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Sternenschiff- Karten aufdecken?

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Lars

Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Lars » 1. November 2001, 18:46

Hi,
plane für heute Abend "mein erstes Mal" und frage mich nach dem Regelstudium was euch besser gefällt:
1. Die Karten ,die z.B. durch Kolonisation aus den Sektoren verschwinden, durch offene Karten zu ersetzen;

oder
2. diese durch verdeckte Karten zu ersetzen.

Ich persönlich halte letzteres für "realistischer" ; wie sind eure Erfahrungen?

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Ralf Bielenberg

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Ralf Bielenberg » 1. November 2001, 20:13

Hallo Lars,

wir haben bislang ausschliesslich mit dem Ersetzen durch offene Karten gespielt. Aber Du hast eigentlich Recht, ich werde beim nächsten Spiel auch die Variante mit den verdeckten Karten präferieren.

Liebe Grüsse
Ralf (den Piraten keine Chance)

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Michael Lang

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Michael Lang » 2. November 2001, 07:00

Zumindest in unserer ersten Partie hemmte das offene Aufdecken der Karten den Spielfluß. Jeder der Spieler wollte die Karte erstmal genau durchlesen. Ich finde, dass es gerade bei den Piratenkarten nicht sinnvoll ist, sie offen auszulegen. Piraten sollten eben sehr unverhofft auftauchen. Wäre doch in der Realität auch so, oder? Das gleiche gilt für andere Planetenkarten natürlich auch.

Schöne Grüsse

Michael, der sich fragt ob es überhaupt echte Raumpiraten gibt...

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Michael Blumoehr

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Michael Blumoehr » 2. November 2001, 09:32

Hallo,

wenn Du sie verdeckt einmischst, erhöhst Du halt den Glücksanteil des Spiels etwas. Aber es ansonsten wohl reine Geschmackssache. Ich bin eher für offen. Bei den bisherigen Partien war das auch bei den Piraten kein Problem und spätestens beim 2. oder 3. Spiel ist das mit der Textleserei vorbei, da ist doch nur noch die Stärkezahl des Piraten wichtig.

Gruesse,
Michael

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Christian Schnabel » 2. November 2001, 10:57

Hallo Lars,

ich bevorzuge verdecktes Einmischen. Dies erhöht die Ungewißheit und damit auch Spannung.

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. November 2001, 11:46

Das mit dem Aufdecken scheint mir die bei weitem attraktivere Variante zu sein.

Die Zusammensetzung der Stapel zu erforschen und taktisch auszunutzen erhöht den Spielspaß ganz ungemein.

Und wenn dann plötzlich attraktive Stapel (z. B. die sogenannten ALDI-Sektoren, in denen mehrere Rohstoff-für-1-Astro Handelsplaneten vorkommen) durch einen fetten Piraten verseucht werden, kommt man ganz schön ins Schwitzen.
Wenn dagegen plötzlich ein solcher den Zug beendet (und das Zentrum vernichtet), mag das den Gegner freuen - aber das ist dann irgendein Glückselement mehr, da lohnt sich kein zusätzliches Nachdenken.

Es ist auch spannend, wenn plötzlich eine neue Kolonie oder ein neuer Handelsplanet eingemischt wird: Wer baut als erster das passende Schiff und findet den Planeten?
Da kann man zielgerichtet planen (ohne Erfolgsgarantie), statt sich wahllos auf alle Eventualitäten einzurichten und dann das Glück entscheiden zu lassen.

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Andreas Keirat/Claudia Schlee

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 2. November 2001, 13:19

Lars schrieb:
>
> Hi,
> plane für heute Abend "mein erstes Mal" und frage mich nach
> dem Regelstudium was euch besser gefällt:
> 1. Die Karten ,die z.B. durch Kolonisation aus den Sektoren
> verschwinden, durch offene Karten zu ersetzen;
>
> oder
> 2. diese durch verdeckte Karten zu ersetzen.
>
> Ich persönlich halte letzteres für "realistischer" ; wie sind
> eure Erfahrungen?

Hallo!

Eindeutig verdeckt auslegen und einmischen. Das Spiel basiert auf der Entdeckung von neuen Planeten, daher sollten die Spieler eigentlich nicht vorher wissen, was in einzelnen Sektoren zu finden sein könnte. Ansonsten wird man schnell bestimmte Kartenstapel nicht mehr nehmen wollen, weil sie keine Kolonien oder Handelsposten von dort aus errichten können. Die werden beim offenen Nachziehen natürlich gleich entdeckt und man hat einen "Run" auf den Stapel, was eigentlich bedeutet, daß die Kolonie oder der Handelsposten an den geht, der nach dem Aufdecken am Zug ist (mit vier bis fünf Antrieben und dem Anschauen von zwei Karten ist das Thema dann fast immer gegessen!).

Ciao,

Andreas

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Christian Schnabel » 2. November 2001, 14:45

Hallo Ralf,

>...durch einen fetten Piraten verseucht werden, kommt man ganz schön ins Schwitzen. Wenn dagegen plötzlich ein solcher den Zug beendet (und das Zentrum vernichtet), mag das den Gegner freuen - aber das ist dann irgendein Glückselement mehr, da lohnt sich kein zusätzliches Nachdenken...<

Man kann durchaus einem Kampf mit einem Piraten vemeiden, z.B. durch Erfüllung seiner Forderung (zahle 3 Astro...). Das Nachdenken sollte dann vielleicht schon einen Zug zuvor eingesetzt haben; z.B. indem man nicht seine gesamten Astro verjubelt.

Ansonsten kann ich Andreas nur beipflichten:

1.das Glückselement nimmt eher noch zu! Warum? Nun ja, der Spieler mit dem höchsten Würfelwurf und den stärksten Antrieben kann sich dann den (z.B.) neu eingemischten Kolonie-Planeten mal eben abholen.
2. Was sind denn das für Entdeckungen, wenn ich die neuen Karten schon kenne? Das nimmt ja fast jedes Risiko, viel Spannung und die Ungewißheit aus dem Spiel.

Wenn ich hingegen deiner Logik folge, dann sollte dies auch konsequent geschehen. Das heißt:

A) Warum nicht auch gleich die 10 ersten Karten der 4 Sektoren aufdecken? (wäre dann ja eine weitere Verringerung des Glückselemts)
:-)
B) Sollte ein Spieler mal vergessen haben, in welchen Sektor z.B. Pallas liegt; - kein Problem: alle Stapel einmal durchsuchen, mischen und danach wieder verdeckt auslegen!?
:-)

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Ralf Arnemann
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Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. November 2001, 16:05

> das Glückselement nimmt eher noch zu!
Also nun wirklich nicht - da stellst Du alles auf den Kopf.

> Nun ja, der Spieler mit dem höchsten Würfelwurf und den
> stärksten Antrieben kann sich dann den (z.B.) neu eingemischten
> Kolonie-Planeten mal eben abholen.
Wenn er die Antriebe und die Schiffe und die unterstützenden Zentren hat - vielleicht.

Und wer genug Astro oder die fetten Kanonen hat kann den Piraten angehen.

Oder anders gesagt: Wer bei Schiffsausbauten und Ressourcen optimal versorgt ist, dem ist natürlich egal, welche Karten eingemischt wurden.

Aber Taktik läuft darauf hinaus, mit begrenzten Ressourcen die geeignetste Alternative auszuwählen.
Hohes Risiko im interessanten Stapel, aber mit Piraten? Oder lieber weniger beim Handel verdienen im ungefährlichen Stapel?
Das sind doch interessante Entscheidungen!

Mal blind ein Kolonie- und ein Handelsschiff auf Halde legen und hoffen, daß das Glück eine neue Planetenkarte bereithält - das ist doch keine Taktik, da kann man auch gleich Roulette spielen.

> 2. Was sind denn das für Entdeckungen, wenn ich die neuen
> Karten schon kenne? Das nimmt ja fast jedes Risiko, viel
> Spannung und die Ungewißheit aus dem Spiel.
Jaja, die Ungewißheit - das ist halt das Glückselement.

Am Anfang haben beide Spieler identische Schiffe und kennen das Weltall nicht.
Dann lernen sie die Sektoren allmählich kennen und gleichzeitig treffen sie ihre unterschiedlichen Spezialisierungsentscheidungen: Mehr Antriebe oder mehr Kanonen, Zentren oder Geld.
Und versuchen ihre Planung dem immer besser bekannt werdenden Kosmos anzupassen und es gewinnt, wer dabei besser geplant hat.

Wer mehr Glück mag, ok, der kann die Karten verdeckt reinmischen und die Unplanbarkeit im Kosmos wieder erhöhen.

Aber wer lieber taktisch spielt, muß bei der Originalvariante bleiben.

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Michael Lang

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Michael Lang » 2. November 2001, 17:08

Wo wir gerade beim Thema der Piraten sind. Sollte der vorlesende Spieler die Stärke des Piraten bekanntgeben?

Wenn die Stärke vorgelesen wird, hat der Spieler eine bessere Möglichkeit zu entscheiden, ob er gegen den Piraten kämpfen möchte oder lieber nicht, weil er ihm zu stark erscheint.

Wir haben die Stärke nicht mit vorgelesen, damit eine kleine Ungewissheit verbleibt.

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Christian Schnabel » 2. November 2001, 17:14

Hallo Ralf,

ich denke auch, jeder sollte es so spielen wie es ihm am besten gefällt. Im Zweifelsfall gelten ohnehin die Orginal- und nicht die Hausregeln.

>Aber wer lieber taktisch spielt, muß bei der Originalvariante bleiben.<

Diesem Satz entnehme ich, das in den Orginalregeln die Karten offen nachgezogen werden? Korrekt (besitze Sternenschiff derzeit nämlich noch nicht)?
Dann haben wir bisher unwissentlich "falsch" gespielt (Ups)!
Allerdings werde ich beim Sternenschiff wohl auch weiterhin (sofern dann mein MitspielerIn einverstanden ist) das verdeckte nachziehen von Karten bevorzugen.

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Ralf Arnemann
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Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. November 2001, 17:37

Laut Regel wird m. W. die Stärke nicht vorgelesen.
Wobei aber die geforderte Astro-Zahl Rückschlüsse zuläßt (3 Astro -> Stärke 2 oder 3, 5 Astro -> Stärke 4 oder mehr).

Wobei entscheidend ist, daß die 3-Astro-Piraten fast nichts schaden (Zugende - kann man meist locker riskieren), während die dicken Kanonen oder gar Zentren zerstören - das ist schlimm.

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Ralf Arnemann
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Re: Sternenschiff- Karten aufdecken?

Beitragvon Ralf Arnemann » 2. November 2001, 17:38

> Diesem Satz entnehme ich, das in den Orginalregeln die Karten
> offen nachgezogen werden
Ja, das ist der Normalfall.

Aber schon in der Originalregel ist als Variante angegeben, daß man auch verdeckt ziehen kann, wenn man einen höheren Glücksfaktor möchte.


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