Beitragvon Roman Pelek » 24. Oktober 2001, 01:23
Hi Jürgen,
Jürgen Schmidt schrieb:
> In Essen ist mir aufgefallen, dass viele neue Spiele dem
> "Grünen Punkt"-Gedanken folgen und alte Spielideen eiinfach
> recyceln. Aufgefallen ist mir das bei:
> Atlantic Star -> Showmanager
> Gnümies -> Asterix
> Tal der Mammuts -> Original kannte jeder (außer mir)
> Heimlich & Co -> Neuauflage
> Shark -> Zum 3. Mal aufgepäppelt
Gut, hier werden eigentlich strenggenommen nicht Ideen recyclet, sondern ganze Spiele, teilweise mit veränderter Grafik, Thema oder Zusatzgimmicks neu aufgelegt. Das ist nicht per se negativ, wenn eine ausreichende Zeitspanne zwischen alter und neuer Ausgabe liegt, da damit auch "neue" Spieler die Gelegenheit haben, Klassiker kennenzulernen, die auch heute noch durch ihre spielerische Güte zeitgemäß sind. Ein gutes altes Spiel ist immer noch besser als ein schlechtes Neues.
Was aber auch nicht zu vernachlässigen ist, ist ein gewisser "Sicherheitsfaktor". Von Spielen, bei denen man weiss, dass sie laufen, dass sie über Jahre gut ankamen, ist das Risiko und der redaktionelle Aufwand natürlich geringer als bei neuen Spielen.
Was bleibt als Fazit? Neuauflagen von guten Spielen gerne, Fantasiepreise für vergriffene Kultobjekte müssen nicht in jedem Fall sein, falls eine Neuauflage genügend grossen Absatz verspricht. Aber, ein Problem bleibt: wie finden neue, gute Spiele ihren Weg? Wird genügend Arbeit geleistet, neue gute Spiele ausfindig zu machen, junge Autoren zu fördern und zu beraten, auszutesten, redaktionell zu bearbeiten und zu veröffentlichen? Man darf nicht vergessen, dass dies ein hohes Mass an Aufwand erfordert, nicht nur von Seiten der Verlage, auch von Seiten der Autoren. Und da, denke ich, muss man auch konstant hohe Anforderungen stellen - und es gibt da sicherlich noch einiges für die gesamte Spieleszene zu tun.
> Jürgen (den die Kommentare nerven: "Da Spiel ist ja wie
> Showmanager")
Du bist einfach nicht belastbar ;-)
Ciao,
Roman