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Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Peter Hoyer

Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Peter Hoyer » 4. September 2001, 17:05

Hi,
nachdem Battle Cry und History of the World nun wieder erschienen sind, wollte ich mal fragen, ob jemand diese Spiele (speziell die Neuauflagen) empfehlen kann.
Dass beide eher zu den zeitintensiveren Spielen gehören, konnte ich an anderer Stelle schon lesen. Sind Sie auch für Normalverbraucher spielbar?

Ciao
Peter

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Stefan-spielbox

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Stefan-spielbox » 4. September 2001, 17:31

Hallo!

Also Battle Cry loht sich auf jeden Fall, wenn Dich die Thematik interessiert. Wie kommst Du denn darauf, daß es Battle Cry zeitaufwendig sei? Je nach Szenario ist so eine Schlacht in 1-2 Stunden komplett durchgespielt. Ich kann dieses Spiel nur weiter empfehlen.

Das neue HotW konnte ich noch am Wochenende zum ersten Mal antesten. Ist schon etwas zeitaufwendiger als Battle Cry aber wir haben inkl. Erklären das Spiel in ca. 5 Stunden beenden können (4 Spieler). Auch für HotW kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen.

Stefan
PS: Wieso "wieder erschienen"?

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Dirk

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Dirk » 4. September 2001, 18:11

Hallo,

ich finde, dass sich HOTW lohnt, auch wenn man bei mehreren Spielern schon mal untätig rumsitzt. An Interaktion ist nicht viel bis gar nichts vorhanden.
Besonders gelungen finde ich in dieser Richtung das neue Risiko mit dem Namen "RISK 2210 A.D". Es ist nicht mehr das statische Risiko von früher. So ist Australien nicht mehr nur über Siam erreichbar, sondern auch noch über die neu hinzugekommenen Wasserterritorien. Und da nur noch 5 Spielrunden gespielt werden, ist das Spiel nach ca. 1 1/2 vorbei.

Gruß Dirk

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Stefan Holl

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Stefan Holl » 5. September 2001, 00:14

Hallo Dirk,

in welchem Verlag ist denn "RISK 2210 A.D" erschienen? - Hört sich gut an.

Gruß,
Steafn

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cristinus
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Beiträge: 348

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon cristinus » 5. September 2001, 00:20

Hi,

bin zwar nicht der Stefan, aber ich weiß es auch: Avalon Hill/Hasbro!

Gruß
christian

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Volker Scheinert

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Volker Scheinert » 5. September 2001, 00:41

Beide Spiele finde ich sehr gut. HOTW sollte man wahrscheinlich mit mindestens 4 Personen spielen. Für Freunde der Interaktion ist dieses Spiel jedoch nichts.
Bei Battle Cry benötigst Du Mitspieler, die leidlich Englisch können, da man seine Truppen mithilfe von Karten bewegt, auf denen sich zum Teil viel Text befindet.
Da beide Spiele im Prinzip auf einfachen Mechanismen basieren, sind sie auch für Normalspieler geeignet, Battle Cry vielleicht eher als HOTW. Ich habe beide Spiele zumindest mit Personen gespielt, die ich eher nicht als Freak-Spieler bezeichnen würde.

Gruß Volker

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Matthias Staber

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Matthias Staber » 5. September 2001, 10:20

Peter Hoyer schrieb:
>
> Hi,
> nachdem Battle Cry und History of the World nun wieder
> erschienen sind, wollte ich mal fragen, ob jemand diese
> Spiele (speziell die Neuauflagen) empfehlen kann.
> Dass beide eher zu den zeitintensiveren Spielen gehören,
> konnte ich an anderer Stelle schon lesen. Sind Sie auch für
> Normalverbraucher spielbar?
>
> Ciao
> Peter

Bei Battle Cry handelt es sich nicht um das Spiel gleichen Namens, das schon mal irgendwo erschienen ist (wo hab ich vergessen), sondern um eine Brettspielumsetzung von Richard Borgs "Command and Colours "-Miniaturenspiel.

Ich halte es für eines der besten Zwei-Personen-Brettspiele, die je erschienen sind: Zügig lassen sich hier Schlachten des Sezessionskrieges nachspielen, das geht manchmal schon unter einer Stunde, ohne mit zig Regeln überfordert zu werden. Karte spielen, entsprechend Truppen bewegen und ballern, so lange, bis einer sechs komplette Truppen des Gegners vernichtet hat, das wars, und es macht einen Riesenspaß. Für Hardcore-Wargamer ists allerdings nicht, eher was für Leute, die vom deutschen Brettspiel herkommen, da zu wenig Simulation und mit gehörigem Glücksanteil (was eigentlich nichts macht: Meist reicht die Zeit auch noch für eine Revanche).

Die Ausstattung mit den Plastikminis, wie eigentlich bei allen Spielen von AH/Hasbro, ist klasse, was zu einer dichten Atmosphäre beiträgt. Wer genau hinriecht, hat den Pulverdampf der Geschütze in der Nase beim Spielen... (Diese Aussage widerspricht für mich übrigens nicht der These, Battle Cry sei wenig Simulation, bin jetzt aber zu faul, das zu begründen).


Spielerisch in eine ähnlich Bresche schlägt Star Wars: Queens Gambit, wenn auch bei etwas längerer Spieldauer. Zweipersonenspiel, Einheiten werden per Karten Befehle erteilt, einiges Glück, aber dennoch reichlich Raum für strategische Überlegungen, traumhafte Ausstattung (unter anderem ein dreistöckiger Theed-Palace, richtig fies aussehende Armoured Attack Tanks, prächtig schlappohrige Gungans (weshalb wir Queen's Gambit auch gerne Häschenjagd nennen) usw.)

Auch eines der besten Zwei-Personenspiele, die ich kenne, rundum empfehlenswert.

(New) Hotw nun habe ich erst einmal gespielt. Recht zugängliche Regeln (wesentlich einfacher noch als zum Beispiel Empires of the ancient world), aber üppige Spieldauer und die downtime zwischen den Zügen kann mörderisch sein. Aber tonnenweise Atmosphäre und, wie könnte es anders sein, traumhafte Ausstattung mit, ja klar, Plastikminis, Forts und Städten, die ineinadergestapelt werden können, so, dass auch noch ne Armee oben drauf passt: niedlich, knuffige Monumente im Triumphbogenspiel...

Risk 2210 habe ich noch nicht gespielt, die Regel klingt aber klasse und es hat wirklich eine traumhafte Ausstattung... lassen wir das. Scheint sich kürzer zu spielen als Hotw und weniger downtime zu haben.

Insgesamt halte ich AH/Hasbro für eine echte Bereicherung für die Brettspielwelt: Hier wird ausstattungs- und themenmäßig einmal wirklich eine Brücke über den Atlantik geschlagen, wargamish theme trifft german style Einfachheit und Spielkomponenten (so wie bei Empires of the Ancient world, das, ich erwänte es schon einmal andernorts, auch eines der besten Spiele überhaupt ist...

Matthias

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Ralf Arnemann
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Risk 2201

Beitragvon Ralf Arnemann » 5. September 2001, 11:29

Wieso diese Begeisterung für dieses neue Risiko?
Eine bessere Erreichbarkeit von Australien machts ja noch nicht allein.

Da müßten schon 2/3 der Regeln komplett neu sein, um aus Risiko mehr zu machen als eine öde Würfelorgie (ok, früher haben wir das auch ganze Wochenenden lang gespielt - aber da gab es noch nichts Besseres).

Wer kann etwas mehr Informationen bringen?

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Marcus Segler
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Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Marcus Segler » 5. September 2001, 11:33

Hi,

zu HotW kann ich Dir nichts sagen, zu BC schon :-)
BC ist ein einfaches und schnell zu spielendes X ( X= der DSvC-Spieler würde sagen CoSim/Wargame, der Wargamer würde sagen Beer&Pretzel-Game).
Kurze und leichte Regeln, schnelle Szenarien (oft unter 1h).
Die Ausstattung ist gut/sehr gut.
Im Internet findest Du auch etliche Zusatzszenarien, wenn Du mit den Beigelegten durch bist.
Ist IMO ein witziges Würfelspiel was man gerne wieder rausholt.

Aber der Preis von 120+ DM ist (trotz der Ausstattung) arg hoch. Wenn man überlegt was man sonst an Brettspielen dafür bekommen kann ...

Interessant mag es sein wenn man damit Freunde an die Materie heranführen möchte. Man könnte z.B. nach einigen Partien BC mit 'We the People' weitermachen :-)

Schönen Gruß, Marcus *der doch lieber PoG spielt ;-)*

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Matthias Staber

Re: Risk 2201

Beitragvon Matthias Staber » 5. September 2001, 11:54

http://www.boardgamegeek.com/~westbankgamers/wizzbq.html

Hier eine Besrprechung durch Greg Schloesser von Risk 2210 A.D. (ziemlich weit runter scrollen!)

Er begründet ausführlich, warum ihm Risk 2210 A.D. gefällt, obwohl er klassisches Risiko nicht mehr spielt.

Ich selbst habe es, wie gesagt, noch nicht gespielt. Meine Meinung würde dir aber sowieso nicht weiterhelfen: Ich mag klassisches Risiko nach wie vor, mit den richtigen Regeln (Missionen, Rückzugsregel, in der ersten Runde bekommt jeder gleich viele Einheiten, egal wie viele Länder er bereits verloren hat, die Anzahl der Zustzeinheiten durch Karten ist festgelegt und steigert sich nicht im Laufe des Spieles)

Matthias

Ralf Arnemann schrieb:
>
> Wieso diese Begeisterung für dieses neue Risiko?
> Eine bessere Erreichbarkeit von Australien machts ja noch
> nicht allein.
>
> Da müßten schon 2/3 der Regeln komplett neu sein, um aus
> Risiko mehr zu machen als eine öde Würfelorgie (ok, früher
> haben wir das auch ganze Wochenenden lang gespielt - aber da
> gab es noch nichts Besseres).
>
> Wer kann etwas mehr Informationen bringen?

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Matthias Staber

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Matthias Staber » 5. September 2001, 12:03

>Interessant mag es sein wenn man damit Freunde an die Materie heranführen möchte. Man könnte z.B. nach einigen Partien BC mit 'We the People' weitermachen :-)

Schönen Gruß, Marcus *der doch lieber PoG spielt ;-)* <

(warum funktioniert der Zitat-Button auf einmal nicht mehr??? egal:)

Habe We the People im regal liegen: Taugt es? Besser als Hannibal?

Kannst du zu Paths of Glory noch ein paar Wörtchen verlieren? Sieht sehr interessant aus, hat mich aber bisher als Regelmonster abgeschreckt.

Insgesamt sehen ja einige GMT-Games, die jetzt herauskommen und auch auf dem Point-to-point-System von We the People und Hannibal beruhen, sehr interessant aus (Wilderness War, Thirty Years War)

Matthias

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Ronald Novicky

Re: Lohnen sich BC oder HotW - PoG

Beitragvon Ronald Novicky » 5. September 2001, 12:58

Hi Matthias,

wie mein Vorredner schon angedeutet hat, ist Paths of Glory wieder einmal eine Ausnahme im Cosim-Sektor.

Es verwendet den Mechanismus von We the People, Hannibal, Successors, For the People mit den multifunktionalen Karten, aber damit wären die Gemeinsamkeiten auch schon erschöpft.

Thema: WWI, strategisch.
Size: Armies & Corps.
Playing Time: 6-8 Hours (setzt erfahrene Spieler voraus)

Ich will jetzt gar nicht in Lobeshymnen ausbrechen, in der Pöppelrevue gab's mal eine Rezi (auch vom Player's Guide, der ein paar extra Karten enthält), nur soviel:

Mittlerweile in der 2. Auflage, hat es kurz nach seinem Erscheinen den C.Robert Award abgeräumt.

Ich habe bisher ungefähr 14 Partien gespielt und lechze immer noch nach der nächsten...

lg
Ronald.

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Marcus Segler
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Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Marcus Segler » 5. September 2001, 13:22

Matthias Staber schrieb:

> (warum funktioniert der Zitat-Button auf einmal nicht mehr???
> egal:)

geht doch :-)

> Habe We the People im regal liegen: Taugt es? Besser als
> Hannibal?

kann ich nicht mit 'ja' oder 'nein' beantworten.
Diese Serie nahm mit WtP ihren Anfang. Ich halte WtP auch für das einfachste und schnellste Spiel der Serie (1.5 - 3 h).
Da die Spiele einen Stapel Karten für beide Spieler als 'Motor' benutzen (anders als PoG wo jeder Spieler seine eigenen Karten hat) sind sie sicherlich deutlich glücksabhängiger als 'richtig' CoSims.

Welchem dieser beiden Spiele man den Vorzug gibt hängt wohl von den historischen Vorlieben ab. Ich mag beide.

Hannibal hat den Vorteil, daß es bei Eurogames erschienen ist und man so nicht die völlig überzogenen AH-Preise zahlen muß (da kommt man bei WtP nicht drumrum).

> Kannst du zu Paths of Glory noch ein paar Wörtchen verlieren?
> Sieht sehr interessant aus, hat mich aber bisher als
> Regelmonster abgeschreckt.

Rezis findest Du im Internet (grognard.com, consimworld.com).
Im Vergleich zu WtP, Hannibal und Successors ist es deutlich komplexer. Es hat eine tolle Atmosphäre, spielt sich flott (zwar 6-8 Stunden, aber die Spieler machen nur immer kurze Züge mit max. 5 Aktionspunkten. Da ist man schnell wieder selbst an der Reihe) und man hat immer jede Meneg zu tun, da es stets überall auf dem Spielfeld 'brennt'.

Die Regeln sind nicht so lang (16 Seiten?) und am Ende durch eine kurze Probepartie gut nachzuspielen.

PoG hat ein Suchtpotential wie ich es bisher bei noch keinem Spiel erlebt habe.

> Insgesamt sehen ja einige GMT-Games, die jetzt herauskommen
> und auch auf dem Point-to-point-System von We the People und
> Hannibal beruhen, sehr interessant aus (Wilderness War,
> Thirty Years War)

WW ist schon erschienen aber dazu kann ich Dir nichts sagen.

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Holger Janssen

Re: Wilderness War

Beitragvon Holger Janssen » 5. September 2001, 13:44

Matthias Staber schrieb:
> Insgesamt sehen ja einige GMT-Games, die jetzt herauskommen
> und auch auf dem Point-to-point-System von We the People und
> Hannibal beruhen, sehr interessant aus (Wilderness War,
> Thirty Years War)

Wenn man einmal das Prinzip der kartengesteuerten Startegiespiele auf dem Point-to-point System mag, wird man an allen bisherigen Spielen dieser 'Serie' seine Freude haben.
Wilderness War bildet da keine Ausnahme. Man spielt den etwas weniger bekannten Teil des siebenjährigens Kriegs in den amerikanischen Kolonien von Britannien und Frankreich nach. 'Den letzten Mohikaner' sollte man eigentlich kennen, dann hat man schon ein gutes Gefühl für den Hintergrund.

Von der Komplexität und Spieldauer her ist es bei Hannibal einzuordnen. Es gibt natürlich wieder einige Unterschiede und Feinheiten, die Wilderness War von den anderen Spielen abheben.

Holger

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Peter Hoyer

Re: Lohnen sich Battle Cry oder History of the World?

Beitragvon Peter Hoyer » 5. September 2001, 16:14

Hi,

vielen Dank für die zahlreichen Infos, jetzt muß ich mir wohl Risk 2210 auch noch kaufen.

Peter (der zuviel Geld für Spiele ausgibt)


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