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Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Christiane F.

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Christiane F. » 14. November 2001, 23:32

hi hanna und alle anderen,

vermutlich kann ich gar nicht mehr so richtig viel neues beitragen, da das meiste, was ich zu deinen fragen sagen wollen wuerde, schon gesagt ist.
ich habe gerade mal nachgezaehlt, wieviele spiele ich habe, und bin auf etwa 130 gekommen, was mensch ja wirklich noch nicht als sammlung bezeichnen kann.
(ganz schoen wenig im vergleich zu einigen anderen hier!)
aber so ist es auch nicht gedacht, ich habe spiele, um sie zu spielen.
dabei ist es oft so, dass es in meiner spielerunde reihum geht mit dem kaufen von neuen spielen, immer mal wieder bringt jemand was neues mit. und wenn mir dann irgendwas besonders gut gefaellt, dann geht schon mal der sammlerInnentrieb mit mir durch, und ich muss es unbedingt selber haben.
leider habe ich noch eine ganze reihe ungespielter spiele, was aber auch mit daran liegt, dass ich schon den anspruch habe, bevor ich ein spiel in die spielerunde mitnehme, die regel so gut gelesen und verstanden zu haben, dass ich es problemlos erklaeren kann - und da ist dann immer das zeitproblem - ausser einem anstrengenden und zeitraubenden beruf (von dem ich oft voellig fertig nach hause komme) lese ich gern (buecher - schon eher sammlung - gute 4000 duerften es schon sein). und dann das lesen hier (beim aktuellen verkehr kostet das auch ganz schoen zeit) und manchmal auch schreiben, viele mailfreundInnen habe ich auch noch, und dann noch das online-spielen - na ja, da bleibt leider das regelstudium manchmal auf der strecke. und also stehen die armen spiele ungspielt im regal, und dabei haben sie das bestimmt nicht verdient.
ich kauf meine spiele uebrigens in der regel selber (versandhandel, spielelaeden, ramschtische, niemals flohmarkt, und die adresse von ebay kenn ich noch nichtmals), aber ein paar geschenkte sind auch darunter. aber die in der regel nur mit wunschliste (die spielerunde weiss natuerlich auchh so, was mir noch fehlt).
was das geld verdienen mit spielen anbelangt, so habe ich einen voellig anderen beruf, allerdings einen, in dem es meiner beobachtung nach extrem viele "verspielte" leute gibt, in der informatik naemlich.

puh, dafuer, dass ich dachte, ich haette nicht mehr viel zu sagen, ist das aber ein verdammt langes posting . . . .

viele gruesse an die spielerInnen und sammlerInnen,

christiane

(der ihr beruf demnaechst wieder etliche tage zum spielen klaut, da sie auf dienstreise muss).

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Heiko Kauffmann

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Heiko Kauffmann » 15. November 2001, 00:02

Hallo Volker,

gerade bei den Fürsten find ich war es notwendig mit einigen Beispielen zu wiederlegen das es eben nicht die Siegstrategie gibt. Und ich denke das ist uns gelungen. Das einzige was man einem "Neuling" mit auf den Weg geben sollte ist, daß die Gaukler und Baumeister wohl nicht zu billig hergegeben werden dürfen.
Aber damit gibt es immernoch genügend Strategien die man fahren kann.
Mir machen die Fürsten weiterhin großen Spaß.

Grunsätzlich gebe ich dir ja recht, daß es schon ziehmlich nerven kann wenn alles ganz genau ausgerechnet wird, denn das hemmt ja bekanntlich den Spielfluss.

Wenn es eine Siegstrategie bei einem Spiel gibt, dann sollte eventuell noch an der Ausgewogenheit des Spiels etwas gefeilt werden, ansonsten regeln das schon die Mitspieler, mit jeder Erfahrungsstufe etwas besser.

Optimierungen an Strategien enden nunmal im Rechenbeispiel und manchen Spielern bringt dies eben der "besondere Kick".

Ich selbst zähle mich eher zu den Halb-aus-dem Bauch-raus-Spielern. Eine durchgerechnete Strategie würde ich jedoch bei Spielen, bei denen Spieler mit wenig Erfahrung mitspielen, wohl eher nicht einsetzen. Das bringt mir nichts und den Mitspieler noch viel weniger.

Gruß Heiko (mitspielender Stratege)

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Christian Schnabel
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Beiträge: 642

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Christian Schnabel » 15. November 2001, 00:40

Hallo Hanna,

> Wer sammelt Spiele... <

zum Glück bremst mich meine Freundin und auch der fehlende Platz in der Wohnung


> Wieviele Spiele habt Ihr so? <

z.Z. 282


>Wie bekommt (kauft, bekommt geschenkt, verdient Ihr Euch...
???) Spiele?<

Ich habe ca. 95% meiner Spiele gekauft. Vor dem eigenen Geburtstag gebe ich meinen Freunden eine kurze Liste mit drei bis vier Spielen, von denen sie mir dann ggf. 1 - 2 schenken könnten.


> Was macht Ihr mit Euren Spielen?<

spielen, natürlich


> Habt Ihr sie alle schon gespielt? <

z. Z. sind noch 12 ungspielt. Allerdings sind darunter 10 Titel aus "Essen 2001".


>Wollt Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?<

Nein.


>... wie Ihr Spiele bekommt und "behandelt". <

Das Spielmaterial kommt in Spielkartenetuihüllen oder Zipp-Tüten und ist dabei möglichst nach Farben (incl. Startmaterial für jeden Spieler, wie Geld...) vorsortiert.

Kauf: Spieleversand, vieles bereits direkt in Essen, Kaufhaus, Spieleladen


> wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???<

sie verursachen beim Kauf Kosten (über die letzten Jahre betrachtet habe ich dabei viel Geld für Spiele ausgegeben).

Viele Grüße

Christian Schnabel

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Roman Pelek

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Roman Pelek » 15. November 2001, 01:05

Hi Hanna,

> aus mehreren aktuellen Anlässen bin ich jetzt doch neugierig:
> [b]wie ist das mit den Spielern und Sammlern?[/b] Wer sammelt

Hm, ähnlich wie mit den Bienen und Blüten? (SCNR ;-))

> Spiele, um sie zu haben, wer spielt Spiele, und hat dabei
> schon eine Sammlung aufgebaut???

Ich kaufe Spiele, um sie zu spielen, und dabei entsteht sowas wie eine Sammlung.

> Wieviele Spiele habt Ihr so? Wie bekommt (kauft, bekommt

Puh. Ich habe jüngst mal eine (unvollständige) Aufstellung, um die Übersicht über "Was gehört Claudia, was mir" zu erhalten. Dabei komme ich auf >250 Spiele, die momentan in den Regalen verweilen.

> geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele? Was macht Ihr

Die überwiegende Mehrheit ist eigenhändig eingekauft.

> mit Euren Spielen? Habt Ihr sie alle schon gespielt? Wollt

Alle gespielt? Nein, nicht alle. Vor allem ein paar "Schnäppchen" lauern noch darauf, gespielt zu werden. Aber das sind ca. 10, 15 kleine Kartenspiele, die man für 3,4,5 Mark mal so im Ausverkauf mitgenommen hat.

> Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Konserviert wird in dem Sinne nichts, aber von dem einen oder anderen Spiel, das ich sehr gerne spiele, habe ich im Ausverkauf noch ein OVP-Exemplar beiseite gelegt, um sicher zu gehen, das auch noch in ein paar Jahren spielen zu können. Zum anderen liegen hier noch 4-5 Spiele, die günstig zu erwerben waren, zusätzlich eingeschweißt herum. Die harren ihrem Einsatz als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenke für Freunde.

> Nach den ausführlichen Definitionen darüber, was wir sind
> (Vielspieler, Ein-wenig-mehr-Spieler, Gernspieler,
> Immer-Mal-Wieder-Spieler), wüßte ich jetzt gerne mehr
> darüber, wie Ihr Spiele bekommt, habt und "behandelt".

Zu 95% kaufen und spielen. Der Rest sind kleinere Schnäppchen, die verschenkt oder noch gespielt werden wollen. Spiele, die nur dazu da sind, sie "zu haben und nicht zu spielen" finde ich hier in den Regalen nicht...

> Persönlich kenne ich "nur" Spieler, aber hier scheint es ja
> auch einige echt "Sammler" (mit vierstelligen Spielzahlen...)
> zu geben...

Hm, es soll auch Leute geben, die im Laufe der langen Jahre vierstellige Spielesammlungen angehäuft haben und diese Spiele auch spielen. Ich persönlich habe, außer vom Platz her, nur ein Limit bei der Spieleanzahl: ich muss wissen, dass es für alles, was herumsteht, eine praktische Verwendung gibt. Auch wenn's einige Spiele gibt, die hier mittlerweile nur noch im Fundus sind, weil ich die Idee des Spiels reizvoll finde, und weniger, weil sie häufig gespielt werden.

> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Hm, ich würde "Profi" enger fassen: wer verdient mit Spielen seinen Lebensunterhalt. Das sind dann nur wenige. Der Rest sind für mich alles nur mehr oder minder begeisterte und engagierte Laien.

Ciao,
Roman

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Roman Pelek

Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Roman Pelek » 15. November 2001, 02:06

Hi Arno,

so langsam habe ich das Gefühl, in jedem Deiner Postings mindestens einen sehr interessanten Aspekt zu entdecken, der eine eigene Diskussion wert ist ;-) Diesmal diesen hier:

>Mein Motto in diesem Zusammenhang: "zuerst spielen und dann darüber reden - auch über die Erfahrungen, die man während des Spiels gemacht hat.<

Definitiv: ja! Du sprichst mir aus der Seele. Genauso geht's mir auch: erst einmal komplett spielen - und danach gerne fast beliebig ausschweifend darüber reden, sofern man möchte. Ich rede gerne über ein Spielerlebnis, aber erst [b]nachdem[/b] man gespielt hat. Für mich kommt die Erfahrung vor der Diskussion, sonst diskutiert man sich etwas an, was überhaupt nichts mit einem Spiel zu tun hat. Ohne Grundlage lässt sich für mich nicht reden - was allerdings im Alltagsleben auch Nachteile hat: Smalltalk oder undifferenziertes Geplaudere sind mir ein Greuel ;-)

>Für mich sind Spiele mittlerweile: Lebensmittel.<

Spielen gehört für mich intrinsisch zum Leben. Wobei sich das nicht auf Brett-/Kartenspiele beschränkt, selbst die Erweiterung auf Computerspiele (von denen ich bekennenderweise einige extrem gerne spiele, gerade auch mit anderen Spielern im Netzwerk oder per Internet) greift für mich nicht weit genug. Denn Menschen (sowie auch Tiere) lernen spielerisch, und auch Arbeit und Freizeitbeschäftigungen sind spielerischer Natur. Für mich umfasst "Spielen" auch das (Aus-)Probieren, das Konstruieren von möglichen Lösungen zu Problemen. Wer gerne kocht, spielt mit Zutaten und Zubereitungsarten. Wer Autofan ist, "spielt" vielleicht mit der Zusammenstellung seines Wagens. Wer Musik macht, spielt mit Klängen. Wer gerne Musik hört, spielt vielleicht mit seiner Anlagenzusammenstellung. Wer gärtnert, komponiert (und spielt damit) diverse Aussaaten und Arrangements in seinem grünen Refugium. Wer dichtet, programmiert, forscht, kommuniziert, egal: spielt immer mit vorgegebenen Elementen und Regeln, die er zu einem gewinnbringenden Resultat zu vereinen sucht.

>Und Menschen, die nicht spielen oder auf das Spielen allergisch reagieren tun mir eigentlich leid.<

Leid tun? Ich weiss nicht - das ist es nicht unbedingt. Vielmehr fehlt mir etwas das Verständnis dafür, wie manche ein gemeinschaftliches, kreatives Erlebnis, wie es (Brett-)Spielen ist, generell ausschlagen können. Vermutlich gibt es zu wenige, die in unserem Umkreis nicht wenigstens gelegentlich mal ein einfaches Spielchen wagen. Für mich stellt sich die Situation auch eher so dar, dass niemand dem Spielen abgeneigt ist. Nur haben einige Angst, in einem Spiel unterlegen zu sein oder Schwächen zu offenbaren. Oder es fehlt an der Distanz: das Spiel vom Alltäglichen trennen zu können. Ich persönlich kenne zumindest einige, die nicht spielen, weil sie Angst haben, zu verlieren oder spielerische Ereignisse (zweckorientierte Spielweise, Bündnisse, spieldienliche Intrigen) persönlich nehmen. Kurzum: einige tragen das Spiel auf eine persönlichere Ebene als es sein sollte und hegen deswegen Misstrauen. Vielleicht sollte man dem abhelfen.

Ciao,
Roman

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 15. November 2001, 02:51

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Arno,
>
>Mein Motto in diesem Zusammenhang: "zuerst spielen und dann
> darüber reden - auch über die Erfahrungen, die man während
> des Spiels gemacht hat.<
>
> Definitiv: ja! Du sprichst mir aus der Seele. Genauso geht's
> mir auch: erst einmal komplett spielen - und danach gerne
> fast beliebig ausschweifend darüber reden, sofern man möchte.
> Ich rede gerne über ein Spielerlebnis, aber erst
> [b]nachdem[/b] man gespielt hat. Für mich kommt die Erfahrung
> vor der Diskussion, sonst diskutiert man sich etwas an, was
> überhaupt nichts mit einem Spiel zu tun hat. Ohne Grundlage
> lässt sich für mich nicht reden

für mich auch - nur habe ich leider auch oft schon die gegenteilige Erfahrung gemacht
>
> >Für mich sind Spiele mittlerweile: Lebensmittel.<
>
> Spielen gehört für mich intrinsisch zum Leben. Wobei sich das
> nicht auf Brett-/Kartenspiele beschränkt, selbst die
> Erweiterung auf Computerspiele (von denen ich
> bekennenderweise einige extrem gerne spiele, gerade auch mit
> anderen Spielern im Netzwerk oder per Internet)

ich auch, erlebe aber gerade in diesem Zusammenhang oft ein totales Unverständnis gerade auch von solchen Menschen, die ansonsten gerne spielen

greift für
> mich nicht weit genug. Denn Menschen (sowie auch Tiere)
> lernen spielerisch, und auch Arbeit und
> Freizeitbeschäftigungen sind spielerischer Natur. Für mich
> umfasst "Spielen" auch das (Aus-)Probieren, das Konstruieren
> von möglichen Lösungen zu Problemen. Wer gerne kocht, spielt
> mit Zutaten und Zubereitungsarten. Wer Autofan ist, "spielt"
> vielleicht mit der Zusammenstellung seines Wagens. Wer Musik
> macht, spielt mit Klängen. Wer gerne Musik hört, spielt
> vielleicht mit seiner Anlagenzusammenstellung. Wer gärtnert,
> komponiert (und spielt damit) diverse Aussaaten und
> Arrangements in seinem grünen Refugium. Wer dichtet,
> programmiert, forscht, kommuniziert, egal: spielt immer mit
> vorgegebenen Elementen und Regeln, die er zu einem
> gewinnbringenden Resultat zu vereinen sucht.

Danke für diese fast schon philosophische Erklärung
>
Vermutlich
> gibt es zu wenige, die in unserem Umkreis nicht wenigstens
> gelegentlich mal ein einfaches Spielchen wagen. Für mich
> stellt sich die Situation auch eher so dar, dass niemand dem
> Spielen abgeneigt ist. Nur haben einige Angst, in einem Spiel
> unterlegen zu sein oder Schwächen zu offenbaren.

Gerade das dürfte es sein. Dazu kommt allerdings auch noch - bei allen "Nonsense-Spielen" (die ich z.B. auch gerne spiele) die Angst davor, sich lächerlich zu machen oder auch die Angst, etwas nicht mehr vom Kopf her steuern zu können

Oder es
> fehlt an der Distanz: das Spiel vom Alltäglichen trennen zu
> können. Ich persönlich kenne zumindest einige, die nicht
> spielen, weil sie Angst haben, zu verlieren oder spielerische
> Ereignisse (zweckorientierte Spielweise, Bündnisse,
> spieldienliche Intrigen) persönlich nehmen. Kurzum: einige
> tragen das Spiel auf eine persönlichere Ebene als es sein
> sollte und hegen deswegen Misstrauen. Vielleicht sollte man
> dem abhelfen.

Und wie?????????????
Gruß
Brigitta

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Roman Pelek

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Roman Pelek » 15. November 2001, 03:40

Hi Brigitta,

schön, noch eine Nachtschwärmerin zu finden ;-)

[Wichtig: zuerst spielen, dann reden]
> für mich auch - nur habe ich leider auch oft schon die
> gegenteilige Erfahrung gemacht

Ich auch des öfteren. Ich versuche, dann zu bremsen, was nicht immer gelingt. Was ich persönlich am wenigsten im Leben mag sind Vor-Urteile, in jedwedem Sinn.

[Computerspiele gehören auch zum Spielen]
> ich auch, erlebe aber gerade in diesem Zusammenhang oft ein
> totales Unverständnis gerade auch von solchen Menschen, die
> ansonsten gerne spielen

Es gibt für mich mehrere Gründe: Unkenntnis, irrationale Ablehnung oder schlichtweg persönlicher Geschmack. Wenn jemand so etwas einfach nicht mag, okay. Wenn jemand aber daraus "allgemeingültige" Ablehnung konstruiert, nervt das. Computerspiele sind nicht per se hirnlos oder kommunikationsarm. Ein "Siedler" oder "Roads&Boats" gäb's für mich vermutlich nicht ohne die Vorreiter der Aufbauspiele auf binär basierten Berechnungssystemen ;-)

[Warum spielen manche nicht gerne]
>>Nur haben einige Angst, in einem Spiel
>>unterlegen zu sein oder Schwächen zu offenbaren.
> Gerade das dürfte es sein. Dazu kommt allerdings auch noch -
> bei allen "Nonsense-Spielen" (die ich z.B. auch gerne spiele)
> die Angst davor, sich lächerlich zu machen oder auch die
> Angst, etwas nicht mehr vom Kopf her steuern zu können

Ja, definitiv. Das ist die Kehrseite der Medaille. Ich persönlich mag etliche "Nonsens"-Spiele sehr gerne, habe aber bei manchen das Gefühl, zwanghaft lustig oder schlagfertig sein zu müssen, was bei mir selbst eine Hemmschwelle/Abneigung zu Tage fördert, weniger durch die "Wertung" denn durch den "Zwang zum Lustigsein". Diese Spiele mag ich dann weniger. Diese Angst dürfte dann aber allgemein weniger verbreitet sein als die Furcht, sich bei einem taktischen Spiel intellektuell die Blöße zu geben. Denn: spontan losquatschen trauen sich die meisten zu, überlegt handeln, zumindest wenn eine Wertung droht, umso weniger. Das ist das Dilemma. Nuja, dieser Themenkreis wird ja in den Diskussionen um EQ (Emotionale Intelligenz) vs. IQ (althergebrachter Intelligenzquotient) selbst in Fachpublikationen intensivst behandelt, ohne dass jemand zu einem Schluss kommt... Warum also ausgerechnet die (Brett-)Spielerschaft?

> > fehlt an der Distanz: das Spiel vom Alltäglichen trennen zu
> > können. Ich persönlich kenne zumindest einige, die nicht
> > spielen, weil sie Angst haben, zu verlieren oder spielerische
> > Ereignisse (zweckorientierte Spielweise, Bündnisse,
> > spieldienliche Intrigen) persönlich nehmen. Kurzum: einige
> > tragen das Spiel auf eine persönlichere Ebene als es sein
> > sollte und hegen deswegen Misstrauen. Vielleicht sollte man
> > dem abhelfen.
> Und wie?????????????

Hm, vielleicht sanfte Schocktherapie? Die Probanden solange dem Spielerlebnis exponieren, bis sie merken, dass das alles gar nicht so ernst und wichtig ist, wie sie fürchten? Natürlich Stück für Stück, um niemanden zu vergraulen... Einige "Etappensiege" gibt's bei diversen Familienmitgliedern durchaus zu verzeichnen, der Mensch ist schließlich schon prinzipiell lernfähig ;-) Oder doch die Erpressung: ich spiel "Tabu", Du spielst dafür "Medina"? Klappt ab und an auch gut. Aber das ist, denke ich, individuell zu regeln und erfordert im Zweifelsfall Einfühlungsvermögen...

Ciao,
Roman

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 15. November 2001, 04:22

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Brigitta,
>
> schön, noch eine Nachtschwärmerin zu finden ;-)

brauche ja morgen erst nachmittags um 3 "arbeiten"
>
> Ich auch des öfteren. Ich versuche, dann zu bremsen, was
> nicht immer gelingt. Was ich persönlich am wenigsten im Leben
> mag sind Vor-Urteile, in jedwedem Sinn.

geht mir genauso - und dadurch bedingt Kopfschütteln, wenn ich mich bei manchen Diskussionsthemen ausklinke mit dem Kommentar: "Darüber weiß ich zu wenig" oder umgekehrt "Darüber bin ich nicht bereit mit dir zu diskutieren, so lange du dich nicht erst einmal etwas umfassender informierst"
>
> [Computerspiele gehören auch zum Spielen]
> > ich auch, erlebe aber gerade in diesem Zusammenhang oft ein
> > totales Unverständnis gerade auch von solchen Menschen, die
> > ansonsten gerne spielen
>
> Es gibt für mich mehrere Gründe: Unkenntnis, irrationale
> Ablehnung oder schlichtweg persönlicher Geschmack. Wenn
> jemand so etwas einfach nicht mag, okay. Wenn jemand aber
> daraus "allgemeingültige" Ablehnung konstruiert, nervt das.

Genau so ist es! Kommt noch dazu, dass es für mich oft auch die Möglichkeit ist einerseits abzuschalten, andrerseits meinem Spieltrieb nachzugehen, wenn ich keine Mitspieler finde

Ich
> persönlich mag etliche "Nonsens"-Spiele sehr gerne, habe aber
> bei manchen das Gefühl, zwanghaft lustig oder schlagfertig
> sein zu müssen, was bei mir selbst eine
> Hemmschwelle/Abneigung zu Tage fördert, weniger durch die
> "Wertung" denn durch den "Zwang zum Lustigsein".

Diese Spiele
> mag ich dann weniger.

Ich auch, aber das ist ja schließlich auch die Frage der Absprache im Vorfeld.

Diese Angst dürfte dann aber allgemein
> weniger verbreitet sein als die Furcht, sich bei einem
> taktischen Spiel intellektuell die Blöße zu geben.

Es gibt aber an dieser Stelle auch noch den großen Bereich der Spiele, in denen ich zwar taktisch vorgehen kann aber der andere mich ärgern kann. Einfachstes Beispiel für mich um diese Uhrzeit ist das durch den PC bekannt gewordene Herz. In unserer Familie ist dies inzwischen in der 3. Generation ein sehr beliebtes Familienspiel (allerdings in einer Version, die noch mehr Glücksspielelemte hat). Uns hat es immer diebische Freude bereitet, die anderen herein zu legen, indem irgendjemand die Pik-Dame (bei uns genannt: die schwarze Sau) untergejubelt wurde möglichst gegen Ende des Spiels oder möglichst mit nur einem Punkt davon zu kommen, um dem anderen die Suppe ein wenig zu versalzen. Und genau dieser Punkt - den anderen ein bisschen ärgern und das möglichst erst im letzten Stich - im Spiel natürlich nur, dieser "Kitzel" ist anderen fast nicht vermittelbar - und das finde ich schade.

Gute Nacht
Brigitta

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Roman Pelek

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Roman Pelek » 15. November 2001, 04:45

Hi Brigitta,

[Ablehnung von Vorurteilen]
> geht mir genauso - und dadurch bedingt Kopfschütteln, wenn
> ich mich bei manchen Diskussionsthemen ausklinke mit dem
> Kommentar: "Darüber weiß ich zu wenig" oder umgekehrt
> "Darüber bin ich nicht bereit mit dir zu diskutieren, so
> lange du dich nicht erst einmal etwas umfassender informierst"

Ja, das gibt's häufig. Gerade in privaten Gesprächen klinke ich mich häufiger aus, weil ich meine, nicht genug beitragen zu können. Dann gibt's Kommentare "Geht's Dir nicht gut?", "Was ist denn heute mir Dir los?" oder ähnlichen Blödsinn. Dabei mag man einfach nur nicht mitreden, weil man die eigene Kompetenz nicht hoch genug schätzt, während andere durchaus auch mal allerfeinste Stammtisch-Phrasen zum Besten geben können... Nuja, jeder muss das für sich halten, wie er/sie's möchte und die entsprechenden Konsequenzen tragen.

[Ärgerspiele]
> Und genau dieser Punkt -
> den anderen ein bisschen ärgern und das möglichst erst im
> letzten Stich - im Spiel natürlich nur, dieser "Kitzel" ist
> anderen fast nicht vermittelbar - und das finde ich schade.

Ja, viele Leute projizieren dieses Spielerlebnis auf eine persönliche Ebene. Für die einen ist sowas unmoralisch, bei den anderen verletzt es das Ego - im schlimmsten Fall beides. Für mich persönlich stellt sowas, wenn man es schon interpretieren mag, maximal ein spielerisches Element dar, indem man Gelüste ausleben kann, die man im realen Leben sehr zu Recht nicht so ungehemmt auslebt. Und daran finde ich nichts Schlimmes. Und ich würde mir wünschen, dass noch mehr daran nichts finden würden, denn ich kenne genug (allzu viele) zwischenmenschliche Situationen, in denen das ganz real ausgelebt wird statt im Spiel. Umgekehrt wär's mir allzu oft lieber.

Ciao,
Roman


>
> Gute Nacht
> Brigitta

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 15. November 2001, 04:56

Hi Roman

>Und ich würde mir wünschen, dass noch mehr
> daran nichts finden würden, denn ich kenne genug (allzu
> viele) zwischenmenschliche Situationen, in denen das ganz
> real ausgelebt wird statt im Spiel. Umgekehrt wär's mir allzu
> oft lieber.

Nicht nur lieber, sondern dies hätte auch den Vorteil, dass sich vielfach das Leben vereinfachen würde........, denn was man im Spiel ausgelebt hat, braucht man nicht in der Realität ausleben
Brigitta

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Ronald Novicky

Re: Spielen nach Radio Eriwan ...

Beitragvon Ronald Novicky » 15. November 2001, 07:29

Ich stimme Dir schon zu - nicht das perfekte Spiel aber es hat diese typische Avalon-Hill Atmosphäre für mich...

lg
Ronald (offensichtlich AH-Fan).

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Roland G. Hülsmann
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Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 15. November 2001, 07:55

Lindemann Brigitta schrieb:

> ........, denn was man im Spiel ausgelebt hat, braucht man
> nicht in der Realität ausleben


Naja, es gäbe da schon einiges, was ich in der Realität nicht missen möchte .... ;-)


Roland
(kann wie üblich seinen Mund nicht halten)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Re: Siegstrategien testen

Beitragvon Ralf Arnemann » 15. November 2001, 11:47

> Wenn Du mein Posting aufmerksam gelesen haettest, wuesstest Du,
> dass ich das so nicht gemeint habe.
Langsam! Ich wollte auf keinen Fall unterstellen, daß Du arglose Mitspieler überfahren willst.

Aber:
> In meiner Spielerunde bin ich hoechstwahrscheinlich der
> einzige, der das jetzt weiss, und ich fuerchte, dass ich da
> nie wieder so unbefangen rangehen kann wie frueher.
Eben das. Man kann sich schlecht dümmer stellen, wenn man etwas rausgekriegt hat. Wenn man sich beim Spiel sagen müßte: "Diese schöne Option nütze ich jetzt nicht, weil die Mitspieler nicht wissen, wie gut die ist", dann ist doch der Spaß halb weg.
In einer Einsteigerpartie macht man das mal, oder gegen Kinder. Aber ansonsten will man natürlich alle schönen Möglichkeiten nutzen, die einem gerade am Sinnvollsten erscheinen.

> Mir waere es lieber, es wuesste niemand von irgendwelchen
> Killer-Strategien (egal, bei welchem Spiel), als dass es alle
> wissen.
Im Prinzip ja.
Aber in der Praxis ist das wohl nicht möglich.
Strategien sind doch das Theorie-Äquivalent zu praktischer Erfahrung. Wer dreißigmal Fürsten gespielt hat weiß intuitiv, wie die Gaukler-Strategie läuft - auch wenn er sie nie durchgerechnet hat.
Und wenn einer nur gewinnt, weil er das Spiel schon dreißigmal hat und die Gegner nur dreimal, finde ich das unschön.

Da ist es mir lieber, alle Mitspieler auf ein ähnliches Informationsniveau zu heben. Was sie dann daraus machen, ist wieder ihre Sache. Aber keiner läuft dann in ein Messer, weil er nichts davon wußte.

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Uwe Hackenberg

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon Uwe Hackenberg » 15. November 2001, 14:07

Wer sammelt
> Spiele, um sie zu haben, wer spielt Spiele, und hat dabei
> schon eine Sammlung aufgebaut???

Spielen steht bei mir im Vordergrund, aber das Sammelgefühl hat sich mit den Jahren auch aufgebaut. Bei einigen Spielen hängen nostalgische Erinnerungen dran, bei einigen Verlagen hat man schon sehr viele, vielleicht noch den Rest besorgen? Einige Sachen werden auch wohl nie gespielt werden, aber auch nicht verkauft. Man weiss ja nie (zB wann komme ich mal zu einer Partie 1830?)

> Wieviele Spiele habt Ihr so?

~360 - mit eindeutigen Kaufphasen. Anfangs viele und regelmässig. Dann mehrere Jahre kaum, weil Hobby leicht in den Hintergrund getreten ist und man nicht so viel unspielbares anhäufen wollte. Dann Hobby wieder belebt und freudig besorgt, aber nur noch wirklich spielbares. Und inzwischen erste Platzprobleme, weil die Wohnung ausgelastet und Keller auch begrenzt, sowieso ein sehr unschöner Platz für Spiele.

> Wie bekommt (kauft, bekommt geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele?

Primär kaufen, zunehmend übern Flohmarkt. Schenken geht eigentlich nur über Anfrage/Gutschein, da ja niemand weiss, was ich schon habe.

>Was macht Ihr mit Euren Spielen?

Spielen und mit Spass katalogisieren, habe als berufliche Übung mir eine Lotus Notes Datenbank gebastelt.

> Habt Ihr sie alle schon gespielt? Wollt Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Sind zum Spielen da, aber gut behandelt. Inzwischen habe ich aber auch eine Reihe von eingeschweissten, die auf ihren ersten Einsatz warten.

> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Purer Laie - und das seit 13 Jahren.

Letzte Anmerkung: teilweise wurde Spielen/Spiele sammeln als teueres Hobby beschrieben - alles eine Frage der Relation. Verglichen mit Hobbies wie Tennis, Golf, Surfen, Ski-Fahren sehr viel günstiger. Es gibt auch genügend Leute, die für CDs oder DVDs oder einfach Klamotten deutlich mehr Geld ausgeben, als ich für Spiele.

Grüsse Uwe

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Marten Holst

[OT]: Computeraufbaustrategie

Beitragvon Marten Holst » 15. November 2001, 14:21

Moinle Volker,

freut mich, dass ich nicht der Einzige mit diesen Problemen bin... auch ich ziehe meine Strategie konsequent durch (bei Civ etwas anders: 1 Militäreinheit zur Verteidigung, so lange Siedler, bis in der Umgebung alles besiedelt ist, einen zum Nachbarschaftsumbau, dann alle Gebäude, bevor man an Militär denkt) und merke so nie etwas von anderen. Ich spiele gerne konfliktarm, defensiv, perfektionistisch - und bekomme von Menschen dann mir dem "frühen Angriff" einen auffe Omme... Und dann kann man leider nicht neu laden :-)

Tschüß
Marten (spielt in der Praxis mindestens einmal die Woche ein, zwei Stündchen Civ 2)

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Jost Schwider

Re: [OT]: Computeraufbaustrategie

Beitragvon Jost Schwider » 15. November 2001, 14:36

Ah, PC-Civilization, genial!

Inzwischen habe ich meine Strategie so optimiert, dass ich immer mit weit mehr als 100% gewinne.

Jost aus Soest (spielt kein Civ mehr, da zu zeitraubend und süchtig machend)

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Arno C. Hofer
Kennerspieler
Beiträge: 421

Re: Spielen als "Lebensmittel"

Beitragvon Arno C. Hofer » 15. November 2001, 18:14

Lieber Roman, liebe Brigitta,

habe da mit großer Freude Eurer Diskussion "gelauscht" (erstens, weil sie auf mein Posting zurückgeht und zweitens, weil sie so tiefschürfend war, was ich sehr, sehr mag ...). Eine kleine Geschichte zum Abschluß: In Persien herrschte wieder einmal brutalster Krieg - und ein Wesir des Shah ersann ein Spiel um dieses sinnlose Blutvergießen zu beenden: [b]Schach[/b] - und es ward Frieden und die Fürsten spielten fortan Schach um ihre Konflikte auszutragen. Bis wieder Leute an die Macht kamen, die nicht abstrakt "spielen konnten" sondern sich auf die "Realität" der Hochrüstung und des "besseren Heeres" verließen ... so geht zumindest die Legende ...

Eine ähnliche Legende stellte Reinhold Wittig ja dereinst seinem [b]Wabanti[/b] voran: Honig war ein knappes Gut in Ombagassa. Immer wieder gabs darum Kriege - bis ein Berater des Königs (oder war er Medizinmann, Shamane, etc.) Wabanti erfand. Fortan hatten alles Stammesfürsten Freude und der Sieger gleich zweifach: erstens am spannenden Spiel und der Sieger zweitens am Honig.

Auch das kann Spiel sein, Arno

"Lebensmittel" war Spiel auch in der Zeit einer siebenjährigen Hungersnot: der Herrscher teilte die Bevölkerung in zwei gleich große Gruppen: die eine Gruppe aß am Montag, spielte am Dienstag, aß am Mittwoch ... die andere umgekehrt. Und das Volk überlebte die Hungersnot ohne große Verluste. In den Nachbarstaaten dagegen verhungerten die Menschen massenweise und wer nicht verhungerte wurde von Räubern erschlagen. So wurde Spiel zum echten Lebensmittel - und Spaß hatten die Menschen auch noch dabei. Und sie mußten sich nicht gegenseitig meucheln - alöso ist Spiel auch noch Überlebensmittel: die Namen und Daten dieser echten Begebenheit kann ich nachliefern, muß nur nachschauen, aber die Geschichte ist so schön ...

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HBS

Re: Jäger - ähhh, SPIELER und Sammler

Beitragvon HBS » 16. November 2001, 01:56

Moin, moin,

[b]Vielen Dank für all' Eure interessanten Antworten.[/b]

Nicht ganz zu Unrecht haben viele von Euch um meine eigenen Antworten auf die Fragen gebeten, wenigstens die möchte ich Euch jetzt endlich nachliefern. Zu Euren Bemerkungen wäre auch noch einiges zu sagen, leider habe ich derzeit nicht so viel wache und fitte Zeit hier im Forum, soll heißen wenn ich mitten in der Nacht zum Posten komme, traue ich mir keine literarisch oder inhaltlich wertvollen OnTopic Nachrichten zu ... ;-)


Also: Antworten, Anmerkungen, Hintegründe


> Wer sammelt
> Spiele, um sie zu haben, wer spielt Spiele, und hat dabei
> schon eine Sammlung aufgebaut???

Ich habe Spiele, um sie zu spielen. Natürlich ist dabei so etwas wie eine Sammlung entstanden, die ich in letzter Zeit auch vermehrt ausbaue, da ich doch endlich einige "Klassiker" die ich bisher mit und von anderen gespielt habe, selbst besitzen möchte. Allerdings sammle ich nur, was ich selbst gerne spielen möchte, außerdem versuche ich "von allem etwas" zu haben, für jeden Anlaß, mit verschiedenen Mechanismen, mit verschiedenen Themen... so etwas in Richtung von Stephanie's "Spielekiste" (die mir übrigens sehr gut gefallen hat... :-) )


> Wieviele Spiele habt Ihr so?

ca. 170 (?) Obwohl ich das nicht so genau weiß, da sie über vier Orte verstreut und noch nicht alle in meiner Datenbank sind...


> Wie bekommt (kauft, bekommt
> geschenkt, verdient Ihr Euch... ???) Spiele?

Die meisten kaufe ich oder lasse sie mir (auf Wunsch hin) schenken. Bei den "Klassikern", die ich zur Zeit suche, werde ich zum größten Teil bei Ebay oder auf Flohmärkten fündig. Momentan habe ich zusätzlich (wie Michael) eine Glückssträhne und gewinne Spiele...


> Was macht Ihr mit Euren Spielen?

SPIELEN. Hegen und pflegen. Katalogisieren. Durch Deutschland fahren. Erweitern. Drüber reden. Spielen.


> Habt Ihr sie alle schon gespielt?

Nein, leider nicht. Neben denen, von denen ich einfach noch nicht mein Exemplar gespielt habe, habe ich bestimmt 30, die noch niemand mit mir spielen mochte, oder zu denen es noch keine Gelegenheit gab :'-(


> Wollt Ihr sie möglicht "originalverschweißt" konservieren?

Nein, auf keinen Fall. Erst "angespielt" fangen sie an zu leben, obwohl ich schon auf [i]einigermaßen[/i] pfleglichen Umgang mit dem Material achte... Bei Spielen die ich gern und viel spiele bin ich allerdings oft versucht, ein zweites Exemplar zu "konservieren" falls dem ersten etwas passiert.


> Und wie ist das mit den "Profis" vs. den "Laien"? Soll
> heißen: wieviele von Euch verdienen mit Spielen etc. Geld???

Tu ich nicht, im Gegenteil :-)


Soweit zu mir. Nocheinmal vielen dank Euch allen... die vielen Antworten haben mich (allein von der Menge her) sehr überrascht und gefreut. Einige individuellere Antworten plane ich für das Wochenende, verzeiht, daß es so lange dauert...

Gruß,
Hanna
(wird in Zukunft vielleicht ihre Postings terminlich günstiger legen ;-) )


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