Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 4. Dezember 2001, 12:06
Ich kann zwar nur fuer AMIGO sprechen, aber das wirft vielleicht auch ein gutes Licht auf andere kleine Verlage.
1. Bei uns gibt es keinen nach Menge gestaffelten Preis.
2. Eine Lieferung ab 250 DM Wert ist portofrei - das sollte jedem *kleinen* Haendler entgegenkommen.
3. Auflage: Irgendwo oben ist angemerkt, die Auflage wuerde den Preis bestimmen. Das ist sicher nicht nur fuer Amigo falsch. Ein Spiel muss sich mit der 1. Auflage rechnen, denn wer weiss, ob es jemals eine 2. Auflage rechtfertigen wird? Es sind schon tolle Spiele vom Markt genommen worden, weil die Verkaeufe nicht mehr stimmten - ich finde es zum Beispiel schade fuer Rasende Roboter und Euphrat und Tigris, die ich beide toll finde. Oder unser Hattrick.
Ich denke, das Problem liegt direkt beim Verbraucher. Wer zahlt schon freiwillig 10 DM mehr fuer ein Carcassone im Fachhandel, obwohl es nebenan im Toys R Us billiger zu haben ist?
Also ehrlich: ich gucke bei jeder Waschmaschine, jeder Jeans und jeder CD, die ich kaufe, wo ich sie am billigsten kriege. Ist das dann nicht fuer Spiele auch legitim? (oder kommt jetzt gleich der Aufruf: *rettet die kleinen Musikgeschaefte* oder *schuetzt den Elektro-Fachhandel*?)
Und ist nicht Essen die Einkaufsstaette fuer die Spiele-Fans, und ist es nicht so, dass gerade in Essen der Preiskrieg aussergewoehnlich stark tobt? Und wir Spieler profitieren alle davon, nur nicht der Einzelhaendler, speziell nicht der im Ruhrgebiet...
Es ist leider nicht mit einem einfachen *rettet den Fachhandel* getan... das geht nur, wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen, oder? Die Verlage koennen das kaum leisten, ohne selbst in Probleme zu geraten.
Frank.