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Ausbeutung von Kleinhändlern. Liebe Spieleverlage...

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marc Figel

Re: Ausbeutung von Kleinhändlern. Liebe Spieleverlage...

Beitragvon Marc Figel » 3. Dezember 2001, 15:16

Habe gerade deinen Beitrag weiter unten ( aber nur deinen ) gelesen.
Die Idee mit Kaffee/Bistro... ist nicht neu.
Wäre meine Ausbaustufe 3.
Meine Idee war/ist: Wein und Spiel.
Trend geht aber in Richtung Spiele, Spielwaren und Geschenkartikel.
So kurz, so gut. Hätte noch viel zu schreiben/ zu sagen,
aber es läuft gerade das Weihnachtsgeschäft...

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Marc Figel

Preisbindung/Testspielen/Ausleihen

Beitragvon Marc Figel » 3. Dezember 2001, 15:34

Aus Händlersicht:
Preisbindung: Nein, danke.
Testspielen: Biete ich an, auch Spieleabende.
Lohnt aber nicht wirklich ( betriebswirtschaftlich )
Ausleihen: die Idee mit dem Leihpreis und dann auf Kaufpreis anrechnen hatte ich auch. Lohnt aber auch nicht wirklich.
Beides würde ich nicht tun, wenn ich nicht selbst ein Spieler wäre.
Der Vergleich Bücher und Spiele hinkt etwas:
Der Büchermarkt ist unwesentlich größer, und spricht ein deutlich größeres Publukim an.

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benjamin

Re: Ausbeutung von Kleinhändlern.

Beitragvon benjamin » 3. Dezember 2001, 16:34

HBS schrieb:
>
> Natürlich gibt es sowas! Es kommt natürlich darauf an, wo Du suchst...
> Ich kenne z.B. in Hannover sogar einen Laden, in dem man sich Spiele
> sogar nicht nur im Laden spielen, sondern zur Probe leihen kann. Wenn
> man's dann kauft, wird die Leihgebühr auf den Kaufpreis angerechnet...

ja sowas meinte ich. diese regelung fände ich geradezu genial, denn es gibt eine menge spiele, die ich gerne mal testen würde, aber die einfach keiner meiner bekannten besitzt. und auf gut glück kaufen ist mir bei spielen, die teilweise an die 100 mark kosten, einfach zu riskant. allerdings glaube ich, dass es nicht wirklich viele läden gibt, die so etwas anbieten, da es doch mit einigem zusätzlichem aufwand verbunden ist...

benjamin

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Frank Jaeger (AMIGO)

Kleine Anmerkung

Beitragvon Frank Jaeger (AMIGO) » 4. Dezember 2001, 12:06

Ich kann zwar nur fuer AMIGO sprechen, aber das wirft vielleicht auch ein gutes Licht auf andere kleine Verlage.

1. Bei uns gibt es keinen nach Menge gestaffelten Preis.
2. Eine Lieferung ab 250 DM Wert ist portofrei - das sollte jedem *kleinen* Haendler entgegenkommen.
3. Auflage: Irgendwo oben ist angemerkt, die Auflage wuerde den Preis bestimmen. Das ist sicher nicht nur fuer Amigo falsch. Ein Spiel muss sich mit der 1. Auflage rechnen, denn wer weiss, ob es jemals eine 2. Auflage rechtfertigen wird? Es sind schon tolle Spiele vom Markt genommen worden, weil die Verkaeufe nicht mehr stimmten - ich finde es zum Beispiel schade fuer Rasende Roboter und Euphrat und Tigris, die ich beide toll finde. Oder unser Hattrick.

Ich denke, das Problem liegt direkt beim Verbraucher. Wer zahlt schon freiwillig 10 DM mehr fuer ein Carcassone im Fachhandel, obwohl es nebenan im Toys R Us billiger zu haben ist?

Also ehrlich: ich gucke bei jeder Waschmaschine, jeder Jeans und jeder CD, die ich kaufe, wo ich sie am billigsten kriege. Ist das dann nicht fuer Spiele auch legitim? (oder kommt jetzt gleich der Aufruf: *rettet die kleinen Musikgeschaefte* oder *schuetzt den Elektro-Fachhandel*?)

Und ist nicht Essen die Einkaufsstaette fuer die Spiele-Fans, und ist es nicht so, dass gerade in Essen der Preiskrieg aussergewoehnlich stark tobt? Und wir Spieler profitieren alle davon, nur nicht der Einzelhaendler, speziell nicht der im Ruhrgebiet...

Es ist leider nicht mit einem einfachen *rettet den Fachhandel* getan... das geht nur, wenn wir mit gutem Beispiel vorangehen, oder? Die Verlage koennen das kaum leisten, ohne selbst in Probleme zu geraten.

Frank.

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Marten Holst

CDs laufen anders herum

Beitragvon Marten Holst » 4. Dezember 2001, 14:17

Moinle,

zuerst einmal finde ich es gut, wenn sich immer mal wieder die Verlage zu Wort melden. Schönen Dank dazu, das macht dieses Forum als Informationsquelle unentbehrlich.

Aber eines fiel mir auf:

> Also ehrlich: ich gucke bei jeder Waschmaschine, jeder Jeans
> und jeder CD, die ich kaufe, wo ich sie am billigsten kriege.
> Ist das dann nicht fuer Spiele auch legitim? (oder kommt
> jetzt gleich der Aufruf: *rettet die kleinen Musikgeschaefte*
> oder *schuetzt den Elektro-Fachhandel*?)

Ich will ja nicht laut schreien, aber meiner Erfahrung nach sind bei CDs die "kleinen" Läden billiger als die "großen", nur das mit der Auswahl ist so eine Sache... wie Kompass?

Tschüß
Marten (kauft oft zu spontan um billig zu kaufen, weil "haben will!")

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Bohnmaster

Re: Kleine Anmerkung

Beitragvon Bohnmaster » 4. Dezember 2001, 19:52

Frank Jaeger (AMIGO) schrieb:
>
> Es ist leider nicht mit einem einfachen *rettet den
> Fachhandel* getan... das geht nur, wenn wir mit gutem
> Beispiel vorangehen, oder? Die Verlage koennen das kaum
> leisten, ohne selbst in Probleme zu geraten.
>
> Frank.

Da hat Frank absolut Recht.
Großverlage können sich das tatsächlich nicht leisten.
Als Klein(st)verlag versuchen wir, mit bestem Beispiel voranzugehen: Lookout Games gibt es nur im ausgesuchten Fachhandel. Wir können dank niedriger Druckauflagen uns das leisten, aber wenn wir einmal größere Auflagen hätten, dann wäre das Abspringen jedes Großvertriebpartners tödlich.

Gruß

Hanno
(Bohnmaster)

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: CDs laufen anders herum

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 4. Dezember 2001, 21:16

Auch bei Spielen stimmt die Gleichung "Großer Laden = Billig / Fachgeschäft = teuer" absolut nicht! Gerade Toys'R'Us ist oft deutlich teurer als mein Lieblingsladen in der Heidelberger Altstadt. Gleiches habe ich auch bei Karstadt feststellen können. Und dem genannten Laden scheint es sogar ganz gut zu gehen. Erst kürzlich hat er sich räumlich vergrößert und lädt noch mehr zum Verweilen und Stöbern ein ...


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