ein Spiel wie z.B. KREML wegen des Materials nicht
> > kaufen, selbst wenn ihr es sehr gut finden würdet?

So rum wohl nicht. In bin ja auch einer von denen, die Offline zuhause haben, was ja - siehe oben - nun wirklich nicht schön ist.


> > Und wie weit glaubt ihr, läßt sich der Spielekonsument von
> > 'Verpackung' blenden? Ich habe bei mir schon öfter
> > festgestellt, dass ich wegen einer tollen Ausstattung ein
> > Spiel gekauft habe

Ich denke, daß ich da auch nicht vor sicher bin, obwohl ich versuche mich vorher umfassend zu informieren. Aber manchmal ist der Kaufdrang eben höher, als die Vernunft - oder schneller :-)

Gruß Carsten (letzter Kauf: Vinci)

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Carsten Wesel

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Carsten Wesel » 4. September 2001, 14:16

Wolfgang Ditt schrieb:
>
> Zum Thema Ausstattung und Spielspaß fällt mir als erstes das
> Spiel "Looping Louis" ein.
> Wer die anfängliche Scheu überwunden hatte, wurde
> mit einem wirklich spaßigen Actionspiel belohnt und nicht
> selten habe ich es erlebt, dass reine Erwachsenenrunden einen
> Riesengaudi damit hatten.

Sollte ich mich jetzt outen, daß ich diesen Spaß in einer 4er-Erwachsenen-Runde auch schon hatte oder schweige ich lieber?


> Bzgl. Counter gibt es ein Spiel aus diesem Jahrgang, bei dem
> die Counter in klasischer Manier über das Brett wandern und
> gedreht werden: Die Magier von Pangea. Für mich als
> Fantasyfan, der u.a. bei Magic Realm mit weitaus mehr
> Countern zu tun hatte, ist es nur schwer vorstellbar, dass es
> Holzscheiben wären.

Was spricht dagegen? Die wären auch zweckmäßiger, denn die kann man zum Umdrehen besser fassen.

Gruß Carsten (der schon ohne Kinder Kinderspiele spielt - warum nur?)

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Marten Holst

Looping Louie

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 14:19

Moinle Carsten,

> > Zum Thema Ausstattung und Spielspaß fällt mir als erstes das
> > Spiel "Looping Louis" ein.
> > Wer die anfängliche Scheu überwunden hatte, wurde
> > mit einem wirklich spaßigen Actionspiel belohnt und nicht
> > selten habe ich es erlebt, dass reine Erwachsenenrunden einen
> > Riesengaudi damit hatten.
>
> Sollte ich mich jetzt outen, daß ich diesen Spaß in einer
> 4er-Erwachsenen-Runde auch schon hatte oder schweige ich
> lieber?

Leugnen nutzt nichts, mit Frank Gartner und mir sind hier schon zwei Forenmitglieder die damals mit Dir gemeinsam in Essen den Kindern die Plätze wegnahmen ;-)

Tschüß
Marten

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Marten Holst

Looping Louie

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 14:20

Moinle Carsten,

> > Zum Thema Ausstattung und Spielspaß fällt mir als erstes das
> > Spiel "Looping Louis" ein.
> > Wer die anfängliche Scheu überwunden hatte, wurde
> > mit einem wirklich spaßigen Actionspiel belohnt und nicht
> > selten habe ich es erlebt, dass reine Erwachsenenrunden einen
> > Riesengaudi damit hatten.
>
> Sollte ich mich jetzt outen, daß ich diesen Spaß in einer
> 4er-Erwachsenen-Runde auch schon hatte oder schweige ich
> lieber?

Leugnen nutzt nichts, mit Frank Gartner und mir sind hier schon zwei Forenmitglieder die damals mit Dir gemeinsam in Essen den Kindern die Plätze wegnahmen ;-)

Tschüß
Marten (Hat Vinci schon länger, auch wenn diese Klammer woanders hingehört)

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Marten Holst

[OT] Sorry, mein Fehler

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 14:21

Das kommt also davon, wenn man die Klammer vergisst, die Netscapestopptaste drückt bevor etwas passierte und dann nochmal postet...

Tschüß
Marten (wieder einen näher an der Top 30)

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Carsten Wesel

Re: [OT] Sorry, dein Fehler

Beitragvon Carsten Wesel » 4. September 2001, 15:34

Marten Holst schrieb:
>
> Das kommt also davon, wenn man die Klammer vergisst, die
> Netscapestopptaste drückt bevor etwas passierte und dann
> nochmal postet...

KMW wollte eine Funktion gebastelt haben, die das unterbindet - komisch istz.

Gruß Carsten (hat im neuen Forum auch schon "gedoppelpostet")

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Martin

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Martin » 4. September 2001, 15:44

Hallo,

Eine tolle Ausstattung macht noch kein Spiel. Wie wahr. Diesen Eindruck habe ich oft bei Spielen von R. Wittig gehabt. Wie oft hat er den Sonderpreis "Schoenes Spiel" gewonnen? Und meistens fand ich das Spiel dahinter doch recht bescheiden, wie z.B:

Mueller und Sohn
Kula, Kula
Faust bzw. kann mich an den genauen Tittel nicht mehr erinnern

Alles Verstauber per exellance trotz Muscheln etc. Wo wir gerade dabei sind, meine groesste spielerische Enttaeuschung verdanke ich auch R. Wittig. Dow Jones. Soll ein Boersenspiel sein. Der Witz des Jahrhunderts. Maedn hat mehr Spielerische Tiefe.

Viele Gruesse Martin

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 16:33

Moin Roland,

ich kann Dir nur beipflichten. Ein schön gestaltetes Spiel macht lange nicht eine schlechte Konzeption wett. Als Beispiel (meine persönliche Meinung) dient mir dafür Silberzwerge: Nettes Design aber Spielspaß kam bei mir bisher nicht auf (trotz mehrerer Versuche).
Allerdings kann ein gutes Design und ansprechende Farben den Spielspaß erheblich steigern und unterstützen, vorausgesetzt der Spielmechanismus an sich ist gut.
Ich würde eventuell noch einen weiteren Faktor mit ins Spiel (wie passend :-) ) bringen. Eine sinnvolle !!! Farbgebung.
Wir haben am Wochenende bei mehreren Spielen das Problem gehabt, das einige Spieler mit Rot-Grün-Schwächen erhebliche Probleme beim Spielen gehabt haben. Hinzu kam, dass, in diesem Falle waren es Karten, keine weiteren Unterscheidungsmerkmale ausser der Farbe, vorhanden waren. Die Farben waren in blassen Pastelltönen gehalten, so dass es schon einem nicht "gehandicapten" Spieler bei schlechten Lichtverhältnissen schwer fällt, eine genaue Unterscheidung zu treffen.
Vielleicht sollten die Designer auch diesen Faktor mit berücksichtigen.

Tschoe aus Aachen
Joachim (der zum Glück rote von grünen Spaßpunkten unterscheiden kann *gg*)

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 16:34

Moin Roland,

ich kann Dir nur beipflichten. Ein schön gestaltetes Spiel macht lange nicht eine schlechte Konzeption wett. Als Beispiel (meine persönliche Meinung) dient mir dafür Silberzwerge: Nettes Design aber Spielspaß kam bei mir bisher nicht auf (trotz mehrerer Versuche).
Allerdings kann ein gutes Design und ansprechende Farben den Spielspaß erheblich steigern und unterstützen, vorausgesetzt der Spielmechanismus an sich ist gut.
Ich würde eventuell noch einen weiteren Faktor mit ins Spiel (wie passend :-) ) bringen. Eine sinnvolle !!! Farbgebung.
Wir haben am Wochenende bei mehreren Spielen das Problem gehabt, das einige Spieler mit Rot-Grün-Schwächen erhebliche Probleme beim Spielen gehabt haben. Hinzu kam, dass, in diesem Falle waren es Karten, keine weiteren Unterscheidungsmerkmale ausser der Farbe, vorhanden waren. Die Farben waren in blassen Pastelltönen gehalten, so dass es schon einem nicht "gehandicapten" Spieler bei schlechten Lichtverhältnissen schwer fällt, eine genaue Unterscheidung zu treffen.
Vielleicht sollten die Designer auch diesen Faktor mit berücksichtigen.

Tschoe aus Aachen
Joachim (der zum Glück rote von grünen Spaßpunkten unterscheiden kann *gg*)

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 16:35

Moin Roland,

ich kann Dir nur beipflichten. Ein schön gestaltetes Spiel macht lange nicht eine schlechte Konzeption wett. Als Beispiel (meine persönliche Meinung) dient mir dafür Silberzwerge: Nettes Design aber Spielspaß kam bei mir bisher nicht auf (trotz mehrerer Versuche).
Allerdings kann ein gutes Design und ansprechende Farben den Spielspaß erheblich steigern und unterstützen, vorausgesetzt der Spielmechanismus an sich ist gut.
Ich würde eventuell noch einen weiteren Faktor mit ins Spiel (wie passend :-) ) bringen. Eine sinnvolle !!! Farbgebung.
Wir haben am Wochenende bei mehreren Spielen das Problem gehabt, das einige Spieler mit Rot-Grün-Schwächen erhebliche Probleme beim Spielen gehabt haben. Hinzu kam, dass, in diesem Falle waren es Karten, keine weiteren Unterscheidungsmerkmale ausser der Farbe, vorhanden waren. Die Farben waren in blassen Pastelltönen gehalten, so dass es schon einem nicht "gehandicapten" Spieler bei schlechten Lichtverhältnissen schwer fällt, eine genaue Unterscheidung zu treffen.
Vielleicht sollten die Designer auch diesen Faktor mit berücksichtigen.

Tschoe aus Aachen
Joachim (der zum Glück rote von grünen Spaßpunkten unterscheiden kann *gg*)

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 16:36

Moin Roland,

ich kann Dir nur beipflichten. Ein schön gestaltetes Spiel macht lange nicht eine schlechte Konzeption wett. Als Beispiel (meine persönliche Meinung) dient mir dafür Silberzwerge: Nettes Design aber Spielspaß kam bei mir bisher nicht auf (trotz mehrerer Versuche).
Allerdings kann ein gutes Design und ansprechende Farben den Spielspaß erheblich steigern und unterstützen, vorausgesetzt der Spielmechanismus an sich ist gut.
Ich würde eventuell noch einen weiteren Faktor mit ins Spiel (wie passend :-) ) bringen. Eine sinnvolle !!! Farbgebung.
Wir haben am Wochenende bei mehreren Spielen das Problem gehabt, das einige Spieler mit Rot-Grün-Schwächen erhebliche Probleme beim Spielen gehabt haben. Hinzu kam, dass, in diesem Falle waren es Karten, keine weiteren Unterscheidungsmerkmale ausser der Farbe, vorhanden waren. Die Farben waren in blassen Pastelltönen gehalten, so dass es schon einem nicht "gehandicapten" Spieler bei schlechten Lichtverhältnissen schwer fällt, eine genaue Unterscheidung zu treffen.
Vielleicht sollten die Designer auch diesen Faktor mit berücksichtigen.

Tschoe aus Aachen
Joachim (der zum Glück rote von grünen Spaßpunkten unterscheiden kann *gg*)

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert/ Sorry

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 16:37

Sorry, aber mein Rechner spinnt gerade ein wenig.
"JOBO"

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Marten Holst

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Marten Holst » 4. September 2001, 16:53

Moin Joachim,

> Ich würde eventuell noch einen weiteren Faktor mit ins Spiel
> (wie passend :-) ) bringen. Eine sinnvolle !!! Farbgebung.

Ein nur zu bekanntes Problem (ein Bekannter von mir ist RG-schwach, erstaunlich, was der alles nicht unterscheiden kann). Dann ist noch mein Privatproblem, dass in meiner Stammspielekneipe (wenn man mal pubissa spielt) immer so ein dämmriges Gelblicht herrscht - und schon wieder ist vieles (blau/grün! oder gelb/weiß) nicht unterscheidbar.

Von daher würde ich übrigens Evo auch - bis auf die wahrlich unsägliche Zählleiste - bessere Designnoten geben, als es hier im Forum geschah, denn zusätzlich zu den Farben gibt es hier noch Helligkeitsabstufungen und Symbole. Herz, was willst Du mehr? (ach ja, ne brauchbare Zählleiste)

Tschüß
Marten (hell/dunkel-schwach)

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"JOBO"Joachim Bonitz

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon "JOBO"Joachim Bonitz » 4. September 2001, 17:00

Moin Marten!
Ob Du es glaubst oder nicht, wir haben einmal in einer Kneipe, in der ein Spieleabend stattfand, einfach ein paar stärkere Birnen über die entsprechenden Spieltische geschraubt. Es ist uns im wahrsten Sinne ein Licht aufgegangen.
Tschoe aus Aachen
Joachim (der jetzt nach Hause geht und im übrigen zum Glück nur Unterscheidungsschwierigkeiten nach dem zehnten Bier bekommt *gg*).

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Wolfgang Ditt

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Wolfgang Ditt » 4. September 2001, 17:18

Hallo,

das Problem mit den Farben kennen wir zur genüge. Ist man nicht betroffen, stört es nicht ... bis einer der Spieler eine Farbsehschwäche hat. Details sind unter der obigen URL.

In letzter Zeit gibt es das Problem weniger. In Erinnerung sind mir noch die Karten von Tadsch Mahal, alles in Pastelltönen und die gleiche Grafik. Nach Region 1 haben wir das Spiel abgebrochen. Dazu möchte ich fairerweise anmerken, dass die Kritik an der Farbgebung von TM gewirkt hat. Bei Wyatt Earp wurden die Namen der Outlaws mit auf die Karten gedruckt. Problem gelöst!

Wolfgang

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Arne Hoffman

Re: Ausstattung vs. Spielwert

Beitragvon Arne Hoffman » 4. September 2001, 18:48

Hallo Ronald!

Die Einteilung von Hanno finde ich schon gar nicht schlecht - der kann ich mich so anschliessen (sogar den gewerteten Spielen :o)) ). Was ist mir aber wichtig. Hui, das ist schwierig. Generell muss mir das Spiel Spass machen, so wie es ist. D.h., der Mechanismus muss funktionieren, oder das Thema muss mich ansprechen. Ich spiele ein Spiel nicht mehr als einmal, nur weil es ein ansprechendes Material hat. Genauso spiele ich ein Spiel auch meist nur einmal, wenn mir der Mechanismus oder der Gesamtaufbau nicht zusagt oder mir keinen Reiz fuer eine weitere Partie bietet.

Ein Aussagekraeftiger Counter ist auch fuer mich ausreichend und schlaegt so manches Figuerchen(z.B. die Counter bei Junta, Pangea, Renaissance, Civi, Fief2,...). Allerdings gibt es natuerlich Spiele, die mit der Aufmachung zusaetzliche Stimmung verbreiten (Medina, La Citta, Jean D'Arc, ...).

Generell muss man da, in meinen Augen, abwaegen zwischen Funktionalitaet und Schoenheit. Bei Medina z.B. sind die Steine funktional und schoen. Bei La Citta sind die Figuren schoen, aber Counter waeren ebenso funktional. Die groesste Diskrepanz liegt bei mir momentan bei den Cosmic Encounter Ausgaben. Bei den alten waren die Counter funktional aber nicht schoen. Bei der Hasbro Ausgabe sind die Raumschiffe schoen aber nicht so funktional (und erst recht nicht bei dem Preis).

Wenn die Austattung eines Spiels mich nicht anspricht, so kommt es bei mir dann auf das Preis/Spass-Verhaeltnis an. In meinem Regal finden sich etliche Cheapass-Spiele, die ja von der Ausstattung nun minimalst sind, vom Spielspass zum Teil originelle Mechanismen bieten, aber vom Thema her so wunderbar skurril sind. Ferner sind sie mit 12,- DM (bei einem vernuenftigen Dollarkurs) guenstig genug, um sich mal eins zu leisten, auch wenn es nicht das Ueberspiel ist.

Tschoe,

- Arne -


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