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So ein Hundeleben

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Hans-Peter Anton

So ein Hundeleben

Beitragvon Hans-Peter Anton » 21. Oktober 2001, 09:28

In Essen habe ich das Spiel "So ein Hundeleben" von Eurogames gesehen. Es hat rein vom Aussehen her einen witzigen Eindruck auf mich gemacht, was vielleicht auch nur daran liegt, daß ich seit 2 Monaten einen Hund habe.

Hat es jemand mal gespielt? Ist es witzig oder spannend oder einfach mal wieder eines von den Spielen, die eine interessante Aufmachung haben, aber total langweilig sind?

Über eine Antwort freut sich
Hans-Peter

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Sönke Weidemann
Kennerspieler
Beiträge: 531

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Sönke Weidemann » 21. Oktober 2001, 11:01

Hi!

Ich habe So ein Hundeleben auf der Messe antesten können, der erste Eindruck war sehr gut.

Vier Knochen hat jeder Hund in seinem Stammrevier zu verbuddeln, die er natürlich aber erstmal finden muß. So wird er denn Mülleimer durchwühlen, Zeitungen apportieren oder Restaurants anbetteln. Manchmal bekommt er dafür seinen ersehnten Knochen, manchmal gar nichts, manchmal etwas zu Essen, was auch nicht unwichtig ist. Ist er zu hungig, schläft er auf der Stelle ein und ist leichte Beute für den Hundefänger, der eh schon für Hektik unter den Hunden sorgt.

Bremsen kann man andere Hunde durch markieren seines Reviers, dafür wird gegen eine Straßenlampe gepinkelt (der Hund, nicht der Spieler!) - wenn der Hund denn seine Blase gut gefüllt hat.

Die Thematik ist m.E. sehr stimmig umgesetzt, der Spielablauf ist rund und flüssig, um genügend Interaktion hineinzubringen sollten aber mindestens vier Hunde auf dem Plan sein.

Wie gesagt, alles Eindrücke nach der Testpartie in Essen.

Gruß Sönke

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benjamin

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon benjamin » 21. Oktober 2001, 16:46

hallo!

wir haben das spiel auf der messe zu sechs gespielt und fanden es alle recht lustig. es ist allerdings kein spiel mit hohen ansprüchen und man muss auch nicht wirklich viel überlegen oder seine nächsten züge vorausplanen - es ist eher ein ideales spiel für gelegenheitsspieler, zu beginn eines spieleabends oder für die späteren stunden eines solchen :)
jeder der bis zu sechs hunde hat unterschiedliche stärken und schwächen und muss diese entsprechend ausnutzen, um an futter und die begehrten großen knochen zu kommen. so wird z.b. der straßenköter eher mal in einem mülleimer fündig als die feine pudeldame, die dafür mit einer höheren belohnung beim "zustellen" einer zeitung rechnen kann.
insgesamt bietet das spiel viele aktionsmöglichkeiten wie mülleiner durchsuhen, in restaurants betteln, zeitungen austragen, "pipi" an laternen platzieren, anderen hunden die beute abnehmen, usw., wobei aber leider zumindest in unserer runde jeder hund hauptsächlich sein eigenes ding drehte und sich recht wenig um die anderen kümmerte - abgesehen von der steuerung des hundefängers, der die konkurrenten für zumindest eine runde ins tierheim befördert, wenn sie ihm über den weg laufen.
mit sechs spielern war zwar so trotzdem noch einiges los auf dem spielplan, aber mit sinkender spielerzahl könnte es schnell etwas langweiliger werden. um das zu beurteilen genügt aber ein testspiel nicht, daher kann ich nur sagen, dass ich es bis auf diesen aspekt wirklich schön fand und es mir wohl auch kaufen werden, wenn sich der preis noch ein paar mark nach unten bewegt hat :)

gruss,
benjamin

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Johannes Öhl

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Johannes Öhl » 22. Oktober 2001, 09:18

Mein erster Eindruck beim Erklären und den ersten Runden auf der Messe:
Das Thema ist stimmig umgesetzt und alles hört sich sehr witzig an.
Aber: Zumindest in unserer Partie fehlte der Spannungsbogen. Jede Runde ist wie die vorherige Runde. Großartig planen kann man nicht.
Fazit nach dem 1. Spiel:
Gut als Familienspiel. Es ist nicht der Überflieger.
Gruß, Johannes

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Jürgen Schmidt

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Jürgen Schmidt » 22. Oktober 2001, 11:19

Das Beste an dem Spiel sind die Hundefiguren, die sind wirklich süß ;-)

Ansonsten hat mir das Spiel nicht sehr gut gefallen. Die Aufmachung des Spielplans fand ich sehr unübersichtlich und optisch schlecht aufbereitet.

Es gibt zwar viele Möglichkeiten, wie man zum Spielziel (Knochen) kommen kann, diese bauen aber nicht aufeinander auf. Man bewegt sich also ziemlich planlos hin und her und hofft auf das Glück, bei einer x-beliebigen Aktion einen Knochen zu finden.

Eine Interaktion zwischen den einzelnen Spielern findet kaum statt, nur mit dem Hundefänger kann man die anderen Spieler ärgern.

Nach 3-4 Runden war bei uns der ganze Tisch (6 Personen, incl. der Eurogames-Spieleerklärerin) einig, dass das Spiel nicht der Bringer ist, so dass wir aufgehört haben und uns dem "Tal der Mammuts" gewidmet haben.

Die Meinung kann aber auch davon beeinflusst worden sein, dass sich die Erklärerin mit dem Spiel absolut nicht ausgekannt hat (ist das von den Verlagen zu viel verlangt?) und so das ganze Spiel doch ein ziemliches Gestochere wurde.

Als Familienspiel ist das Spiel bestimmt geeignet, aber mein Fall ist es nicht

Jürgen (der den "kleinen Hobbit" leider ohne Probespiel kaufte)

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Wolfgang Ditt

Re: So ein Hundeleben - Familienspiel?

Beitragvon Wolfgang Ditt » 22. Oktober 2001, 12:34

Hallo

in den beiden vorherigen Psotings fand ich folgende Bewertungen des Hundelebens:

- Gut als Familienspiel. Es ist nicht der Überflieger.
- Als Familienspiel ist das Spiel bestimmt geeignet, aber mein Fall ist es nicht

gepaart mit einer eher negativen Meinung zum Spiel. Wieso schreibt ihr, es wäre als Familienspiel geeignet, obwohl ihr der Meinung seit, das Spiel sei nicht gut? Auch Familien wünschen sich gute Spiele.

Wolfgang (hat Hundeleben nicht gespielt, kann es auch daher auch nicht beurteilen:-| )

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Carsten Wesel

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Carsten Wesel » 22. Oktober 2001, 12:42

Jürgen Schmidt schrieb:
>
> Das Beste an dem Spiel sind die Hundefiguren, die sind
> wirklich süß ;-)

Ist doch schön, daß etwas Gutes an dem Spiel ist.


> Die
> Aufmachung des Spielplans fand ich sehr unübersichtlich und
> optisch schlecht aufbereitet.

Zustimmung.


> Man bewegt sich also ziemlich planlos hin und her und
> hofft auf das Glück, bei einer x-beliebigen Aktion einen
> Knochen zu finden.

und dabei nicht dem Hundefänger zu begegnen.


> Eine Interaktion zwischen den einzelnen Spielern findet kaum
> statt, nur mit dem Hundefänger kann man die anderen Spieler
> ärgern.

Ich war nicht 1x im Tierheim, andere fast dauernd. Trotzdem haben wir uns mitten im Spiel auf 3 Knochen als Siegbedingung geeinigt.


> Die Meinung kann aber auch davon beeinflusst worden sein,
> dass sich die Erklärerin mit dem Spiel absolut nicht
> ausgekannt hat (ist das von den Verlagen zu viel verlangt?)

Das hatten wir auch gemerkt. Wir haben wieder mal viele Dinge nachgelesen, die die Erklärer anders erzählt hatten - auch bei den Mammuts. 1 Erklärer hat immerhin gesagt, daß er von den Mammuts keine Ahnung hatte, was ich allemal besser finde, als wenn er versucht etwas zu deuten. Deuten kann ich selber.


> Als Familienspiel ist das Spiel bestimmt geeignet, aber mein
> Fall ist es nicht

Ne, meins wird es auch nicht werden.


> Jürgen (der den "kleinen Hobbit" leider ohne
> Probespiel kaufte)

Leider? Aber das ist wieder ein anderer Thread.

Gruß Carsten (der ohne Hundeleben, aber mit Hobbit)

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Jürgen Schmidt

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Jürgen Schmidt » 22. Oktober 2001, 13:50

Carsten Wesel schrieb:

> 1 Erklärer hat immerhin gesagt, daß er von
> den Mammuts keine Ahnung hatte, was ich allemal besser finde,
> als wenn er versucht etwas zu deuten. Deuten kann ich selber.

Über so eine ehrliche Aussage würde ich mich auch oft freuen.

>
> > Jürgen (der den "kleinen Hobbit" leider ohne
> > Probespiel kaufte)
>
> Leider?

Ja - leider. Der 'Kleine Hobbit' gefällt mir leider auch nicht. -> Siehe Posting zu anderem Thread.

Jürgen (der nächstes Jahr auch einen vorbedruckten Spielbox-Button haben möchte)

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Jürgen Schmidt

Re: So ein Hundeleben - Familienspiel?

Beitragvon Jürgen Schmidt » 22. Oktober 2001, 14:12

Wolfgang Ditt schrieb:

> Wieso
> schreibt ihr, es wäre als Familienspiel geeignet, obwohl ihr
> der Meinung seit, das Spiel sei nicht gut? Auch Familien
> wünschen sich gute Spiele.
>
Ich gehe mal davon aus, dass Familien mit Kinder andere Anforderungen an ein Spiel stellen als ich - damit die Kids auch Spass daran haben:
- Nicht zu komplexe Regeln
- Ansprechende, phantasievolle Aufmachung
- Kein zu hoher Grübelfaktor, nicht zu strategisch ausgerichtet

Dies ist der Ansatz von mir als Aussenstehendem ;-)

Im Gegensatz dazu habe ich andere Anforderungen an ein Spiel:
Komplexer, Unterschiedliche Möglichkeiten,...

Deshalb kann es sein, dass ein Spiel mir nicht gefällt (wie beschrieben). Dennoch muss es deswegen nicht schlecht sein und kann durchaus den obigen Anforderungen an ein Familienspiel gerecht werden.

Wir sollten nicht aber nicht allzu weit vom Thema "So ein Hundeleben" abkommen, da sonst ein W.D. gleich laut "OT:" rufen wird :-D

Jürgen (auf den zu Hause ein Berg mit Arbeit, äh, Spiele wartet)

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Wolfgang Ditt

nicht taktisch = Familienspiel? War: So ein Hundeleben

Beitragvon Wolfgang Ditt » 22. Oktober 2001, 14:55

Hallo Jürgen,

danke für die Antwort. Es ist nicht das erste Mal, dass solche Aussagen wie "mir gefällt es nicht, aber es ist etwas für Familien" gemacht werden. Da es aber zwei Mal in gleichen Thread wr, wollte ich mal nachfragen, weil ich den Eindruck habe, dass gerade die Vielspieler / Taktiker nicht so taktische Spiele leicht in die "familientaugliche Ecke" packen. Ich frage mich dann oft, haben die Familie, dasss sie das beurteilen können. Deswegen auch herzlichen Dank für die Aussage, dass du Außenstehender bist.

Wolfgang

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Uli Schumacher

Re: nicht taktisch = Familienspiel? War: So ein Hundeleben

Beitragvon Uli Schumacher » 22. Oktober 2001, 16:47

Von mir als 'Innenstehender' werden auch oft Spiele mit etwas geringeren Ansprüchen als 'familientauglich' empfohlen. Das heißt nicht unbedingt tauglich für meine oder Deine, Wolfgangs, Familie bzw. Kinder, eher für die Durchschnittsfamilie. Das Deine Kinder mit 8 Spiele für Erwachsene konnten, halte ich für klar, genauso klar ist aber, dass Deine Familie damit nicht mehr so recht als Maßstab gelten kann. Ich halte diese Einstufung für ganz gut, aus verschiedenen Gründen:
- der Begriff macht deutlich, dass die Ansprüche an die Konzentrationsfähigkeit nicht zu hoch sind.
- Kinder & Jugendliche können sich häufig für ein Spiel begeistern, einfach weil das Thema ihnen liegt und sie zwei Stunden unentwegt gackern können. Das Spiel braucht da vom Mechanismus garnicht so toll zu sein. Dafür ist so ein Hundeleben ein gutes Beispiel: Wir haben es mit befreundeten Vielspielern getestet, mit dabei deren dreizehnjähriger Sohn. Unabhängig voneinander haben der Sohn und ich das Spiel meinem Mann beschrieben: der Junge fand es gut, ich fand es öde, die Grafik fanden wir beide blöd. Für Kinder kann der Reiz schon darin liegen 'Pipiplättchen' zu verteilen.
- auch ältere Leute sind häufig von Spielen überfordert, insbesondere von komplexen Anleitungen. Und Oma&Opa gehören schließlich auch zur Familie.
- der Begriff ruft bei den meisten eine ganz konkrete Vorstellung des Spielniveaus hervor, unabhängig von der wirklichen Familientauglichkeit vermittelt er dem Hörer/Leser schon ziemlich genau, was der Schreiber meint.

Uli (die sich ziemlich eindeutig gegen Hundeleben entschieden hat, mir reichen die 'Pipiplättchen' unserer Allerjüngsten)

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benjamin

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon benjamin » 22. Oktober 2001, 17:03

Carsten Wesel schrieb:
> Jürgen Schmidt schrieb:
> > Die Aufmachung des Spielplans fand ich sehr unübersichtlich
> > und optisch schlecht aufbereitet.
> Zustimmung.

hmmm... also der spielplan war neben den hundefiguren eigentlich das, was mir an dem spiel am besten gefallen hat. der spielplan ist doch richtig klasse - endlich mal ein spielfeld, welches nicht die sterilität eines operationssaals aufweist! daran sollten sich andere lieber mal ein beispiel nehmen. von unübersichtleichkeit habe ich dort nichts bemerkt: es ist doch alles gut zu erkennen und sogar auf dem spielplan nochmal am rande erklärt. was will man denn mehr?


gruss,
benjamin

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Markus Barnick

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Markus Barnick » 22. Oktober 2001, 18:28

ich habs mit 3 Engländern gespielt. - Dann kam noch der Autor vorbei und hat mal reingeschaut.
Ich bin über einige Regellücken gestolpert und die Engländer wußten auch dauernd nicht, was jetzt los ist und so haben wir nach einiger zeit abgebrochen.
Ich hab das Brigitte erzählt - sie fands eigentlich ganz gut.
ich werds auf jedenfall noch mal probieren.

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Markus Barnick

Re: So ein Hundeleben

Beitragvon Markus Barnick » 22. Oktober 2001, 18:32

> > Die
> > Aufmachung des Spielplans fand ich sehr unübersichtlich und
> > optisch schlecht aufbereitet.
>
> Zustimmung.
fand ich nicht.

>
> > Eine Interaktion zwischen den einzelnen Spielern findet kaum
> > statt, nur mit dem Hundefänger kann man die anderen Spieler
> > ärgern.
vielleicht weiß ja jemand ein "Besser spielen"

>
> Ich war nicht 1x im Tierheim, andere fast dauernd. Trotzdem
> haben wir uns mitten im Spiel auf 3 Knochen als Siegbedingung
> geeinigt.
wir waren dauernd im Tierheim. Fast jedes mal mindestens 2-3 Runden lang. Ich hab anfangs deshalb kaum mitgespielt.
>
>
> > Die Meinung kann aber auch davon beeinflusst worden sein,
> > dass sich die Erklärerin mit dem Spiel absolut nicht
> > ausgekannt hat (ist das von den Verlagen zu viel verlangt?)

ich hatte eine Frage und hab sie an 2 Leute gestellt. Der eine sagte "Ja" der andere "nein."
Jetzt hab ich mal den Autor angemailt.
Ich werde eine FAQ - Seite machen

> > Als Familienspiel ist das Spiel bestimmt geeignet, aber mein
> > Fall ist es nicht
>
> Ne, meins wird es auch nicht werden.
mal sehen. Für die Familie zu anstrengend

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Johannes Öhl

Re: nicht taktisch = Familienspiel? War: So ein Hundeleben

Beitragvon Johannes Öhl » 23. Oktober 2001, 13:38

Ich kann mich meinem Vorschreiber nur anschließen. Besser könnte ich es auch nicht erklären.
Gruß,
Johannes (der bei der Meinung bleibt, daß das Hundeleben ein Familienspiel ist)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: nicht taktisch = Familienspiel? War: So ein Hundeleben

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 23. Oktober 2001, 16:11

Nichts desto trotz stört mich an dem Ganzen das Schubladendenken, das das Vorurteil enthält, alle Familien lieben die gleichern Spiele und alle sog. "Vielspieler" die anderen. Ich denke, man kann weder alle Familien, noch alle, die gerne und viel spielen in einen Topf werfen uns annehmen, daß sie einen gemeinsamen Einheitsgeschmack haben. Auch solche unterschwelligen Wertungen wie "Familie = anspruchslos / Vielspieler = anspruchsvoll" halte ich für äußerst bedenklich, wenn nicht gar für verwerflich, zumindest aber für reichlich elitär! Und daß man im Alter wieder zu "anspruchslos" tendiert, halte ich für ausgemachten Blödsinn. Ich kenne sehr viel ältere (bis hochbetagte) Menschen, die geistig noch voll auf der Höhe sind! Und ich kann mir nicht vorstellen, im Alter andere Spiele zu spielen als jetzt ... natürlich noch einige neue dazu ... und ich werde im Alter auch nicvht von Rockmusik auf James Last umschwenken, um ein anderes dämliches Vorurteile in dieser Richtung zu nennen.

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Uli Schumacher

[ot]Familienspiel

Beitragvon Uli Schumacher » 23. Oktober 2001, 21:26

Roland G. Hülsmann schrieb:
> Und daß man im Alter wieder zu
> "anspruchslos" tendiert, halte ich für ausgemachten Blödsinn.
> Ich kenne sehr viel ältere (bis hochbetagte) Menschen, die
> geistig noch voll auf der Höhe sind! Und ich kann mir nicht
> vorstellen, im Alter andere Spiele zu spielen als jetzt ...
> natürlich noch einige neue dazu ... und ich werde im Alter
> auch nicvht von Rockmusik auf James Last umschwenken, um ein
> anderes dämliches Vorurteile in dieser Richtung zu nennen.

Um Himmels willen, so war das gewiss nicht gemeint! Gerade ältere spielen häufig gerne gehaltvolle, fordernde Spiele, das bestreite ich nicht. Was ich meinte, war, dass das erlernen neuer, komplexer Regeln älteren Menschen häufig schwerer fällt, sie also vielleicht lieber ein Zerz als ein Kings and Things spielen. deshalb auch der Nachsatz mit den komplexen Anleitungen.
Wer allerdings heute mit derartigen Spielen aufgewachsen und dann später damit altgeworden ist, wird weniger Probleme haben. Nur, das sind aus der Generation meiner Großeltern die wenigsten - die hatten anderes im Kopf, als sie jung waren. Sie sind selten Vielspieler und wollen eher an das Spielen herangeführt werden, weil sie mit anderen zusammen sein möchten (Familie, Bekannte). Außnahmen sind da die Schachler, Skatler usw., Leute die schon länger immer wieder mal spielen.

Und es gilt genau das übliche: bei Jung u n d Alt sind Vielspieler nicht der Normalfall. Aber jung etwas Neues (Spielen) beginnen fällt nun einmal leichter als es im Alter zu tun. Ist schlicht und einfach so, bestätigt Dir jeder Arzt oder Psychologe. Du selbst kannst Dir nicht vorstellen, im Alter andere Spiele zu spielen - eben.

Uli (die schon so manche Oma von Cartagena überzeugt hat, aber noch keine von Carolus Magnus)

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Christiane F.

Re: So ein Hundeleben - Familienspiel?

Beitragvon Christiane F. » 24. Oktober 2001, 22:38

hallo zusammen,

geb ich auch noch meinen senf dazu.
da ich 'so ein hundeleben' nicht gespielt habe, kann ich ueber das spiel selber nur wenig sagen. ausser, dass es witzig aussieht und ich die grafik nett fand - wie uebersichtlich sie ist, kann ich nicht beurteilen.
aber wegen grafik und thematik koennte ich mir schon vorstellen, dass kinder an dem spiel spass haben (habe zwar keine eigenen, bin aber inzwischen ca. 20mal 'nenn'- und auch richtige tante). und insofern also doch familienspiel.
ich wollte aber eigentlich auf einen anderen aspekt hinaus. ein freund von mir ist mitglied in einem spieleclub, der oeffentliche spieleabende veranstaltet. und dort tauchen natuerlich immer wieder mal leute auf, die bisher wenig erfahrung mit spielen haben und das aendern wollen - oder eben einfach mal probieren, was es mit dem spielen auf sich hat. er hat sich ueberlegt, das spiel zu kaufen, weil es ihm genau dafuer sehr geeignet erschien - leuten, die neu ins spielen einsteigen wollen, ans spielen heranzufuehren. und nach allem, was ich bisher von diesem spiel gesehen habe, scheint mir das durchaus eine richtige einschaetzung zu sein.

gruesse, christiane

(die einen langen abend vor sich hat - so viele threads, zu denen ich gerne meinen kommentar abgeben moechte).


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