Beitragvon Thomas Rosanski » 5. November 2001, 22:54
Stephan Zimmermann schrieb:
> sagt mal, wie wichtig ist Euch beim Kauf der Verlag eines
> Spiels?
Ich kaufe inzwischen fast nur noch Spiele, die ich vorher irgendwo (bei Freunden, auf Messen, bei Spieltreffen, im Handel, etc.) ausprobiert habe. Aber trotzdem ist der Verlag nicht unwichtig, denn ich muss mich ja auch erstmal entscheiden, welche Spiele ich gerne ausprobieren möchte.
Der Verlag ist nicht das einzige Kriterium, aber da m.E. jeder Verlag sein eigenes Profil hat, schaue ich mir Spiele bestimmter Verlage bevorzugt an, urteile dann aber über das Spiel.
> - Kauft Ihr alles was von Verlag XY kommt?
> - Kauft Ihr von bestimmten Verlagen nix?
Nein, das nicht. Aber bei manchen Verlagen schaue ich mir alle Neuheiten an, bei anderen Verlagen nur, wenn noch andere Kriterien dazukommen. Zur ersten Kategorie gehören für mich [i]Hans im Glück[/i] und [i]Adlung[/i]. Bei anderen Verlagen (wie z.B. [i]Kosmos[/i], [i]Eurogames[/i], [i]Amigo[/i], etc.) schaue ich mir Thema und Autorennamen an, und entscheide dann Spiel-by-Spiel, ob ich mir das näher anschaue.
Dann gibt es noch Verlage, deren Programm mich persönlich nicht anspricht, und wo ich dann auch nicht erwarte, dass dort ein Spiel erscheint, dass mich ansprechen würde. [i]HABA[/i] ist dafür ein Beispiel, sicherlich kein schlechter Verlag, aber Kinderspiele interessieren mich halt nicht so. Auch [i]Noris[/i] hat eine Verlagslinie, die mich nicht anspricht - durch Zufall habe ich dann [i]Der Garten des Sonnenkönigs[/i] (Noris) kennengelernt und muss zugeben, dass ich ein solches Spiel nicht bei Noris erwartet hätte. Deshalb ist ein Verlagsname für mich auch kein absolutes Negativkriterium.
> - Oder kauf man nur Sachen mit guter Kritik und der Verlag
> ist egal (solange das Spiel gut ist :-)
Was für eine Frage, solange ein Spiel gut ist, ist der Verlag doch egal. Ich kenne jedenfalls keinen Verlag, den ich aus moralischen/politischen Bedenken boykottieren sollte.
Ähnliches gilt übrigens auch für Spieleautoren, auch die meisten Autoren haben so ihre eigene Art, Spiele zu gestalten (das was man so schön "die Handschrift des Autors" nennt). Und bei manchen Autoren interessiert mich ein Spiel eher, als bei anderen.