Beitragvon Adam » 22. Oktober 2001, 11:26
Richtig.
Sind immer höchstens soviele Gleisbaukarten aufgedeckt wie es Mitspieler gibt, so können bei zwei Spielern höchstens sechs Gleisbaupunkte zusammenkommen. Stehen beiden vor einem Fluß ohne eigene Gleispunkte, und sind keine Bonusgleiskarten ausgegeben, so kostet das Überbauen des Flusses 40 Pfund (in Namibia: Reichsmark ;-) ). Passiert das kurz vor Schluß, nach einigen heißen Bietgefechten und Gleisbauten aus dem Kapital, so kann keiner mehr diese 40 Pfund bezahlen, das Spiel läßt sich nicht mehr zu Ende spielen. Das kann nicht Sinn der Regel sein.
Tatsächlich implementiert das Spiel das Bieten nach der sogenannten holländischen Versteigerung: für Tulpenzwiebeln oder Schnittrosen wird bei einem (zu) hohen Gebot angefangen und dann mit einem Uhrwerk rückwärts gezählt. Die Ware wird also laufend billiger. Die Bieter haben die Möglichkeit per Knopfdruck die Uhr anzuhalten. Der dann angezeigte Preis muß bezahlt werden.
So ähnlich läuft es auch in Kap bis Kairo: Im günstigen Fall führt jedes Aufdecken einer Gleisbaukarte zur Verminderung des Preises (daß es nicht ganz so einfach ist, dafür sorgen die Null-Karten). Und jetzt heißt es für den aktiven Spieler: Zugreifen oder auf eine noch günstigere Gelegenheit warten. Wartet man, kann der Zuschlag natürlich auch an einen anderen Mitspieler gehen.
Mir jedenfalls gefällt es, den Freunden, mit denen ich es am Wochenende gespielt habe, ebenfalls. Gut, es hat nicht die Tiefe von Meuterer oder Verräter, es braucht zusätzlich Papier und Schreiber, es ist sicherlich kein Überflieger (ist auch unwahrscheinlich für ein Kartenspiel). Dafür ist es billig, man kann es überall mit hinnehmen, die Regeln sind schnell erklärt und also auch für Neulinge und Wenigspieler geeignet. Es bietet eine Menge Spielspaß und - was für mich zunehmend wichtig wird - nimmt kaum Lagerplatz in Anspruch. Fazit: Die 10 DM waren gut angelegt.
Gruß
Adam