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Saloon von Krimsus K. Fragen und Antworten

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Andreas Keirat/Claudia Schlee

Saloon von Krimsus K. Fragen und Antworten

Beitragvon Andreas Keirat/Claudia Schlee » 23. November 2001, 13:38

Hallo!

Bei unserem ersten Spiel sind ein paar Fragen aufgetaucht, die vom Verlag auch schnell beantwortet werden konnten. Weil es sicherlich auch andere interessiert und ich keinen entsprechenden Thread gefunden habe, hier die Zusammenstellung:

Frage 1: Wenn ich die Angriffskarte "Gegenstand werfen" alleine spiele, erhält mein Gegner dann einen Schaden?
Antwort: Nein!

Frage 2: Wenn ein Verteidiger in der folgenden Runde nicht angreifen darf, wer wird dann neuer Angreifer?
Antwort: Der Verteidiger wird weiterhin zum Angreifer, darf aber keine Angriffskarte ausspielen. Er muß also entweder eine Ereigniskarte spielen oder eine beliebige Saloonkarte an einen Mitspieler verschenken, der dann neuer Angreifer wird.

Frage 3: Wenn die Berserkerkarte (braun) mit einer Angriffskarte und einem Gegenstand zusammen ausgespielt wird, verdoppelt man die Summe aus rot/violett oder wird nur der Schaden durch die rote Angriffskarte verdoppelt?
Antwort: Die Summe wird verdoppelt!

Frage 4: Die grüne Karte "Jemand anders greifen" zwingt einen Mitspieler unfreiwillig als Schild zu fungieren. Darf dieser Spieler eine Verteidigungskarte spielen oder bekommt er ungefragt (sowieso) und unabdingbar seine Prügel?
Antwort: Ja, er kann sich nicht verteidigen!

Frage 5: Karten nachziehen: Wenn der Angreifer fertig ist und der Gegner gegebenenfalls Prügel eingesteckt hat, wird er zwei Karten nachziehen und der Verteidiger wird neuer Angreifer. Wenn dieser allerdings keine Angriffskarte hat, kann er also nur eine blaue Karte ausspielen (Ereignis) oder er reicht eine seiner Handkarten an einen Mitspieler weiter, der nun seinerseits zum neuen Schläger wird... Sollte der Spieler später wieder angegriffen werden, kann er doch danach wieder nicht angreifen und ist so über kurz oder lang alle seine Handkarten los... Das Spiel funktioniert dann doch überhaupt nicht mehr...
Antwort: Ja, so ist es, aber nein, es fehlt nichts in der Regel. Während der ganzen Vorbereitung der Regeln haben alle immer die Regel so verstanden, aber kaum war das Spiel draußen, bekamen wir Probleme damit. Wir werden demnächst auf unserer Website eine erweiterte Regel zum Download anbieten.

Ciao

Andreas Keirat

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Jost Schwider

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Jost Schwider » 23. November 2001, 15:15

Vielen Dank für die "FAQ"! :-)

Aber, hat dieses Spiel irgendwem gefallen? :-?

Im Gegensatz zu "Goldrush City" (das mir sehr gut gefällt) wollte bei uns im "Saloon" kein Spielspaß aufkommen. Zum Glück hatte ich ja die "Ausrede", dass ich es im Bundlemit GC bekommen habe... ;-)

Im Ernst, kann man da irgendwas kontrollieren, also wirklich "spielen"? Die einzige "Taktik" scheint mir doch zu sein, möglichst unschuldig aus dem Fenster zu gucken, damit man nicht einen Stuhl über die Rübe gezogen bekommt.

Jost aus Soest

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michael weber

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon michael weber » 23. November 2001, 16:50

ja, doch. ich habe immer noch bauchschmerzen vom lachen und ein blaues auge von der stuhlkante *autsch*

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Andreas Keirat /Claudia Schlee

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Andreas Keirat /Claudia Schlee » 23. November 2001, 17:17

Jost Schwider schrieb:
>
> Vielen Dank für die "FAQ"! :-)
>
> Aber, hat dieses Spiel irgendwem gefallen? :-?
>
> Im Gegensatz zu "Goldrush City" (das mir sehr gut gefällt)
> wollte bei uns im "Saloon" kein Spielspaß aufkommen. Zum
> Glück hatte ich ja die "Ausrede", dass ich es im Bundlemit
> GC bekommen habe... ;-)
>
> Im Ernst, kann man da irgendwas kontrollieren, also wirklich
> "spielen"? Die einzige "Taktik" scheint mir doch zu sein,
> möglichst unschuldig aus dem Fenster zu gucken, damit man
> nicht einen Stuhl über die Rübe gezogen bekommt.
>
> Jost aus Soest

Hallo Jost!

Kontrollieren kann man natürlich nichts, aber das ist ein Bier & Brezel-Spiel, da ist das doch gar nicht erwünscht. Ein netter Filler, wie eben auch Ligretto (bei dem der Zufall die gleiche Rolle spielt). Gut nach einer Partie mit einem "gehaltvollen" Spiel, da sich die Verlierer dann mit einer deftigen Keilerei und derben Worten am Sieger rächen werden (der wieder gnadenlos zuschlägt und seinen Kontrahenten zeigt, wo der Cowboy den Spucknapf hat!).
Kein Anspruch, aber schlecht sind wirklich andere Spiele ;)

Ciao,

Andreas Keirat (der Saloon niemals als bierernstes Spiel an den Anfang eines Spieleabends setzen würde).

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Arne Hoffmann

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Arne Hoffmann » 23. November 2001, 18:30

Moin moin!

Jost Schwider schrieb:
>
> Vielen Dank für die "FAQ"! :-)
>
> Aber, hat dieses Spiel irgendwem gefallen? :-?

Ja! Mir! :-D

> Im Ernst, kann man da irgendwas kontrollieren, also wirklich
> "spielen"? Die einzige "Taktik" scheint mir doch zu sein,
> möglichst unschuldig aus dem Fenster zu gucken, damit man
> nicht einen Stuhl über die Rübe gezogen bekommt.

Muss man immer etwas kontrollieren koennen, damit ein Spiel Spass bereitet? Man kann sich herrlich schlagen und Erinnerungen an alte Italo-Western kommen hoch - idealer Lueckenfueller.

- Arne -

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Roman Pelek

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Roman Pelek » 23. November 2001, 19:05

Hi Jost,

>Aber, hat dieses Spiel irgendwem gefallen?<

Ja, mir. Ich finde Saloon ist ein nettes BlödsinnsspieldaszugibtblödsinnigzuseinundnichtlängeralsfünfzehnMinutendauertselbstwennman'sbesoffenspielt. Für'n Spass zwischendurch find' ich das okay.

Ciao,
Roman

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Frank Gartner
Kennerspieler
Beiträge: 257

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Frank Gartner » 23. November 2001, 20:32

Hallo Jost!

> Im Ernst, kann man da irgendwas kontrollieren, also wirklich
> "spielen"? Die einzige "Taktik" scheint mir doch zu sein,
> möglichst unschuldig aus dem Fenster zu gucken, damit man
> nicht einen Stuhl über die Rübe gezogen bekommt.

Wenn wir jetzt zusammen "Saloon" spielen würden, käme meine Antwort in folgender Form: "Na warte, das gibt eins auf die Schnauze!!" und schon würde ich einen Stuhl nach Dir werfen. ;-)

Ernsthaft: Ich habe beide Spiele bisher erst einmal gespielt, so dass ich noch kein wirkliches Urteil darüber bilden kann. Die Regelunklarheiten waren schon etwas hinderlich. Aber wenn´s mal läuft und die Leute gut drauf sind, wird´s schon lustig. Das war das erste Mal, dass sich Frauen und Männer am Tisch verbal in dieser Art die Prügel angedroht und beleidigt haben und trotzdem haben alle dabei gelacht. (und wir waren nüchtern!!)

Goldrush-City fand ich beim ersten Spiel wesentlich zäher...viele Längen.

Tschö, Frank

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Jost Schwider

Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Jost Schwider » 23. November 2001, 22:07

> Muss man immer etwas kontrollieren koennen, damit ein Spiel
> Spass bereitet?

Genau das ist der Unterschied zwischen einem "richtigen" Spiel und einem Glücksspiel oder einfach einer nutzlosen Freizeitbeschäftigung.

Im Englischen wird da ja bzgl. "Spielen" genauer zwischen playing, gaming, und gambling unterschieden.

Jost aus Soest (möchte spielen, und nicht gespielt werden)

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Jost Schwider

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Jost Schwider » 23. November 2001, 22:15

> Wenn wir jetzt zusammen "Saloon" spielen würden, käme meine
> Antwort in folgender Form: "Na warte, das gibt eins auf die
> Schnauze!!" und schon würde ich einen Stuhl nach Dir werfen.
> ;-)

[i]Achtung, Übertreibung:[/i]
Aber nur, wenn du dran wärst. Und nur wenn du einen Stuhl hättest. Und der würde mir nur dann schaden, wenn ich keine passende Abwehrkarte hätte. Also alles reine Glücksache!
Das Schlimmste jedoch: Alle anderen Mit"spieler" schauen teils gelangweilt, teils erfreut (da wir uns gegenseitig die Punkte klauen werden) zu... Gähn! ;-)

Offensichtlich hat KK die Mängel ja selbst erkannt, und wollen deshalb eine neue Regel im Internet anbieten... :-?

Jost aus Soest

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Frank Gartner
Kennerspieler
Beiträge: 257

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Frank Gartner » 23. November 2001, 22:30

> Aber nur, wenn du dran wärst. Und nur wenn du einen Stuhl
> hättest. Und der würde mir nur dann schaden, wenn ich keine
> passende Abwehrkarte hätte. Also alles reine Glücksache!
> Das Schlimmste jedoch: Alle anderen Mit"spieler" schauen
> teils gelangweilt, teils erfreut (da wir uns gegenseitig die
> Punkte klauen werden) zu... Gähn! ;-)

Klar ist es "gähn", wenn Leute mitspielen, die für diese Art von Spielen nicht aufgelegt sind. Es gibt eine vielzahl von Spielen, die man nur spielen kann, wenn
a) man die Gruppe dafür zusammen bekommt
b) die Gruppe in einer bestimmten Laune ist

Du musst schon in Bierlaune sein, um dieses Klopperspiel zu spielen.

Kennst Du "Looping Louie"? Ein Kinderspiel aus Plastik, bei dem sich ein Flugzeug immer im Kreis dreht und man immer nur auf eine Wippe hauen muss.
Völlig stumpfsinnig.
Trotzdem saßen in Essen Erwachsene ca. 30 Minuten ohne Unterbrechung dran und spielten mit Freude dieses Spiel, während Kinder mit sehnsüchtigen Augen darauf warteten, auch mal dran zu kommen.
Auf einer unserer Cocktail-Feten war dieses Maschine mit Sicherheit 5 Stunden ohne Unterbrechung am Laufen. Ein echter Renner.
Die Laune hierfür war da. Ich würde nicht im Traum daran denken einen Spieleabend mit Spielefreaks, die in Strategiespiel-Laune sind, dieses Spiel aufzutischen.

In einer lustigen Runde machen gerade Spiele wie "Saloon" Spaß, aber auch nur, wenn die Leute, die es spielen mitmachen und entsprechend verbal aggieren. Davon lebt m.E. dieses Spiel.

Oder magst Du keine Versenker-Spiele wie z.B. Family Business?

> Offensichtlich hat KK die Mängel ja selbst erkannt, und
> wollen deshalb eine neue Regel im Internet anbieten... :-?

Das betrifft wohl eher die Regelunklarheiten, weniger, dass sie das Spiel komplett überarbeiten wollen.

Tschö, Frank

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Roman Pelek

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Roman Pelek » 23. November 2001, 22:33

Hi Jost,

Jost Schwider schrieb:
> > Muss man immer etwas kontrollieren koennen, damit ein Spiel
> > Spass bereitet?
> Genau das ist der Unterschied zwischen einem "richtigen"
> Spiel und einem Glücksspiel oder einfach einer nutzlosen
> Freizeitbeschäftigung.

Hm, also alles, was man nicht kontrollieren kann, ist Glücksspiel oder nutzlose Freizeitbeschäftigung? ;-) Das sehe ich nun jetzt nicht so, denn dann wären auch viele spielfremde Freizeitbeschäftigungen nutzlos: Lesen, Musik hören, Kino - da kann man überall nichts kontrollieren, alles passiv.

> Im Englischen wird da ja bzgl. "Spielen" genauer zwischen
> playing, gaming, und gambling unterschieden.

Hm, wir haben doch auch Spielen und Zocken z.B. Die Bedeutung des "Gaming" ist mir allerdings eh nicht ganz klar, normalerweise fällt das in den Dunstkreis von "Gambling", wobei das neuerdings auch anspruchsvoller belegt wird.

> Jost aus Soest (möchte spielen, und nicht gespielt werden)

Wenn ich spiele, möchte ich zu 90% spielen und nicht gespielt werden. Zwischendurch, oder als Auflockerung am Anfang oder Ende genieße ich es aber, mal einfach ein kurzes "hirnloses" Zockerspielchen einzustreuen, schlichtweg um mal kurz abzuschalten und einfach Spaß zu haben, bevor's weitergeht. Wie gesagt: wenn's kurz und schmerzlos ist. Und das ist, wie ich finde, Saloon durchaus. Humorvoll, sinnlos und kurz - prima :-D Danach kann man auch das 3. FvF, 2. Roads&Boats oder 5. Euphrat&Tigris dranhängen - liebend gerne...

Ciao,
Roman

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 23. November 2001, 23:18

> Hm, also alles, was man nicht kontrollieren kann, ist
> Glücksspiel oder nutzlose Freizeitbeschäftigung? ;-) Das sehe
> ich nun jetzt nicht so, denn dann wären auch viele
> spielfremde Freizeitbeschäftigungen nutzlos: Lesen, Musik
> hören, Kino - da kann man überall nichts kontrollieren, alles
> passiv.

Nicht passiv, sondern höchst aktiv für eine Seite unseres Selbst, die sonst (vor allem bei euch Männern) immer zu kurz kommt - nämlich die kreative, die nicht vernunftgesteuerte, die Schicht hinter der Vernunft.
Ich will gar nicht alles kontrollieren können, denn dann wird das Leben viel weniger spannend. Was mein Leben reich macht, das sind die vielen Momente, in denen ich die Kontrolle ausgeschaltet habe und das scheinbar "Unvernünftige" getan habe......
dazu gehört aber doch auch das Spielen an sich. Spielen beinhaltet für mich unendlich viel:
Abschalten vom Alltag
meinen Verstand bei einem Strategiespiel einsetzen können (und trotzdem habe ich nie den Ehrgeiz wirklich gewinnen zu wollen, sondern die Möglichkeiten der Spielregel auszureizen und dabei eben auch mal etwas Verrücktes zu tun)
mit anderen zusammen etwas tun, was nicht Arbeit ist - in vielen Fällen erlebt man den anderen ja nur im Team in der Arbeit
Beim Spielen ist man aufeinander angewiesen - sei es als Gegner oder auch als Partner - viel mehr als bei manchen sportlichen Aktivitäten, die man miteinander, aber dann doch letztlich alleine unternimmt (Schifahren, Wandern, Bergsteigen, Schwimmen, Rad fahren)

>nicht gespielt werden)

geht mir genauso, trifft für mich aber nur dann zu, wenn ich bei einem mir unbekannten Spiel das Gefühl bekomme, die anderen nutzen meine Unkenntnis der Regel aus
Brigitta

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Markus Barnick

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Markus Barnick » 24. November 2001, 00:30

ich stimm euch ja zu, aber ich hab z.B. einen Freund, der war echt sauer und beleidigt, daß ich mit mal "Minister" gespielt hab. Der mag nur solche Spiele, die mindestens 6 Stunden dauern und Shogun und Axis & Allies heissen :-(
Dem dürfte ich mit sowas nicht kommen, aber mich dürft ihr gern mal in den Saloon einladen ;-)

Markus
(ärgert sich immer, daß alle soweit weg wohnen)

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 24. November 2001, 00:31

> (ärgert sich immer, daß alle soweit weg wohnen)
Hach - noch einer, der sich darüber ärgert, wei schön
Brigitta

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erik

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon erik » 24. November 2001, 00:57

> Hm, also alles, was man nicht kontrollieren kann, ist
> Glücksspiel oder nutzlose Freizeitbeschäftigung? ;-) Das sehe
> ich nun jetzt nicht so, denn dann wären auch viele
> spielfremde Freizeitbeschäftigungen nutzlos: Lesen, Musik
> hören, Kino - da kann man überall nichts kontrollieren, alles
> passiv.

Sehe ich nicht so, ich kann sehr wohl beeinflussen:
-für welchen Film ich Geld an der Kinokasse lasse
-welchen Sender/CD/sonstige Musikquelle ich gerade erwähle
-welches Buch ich aus dem Regal/der Bibo hole

Und dann sind die Assoziationen, die ich mit dem jeweils zu
verdauenden Kunstmaterial verbinde, meine Sache.
Und nutzlos ist in dem Zusammenhang falsch, denn nicht
alles was hinkt, ist ein Vergleich:
dir erwähnten Aktivitäten sind, vom Grunde her, Soloaktivitäten.
Ich sitze vielleicht mit einer Gruppe im Kino, kann es aber
ebenso gut für mich allein tun, es gibt keine Gruppendynamik,
die da irgendwie einspielt. Gleiches gilt für Musik hören oder
Buch lesen (immer unter der Prämisse des passiven Geniessens).
Gleiches trifft für Gesellschaftsspiele nicht zu: hier ist ein
Grundprinzip das gemeinsame Erleben (ich lasse für diese
Betrachtung mal Solospiele wie Puzzles o. ä. aussen vor).
Und dann sind Spiele, die ein bewusstes aufeinander
eingehen erfordern, besser geeignet, diesen gemeinsam
Kreativität schaffenden Prozess zu schaffen als Spiele,
in denen Interaktionen oder Reaktionen allein vom blinden
Zufall abhängig sind.

Wer sagt denn, dass das Leben schwarz und weiss ist,

Erik

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 24. November 2001, 01:27

Danke, du hast das, was ich sagen wollte, noch besser auf den Punkt gebracht
Brigitta

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Jost Schwider

Re: Saloon von Krimsus K.

Beitragvon Jost Schwider » 24. November 2001, 07:16

> Kennst Du "Looping Louie"? Ein Kinderspiel aus Plastik, bei
> dem sich ein Flugzeug immer im Kreis dreht und man immer nur
> auf eine Wippe hauen muss.

Ich galube, dass habe ich schonmal gesehen. Würde ich auch nicht als "klassisches Spiel" bezeichnen, sondern eher als "Geschicklichkeits[i]spiel[/i]"...

Immerhin bin ich hier selbst für mein Versagen verantwortlich... ;-)

Jost aus Soest

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Jost Schwider

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Jost Schwider » 24. November 2001, 07:23

> Hm, also alles, was man nicht kontrollieren kann, ist
> Glücksspiel oder nutzlose Freizeitbeschäftigung? ;-)

Das habe ich nun wirklich nicht gesagt! :-O

> Lesen, Musik hören, Kino - da kann man überall nichts
> kontrollieren, alles passiv.

Das macht man alles hauptsächlich alleine (sozusagen egoistisch ;-) )...
Ich weiss, ich weiss, ins Kino geht man in oft Gruppen. Aber: Den Film selbst schaue ich mir "alleine" an.

Jost aus Soest (hofft, dass er jetzt verstanden wurde)

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Jost Schwider

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Jost Schwider » 24. November 2001, 07:33

> Beim Spielen ist man aufeinander angewiesen - sei es als
> Gegner oder auch als Partner - viel mehr als bei manchen
> sportlichen Aktivitäten, die man miteinander, aber dann doch
> letztlich alleine unternimmt (Schifahren, Wandern,
> Bergsteigen, Schwimmen, Rad fahren)

Genau [b]das[/b] habe ich in meinem anderen Posting gemeint.
Brigitta, du weisst, wie ich mich asudrücken wollte... :-))

> >nicht gespielt werden)
>
> geht mir genauso, trifft für mich aber nur dann zu, wenn ich
> bei einem mir unbekannten Spiel das Gefühl bekomme, die
> anderen nutzen meine Unkenntnis der Regel aus

Ausnutzung der Unkenntnis der Regeln ist Unfair aber ich verstehe unter "gespielt werden" dann doch eher die erzwungene Passivität.

Jost aus Soest

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Jost Schwider

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Jost Schwider » 24. November 2001, 07:36

> Markus (ärgert sich immer, daß alle soweit weg wohnen)

Ha!, du wohnst mindestens genauso weit weg! ;-)

Jost aus Soest (über die Relativität)

P.S.: Wußtet ihr eigentlich schon, dass der Mond nicht nur viel kleiner als die Erde ist, sondern auch viel weiter weg? :LOL:

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 24. November 2001, 08:02

Jost Schwider schrieb:
>
> > Hm, also alles, was man nicht kontrollieren kann, ist
> > Glücksspiel oder nutzlose Freizeitbeschäftigung? ;-)
>
> Das habe ich nun wirklich nicht gesagt! :-O

nicht gesagt, oder besser nicht sagen wollen, aber so war es zu verstehen
>
> > Lesen, Musik hören, Kino - da kann man überall nichts
> > kontrollieren, alles passiv.
>
> Das macht man alles hauptsächlich alleine (sozusagen
> egoistisch ;-) )...

Schmarrn!!!!!! Wenn ich nicht ganz bewusst etwas für mich tue, kann ich in der Gemeinschaft nicht existieren, dann werde ich von den anderen gelebt, ohne, dass ich das überhaupt bemerke, weil ich mir ja die Zeit nicht nehme meinen ureigensten Gedanken, Ideen, Vorstellungen ans Licht kommen zu lassen. Und nur wenn ich solche in eine Gemeinschaft einbringen kann, bin ich auch Teil dieser Gemeinschaft, nicht, wenn ich mich selber zum Kopfnicker degradiere, bloß um nicht anzuecken. Aufs Spielen umgesetzt: Sicher ein anderer war kreativ, als er das Spiel entwickelte - aber wir als Spieler sind kreativ, weil wir versuchen, die (oft nicht leicht verständlichen) Spielregeln umzusetzen. Wobei ich mich anlässlich der ganzen Diskussionen in diesem Forum manchmal frage, ob es eigentlich so wesentlich ist, ob man eine Spielregel wirklich so genau umsetzt wie sie gemeint ist. Können Unklarheiten nicht auch in der jeweiligen Spielrunde geklärt werden. Abgesehen davon: Wenn ich an die altbewährten Kartenspiele wie Rommé und Canasta (die ich eigentlich eher langweilig finde und doch öfter spiele, weil es sich eben ergibt, dass die anderen nur das spielen wollen) denke, dann habe ich im Laufe der Zeit mindestens 4 verschiedene Regeln bei Rommè kennen gelernt, so dass ich mir längst abgewöhnt habe, die Punkte, die immer wieder unterschiedlich sein können, vor Beginn des Spiels zu klären.

> Ich weiss, ich weiss, ins Kino geht man in oft Gruppen. Aber:
> Den Film selbst schaue ich mir "alleine" an.

Aber wenn du in der Gruppe hingehst, ergibt sich anschließend ein Gespräch

> Jost aus Soest (hofft, dass er jetzt verstanden wurde)

ich glaube immer noch nicht ganz

Brigitta

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Lindemann Brigitta

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Lindemann Brigitta » 24. November 2001, 08:05

> Ausnutzung der Unkenntnis der Regeln ist Unfair aber ich
> verstehe unter "gespielt werden" dann doch eher die
> erzwungene Passivität.

Ein solches Spiel habe ich bisher ehrlicherweiser noch nicht kennen gelernt, bei dem ich zwischendurch zur Passivität gezwungen worden wäre
Brigitta

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Matthias Staber

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Matthias Staber » 24. November 2001, 08:30

Allen Freunden des "Der-Willkür-der-Mispieler-und-des-Spielmechanismus-hilflos und-ohnmächtig-ausgeliefert-seins-mit-null-Kontrolle" kann ich noch wärmsten die beiden Leckerbisschen "Magblast" und "Plague and Pestilence" wärmstens ans Herz legen.

Matthias

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Heiko Hartmann

Re: Spielen oder "gespielt werden"

Beitragvon Heiko Hartmann » 24. November 2001, 11:18

Hallo!

erik schrieb:

> Und dann sind Spiele, die ein bewusstes aufeinander
> eingehen erfordern, besser geeignet, diesen gemeinsam
> Kreativität schaffenden Prozess zu schaffen als Spiele,
> in denen Interaktionen oder Reaktionen allein vom blinden
> Zufall abhängig sind.

Meiner Meinung nach enthalten allerdings rein taktische Spiele weitaus weniger soziale Interaktion als die sogenannten 'Beer & Pretzel Games' bei denen zwar der Zufall regiert aber der Spieler dadurch auch ALLE Möglichkeiten offen hat. Hier ist eben nicht möglich sich hinter Zwängen zurückzuziehen ('...mußte ich ja tun, sorry!') sondern die Aktion ist direkt und geht unmittelbar vom Spieler aus.

Darum machen mir 'Saloon', 'Plague & Pestilence', 'Family Business' und Co. ebenfalls einen heiden Spaß!

Ciao, Heiko.

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Heiko Hartmann

Re: Spielen oder

Beitragvon Heiko Hartmann » 24. November 2001, 11:26

Hallo!

...und 'Family Business', 'Intrige' und 'Guillotine'.
Alles Spiele bei denen man sich am Ende lachend fragen kann: "Warum habe ich verloren?" - und die Antwort darauf ist oft nicht "weil's eh ein Glücksspiel ist".

Ciao, Heiko.


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