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Stiftung Warentest testet Spiele

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Janine

Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon Janine » 4. Dezember 2001, 20:50

Nach Ökotest hat sich jetzt anscheinend auch Stiftung Warentest mit Familienspielen beschäftigt. Was die wohl für Testkriterien haben? Leider war das neue Heft heute noch nicht am Kiosk vorhanden. Weiß jemand was genaueres?

Janine

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benjamin

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon benjamin » 4. Dezember 2001, 21:41

Janine schrieb:
>
> Nach Ökotest hat sich jetzt anscheinend auch Stiftung
> Warentest mit Familienspielen beschäftigt. Was die wohl für
> Testkriterien haben? Leider war das neue Heft heute noch
> nicht am Kiosk vorhanden. Weiß jemand was genaueres?

hmm... ich vermute eher, dass das heft *nicht mehr* erhältlich ist, denn die ausgabe 12/01 gibt es schon einige wochen. ich habe den "test" vor zwei/drei wochen gelesen bei einem bekannten - es war eigentlich nichts besonderes. neben einem kurzen bericht über die spielebranche gab's einen groben überblick über neue und ältere spiele - hauptsächlich solche, die in jedem kaufhaus zu finden sind - mit hinweisen, wem welches spiel gefallen könnte. wenn man absolut keinen überblick hat und sein erstes spiel kaufen will, bekommt man dort vielleicht einige gute anhaltspunkte, aber wenn man sich auch nur gerinfügig mit spielen beschäftigt hat, wird man dort nichts neues erfahren und kann sich die 7 mark getrost sparen.

benjamin

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Lindemann Brigitta

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon Lindemann Brigitta » 4. Dezember 2001, 23:14

benjamin schrieb:
> hmm... ich vermute eher, dass das heft *nicht mehr*
> erhältlich ist, denn die ausgabe 12/01 gibt es schon einige
> wochen.

Ein Versuch: Viele Büchereien haben Zeitschriften im Angebot - darunter meist auch test und da demnächst bereits die Januarausgabe kommt, müsste es möglich sein, die Dezemberausgabe schon in den nächsten Tagen auszuleihen oder man liest schnell vor Ort

> ich habe den "test" vor zwei/drei wochen gelesen bei
> einem bekannten - es war eigentlich nichts besonderes.
>neben
> einem kurzen bericht über die spielebranche gab's einen
> groben überblick über neue und ältere spiele - hauptsächlich
> solche, die in jedem kaufhaus zu finden sind - mit hinweisen,
> wem welches spiel gefallen könnte. wenn man absolut keinen
> überblick hat und sein erstes spiel kaufen will, bekommt man
> dort vielleicht einige gute anhaltspunkte, aber wenn man sich
> auch nur gerinfügig mit spielen beschäftigt hat, wird man
> dort nichts neues erfahren und kann sich die 7 mark getrost
> sparen.

Zunächst einmal bin ich mit deiner Kritik insofern nicht einverstanden, als wir doch eigentlich froh sein sollten, wenn sich "normale" Zeitschriften überhaupt dem Thema Spiel annehmen
Zum zweiten möchte ich auf folgendes Posting verweisen: „Spiele bei Stiftung Warentest“ im Thread
Spielebesprechungen in Medien

Gruß
Brigitta

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benjamin

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon benjamin » 4. Dezember 2001, 23:54

Lindemann Brigitta schrieb:
>
> Zunächst einmal bin ich mit deiner Kritik insofern nicht einverstanden,
> als wir doch eigentlich froh sein sollten, wenn sich "normale" Zeitschriften
> überhaupt dem Thema Spiel annehmen.

das ist auch voll und ganz okay - dafür ist der artikel mit sicherheit auch sehr gut geeignet. vor allem, da ja viele der stiftung wartentest quasi blind vertrauen (ich persönlich halte sie in vielen bereichen für absolut unqualifiziert, aber das gehört nicht hierher) - da macht es bestimmt einiges aus, wenn dort auch spiele ernsthaft besprochen werden.
allerdings stehe ich auch hier einem großen bekanntheitsgrad eher skeptisch gegenüber, da ich es leider schon in vielen bereichen erlebt habe, dass mit steigendem bekanntheitsgrad die qualität rapide sinkt. das war bei computerspielen so und bei rollenspielen ebenfalls. sogar bei pc-betriebssystemen ;)
mir ging es eigentlich vielmehr darum, dass sich für die meisten leser und schreiber dieses forums der kauf des heftes nur wegen diesem artikel nicht sonderlich lohnen wird, da sie dort nichts neues erfahren werden. vielleicht ist das nicht so deutlich geworden.

benjamin

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Lindemann Brigitta

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon Lindemann Brigitta » 5. Dezember 2001, 00:09

benjamin schrieb:
>da macht es bestimmt einiges
> aus, wenn dort auch spiele ernsthaft besprochen werden.
> allerdings stehe ich auch hier einem großen bekanntheitsgrad
> eher skeptisch gegenüber, da ich es leider schon in vielen
> bereichen erlebt habe, dass mit steigendem bekanntheitsgrad
> die qualität rapide sinkt.

verstehe ich nicht ganz. Schließlich sind es ja Spiel, die schon auf dem Markt sind und die durch die Bank - so weit ich es beurteilen kann, so lange bin ich in diesem Forum noch nicht aktiv - hier im Forum auch positiv besprochen wurden.
Brigitta

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benjamin

Ungesunder Wachstum

Beitragvon benjamin » 5. Dezember 2001, 01:28

Lindemann Brigitta schrieb:
>
> verstehe ich nicht ganz. Schließlich sind es ja Spiel, die
> schon auf dem Markt sind und die durch die Bank - so weit ich
> es beurteilen kann, so lange bin ich in diesem Forum noch
> nicht aktiv - hier im Forum auch positiv besprochen wurden.

das bezog sich auch nicht auf diesen artikel. ich finde es ja auch gut, dass gute spiele der öffentlichkeit vorgestellt werden, wenn dadurch mehr gespielt wird, mehr spiele gekauft werden, die verlage im idealfall mehr verdienen und somit noch mehr gute spiele veröffentlichen können.

allerdings darf man es eben auch nicht übertreiben, denn wenn ein kleiner marktsektor zu schnell zu große popularität erfährt, passiert das, was auch die computerspielebranche vernichtet hat: branchenfremde firmen wittern gewinn und beginnen, den markt mit ramschware zu überfluten. im bereich computerspiele ist z.b. "moorhuhn" ein gutes beispiel: spielerisch ein absolutes armutszeugnis - eines der erbärmlichsten spiele, die es jemals gab - und trotzdem ein finanzieller erfolg, wie er selten vorgekommen ist. die folge: moorhuhn 2, morrhuhn 3, sumpfhuhn, suppenhuhn, winter-mohrhuhn, weihnachts-moorhuhn, usw. usw.

so wird innerhalb von einem jahr eine ganze branche zugrunde gerichtet, weil den neulingen vorgegaukelt wird, dass dieses abfallprodukt der werbeindustrie ein vollwertiges computerspiel darstellt. und man kann es keinem verübeln, denn die käufer wissen es nicht besser und den hersteller kann man um einen derartigen erfolg nur beneiden.

gleiches gilt übrigens auch für die meisten lizenzverwertungen: nur weil star wars, harry potter, pokemon oder herr der ringe auf der packung steht, steigen die verkauszahlen in astronomische höhen. die qualität bleibt jedoch meistens auf der strecke. und wenn ich mir die aktuellen brett- und kartenspiele zum herr der ringe und harry potter ansehe, scheint auch diese branche langsam auf den geschmack zu kommen... zum glück ist sie nicht so anfällig wie es die computerspieleindustrie war.

soviel zur begründing meiner allgemeinen skepsis - ich will einfach nicht noch ein hobby verlieren...

benjamin

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Lindemann Brigitta

Re: Ungesunder Wachstum

Beitragvon Lindemann Brigitta » 5. Dezember 2001, 02:44

Benjamin schrieb:
„das bezog sich auch nicht auf diesen artikel. ich finde es ja auch gut, dass gute spiele der öffentlichkeit vorgestellt werden, wenn dadurch mehr gespielt wird, mehr spiele gekauft werden, die verlage im idealfall mehr verdienen und somit noch mehr gute spiele veröffentlichen können.“

Dann sind wir uns ja in diesem Punkt einig. Allerdings nicht im nächsten.

„allerdings darf man es eben auch nicht übertreiben, denn wenn ein kleiner marktsektor zu schnell zu große popularität erfährt, passiert das, was auch die computerspielebranche vernichtet hat: branchenfremde firmen wittern gewinn und beginnen, den markt mit ramschware zu überfluten. im bereich computerspiele ist z.b. "moorhuhn" ein gutes beispiel: spielerisch ein absolutes armutszeugnis - eines der erbärmlichsten spiele, die es jemals gab - und trotzdem ein finanzieller erfolg, wie er selten vorgekommen ist. die folge: moorhuhn 2, morrhuhn 3, sumpfhuhn, suppenhuhn, winter-mohrhuhn, weihnachts-moorhuhn, usw. usw. so wird innerhalb von einem jahr eine ganze branche zugrunde gerichtet, weil den neulingen vorgegaukelt wird, dass dieses abfallprodukt der werbeindustrie ein vollwertiges computerspiel darstellt. und man kann es keinem verübeln, denn die käufer wissen es nicht besser und den hersteller kann man um einen derartigen erfolg nur beneiden.“

Ich glaube, dass dies nur eine vorübergehende Situation ist und wage den Vergleich mit dem Buchmarkt. Seit Jahren fällt mir auf, dass das Trivialste an Literatur, das es jemals gegeben hat, die sogenannten „Groschenromane“ inzwischen ziemlich auf dem Rückmarsch ist. Andrerseits wurden durch diese Heftchenliteratur Gesellschaftsschichten zum Lesen „verführt“, die sonst nie das Kulturgut Lesen entdeckt hätten. Gab es die Groschenromane früher in jedem Supermarkt, so findet man sie dort kaum noch. Verlage wie Bastei-Lübbe (früher einer der Hauptverlage für dieses Genre) bringen heute immer mal wieder auch qualitätvollere Literatur auf den Markt (schon dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht nur Heftchen, sondern inzwischen auch Taschenbücher und auch Hardcover-Bücher). Diese Veränderung trat meines Erachtens ein mit der immer seichter werdenden Unterhaltung durch die ach so beliebte Glotze. Plötzlich brach ein Teil der Kundschaft weg. Auf der anderen Seite setzt sich auch im TV-Bereich inzwischen teilweise wieder Qualität durch (siehe Arte oder auch Bayerisches Fernsehen) – ähnlich wie sich im Rundfunkbereich absolut qualitätvolle Sender neu behaupten können (z.B. Bayern 2 Radio). Wenn ich dies jetzt mit dem Markt der Computerspiele vergleiche, dann trafen hier ebenso zwei Dinge zusammen: Eine neue Technik und der Drang des Menschen zu spielen. Also haben trivialste Spiele im Moment eine Chance. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sich in dem Moment, in dem die neue Technik PC bzw. Internet genauso selbstverständlich geworden ist wie heute Radio und Fernsehen, auch die qualitätvolleren PC-Spiele einen neuen Markt finden, bin aber auch der Meinung, dass es beides geben muss – das triviale und das qualitätvolle PC-Spiel, denn für beides gibt es die Kunden.
Gleiches gilt aber auch für den Bereich der Karten- und Brettspiele. Und ich sehe hier eigentlich in der indirekten Werbung, wie sie Zeitschriften wie Test für bestimmte Spiele machen, auch eine große Chance für die Spieleverlage. Können sie doch das Geld, das sie auf diese Weise mehr einnehmen, in neue Spielentwicklungen stecken und so gerade auch für den Vielspieler die entsprechende „Ware“ bereitstellen. Und so wie heute im Buchmarkt die Bestseller für viele Verlage die Chance sind, auch Bücher von sehr hoher Qualität zu verlegen, weil diese – dank der Buchpreisbindung – durch die Bestseller bezuschusst werden, so denke ich, werden auch verantwortungsbewusste Spieleverlage die Chance nutzen, Mehreinnahmen aus „Spielbestesellern“ entsprechend umzusetzen.

„soviel zur begründing meiner allgemeinen skepsis - ich will einfach nicht noch ein hobby verlieren...“

Kann ich verstehen, aber ich hoffe, die bist zu pessimistisch.
Brigitta (neigt nicht unbedingt zum Optimismus, hat aber gelernt, immer mehr das Positive in ihrer Umwelt zu sehen)

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Lindemann Brigitta

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon Lindemann Brigitta » 5. Dezember 2001, 03:56

Janine schrieb:
>
> Nach Ökotest hat sich jetzt anscheinend auch Stiftung
> Warentest mit Familienspielen beschäftigt. Was die wohl für
> Testkriterien haben?

Hallo Janine,
Falls du das Heft nirgendwo bekommen solltest:

Mit Spielspaß sehr groß wurden folgende Spiele bewertet:
Im Märchenwald
Hamster Rolle
Klondike
Piraten Pitt
Rüsselbande
Carcassonne
Luxor
Cartagena
Gerüchte Küche
Medina
Ohne Furcht und Adel
Babel
der Herr der Ringe
Tadsch Mahal
Torres

Mit Spielspaß groß wurden bewertet:
Chip-Chip Hurra
Gruselino
Labyrinth - das Kartenspiel
Fette Bäuche
Zapp Zerapp
das Riff
Volltreffer
das Amulett
Meuterer

Angegeben sind jeweils der ca-Preis, der Verlag, die Anzahl der Spieler, die Spieldauer, das Einstiegsalter, die Spielidee und zusätzlich ein Kommentar zur Idee, graphischen Umsetzung, Einsetzbarkeit und für wen möglich (Vielspieler, Familienspiel, Seltenspieler)
Brigitta

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benjamin

Re: Ungesunder Wachstum

Beitragvon benjamin » 5. Dezember 2001, 09:18

hallo,

es ist alles sozusagen alles eine frage der dosierung. und man kann es auch nicht wirklich vergleichen, da in jeder branche andere umstände vorliegen. so werden z.b. im spielesektor immer viel mehr kleine verlage überleben können, als es im softwarebereich der fall ist, da die entwicklungskosten um ein vielfaches geringer sind, die entwicklungsdauer kürzer ist und der markt nicht so schnellebig, dass gute spiele nach drei monaten bereits fast verschenkt werden müssen.
daher ist es hoffentlich wirklich so, dass die ganzen harrys und frodos für neue kundschaft sorgen :)

so, ich werde jetzt auch mal den örtlichen fachhandel nach passenden weihnachtsgeschenken absuchen (und vielleicht ganz uneigennützig das eine oder andere spiel verschenken ;) )

benjamin

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benjamin

Re: Ungesundes Wachstum

Beitragvon benjamin » 5. Dezember 2001, 09:22


hilfe, ich verlerne meine sprache.... es heisst doch DAS wachstum und nicht DER wachstum, oder? *schäm* hoffentlich hab ich mich da nur vertippt... ich glaub' ich werd' langsam verrückt ;)


benjamin

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Friedemann

Re: Ungesunder Wachstum

Beitragvon Friedemann » 5. Dezember 2001, 13:10

Ich sehe das nicht so kritisch. Bin immer noch der Meinung, daß ein großer Mainstreambereich einen großen Undergroundbereich zur Folge hat. Dann gibt es halt Läden für Ravensburger und co und andere Läden für gehobenere Qualität und dann noch ganz spezielle Läden. (Wie bei Büchern oder Musik) Diese Trennung hat sich ja bei Rollenspielen bereits vollzogen.

Und ich werde niemanden bemitleiden, der so dumm ist zu glauben ein Harry Potter Spiel muß ja gut sein, weil Harry Potter als Buch ja so gut ist.

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Gustav der Bär

OT: Computerspielbranche vernichtet?

Beitragvon Gustav der Bär » 5. Dezember 2001, 16:25

Ich weiss zwar, dass durch die Einführung des Dampf-betriebenen Webstuhls die Branche der Heim-Weber im 19. Jahrhundert vernichtet wurde, aber dass innerhalb eines Jahres durch die Programmierung des "Moorhuhns" die Computerspielbranche vernichtet wurde ... das muss sich in einem Alternativ-Universum abgespielt haben.

Ich habe auch nach dem "Moorhuhn" mit "Baldurs Gate 2", "Catan - Das Kartenspiel auf CD-ROM", "Tropico" und "Patrizier 2" einige excellente Computerspiele kaufen können - und wenn ich mir die Vorschauen auf "Civilization 3", "Anno 1503" und "Empire Earth" ansehe, scheint mir auch für die unmittelbare Zukunft die Branche weiter zu existieren und gute Spiele heraus zu bringen.

Puuh! *schweissabwisch* Noch mal Glück gehabt! Anscheinend kommt die Computerspielbranche mit ein paar schlechten Spielen doch genau so lässig zurecht wie die Autobranche mit ein paar schlechten Autos, der Buchmarkt mit ein paar schlechten Büchern und die Kinobranche mit ein paar schlechten Filmen.

Auf Xuntheit!
Gustav der Bär

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benjamin

Re: OT: Computerspielbranche vernichtet?

Beitragvon benjamin » 5. Dezember 2001, 17:21

Gustav der Bär schrieb:
>
> aber dass innerhalb eines Jahres durch die Programmierung
> des "Moorhuhns" die Computerspielbranche vernichtet wurde ...
> das muss sich in einem Alternativ-Universum abgespielt haben.

in diesem universum muss sich dann wohl auch das posting aufhalten, in dem ich das behauptet haben soll (?)

aber schau dir mal die pleiten, fast-pleiten und übernahmen der letzten beiden jahre an: in der liste finden sich namen wie dynamix, papyrus, acclaim, origin, ascaron, egmont, bullfrog, ssi, psygnosis, microprose, ocean, sci, sir-tech, activision, usw. usw.

benjamin

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Matthias Staber

Re: OT: Computerspielbranche vernichtet?

Beitragvon Matthias Staber » 5. Dezember 2001, 17:50

>"Civilization 3", <

Völlig großartig! Fällt definitiv in die Kategorie: "Sollten Brettspieler auf der Festplatte haben, falls mal keine Spielpartner greifbar sind"

Matthias

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michael weber

Computer und echte Spiele

Beitragvon michael weber » 6. Dezember 2001, 18:35

> aber schau dir mal die pleiten, fast-pleiten und übernahmen
> der letzten beiden jahre an: in der liste finden sich namen
> wie dynamix, papyrus, acclaim, origin, ascaron, egmont,
> bullfrog, ssi, psygnosis, microprose, ocean, sci, sir-tech,
> activision, usw. usw.


vorsicht! bei einigen ist das sehr hausgemacht und hat nix, aber absolut nix mit billig-angeboten wie den hühnchen-nerverein zu tun. einige wurden einfach nur gefressen, andere haben spiele mit unendlich viel bugs auf den markt geschmissen, was bei der nächsten veröffentlichung eben zahlen gekostet hat. noch andere haben einfach schlechte spiele abgeliefert. dazu noch raubkopierereien...
ganz abgesehen davon, geht es der branche nicht schlecht, sie konzentriert sich nur etwas. gesund-wachsen?!?

zumal man die sumpfhähnchen eher mit spielen auf cornflakes-packungen vergleichen kann. übrigens hat die hühnerei sicher keinen anteil an den pleiten der compi-firmen. dieses spiel wurde überwiegend während der arbeitszeit gedaddelt ;)

im bereich der "gesellschafts"spiele gibt es eine völlig andere situation. da helfen gerade titel wie tolkien und der zauberpotter die zahlen nach oben zu korrigieren. den kleinen verlagen geht es eh schon nicht gut, der schwung der siedlerzeiten ist wohl doch eher am abflauen. die qualität ist allerdings recht gleichmäßig (auch wenn es hier andere stimmen gibt). ein gelegenheitsspieler, der über die gar nicht sooo schelchten herr-der-ringe-spiele den zugang zum spielen findet, ist eine bereicherung für den markt!

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Jost Schwider

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon Jost Schwider » 6. Dezember 2001, 19:34

> zumal man die sumpfhähnchen eher mit spielen auf
> cornflakes-packungen vergleichen kann.

Vorsicht! ;-) :-D
Das Tikal zuletzt bei Kellogs war m.E. sogar besser als das (etwas langatmige) Original!

Jost aus Soest

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benjamin

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon benjamin » 6. Dezember 2001, 20:11

michael weber schrieb:
>
> vorsicht!

hilfe! :)

> bei einigen ist das sehr hausgemacht und hat nix, aber absolut nix
> mit billig-angeboten wie den hühnchen-nerverein zu tun.

mit den hühnchen nicht, mit billigangeboten aber schon. viele entwicker wurden durch den harten wettbewerb dazu gezwungen, ihre spiele teilweise bereits nach drei monaten in spielesammlungen, low-budget-reihen oder gar auf heft-cds anzubieten, was das endgültige aus für weitere einnahmen durch dieses spiel bedeutet, da für solche verwertungen beträge gezahlt werden, die an beleidugung grenzen.
einige haben natürlich auch einfach nur große fehler im management gemacht - das kann jedem passieren und ist dann... pech.

> einige wurden einfach nur gefressen,

was aber nur eine folge von anderen fehlern ist, denn sonst hätten sie selbst fressen können.

> andere haben spiele mit unendlich viel bugs auf den markt geschmissen,
> was bei der nächsten veröffentlichung eben zahlen gekostet hat.

das stimmt und ist dann auch gerechtfertigt. wer drei jahre lang ein spiel entwickelt und es dann als fehlersammlung auf den markt bringt, hat es nicht anders verdient.

> noch andere haben einfach schlechte spiele abgeliefert.

zum teil aber auch nur aus zugzwang, weil sie sich keine längeren entwicklungen mehr leisten konnten und die geldgeber nach wenigen monaten ergebnisse sehen wollten, was für gute spiele nicht ausreicht.

> dazu noch raubkopierereien...

leider ein großer faktor, den ich allerdings nicht beurteilen kann. aber wenn z.b. wie bei starcraft alleine im online-modus dreimal so viele nutzer registriert sind, wie überhaupt exemplare verkauft wurden, kann man sich die größenordnung des schadens ausmalen. denn das sind zum großen teil leute, die sich das spiel sonst gekauft hätten.

> ganz abgesehen davon, geht es der branche nicht schlecht,
> sie konzentriert sich nur etwas. gesund-wachsen?!?

na hoffentlich... ich würde gerne mal wieder was wirklich gutes spielen, wenn ich mit civ3 fertig bin :)

> im bereich der "gesellschafts"spiele gibt es eine völlig andere situation.

stimmt auch. ich hatte ja auch schon geschrieben, dass es nicht wirklich vergleichbar ist und dass diese branche völlig anders strukturiert ist. daher hoffe ich auch einfach mal das beste... und mache um harry und frodo einen bogen - wenn sie mir nicht gerade im kino begegnen ;)


benjamin

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benjamin

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon benjamin » 6. Dezember 2001, 20:11

Jost Schwider schrieb:
>
> Vorsicht! ;-) :-D
> Das Tikal zuletzt bei Kellogs war m.E. sogar besser
> als das (etwas langatmige) Original!


na da bin ich ja mal gespannt, denn ich habe heute eine packung mit diesem spiel erworben und werde jetzt damit beginnen, den inhalt zu verspeisen :)

benjamin

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michael weber

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon michael weber » 6. Dezember 2001, 20:20

> ich würde gerne mal wieder was wirklich
> gutes spielen, wenn ich mit civ3 fertig bin :)

ha, civ 3 ist nun das paradebeispiel eines überflüssigen spiels. das ist eigentlich genau so wie civ1, civ2, ctp und ctp2...

sieht so aus, spielt sich so, gibt so gut wie keine neuigkeiten. aber wir schweifen von echten spielen ab ;-)

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benjamin

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon benjamin » 6. Dezember 2001, 21:09

michael weber schrieb:
>
> ha, civ 3 ist nun das paradebeispiel eines überflüssigen spiels.
> das ist eigentlich genau so wie civ1, civ2, ctp und ctp2...

jaaaa aber ich war so schlau, civ2, ctp und ctp2 gar nicht zu spielen und civ1 schon längst wieder vergessen zu haben ;)

> sieht so aus, spielt sich so, gibt so gut wie keine neuigkeiten.

darum werde ich es jetzt auch nochmal mit stronghold probieren - zwar auch nichts neues, aber es hat was. und ich liebe es, mit dem katapult kühe in fremde burgen zu schleudern...hehe...

benjamin

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Jost Schwider

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon Jost Schwider » 6. Dezember 2001, 21:50

> > Das Tikal zuletzt bei Kellogs war m.E. sogar besser
> > als das (etwas langatmige) Original!
>
> na da bin ich ja mal gespannt, denn ich habe heute eine
> packung mit diesem spiel erworben und werde jetzt damit
> beginnen, den inhalt zu verspeisen :)

Die sechseckigen Dinger solltest du aber nicht mitessen!
[b]Das ist nämlich das Spielmaterial![/b] :LOL:

Jost aus Soest (hat sein Tikal-Kellogs-Knabber-Zeugs schon fast aufgegessen)

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Martina

Re: Stiftung Warentest testet Spiele

Beitragvon Martina » 6. Dezember 2001, 22:04

Liebe Leute

Hab heute nach der obigen Diskussion in der Bücherei die test 12/01 mit den Spielekritiken gelesen. Ich kann nur sagen: Ich verstehe die Aufgeregtheit nicht. Der Artikel spricht einfach eine breite Masse von Gelegenheitsspieler an und ist fachlich fundiert geschrieben. Die Kritiken sind kurz und prägnant und ersetzen natürlich keine seitenlagen Diskussionen hier im Forum , treffen aber im Groben den Inhalt und die Qualität der Spiele. Für solch eine Zeitschrift finde ich die Auswahl der Spiele beachtlich und kann der Spieleszene im Ganzen nur Gut tun. Also wo ist das Problem ??? Ich jedenfalls freue mich über solche Aufmerksamkeiten gegenüber guten Brettspielen.

Martina

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Matthias Staber

völlig OT: Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon Matthias Staber » 6. Dezember 2001, 23:13

> ha, civ 3 ist nun das paradebeispiel eines überflüssigen spiels.
das ist eigentlich genau so wie civ1, civ2, ctp und ctp2..<

Das ist Quatsch. Civ 3 strotzt nur so vor sinnvollen neuen ideen, die dem ohnehin schon genialen Spielprinzip atemberaubend neues Leben einhauchen (strategische Resourcen, Armeen usw.). CTP war ja wohl totaler Mist, ich hab's auf jeden Fall ausgelassen. Und überhaupt: Das Gejammer über den Niedergang der Computerspielekultur kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Da kommen laufend mehr interessante Titel auf den Markt, als ich überhaupt anspielen kann (weil ich mich halt mehr für Brettspiele interessiere). Mich haben auf jeden Fall in letzter Zeit tolle PC-Spiele an den Monitor gefesselt (Baldur's Gate 2, Kingpin, Max Payne, Undying, Severance/Blade of Darkness, ach ja: Civ 3)

Und was Brettspiele betrifft, leben Freunde des Tiefgangs ja wohl momentan im Paradies: Händler von Genua, Tal der Mammuts, Liberté, das ganze amerikanische Zeugs...

Matthias

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benjamin

Re: Computer und echte Spiele

Beitragvon benjamin » 7. Dezember 2001, 07:46

Jost Schwider schrieb:
>
> Die sechseckigen Dinger solltest du aber nicht mitessen!
> [b]Das ist nämlich das Spielmaterial![/b] :LOL:

oh! [zieht eines der hexfelder aus der milch]
mist!

:)

benjamin

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Jost Schwider

Re: völlig OT: Civi 3

Beitragvon Jost Schwider » 7. Dezember 2001, 07:51

> Das Civ 3 strotzt nur so vor sinnvollen neuen
> ideen, die dem ohnehin schon genialen Spielprinzip
> atemberaubend neues Leben einhauchen (strategische Resourcen,
> Armeen usw.).

Lohnt sich also die Anschaffung von Civ 3? Ich kenne das uralte Original (Civ 1), Spieltiefentechnisch bisher ungeschlagen. Ich habe mir auch mal Civ 2 besorgt (gibt es ja billig) und gespielt, aber da war nicht wirklich neues zu finden.

Wie wirken sich die Änderung von Civ 3 aus? Was verstehst du unter "atemberaubend"? ;-)

> CTP war ja wohl totaler Mist, ich hab's auf
> jeden Fall ausgelassen.

ACK.

Jost aus Soest (Civi-Fan, sowohl auf dem PC, als auch auf dem Tisch)


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