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Baum des Jahres

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Frank Gartner
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Re: Baum des Jahres

Beitragvon Frank Gartner » 12. Oktober 2001, 15:11

Hallo Knut,

habe es auch gesehen und habe mir ein heftiges Grinsen nicht verkneifen können. Vor allem in welcher Ausführlichkeit über die Gründe in einer Sendung berichtet wurde, die gerade mal 15 Minuten lang geht...

Ich bin gespannt auf die nächsten Titel:

- Körperteil des Jahres
- Farbe des Jahres
- Wetter des Jahres
- Wolke des Jahres
- Molekül des Jahres
- Tapetenmuster des Jahres
- Schweineschnitzel des Jahres
...
Natürlich darf nicht fehlen: Der Jahrestitel des Jahres! :-)

Ciao, Frank

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Carsten Wesel

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Carsten Wesel » 12. Oktober 2001, 15:23

Frank Gartner schrieb:
>
> Natürlich darf nicht fehlen: Der Jahrestitel des Jahres! :-)

Webmaster des Jahres?

Gruß Carsten (Der Carsten des Jahres)

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Uli Schumacher

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Uli Schumacher » 12. Oktober 2001, 16:30

> Oder Thema für eine der unsäglichen Nachmittags-"Talksshow":
> "Mein Partner hält einen Brettspielabend pro Woche für
> ausreichend - ich möchte aber jeden Abend gerne ein neues
> Brett-/Kartenspiel ausprobieren. Was soll ich tun?"
>
> MfG
> Helmut (der sich fragt, ob dieses Thema vielleicht bald von
> Bärbel Schäfer u.ä. aufgegriffen wird)

solange Du Dich nicht fragst, ob das 'r' da richtig ist, bist Du richtig - in diesem Forum!

Uli (die gerade nen Pressegespräch zum Thema Spiele hinter sich hat, wo immerhin zwei von 13 geladenen erschienen waren, die dann auch verblüfft waren, das dass ganze 'so perfekt vorbereitet' war. Ob die gedacht haben, wir machen 'ne Krabbelgruppe?)

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Arno C. Hofer » 12. Oktober 2001, 16:52

Wenn Du auch immer nur die "r"-s siehst... in diesem Forum ...
Vielleicht haben sie es deshalb angenommen.

Arno

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Berthold Heß

Pilz des Jahres 2002

Beitragvon Berthold Heß » 12. Oktober 2001, 19:26

In den Aachener Nachrichten finde ich gerade folgende Nachricht, mit großem Bild und mehr Platz, als manchmal einer Spielerezension zugestanden wird:

Der Orangefuchsige Rauhkopf ist zum Pilz des Jahres 2002 gekürt worden......

(Eigentlich ein Skandal ersten Ranges. Da wählt eine undurchsichtige "Deutsche Gesellschaft für Mykologie" nach nicht nachvollziehbaren Kriterien einen völlig unbekannten und hochgiftigen Pilz zum "Pilz des Jahres". Sodann auch noch für 2002, dabei ist der Pilz-Jahrgang 2002 doch noch gar nicht bekannt.)

Natürlich kam die Meldung über dpa. M.E. setzt das Problem in den Redaktionen an. "Spiel des Jahres" wird u.a. auch über die Agenturen (dpa, ddp usw.) verbreitet, zusammen mit Fotos, Pressemappen usw. "Pilz" und "Spiel" haben damit gleiche Startchancen.

Entscheidend ist dann, ob die Zeitungs-/TV-/Radioredaktionen das Thema übernehmen. Das ist aber nur zögerlich der Fall, weil Spiel einfach kein Begriff ist in den Köpfen der Redakteure. Deswegen ist es auch so schwierig, Spielerezensionen in den Medien unterzubringen. Buch-/Theaterkolumnen sind Prestigeobjekte (Man hat eben Kultur zu haben), Kino-/TV-/CD-Kolumnen sind selbstverständlich. Spielekolumnen sind da etwas ganz seltsames, unvertrautes. Zitat: "Ja was wollen Sie denn da überhaupt schreiben? Gibt es überhaupt neue Spiele? Mensch ärgere Dich nicht, Monopoly, aber sonst? Und das interessiert niemanden. Ich kenne keinen, der spielt. Und gefragt hat auch noch niemand danach."

Gibt es Abhilfe? Ja, aber keine schnelle. Wer einen Spieletreff hat, mache den auch den Medien interessant. Die vielen Print-/TV-/Radio-Lokalredaktionen brauchen immer Material. Und ganz simpel: Schreibt Leserbriefe! Verlangt Spielerezensionen! Einige wenige Briefe können da schon etwas in Bewegung bringen.

Bert (der gerne beim "Pils des Jahres" mitwählen würde)

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Arno C. Hofer
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Beiträge: 421

Re: Pilz des Jahres 2002

Beitragvon Arno C. Hofer » 12. Oktober 2001, 22:11

Ist Dein Pilz wenigstens ein "magic mushroom" mit stark haluziongener Wirkung? Kommt er etwa den "Lost Cities" nahe, oder dem anderen suchterzeugenden Zeugs von Spielen, Zatre, 6 nimmt, Ligretto, Mamma mia ... Dein "Pilz des Jahres"?

Vielleicht sollten wir die Spiele wie Drogen dealen, damit es endlich einmal einen handfesten Skandal drum gibt, denn eines ist sicher: "scandal sells". Vielleicht müßte jetzt ein "Taliban-" oder "Gotteskrieger-Spiel" (wenn's nicht so pietätlos wär...) auf den Markt kommen, dass alle braven Bürger das Fürchten lehrt... Da gäbe es dann wieder Schlagzeilen. Aber mit so "harmless" Spielchen wie Carcassonne, Die Kaufleute von Genua, Medina oder Manhattan lockt man keinen Skandalreporter hinter dem Ofen hervor: obwohl "Medina" und "Manhattan" vielleicht das Zeug dazu hätten ...

Naja, auch "magic mushrooms" haben ihren Reiz, wenn man sie in den Aachener Nachrichten abgebildet sieht und nicht mit ihnen hantieren muß. War das eigentlich eine Warnung vor diesem Pilz?

Arno

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HBS

Spielewerbung in Massenmedien (was: Baum des Jahres)

Beitragvon HBS » 12. Oktober 2001, 22:23

Hallo Miteinander,

seit heute Morgen verfolge ich diesen Thread und im gleichen Kontext (Spiele in den Massenmedien) fiel mir gerade 'was im Fernsehen auf: es gab eine Spielewerbung (Hasbro: Outburst, Trivial Pursuit und noch 'was). Das sieht man auch selten...

Ich erinnere mich an einen Siedler- und einen Tikal-Werbespot, aber sonst? Ist das jetzt schon die VorvorvorWeihnachtszeit? Denn das die Werbung vor/ für Essen ist, glaub' ich eigentlich nicht (das wohl doch etwas interessiertere und informiertere Publikum dort wäre wohl eher an Werbung für neue Spiele interessiert).

Warum gibt es so wenig Werbung für Spiele außerhalb von Fachhandel und Fachveranstaltungen? Ich nehme an, der Markt ist zu klein um die hohen Kosten für eine Fernsehwerbung zu rechtfertigen. Gibt es in irgendwelchen allgemeinen Zeitschriften / Zeitungen Printwerbung für Spiele?

just thinking...

Gruß,
Hanna
(die das Wochenende englischsprachig am Computer verbringen wird)

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Brigitta Lindemann

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Brigitta Lindemann » 13. Oktober 2001, 00:22

Peter Uphoff schrieb:
>
> Hi @ll,
>
> dann schreibt doch an die diversen Sender mit der Bitte üm
> Berücksichtigung diese wertvollen Themas.
> Vielleicht kommt dann mal wieder etwas Niveau in die
> Nachmittag Talkshows.
>
> Mit verspielten Grüßen
> Peter

Da kann ich nur zustimmen - nur wenn wir uns selber rühren, wird auch über Spiele berichtet. Dann merken die Nachrichtenmacher nämlich, dass es Leute gibt, die noch spielen und für die diese Nachrichten was wert sind.
Gruß
Brigitta

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Lindemann Brigitta

Re: Spiele-Quiz (was: Baum des Jahres)

Beitragvon Lindemann Brigitta » 13. Oktober 2001, 00:26

Jost Schwider schrieb:
>
> Eine "Spiele-Quiz", das wäre doch was!
> Vielleicht kann man das ja im Rahmen von "Spielbox TV" im RTL
> bringen... ;-)
>
> > möchte gern den Fernseher abschaffen
> meiner ist seit 2 Jahren kaputt - hab' ihn noch kaum vermisst
> grmph, das kann ich ja gar nicht verstehen... musst ihn ja
> nicht einschalten!
>
> Jost aus Soest (guckt auch mal ganz gerne TV)

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Lindemann Brigitta

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Lindemann Brigitta » 13. Oktober 2001, 00:34

Arno C. Hofer schrieb:
>
> Wilfried Meyer schrieb:
>
> .... Wenn ein "Massenvogel", der bisher immer in der
> > Nähe der Menschen zu beobachten war, plötzlich kaum noch zu
> > finden ist, dann ist das sehrwohl eine Meldung wert. Den kann
> > man nicht neu zusammenbasteln, dem liegt keine
> > Herstellungskette mit einer genialen Idee zugrunde, die
> > wiederholbar ist.
> >
> > Es geht hier nicht um Auszeichnung für irgendetwas sondern
> > darum, Ausmerksamkeit für sich abzeichnende Probleme zu
> > erzeugen, die vielleicht irgendwann nicht mehr behoben werden
> > können.
> > Nur kann ich Äpfel und Birnen schlecht miteinander vergleichen. Eigentlich ging es doch um die Feststellung, dass zwar viele ".....des Jahres" in den Nachrichten erwähnt werden, das Spiel des Jahres aber eigentlich so gut wie nie - im übrigen auch nur ganz selten in der Tagespresse oder im Radio - ach wo sind die Zeiten hin, als es im Bayerischen Rundfunk einmal im Monat am Samstagnachmittag eine reine Spielesendung mit Eugen Oker gab?
> > Gruß
> >
> > Willi
>
> Volle Zustimmung.
> Arno

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Berthold Heß

Re: Pilz des Jahres 2002

Beitragvon Berthold Heß » 13. Oktober 2001, 07:44

Arno C. Hofer schrieb:
>
> Ist Dein Pilz wenigstens ein "magic mushroom" mit stark
> haluziongener Wirkung? Kommt er etwa den "Lost Cities" nahe,
> oder dem anderen suchterzeugenden Zeugs von Spielen, Zatre, 6
> nimmt, Ligretto, Mamma mia ... Dein "Pilz des Jahres"?
> Naja, auch "magic mushrooms" haben ihren Reiz, wenn man sie
> in den Aachener Nachrichten abgebildet sieht und nicht mit
> ihnen hantieren muß. War das eigentlich eine Warnung vor
> diesem Pilz?

Nein, da war ein Foto und folgender Text:

Einer der giftigsten Pilze Europas

Der Orangefuchsige Rauhkopf (siehe Bild) ist zum Pilz des Jahres 2002 gekür worden. Jeder Sammler sollte diesen Pilz kennen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (Pilzkunde) zur Begründung. Denn der in trockenen Laubwäldern wachsende Pilz gehört zu den giftigsten in ganz Europa. Orellanin schädigt die Nieren und ist bereits für viele Todesfälle verantwortlich.

Das war es!

Bert

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Berthold Heß

Spiele im Fernsehen

Beitragvon Berthold Heß » 13. Oktober 2001, 07:50

Auch wenn man tatsächlich in die Medien kommt, kann das noch ins Leere gehen.

Erinnert sich eigentlich noch jemand, wie die Adlung-Geschwister in der Vor-Gottschalk-Zeit bei "Wetten-dass" aufgetreten sind und aus 100 (?) verpackten Spielen 5 (?) mit verbundenen Augen erkannt haben? (Anhand Gewicht, Gerappel usw.)

Ich habe damals mit Karsten Adlung darüber gesprochen. Er und seine Schwester hatten sich gemeldet, um auf das Thema Spiele aufmerksam zu machen. Der Moderator ließ beide kaum zu Wort kommen, bügelte sie immer wieder nieder. Über Spiele durften sie gerade mal einen halben Satz sagen.

Es ist noch ein sehr weiter Weg, bis Spiele im öffentlichen Bewußtsein verankert sind.

Bert

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Jost Schwider

Re: Pilz des Jahres 2002

Beitragvon Jost Schwider » 13. Oktober 2001, 08:41

Pilz des Jahres 2002???

Na wartet, ich schau gerade mal auf meine Füße! ;-) :LOL:
Dann haben die Medien mal was [i]schönes[/i] zu berichten...
*scnr*

Jost aus Soest (wäscht sich die Füße regelmäßig, ehrlich!)

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Antje Graf

Spiel des Jahres

Beitragvon Antje Graf » 13. Oktober 2001, 11:32

Hallo Spielefreaks,
halb mit Entsetzen, halb mit Belustigung habe ich mich durch diesen Thread gelesen.
Etwas unvermutet bin ich in Göttingen in Eure Szene eingetaucht, völlig unvorbereitet drauf, dass es tatsächlich eine Szene für Brettspiele gibt!
Menschen mit einem Hobby neigen dazu, sich Gleichgesinnte zu suchen, ich selbst zB.bin begeisterter Westernreiter... Ich sehe das breite Grinsen am Rechner gegenüber bildlich vor mir, lieber Leser, lass Dir gesagt sein, die Westernreitszene ist in Deutschland mindestens genauso groß wie die der Brettspieler...
Wir sind eine Minderheit und deshalb nicht erwähnenswert und unbekannt ;-)

Auf den Sinn, warum Bäume gekürt werden, will ich nicht weiter eingehen, da stehen hier schon sehr schöne Sachen, denen kann ich mich nur anschließen.
Aber zum Thema Werbung kann ich etwas beisteuern, da ich im Zeitschriftenverlag arbeite. Sämtliche Zeitschriften werden durch die darin befindlichen Anzeigen finanziert (es gibt da Relationstabellen: habe ich 50 Anzeigen, darf ich das Heft 250 Seiten stark machen, habe ich 63, sind es dann vielleicht 310 usw). Das, was man am Kiosk für das Blatt bezahlt, deckt vielleicht die Papier- und Versandkosten...
Und eine Anzeige über eine ganze Seite einer Zeitschrift ist so viel wert wie ein Auto (je nach Heft, Auflagenzahl, Umfang etc. ein Fiat Panda oder auch ne chicke S-Klasse). Das kann sich ein Spieleverlag kaum leisten, denn deren Auflagenzahlen (an Spielen) sind im Verhältnis zur Zeitschriftenbranche sehr klein, es lohnt sich also nicht, ein einzelnes Spiel zu bewerben, da der Umsatz an diesem einen Spiel nicht hoch genug ist. Auch werden Anzeigen dort geschaltet, wo man potentielle Kaufer vermutet, und zwar so viele, dass die Anzeige sich rechnet. Um es platt zu sagen: es gibt einfach nicht genug Brigitte-Leser, die sich Die Siedler kaufen würden.
Die Idee mit den Leserbriefen finde ich klasse, so schafft man bei den Redakteuren Interesse. Vielleicht genug, um einen Aritkel über Spiele zu schreiben.
Gruß, Antje

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Helmut
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Re: Baum des Jahres

Beitragvon Helmut » 13. Oktober 2001, 16:10

Uli Schumacher schrieb:
>
> > Oder Thema für eine der unsäglichen Nachmittags-"Talksshow":
> > "Mein Partner hält einen Brettspielabend pro Woche für
> > ausreichend - ich möchte aber jeden Abend gerne ein neues
> > Brett-/Kartenspiel ausprobieren. Was soll ich tun?"
> >
> >
> solange Du Dich nicht fragst, ob das 'r' da richtig ist, bist
> Du richtig - in diesem Forum!
>
Hallo Uli, ich habe lange überlegt, was Du mit dem "r" meinst, bis ich auf B(r)ett gekommen bin. Ach, immer diese Wortspielereien!
Na, dann meine ich halt "Gesllschaftsspiele"!
Helmut

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Helmut
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Re: Pilz des Jahres 2002

Beitragvon Helmut » 13. Oktober 2001, 16:15

Berthold Heß schrieb:
>
> Entscheidend ist dann, ob die Zeitungs-/TV-/Radioredaktionen
> das Thema übernehmen. Das ist aber nur zögerlich der Fall,
> weil Spiel einfach kein Begriff ist in den Köpfen der
> Redakteure. Deswegen ist es auch so schwierig,
> Spielerezensionen in den Medien unterzubringen.
> Buch-/Theaterkolumnen sind Prestigeobjekte (Man hat eben
> Kultur zu haben), Kino-/TV-/CD-Kolumnen sind
> selbstverständlich. Spielekolumnen sind da etwas ganz
> seltsames, unvertrautes. Zitat: "Ja was wollen Sie denn da
> überhaupt schreiben? Gibt es überhaupt neue Spiele? Mensch
> ärgere Dich nicht, Monopoly, aber sonst? Und das interessiert
> niemanden. Ich kenne keinen, der spielt. Und gefragt hat auch
> noch niemand danach."

Als ich vor über 10 Jahren in meinem geographischen Umkreis Tageszeitungen wegen Spielrezensionen angeschrieben habe, stieß ich bei einer, der Wetzlarer Neuen Zeitung, offene Türen ein. Die bringen jeden Sonntag eine Rezension von mir in einer Größe auch mit Bild, über die ich mich nicht beschweren möchte.
Aber die meisten Zeitungen antworteten: "So was haben wir noch nie gebracht". Eine Kundenzeitschrift der Volksbanken hat meine Kolumne nach 2 Jahren herausgeworfen, weil es auf diese Rezension keine Reaktion vonseiten der Leser gegeben habe.
Es ist schon wesentlich besser geworden, aber es gibt noch viel zu tun!
MfG
Helmut

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KMW

Re: Pilz des Jahres 2002

Beitragvon KMW » 13. Oktober 2001, 17:31

Und als ich vor noch etwas mehr Jahren in einem kleinen Nest im Süden Schleswig-Holsteins wohnte ('tschuldigung, Christiane K.!) und ähnliches bei der Lokalpresse versuchte, endete das jedesmal damit, dass ein Reporter vorbeischaute und anschließend ein Artikel erschien über jenen merkwürdigen Typen, der im erwachsenen Alter Spiele sammelt. Aber Rezensionen wollten sie nicht haben.
Gruß
KMW

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Carsten Wesel

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Carsten Wesel » 13. Oktober 2001, 23:42

Helmut schrieb:
>
> > > ausreichend - ich möchte aber jeden Abend gerne ein neues
> > > Brett-/Kartenspiel ausprobieren. Was soll ich tun?"
> > >
> > solange Du Dich nicht fragst, ob das 'r' da richtig ist, bist
> > Du richtig - in diesem Forum!
> >
> Hallo Uli, ich habe lange überlegt, was Du mit dem "r"
> meinst, bis ich auf B(r)ett gekommen bin. Ach, immer diese
> Wortspielereien!
> Na, dann meine ich halt "Gesllschaftsspiele"!

...und jetzt fange ich wieder an von einem "e" zu reden - ob er mich wohl verstehen wird :-?

Gruß Carsten (eeeeeeeeeeeeeeeeee hat mehr als genug davon)
PS: Schon mal 'ne Mail an muell@muelltonne.de geschickt - mach's einfach mal ;-)

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Jost Schwider

Re: Spiel des Jahres

Beitragvon Jost Schwider » 14. Oktober 2001, 09:30

> ich selbst zB.bin begeisterter Westernreiter

Wer oder was sind "Western"? Ist das ein anderes Wort für "Cowboy"? :LOL:
*SCNR*

> nicht genug Brigitte-Leser, die sich Die Siedler kaufen würden

Wahrscheinlich ist dem so, aber warum? Weil das Spielen an sich eben als "etwas für Kinder" angesehen wird, daher beschäftigt sich das "erwachsene" Volk nicht damit. Und da das "erwachsene" Volk sich nicht damit beschäftigt, ist es wohl "etwas für Kinder"... :-(

> Die Idee mit den Leserbriefen finde ich klasse

Hmmm, wenn wir uns alle absprechen und gleichzeitig entsprechend tätig werden würden, [b]das[/b] würde doch aufsehen erregen, oder? ;-)

Jost aus Soest (ist und bleibt ein erwachsenes Kind)

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Frank Gartner
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Re: Baum des Jahres

Beitragvon Frank Gartner » 14. Oktober 2001, 10:19

> > Natürlich darf nicht fehlen: Der Jahrestitel des Jahres! :-)
> Webmaster des Jahres?

Ja...das wäre auch noch eine Idee.

> Gruß Carsten (Der Carsten des Jahres)

Das ist ohne Zweifel der mit Abstand wichtigste Titel.
Und den werde ich nie erhalten können ;-(

Ciao,
Frank G. <= mit dem G-Punkt des Jahres!!

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Helmut
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Re: Baum des Jahres

Beitragvon Helmut » 14. Oktober 2001, 10:51

Carsten Wesel schrieb:
>
> > Na, dann meine ich halt "Gesllschaftsspiele"!
>
> ...und jetzt fange ich wieder an von einem "e" zu reden - ob
> er mich wohl verstehen wird :-?
>
> Gruß Carsten (eeeeeeeeeeeeeeeeee hat mehr als genug davon)
> PS: Schon mal 'ne Mail an muell@muelltonne.de geschickt -
> mach's einfach mal ;-)

Jouh, Carsten, als ich auf "absenden" geklickt hatte, sah ich mein ausgelassenes "e"! Heul!
Tschüß
Helmut
(der jetzt mal ein Mail an die Muelltonne schicken will)

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Nicola

Re: Baum des Jahres

Beitragvon Nicola » 14. Oktober 2001, 15:26

Na klar, KMW, kann ich Dir sagen, wie Nachrichten zustande kommen. Im Deutschlandfunk hats auch schon die eine oder andere "Spiel des Jahres"-Meldung gegeben ;-))
Grüße, Nicola

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Roman Pelek

Werbung für Spiele in Massenmedien

Beitragvon Roman Pelek » 15. Oktober 2001, 01:26

Hi,

>Und eine Anzeige über eine ganze Seite einer Zeitschrift ist so viel wert wie ein Auto (je nach Heft, Auflagenzahl, Umfang etc. ein Fiat Panda oder auch ne chicke S-Klasse). Das kann sich ein Spieleverlag kaum leisten, denn deren Auflagenzahlen (an Spielen) sind im Verhältnis zur Zeitschriftenbranche sehr klein, es lohnt sich also nicht, ein einzelnes Spiel zu bewerben, da der Umsatz an diesem einen Spiel nicht hoch genug ist.<

Jepp, das ist die Crux. Solitäre Intitiativen einzelner Verlage für einzelne Produkte lohnen sich eigentlich nur für die Massen- oder Merchandisingsachen, von denen eh klar ist, dass sie sich wie geschnitten Brot verkaufen. Kurzum: Klassiker wie Tabu, Monopoly etc. oder an andere, zugkräftige Produkte gekoppelte Lizenzumsetzungen (Film, Fernsehen, Buch etc., siehe "Wer wird Millionär?", Harry Potter, evtl. Herr der Ringe). Was man bräuchte wäre Werbung für das Spielen sich, entweder als Marketing durch mehrere Verlage, um die Kosten aufzufangen oder, besser noch, als Reportage auf Angebote aus der Szene hin.

>Auch werden Anzeigen dort geschaltet, wo man potentielle Kaufer vermutet, und zwar so viele, dass die Anzeige sich rechnet. Um es platt zu sagen: es gibt einfach nicht genug Brigitte-Leser, die sich Die Siedler kaufen würden.<

Ja - aber es gibt genug Erwachsene, die sich eines oder mehrere der vielen Brettspiele kaufen würden, wüssten sie, dass Spielen ihnen gefällt und welches für sie in Frage käme. Es geht m.E. mehr um "Basisarbeit" und Werbung fürs Spielen als für bestimmte Produkte. Anderes macht wenig Sinn, maximal das SdJ wäre vielleicht vor Weihnachten noch gut einzeln zu bewerben.

>Die Idee mit den Leserbriefen finde ich klasse, so schafft man bei den Redakteuren Interesse. Vielleicht genug, um einen Aritkel über Spiele zu schreiben.<

Man kann nicht voraussetzen, dass Redakteure selbst ausgerechnet aufs Spielen stossen. Insofern wären Initiativen aus der Szene dringend notwendig. Ein paar mehr Reportagen über das Hobby Brettspiel in Fernsehen sowie Printmedien sind dringend notwendig und auch realistisch. In unserer lokalen Zeitung (Allgemeine Zeitung Mainz) hier haben wir immerhin am Wochenende immer eine vernünftige Spielerezi oder Berichte aus der Spieleszene, aber das ist bei weitem nicht überall so - und vor allem in den globaleren Medien fehlt so etwas weitestgehend :(

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Pils des Jahres + Ernsthafteres

Beitragvon Roman Pelek » 15. Oktober 2001, 02:33

Hi Bert,

> Natürlich kam die Meldung über dpa. M.E. setzt das Problem in
> den Redaktionen an. "Spiel des Jahres" wird u.a. auch über
> die Agenturen (dpa, ddp usw.) verbreitet, zusammen mit Fotos,
> Pressemappen usw. "Pilz" und "Spiel" haben damit gleiche
> Startchancen.

Nuja, gleiche Agenturmeldungen, aber beileibe nicht gleiche Startchancen, sofern man, wie Du weiter unten, die "Schere" im Kopf der Redakteure nimmst:

> Entscheidend ist dann, ob die Zeitungs-/TV-/Radioredaktionen
> das Thema übernehmen. Das ist aber nur zögerlich der Fall,
> weil Spiel einfach kein Begriff ist in den Köpfen der
> Redakteure. Deswegen ist es auch so schwierig,
> Spielerezensionen in den Medien unterzubringen.

Das glaube ich gerne, nur wie können wir das ändern? Umschläge mit dem Aufdruck "Vorsicht: Spiel des Jahres" und Plättchen drin verschicken? Aber makabren Scherz beiseite und zurück zum Thema:

> Buch-/Theaterkolumnen sind Prestigeobjekte (Man hat eben
> Kultur zu haben), Kino-/TV-/CD-Kolumnen sind
> selbstverständlich. Spielekolumnen sind da etwas ganz
> seltsames, unvertrautes. Zitat: "Ja was wollen Sie denn da

Eben: Spielen ist in den Augen der meisten nicht Kultur. Nur was hat dazu geführt bzw. was wurde unterlassen, dass die so gesehen wird? Weniger "kulturell" als ein 08/15-Hollywoodstreifen oder eine viel gewürdigte Theateraufführung vom Format eines Komödienstadels ist das Spielen beileibe nicht.

> überhaupt schreiben? Gibt es überhaupt neue Spiele? Mensch
> ärgere Dich nicht, Monopoly, aber sonst? Und das interessiert
> niemanden. Ich kenne keinen, der spielt. Und gefragt hat auch
> noch niemand danach."

Exakt das ist die Erfahrung, die ich hier auch immer wieder mache, wenn ich mit Nochnichtspielern rede. Und die werden dann einfach mal zu einem Spielchen eingeladen (mit dem Versprechen, dass alkoholische Getränke, Smalltalk, DVD oder Ausgehoption auch noch verfügbar sind) - und siehe da: sie haben Spass am Spielen! Manchmal mehr, als man denkt. Heute abend haben wir zwei dieser Sorte sogar einen Prototypen aufgenötigt - Reaktion: sie wollten dieses improvisierte, unansehnliche, zwischendurch noch variierte Machwerk gleich nochmal spielen und drüber diskutieren, was man denn alles besser, anders, schöner machen kann. Da ging's dann heiss her a la "Man könnte doch..." oder "Schöner wäre..." und "Lass uns einfach mal ausprobieren, ob..." Und solche Erlebnisse machen einfach riesig viel Spass und zeigen, dass die meisten Menschen durchaus Zugang zum Spielen finden, wenn man ihnen es halt einmal "frei Haus" und ohne Zwang serviert.

Was das mit Medien zu tun hat? Ganz einfach: der Zugang fehlt, aber er ist sicher vermittelbar.

> Gibt es Abhilfe? Ja, aber keine schnelle. Wer einen
> Spieletreff hat, mache den auch den Medien interessant. Die

Ja, Spieletreffs brauchen Werbung, sei's durch Auslage beim lokalen Spielwarenhändler, Anzeigen oder auch, noch besser, irgendwelche Aktionen vor Ort. Spieletreffs müssen sich präsentieren. Am besten, indem man Menschen unvermittelt zum Spiel zieht, wenn sie gar nicht darauf gefasst sind. Eine Anzeige "Spieletreff sucht Mitspieler" im lokalen Apothekerblättchen weckt kein Interesse. Da gehört ein Artikel dazu, notfalls selbstverfasst und eingereicht. Oder ein Stand auf dem Dorffest, das spontane Ansprechen von Leuten im Spieleladen (obwohl das natürlich diffizil ist, da man dort häufig, selbst bei subtilem Vorgehen, den Verkäufern den Rang abläuft *seufz*).

> vielen Print-/TV-/Radio-Lokalredaktionen brauchen immer
> Material. Und ganz simpel: Schreibt Leserbriefe! Verlangt
> Spielerezensionen! Einige wenige Briefe können da schon etwas
> in Bewegung bringen.

Ja, das ist richtig. Leider oder zum Glück haben wir hier schon eine vernünftige Spielerezi-Rubrik in der Wochenendausgabe, und für reine "Weiter so"-Mails ist man natürlich immer zu müde... Und Kritik a la "Rezi vom 26.08.1999 war misslungen, weil..." wäre unangebracht, weil sie Fehler noch fokussiert und kontroproduktiv ist. Ein Dilemma.

> Bert (der gerne beim "Pils des Jahres" mitwählen würde)

Können wir machen: ich nominiere "Bitburger", "Jever" und "Flensburger" zum PdJ.

Ciao,
Roman (der wenigstens mal eine "Weiter so"-Mail an die lokale Zeitung schreiben muss)

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Arno C. Hofer
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Re: Werbung für Spiele in Massenmedien

Beitragvon Arno C. Hofer » 15. Oktober 2001, 11:07

Hallo,

da "Zeitung" leider nur mehr das ist, was zwischen den Anzeigen Platz hat und in den letzten Jahren eine radikale Ausdünnung der Redaktionen zugunsten der Marketingabteilungen stattgefunden hat wird es immer schwerer Redakteure - oder zumindest freie Mitarbeiter - zu finden, die über "ihre Geschichten hinaus" sich irgendwo in den redaktionellen Teil einbringen können. Wenn man will, dass etwas erscheint, dann muß man derzeit zumindest ein (wenn nicht mehrere) Inserat(e) schalten - oder die Artikel direkt bezahlen.

Noch vor fünf Jahren war es relativ leicht, die eine oder andere "Spielstory" rüberzukriegen, aber "in Zeiten wier diesen" ist Geld alles. Die Zeitungen pfeifen teilweise selbst aus dem letzten Loch (weil immer mehr Konkurrenten auftauchen, die auch noch vom Werbekuchen abschneiden wollen). Gäbe es doch wenigstens einige, nicht so am Tropf hängende Medien, die noch eine Blattlinie haben ... und auch gelesen werden. Der Boulevard hat sich auch hier mächtig breit gemacht und "vermusikantenstadelt" auch die Presselandschaft.

Insofern würde ich meinen, wir müssten in "intellektuellen" Zeitschriften und Magazinen schauen, ob es dort irgendwie möglich wäre, das "Medium Spiel" als "Kulturgut" zu verkaufen.

Das wird aber, glaube ich, nicht über Rezensionen gehen, sondern eher über das, was das Spiel eigentlich ist: eine symbolhafte, verkleinerte Erlebniswelt, in der man Erfahrungen machen kann.

Ich werde gleich einmal bei "Geo" anfragen, welche Themen sie in den nächsten fünf Heften verarbeiten wollen. Wahrscheinlich passen da gleich mehrere zeitgenössische Spiele dazu ...

Arno (der glaubt: wir müssen auf Klasse setzten, nicht auf die Masse - denn, wenn es die Klasse gibt, will sie alsbald auch die Masse - macht es z.B.: Merzedes anders?)


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