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Britannia Regelfrage

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Stephan

Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 23. November 2001, 07:53

Hallo! Mal wieder Britannia!

Diesmal habe ich eine Frage, die ich eigentlich gar nicht habe, sondern jemand anders. Nun er ist halt anderer Meinung als ich...:-)

Folgende Situation: Die Römer greifen X Länder auf einmal an, was ja manchmal vorkommt. Nun unterwerfen sich die Angegriffenen. Die Römer müssen sich aus einem Land, welches Sie angreifen wollten zurückziehen. Aber wohin? In der Literatur, sprich auf Britannia Seiten kann man folgende Varianten finden:

1. Die Römer müssen sich in eins von Ihnen besetzten Länder (mit Pöppel) zurückziehen.
2. Die Römer müssen sich in ein angrenzendes eigenes Land zurückziehen.
3. Die Römer müssen sich in das Land zurückziehen aus dem sie kamen.

Die letzte ist mir die logischste, wenn man überlegt, was dort"passiert". Aber dann könnte man sich auch für Version 2 entscheiden....

Was meint Ihr? Wie spielt Ihr?

Sorry, für die Xte Britannia Frage......!!!!

viele Grüße und gut Pfad
Stephan

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Ronald Novicky

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Ronald Novicky » 23. November 2001, 08:53

Hallo Stephan,

anbei das offizielle Ruling, wie es am AvalonCon (als es ihn noch gab...) gespielt wurde.

lg
Ronald.

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(11.1) Withdrawal After Submission

Perhaps the most hotly contested rule is Rule 11.1, particularly the withdrawal portion. That subparagraph reads: “Any Roman armies stationed on territory held by a subject nation when a submission is received must leave immediately, either to the areas from which they came, or to a wholly Roman occupied area. Such armies are not allowed a further move.”

The two interpretations of this rule that have the most currency are:
1. that the Romans can withdraw to any Roman-held area on the board, and they cannot move again from there (e.g. to attack another nation or place a fort in an empty area), or
2. that the withdrawing Romans must go to the closest area which meets the criteria listed, and cannot be moved further.

It is the former interpretation that is adopted here. While the retreat rules require retreat to an adjacent area, the term “retreat” is avoided in Rule 11.1 in favor of the term “withdrawal”, which is not used elsewhere. In addition, the “Romans go anywhere” interpretation is game-balancing. The Romans obviously have a great deal of ground to cover in a short period of time – they must conquer all the way to Alban and Dalriada by Turn 3 and then get all the way back to guard southern England on Turn 4. This rules interpretation allows them to have some realistic possibility of doing that.

Immediately upon the submission of a nation permitted to submit under Rule 11.1, all Roman armies which occupy any area which is also occupied by armies of the submitting nation must withdraw. Those Roman armies each may withdraw to any of the following:
· The area from which it entered the subject area, if either empty (i.e. containing only a burned fort) or solely occupied by Roman pieces (an army or fort) at the time of withdrawal.
· Any other area on the board solely occupied by Roman pieces (armies, forts, or both - but not burned forts with no army present) at the time of withdrawal.

By way of clarification, the withdrawing armies cannot withdraw to:
· An empty area or area containing only a burned fort, except if it is the area from which the withdrawing army entered the subject area that turn. This is true even for empty areas adjacent to the withdrawing army.
· An area occupied, in whole or in part, by pieces of any other nation, even if the nation is a submitted nation (i.e. an area occupied by an army of another nation and a burned fort).
· A sea area.

Furthermore, Roman armies which withdraw are not allowed a further move that turn, even into empty areas and even if they have not exhausted their movement allowance. Note that Roman forts are placed during the movement phase for empty areas the Romans pass through, and at the end of the combat phase after retreats for contested areas. It should also be noted that this Rule 11.1 applies equally to the Angles upon the submission of the Brigantes.

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Stephan

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 23. November 2001, 09:47

das ist doch total unlogisch...d.h. wenn ich mit 10 Einheiten die Pikten plätten, kann ich in dem Zug, in dem sich die Pikten unterwerfen meine angreifenden Einheiten beliebig auf dem Plan verteilen???

Schwachsinn.....;-), oder?? Das macht doch gerade den Reiz der Römer aus, dass man sich zwischen "Marsch-Marsch" und "Halten" entscheiden muss...

bis denne
Stephan

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Ronald Novicky

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Ronald Novicky » 23. November 2001, 10:13

Ich hab' die Regel nicht erfunden, sorry :-)
Jedenfalls ist das die offizielle Version der Avalon Hill Ausgabe von Britannia.

Übrigens, wenn ich die Römer spiele, gibt's keine Frage - ich muss, wenn ich gewinnen will, versuchen die 3 '3-Punkte'-Felder im Süden Schottlands zu erreichen (und daneben noch die Belgier ausrotten). Tausend Rosen für die Forts - nur die wichtigen werden verteidigt (von den Ersatzeinheiten, die über den Channel nachkommen).

Wie ist denn Deine Römer-Strategie?

lg
Ronald.

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Stephan

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 23. November 2001, 10:59

Hi Ronald!

Natürlich ist es wichtig die drei Schotten-Felder zu erreichen, aber ich rotte die Belgier nicht aus. Auf diese Taktik hat mich Bastl gebracht:

Drei Römer unterwerfen die Waliser (gibt 6 Punkte), der Rest schlängelt sich Richtung Norden (Wessex, Hwicce, Nord Mercia, York, Pennies, Bernicia), und läßt die alle westlichen Briganten links liegen. Wenn alles gut läuft (eigentlich immer, bei der Übermacht!) stehen am Ende des ersten Zuges 3 Einheiten in Pennies und 3 in Bernicia. Rot steht noch(!) relativ gut da und kann überredet werden Lothian (Weg nach Norden) zu räumen. Je nachdem ob blau Dalriada räumt, greife ich mit 4-6 Armeen die Pikten an, bis sie sich unterwerfen oder die Römer vernichtet sind. In der Regel ziehen sich die Pikten zurück, da sie für eine römische Armee 1 Punkt, für die Kastelle aber 3 Pukte kriegen, so dass die Eroberung wenig Probleme bereitet...wenn man schlau ist, sorgt man dafür, dass sie das Kastell in Dalriada plündern, damit die Schotten dort landen können...:-)
Die anderen Römer können sich um Rot (am Besten Downlands und Chesire) kümmern und die Briganten unterwerfen. So haben die Briganten kein zusammenhängendes Gebiet und werden früher oder später vernichtet. Evtl. erobern die Pikten auch Strathclyde...sollen sie ruhig. Inzwischen haben sich auch die Waliser unterworfen und können nur noch Rot oder die Belgier angreifen. :-) Die walisischen Gebiete sind mit Kastellen besetzt und tabu...Nun muss der Römer noch gucken, dass er sich ein paar Gebiete im Süd-Osten krallt (Essex!) um noch ein paar Punkte mehr zu machen. Auf diese Weise sind immer noch ein paar Belgier für die Sachsen da (wen sollen die Belgier sonst angreifen?) und der Römer und der Schotte stehen gut da. Ich würde mit den Romano-Briten versuchen, die Pikten auszurotten oder zumindest zu schwächen...!

Ich finde der Verlust einiger Punkte im Osten, wird durch die Punkte, die man für die Unterwerfung der Walieser (6!) und Briganten bekommt und der guten Position der Schotten ausgeglichen.

Wenn man hierbei auch noch die "komische" Regel verwenden, kann man verhindern, dass sich der Brigant zurückziehen kann, indem man z.B. alle Länder "angreift". Ein Nachteil für Rot.

Grüße
Stephan

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Ronald Novicky

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Ronald Novicky » 23. November 2001, 13:12

Hi,
hört sich interessant an - ich lasse Wales normalerweise links liegen, wegen der Berge. Bei nächster Gelegenheit werde ich Deine Strategie mal ausprobieren, klingt spannend!

Deinen letzten Satz

> Wenn man hierbei auch noch die "komische" Regel verwenden,
> kann man verhindern, dass sich der Brigant zurückziehen kann,
> indem man z.B. alle Länder "angreift". Ein Nachteil für Rot.

halte ich für kein Problem, da Rot IMHO sowieso die stärkste Farbe im Spiel ist.

lg
Ronald.

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Ralf Arnemann
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Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Ralf Arnemann » 23. November 2001, 14:40

Sehr interessant.
Zumindestens die Idee, die Belgier so weitgehend zu ignorieren. Irgendwie gehörte es bei uns immer zum Pflichtprogramm, die zu plätten.
Aber die Idee hat was. Schließlich ist es eine der zentralen Aufgaben der Römer, den Schotten den Weg freizuschießen - da ist noch etwas mehr Druck auf die Pikten wohl nie falsch.
Und wenn den Sachsen noch ein paar Belgier im Weg stehen, muß das ja den Römer nicht stören.

Übrigens ist es bei uns nicht üblich, ganz drei Einheiten nach Wales zu schicken. Denn Waliser und Römer können sich gut einigen: Wales zieht sich zurück, ein Römer sagt guten Tag, der Waliser unterwirft sich und darf wieder zurück in einige leere Felder und bekommt Vermehrung zugesagt.
Damit ist beiden Seiten bestens geholfen.

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Stephan

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 26. November 2001, 12:06

Hallo Ralf!

Deine Idee ist schön. Schön friedlich. Für meinen Geschmack wird mir dadurch der Waliser zu stark mit den ganzen Armeen, die er dann "spart". Die Punkte für York sind ihm ja dann fast sicher...!

Ich sehe keinen besonderen Grund mich mit Ihm gut zu stellen. Du mußt bei der Sache bedenken, dass Schwarz, wenn Rot durch den Belgier geschwächt wird, erster Anwärter auf den ersten Platz ist.
Bei unserem Spiel am Wochenende habe ich deshalb (als Römer) sogar den Kaledonier angegriffen und von den Hebriden vertrieben. Nette Sache! Zumal die Pikten nach Ihrer Unterwerfung auch nur noch "auf" die Kaledonier gehen können.
Im Norden ist das Gleichgewicht viel zerbrchlichr als im Süden wo Invasion nach Invasion ranrollt. Da können die Römer viel ausrichten...

viele Grüße
Stephan

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Ralf Arnemann
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Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Ralf Arnemann » 26. November 2001, 13:58

> Deine Idee ist schön. Schön friedlich.
Eigentlich nicht - anderswo wird um so mehr gekämpft.

> Für meinen Geschmack wird mir dadurch der Waliser zu stark
Üblicherweise gilt er ja als der schwächste Spieler, da kann eine Stärkung erst einmal nicht so schlimm sein.
Die Vorteile für Violett sind auf jeden Fall so groß, daß er ihm diesen Zuwachs erst einmal gönnen sollte. Später gibt es noch genügend Gelegenheiten, ein zuviel an Braun zu korrigieren.

> Ich sehe keinen besonderen Grund mich mit Ihm gut zu stellen.
Ganz einfach: Dies ist der schnellste und stärkste Weg für Rom nach Norden.

> Bei unserem Spiel am Wochenende habe ich deshalb (als Römer)
> sogar den Kaledonier angegriffen und von den Hebriden
> vertrieben. Nette Sache!
Eben! Und schon sind die Vorteile für den Waliser wieder halb neutralisiert - und die Schotten freuen sich.
Überhaupt sollte der Römer in Schottland ordentlich Vorarbeit leisten (das südliche Britannien ist doch eh nur gut für die Wildschweine ;-)***


*** Wer erkennt das Zitat?

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Stephan

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 27. November 2001, 07:32

Nochmal hi Ralf!

Vielleicht hast Du wirklich recht! Die drei "zusätzlichen" Armeen könnte man gut in die Unterwerfung der Briganten stecken...für mich das drängenste Problem. Allerdings nur, weil sich die Römer auf die Pikten konzentrieren müssen...

Mit Deiner "Arnemann"-Variante ständen dann in der dritten Runde zwei Römer in Galloway und einer in Strathclyde(in der Hoffung, dass sich der Brigant nicht aus March zurückgezogen hat...), da man sonst beide Länder nicht eroben kann, ohne dass sich der Brigant vorher unterwirft.

Bleibt die Frage zu klären, inwieweit der Römer noch genug Kräfte für die Befreiung von Ost-Britannien hat. Aber was bringen die Römer denn schon außer eine Kanalisation, sichere Straßen, Wein...;-)
Ansonsten müsste man evtl. den Briganten Feldzug um eine Runde verschieben...nein geht auch nicht, da die Kastelle dann ungeschützt sind...Hmmm....muss ich mir nochmal ansehen....ich werde mich an diesser Stelle melden.

bis dann
Stephan

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Stephan

Re: Britannia Regelfrage

Beitragvon Stephan » 27. November 2001, 11:26

okay.

Mein Vorschlag zu diesem Thema: zwei der drei freigesetzten Römer greifen Chesire an. Der dritte verstärkt York.
In der Hoffnung, dass sich die Briganten isoliert auf Strathclyde nicht halten können, greifen in der zweiten Runde der Römer folgende Ziele an(zur Erinnerung nach erstem Zug: 3 Römer auf Pennies, 3 Bernicia, 3 York, 2 North-Mercia, 2 Chesire, 2 Manövermasse für evtl. Verluste(vielleicht auf Lindsey oder Downlands)):
3 Römer auf Alban oder Dalriada (je nachdem wo 2 Pikten stehen). 2 Auf Galloway, 1 Strathclyde). Hier (Strathclyde) sollte man nur so lange kämpfen, bis dort noch 1 Brigant ist, dann Rückzug! Und vor allem erst hier kämpfen, damit sich der Brigant nicht in Galloway unterwerfen kann...
1 Römer bleibt jeweils auf Chesire und York stehen, der Rest(bis zu 7 sollten reichen!) kann Belgier jagen...darauf achten, dass man Essex erst erobert, wenn man es auch halten kann...Kent ist evtl. zu vernachlässigen, da Hauptangriffsziel der Jüten...
in der dritten Runde muss man sehen, dass man das zweite schottische Bergland und den rest ost-Britanniens erobert.
In den Runden 4 und 5 sollte man in Schottland aufräumen und den Schotten Platz machen. Ideal ist meiner Meinung nach, wenn sie in Runde 4 Strathclyde hätten und ringsum Römer "wachen", die Ende Runde 5 zu Romano-Briten werden, die dann noch im letzten Aufbäumen entweder ein kleines Reich (Galoway, Cumbria, Pennies) gründen oder die Pikten ausrotten. Wahrscheinlich werden die Angeln aber "dank" der Belgier zu stark...auf jeden Fall wird's interessant...

Grüße
Stephan


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