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Funkenschlag zu dritt

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Roman Pelek

Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Roman Pelek » 12. Dezember 2001, 11:50

Hi,

nach einem ersten kurzen Anspielen kamen wir gestern zu dritt zum ersten Mal dazu, Friedemanns "Funkenschlag" richtig zu spielen. Ich möchte hier mal unseren Spieleindruck/Verlauf zu Diskussion stellen, um evtl. Tipps dazu zu erhalten.

Das Spiel begann vielversprechend mit einem interessanten Konflikt zwischen Streckenausbau, Kraftwerkskauf und der Budget-Kalkulation für die notwendigen Rohstoffe zum Betrieb der Kraftwerke. So hatten wir eine spannende 1. Stufe, die damit endete, dass ein Spieler 8, der andere 6 und der dritte 5 Städte angeschlossen hatte.

In der zweiten Stufe reduzierte sich die Spannung etwas, da die Kraftwerksversteigerungen uninteressanter wurde, die Hauptüberlegungen konzentrierten sich dabei auf die Spielerreihenfolge. Als lukrativ erwies sich, als letzter dran zu sein, um evtl. ein zufällig nachgezogenes oder nachrückendes Windkraftwerk billig zu erstehen. Aufgrund der Kraftwerke ohne notwendige Rohstoffe wurde allerdings der Rohstoffmarkt zusehendes uninteressanter, er verharrte meist bei recht preiswerten 2-3 für Kohle, 3-4 für Öl, 5-6 für Müll und 7-8 für Uran, da die 3 Spieler auf recht unterschiedliche Rohstoffe gingen und somit das ganze recht konkurrenzlos war. Die Hauptfrage war, wie man sich gegenseitig die Städte so "verbaut", dass es den anderen teuer kommt, sie anzuschließen.

In der 3. Stufe dann waren die meisten mit ihren Kraftwerken gut versorgt, jeder kaufte konkurrenzlos im Verlaufe dieser Stufe noch ein 7/8er-Kraftwerk, um auf 21 mögliche Städte zu kommen. Die Geldeinnahmen lagen für alle Spieler konstant um die 100 Elektro, so dass niemand sich da einen Vorteil herausarbeiten konnte. Die nun recht langen Strecken zum Anschließen der Städte arteten in eine recht anstrengende Rechnerei aus, ohne dass es irgendwie spannender geworden wäre, es reduzierte sich auf die zu 100% durchrechenbare Frage "Wer kommt mit seinem Geld in den nächsten 3 Runden zuerst an >=20 Städte", da alle problemlos 21 Städte versorgen konnten. Am Ende hatte ein Spieler mit 21 Städten, 47 Elektro vor einem anderen Spieler mit 21 Städten, 23 Elektro gewonnen, der dritte mit 20 Städten und 17 Elektro hatte das nachsehen, da die fehlenden 3 Städte von den anderen so verbaut waren, dass die Kosten extrem hoch gewesen wären. Dies war auch der Spieler, der zu Beginn mit 5 Städten schon leicht im Hintertreffen lag.

Kurzum: die anfängliche Spannung nahm gegen Ende ab und das Spiel wurde durch die Rechnerei ab ca. der 15. Stadt reichlich zäh und anstrengend.

Es stellen sich mir nun folgende Fragen:

- Ist das ein Einzelfallphänomen?
- Hängt es mit 3 Spielern zusammen, dass der Rohstoffmarkt so uninteressant wird? Bei der Versteigerung mag das ja noch verständlich sein, obwohl diese durch das Nachziehen von Kraftwerken die Glückskomponente auch stark betont
- Ist es normal bzw. hängt es mit der Geldtabelle/Rohstoffmarkt zusammen, dass der Nachschub so gleichförmig, ja fast uninteressant wird?
- Haben wir etwas in der Regel übersehen, dass das "Verbauen" von Städten verbietet? Bei 3 Spielern und 23 Städten wären zudem durch "mutwilliges" Verbauen (Sternform in 6 Richtungen von Städten aus) ja sogar Situationen möglich, die ein Spielende (1 Spieler schließt 20 Städte an) blockieren

Alles in allem war bei unserer Partie die behutsame Einkommenssteigerung, die es schlechteren Spielern gestattet, aufzuholen, leider auch ein Element, das das Spielende uninteressanter gestaltete. Niemand konnte einen Vorteil herausarbeiten, die letzten drei Runden waren nur eine Frage des "Wer-schafft's-mit-100-Geld pro Runde die 20./21. Stadt zu erreichen" - leider in diesem Fall reine Rechnerei, ohne dass Rohstoffmarkt oder Kraftwerkskauf da irgendwie entscheidende neue Impulse gebracht hätten.

Da in der 1. Hälfte des Spiels die Mechanismen sehr schön ineinandergriffen, war ich persönlich etwas irritiert davon, dass dies in der 2. Hälfte des Spiels bei uns nicht mehr so war. Haben wir alle grobe taktische Fehler begangen oder waren wir so gleich gut, dass die 3er Besetzung dann zu einem zu uninteressanten "Markt" führten? Haben wir irgendeine entscheidene Regel missachtet (bei Rohstoffnachschub und den Mechanismen des Kraftwerksmarktes wie Aussortieren/Neuordnen haben wir 4x nachgelesen - wohl absolut korrekt gespielt)?

Für Tipps zum Spiel oder der Regel bzgl. obigem Spielverlauf wäre ich sehr dankbar (Friedemann?). Generell würde ich mich auch freuen, wenn andere Spieler, wie zum Teil auch schon geschehen, ihre Spiele bzgl. Übereinstimmungen/Unterschiede zu unserer Erfahrung schildern könnten.

Ach so, und ja: wer hat Erfahrungen gemacht, wie sich's mit Folienstiften auf dem Plan malt? Welche Dicke/Farben sind empfehlenswert? Ich halte die Wachsmalstifte trotz Mikrofasertuch und Allzweckreiniger für eine recht Quälerei am Spielende... Besser als vorher, aber nicht notwendigerweise der Weisheit letzter Schluss ;-)

Ciao,
Roman

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Arne Hoffmann

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Dezember 2001, 12:38

Hallo Roman!

Roman Pelek schrieb:

> Kurzum: die anfängliche Spannung nahm gegen Ende ab und das
> Spiel wurde durch die Rechnerei ab ca. der 15. Stadt
> reichlich zäh und anstrengend.
>
> Es stellen sich mir nun folgende Fragen:
>
> - Ist das ein Einzelfallphänomen?

Wir haben am Montag zu fuenft (anfangs zu sechst) alle zum ersten Mal Funkenschlag gespielt. Da noch waehrend der ersten Stufe der sechste Spieler ausstieg hatten wir mehr bebaubare Flaeche im Spiel, als im Spiel vorgesehen, konnten aber aehnliches wie ihr beobachten.

Zum Ende hin kam es wirklich darauf an, wer mit seinem Geld - wir lagen alle nur 1-2 angeschlossene und versorgte Staedte auseinander - am guenstigsten Staedte erreichen konnte. Jedoch hatten wir noch recht lange Spannung im Kraftwerksmarkt, da die gewuenschten Kraftwerke lange Zeit im zukuenftigen Markt liegen blieben. Bei den Rohstoffen kommt bei 5 Personen natuerlich mehr Konflikt auf, da zwangslaeufig mehrere Spieler dieselben Rohstoffe benoetigen. Hier wurde halt ein wenig auf die Spielreihenfolge geschielt, so dass man u.U. vor seinem Konkurrenten einkaufen konnte und somit noch etwas mehr Geld fuer die Verbreitung besass. Generell hat es aber nie so viel ausgemacht.

> - Hängt es mit 3 Spielern zusammen, dass der Rohstoffmarkt so
> uninteressant wird? Bei der Versteigerung mag das ja noch
> verständlich sein, obwohl diese durch das Nachziehen von
> Kraftwerken die Glückskomponente auch stark betont
> - Ist es normal bzw. hängt es mit der
> Geldtabelle/Rohstoffmarkt zusammen, dass der Nachschub so
> gleichförmig, ja fast uninteressant wird?

Ein wenig schon, denke ich - wobei ich nichts aus einer Partie ableiten moechte. Es trat bei uns eigentlich nie ein Rohstoffmangel ein - Uran war hinterher fast immer fuer 1 Elektro zu haben, da bei uns die AKW's nur spaerlich ins Spiel gekommen waren. Einziger Konflikt war bei Muell, da ein Spieler sich darauf spezialisiert hatte.

> - Haben wir etwas in der Regel übersehen, dass das "Verbauen"
> von Städten verbietet? Bei 3 Spielern und 23 Städten wären
> zudem durch "mutwilliges" Verbauen (Sternform in 6 Richtungen
> von Städten aus) ja sogar Situationen möglich, die ein
> Spielende (1 Spieler schließt 20 Städte an) blockieren

Irgendwo bei der Passage zur 3. Stufe steht, dass bei einer Stadt einem dritten Spieler potentiell eine Chance zum Anschluss gegeben werden muss. Jedoch so formuliert, dass kein Spieler mehr als 4 Anschluesse an die Stadt bilden kann (nun ja, da koennten 2 Spieler je 3 bauen.....). Ich lege die Regel mal so aus, dass waehrend des gesamten Spiels an jeder Stadt die Moeglichkeit fuer Anschluesse von 3 verschiedenen Spielern gegeben werden muss - sonst koennte es teilweise wirklich eng mit den Siegbedingungen werden.

Auch bei uns fiel der Spannungsbogen zum Schluss etwas ab, die Plazierugen entschieden sich letztendlich nur ueber das Geld (ein geteilter erster und 3 Spieler gleichauf dahinter...)

> Ach so, und ja: wer hat Erfahrungen gemacht, wie sich's mit
> Folienstiften auf dem Plan malt? Welche Dicke/Farben sind
> empfehlenswert? Ich halte die Wachsmalstifte trotz
> Mikrofasertuch und Allzweckreiniger für eine recht Quälerei
> am Spielende... Besser als vorher, aber nicht
> notwendigerweise der Weisheit letzter Schluss ;-)

Also wir haben direkt die Plexiglasplatte hervorgeholt. Darunter hatte auch noch schoen der Rohstoffmarkt Platz. Das machte keine Probleme, auch nicht beim Erkennen der Verbindungen.

Tschoe,

- Arne -

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Roman Pelek

Regel Funkenschlag

Beitragvon Roman Pelek » 12. Dezember 2001, 13:06

Hi Arne,

>Irgendwo bei der Passage zur 3. Stufe steht, dass bei einer Stadt einem dritten Spieler potentiell eine Chance zum Anschluss gegeben werden muss. Jedoch so formuliert, dass kein Spieler mehr als 4 Anschluesse an die Stadt bilden kann (nun ja, da koennten 2 Spieler je 3 bauen.....). Ich lege die Regel mal so aus, dass waehrend des gesamten Spiels an jeder Stadt die Moeglichkeit fuer Anschluesse von 3 verschiedenen Spielern gegeben werden muss - sonst koennte es teilweise wirklich eng mit den Siegbedingungen werden.<

Es ist in der Tat unter Stufe 3 zu finden, dass man so bauen muss, dass mindestens drei Spieler anschließen können, ich hatte das von der Probepartie und dem ursprünglichen Lesen der Regeln auch noch irgendwie so in Erinnerung, hab's aber gestern "um's Verrecken" nicht mehr gefunden :) Nun ja, wir haben es aus der vagen Erinnerung so gespielt, dass man nicht so extrem verbauen darf, insofern war's kein Problem. Hätte mich auch arg gewundert...

Allerdings, mal ganz ehrlich, gehört eine Regelung, die das Bauen im Spiel zu jeder Zeit (auch in Stufe 1 und 2) betrifft, nun wirklich nicht ausschließlich in die Erklärung der Stufe 3 (selbst wenn dort vielleicht der tiefere Sinn der Regel erklärt wird), sondern dick und fett unter "4. Bauen", da man zum einen dort nachsieht, zum anderen dort auch noch ausgeführt wird, dass man beliebig in Städten verzweigen darf *seufz*

Ciao,
Roman (möchte gerne in Regeln finden, was er sucht... Wer schaut schon bzgl. einer allgemeinen Bauregel unter der speziellen Stufe 3 nach?)

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HRDLICKA Franz

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon HRDLICKA Franz » 12. Dezember 2001, 13:14

Hi Roman!

Ich habe Funkenschlag in meiner Runde bis jetzt nur zu fünft bzw. zu sechst gespielt und kann in dieser Besetzung nur das absolut beste konstatieren. Auch von anderen Spielerunden kam nicht auch nur eine einzige negative Meldung. Im Gegenteil: Für die meisten von uns, ist Funkenschlag das Esse-Highlight schlechthin!

Möglicherweise liegt das Problem tatsächlich an den drei Spielern (natürlich nicht persönlich, nur an der Anzahl).

Das Handling mit der Zeichnerei (ich hasse diese $§*@## - Wachsstifte) habe ich folgendermaßen optimiert:
1. Kopieren des Plans auf Karton
2. Laminieren desselben
3. Zeichnen mit Overhead-Stiften.

Diese Overhead-Stifte lassen sich absolut problemlos entfernen und es gibt absolut keine Probleme mehr.

Viel Spaß weiterhin bei Funkenschlag und nice dice.
Franz

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Roman Pelek

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Roman Pelek » 12. Dezember 2001, 13:26

Hi Arne,

Arne Hoffmann schrieb:

> Zum Ende hin kam es wirklich darauf an, wer mit seinem Geld -
> wir lagen alle nur 1-2 angeschlossene und versorgte Staedte
> auseinander - am guenstigsten Staedte erreichen konnte.
> Jedoch hatten wir noch recht lange Spannung im
> Kraftwerksmarkt, da die gewuenschten Kraftwerke lange Zeit im
> zukuenftigen Markt liegen blieben. Bei den Rohstoffen kommt
> bei 5 Personen natuerlich mehr Konflikt auf, da zwangslaeufig
> mehrere Spieler dieselben Rohstoffe benoetigen. Hier wurde
> halt ein wenig auf die Spielreihenfolge geschielt, so dass
> man u.U. vor seinem Konkurrenten einkaufen konnte und somit
> noch etwas mehr Geld fuer die Verbreitung besass. Generell
> hat es aber nie so viel ausgemacht.

Hm, das wäre so, wie ich vermutet hätte, dass das Geld einerseits im Spiel so dimensioniert ist, dass niemand wirklich davonrennt, am Schluss aber so uninteressant werden könnte, dass es eine reine Streckenrechnerei wird... Hat da jemand gegenteilige Erfahrungen gemacht? Ich fänd's schade, wenn der Spannungsbogen gegen Ende so abfallen würde, ich hatte irgendwie vermisst, dass am Schluss sich wenigstens jemand deutlich absetzen kann durch Vorteile beim Rohstoffkauf oder Kraftwerken, aber bei uns machten diese Kosten wenig aus und das Einkommen, wenn jeder 13,14,15 Städte versorgt, gibt da auch nicht den entscheidenen Ausschlag...

> Ein wenig schon, denke ich - wobei ich nichts aus einer
> Partie ableiten moechte. Es trat bei uns eigentlich nie ein
> Rohstoffmangel ein - Uran war hinterher fast immer fuer 1
> Elektro zu haben, da bei uns die AKW's nur spaerlich ins
> Spiel gekommen waren. Einziger Konflikt war bei Muell, da ein
> Spieler sich darauf spezialisiert hatte.

Hm - mal schauen, wie sich das in den nächsten Partien entwickelt und was andere dazu sagen. In unserer Partie war der Rohstoffmarkt etwas überdimensioniert und wenig Knappheit, was bei 3 Spielern aber sicher stärker zu Buche schlägt als mit 5. Obwohl ich ganz froh bin, zum Erlernen in kleinerer Besetzung gespielt zu haben: auch so haben wir an die 3h gebraucht. Wie lange war's bei Euch?

[Wachsmalstifte]
> Also wir haben direkt die Plexiglasplatte hervorgeholt.
> Darunter hatte auch noch schoen der Rohstoffmarkt Platz. Das
> machte keine Probleme, auch nicht beim Erkennen der
> Verbindungen.

Die Roads&Boats-Plexiglasplatte aus dem Baumarkt des Vertrauens war bei uns grade nicht zur Hand - Folienstifte hätten wir gehabt, aber da wollten wir erstmal vorsichtig sein bzgl. der Beschichtung oder Verwischen von Linien. Prinzipiell fände ich das direkte Malen auf dem Plan mit geeigneten, gut erkennbaren Stiften aber schöner - sieht besser aus, geht später leichter ab und es verrutscht nichts (meine Befürchtung bei der Plexiglasplatte und dem doch recht filigranen Streckenbau).

Ciao,
Roman (sucht noch Mitspieler für Funkenschlag, Renaissance, Roads&Boats Planes&Trains... ;-) )

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Arne Hoffmann

Re: Regel Funkenschlag

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Dezember 2001, 13:45

Moinle!

Roman Pelek schrieb:

> Ciao,
> Roman (möchte gerne in Regeln finden, was er sucht... Wer
> schaut schon bzgl. einer allgemeinen Bauregel unter der
> speziellen Stufe 3 nach?)

Genauso ging es mir auch. Hatte das mit der Einschraenkung von meinem Regelstudium vor 2 Wochen noch in Erinnerung, fand es dann aber auch nicht in der Regel, da ich die Stufe 3 anfangs noch nicht erklaeren wollte und somit die entsprechenden Passagen auslies :-))

Tschoe,

- Arne -

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Arne Hoffmann

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Dezember 2001, 13:57

Wieder moin!

Roman Pelek schrieb:

>
> Hm, das wäre so, wie ich vermutet hätte, dass das Geld
> einerseits im Spiel so dimensioniert ist, dass niemand
> wirklich davonrennt, am Schluss aber so uninteressant werden
> könnte, dass es eine reine Streckenrechnerei wird... Hat da
> jemand gegenteilige Erfahrungen gemacht? Ich fänd's schade,
> wenn der Spannungsbogen gegen Ende so abfallen würde, ich
> hatte irgendwie vermisst, dass am Schluss sich wenigstens
> jemand deutlich absetzen kann durch Vorteile beim
> Rohstoffkauf oder Kraftwerken, aber bei uns machten diese
> Kosten wenig aus und das Einkommen, wenn jeder 13,14,15
> Städte versorgt, gibt da auch nicht den entscheidenen
> Ausschlag...

Ich hatte mich auch anfangs gewundert, dass das Versorgen der Staedte nur linear (oder fast linear) bewertet wird. Ein- Zweimal hatte dies bei mir zur Folge, dass ich in einer Runde eine Stadt mal lieber nicht versorge, da die entsprechenden Rohstoffe mehr kosteten als der Erloes der Versorgung. Ansonsten fuehrt es dazu, dass man zu Spielbegin schnell mal ein-, zwei Staedte versorgen sollte, da der Anfangssprung ja recht beachtlich ist, spaeter aber nicht _der_ grosse Unterschied zwischen [i]n[i] und [i]n+1[i] versorgten Staedten liegt und ich auch mal ne Stadt unversorgt lassen kann, ohne dass es mir gross schadet.

> Hm - mal schauen, wie sich das in den nächsten Partien
> entwickelt und was andere dazu sagen. In unserer Partie war
> der Rohstoffmarkt etwas überdimensioniert und wenig
> Knappheit, was bei 3 Spielern aber sicher stärker zu Buche
> schlägt als mit 5. Obwohl ich ganz froh bin, zum Erlernen in
> kleinerer Besetzung gespielt zu haben: auch so haben wir an
> die 3h gebraucht. Wie lange war's bei Euch?

Mit fuenfen war es aber auch nicht schlecht - das Spiel lief recht flott. Mit Regelerklaerung und kleinen zwischenzeitlichen Pausen zwecks Tee und Toilette (gute Kombo :-)) ) kamen wir auf 4 Stunden. Langatmig erschien es uns aber nicht und der Tenor war durchweg positiv.


>
> Die Roads&Boats-Plexiglasplatte aus dem Baumarkt des
> Vertrauens war bei uns grade nicht zur Hand - Folienstifte
> hätten wir gehabt, aber da wollten wir erstmal vorsichtig
> sein bzgl. der Beschichtung oder Verwischen von Linien.
> Prinzipiell fände ich das direkte Malen auf dem Plan mit
> geeigneten, gut erkennbaren Stiften aber schöner - sieht
> besser aus, geht später leichter ab und es verrutscht nichts
> (meine Befürchtung bei der Plexiglasplatte und dem doch recht
> filigranen Streckenbau).

Also wir hatten da keine Probleme mit der Uebersicht (und wir haben zu fuenft gespielt :-)) ). Einmal war kurz die Platte etwas verrutscht, das lies sich aber gut korrigieren.

> Ciao,
> Roman (sucht noch Mitspieler für Funkenschlag, Renaissance,
> Roads&Boats Planes&Trains... ;-) )

Wie waers zwischen Weihnachten uns Silvester? :-D Haben wir uns denn nun auf nen Ort geeinigt? :-?

Tschoe,

- Arne - (wartet noch den morgigen Spieletreff ab und gibt dann auch seine Stimme bei der Umfrage ab)

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Roman Pelek

[halb OT] Tenor, Tee, Termine

Beitragvon Roman Pelek » 12. Dezember 2001, 14:17

Moin,

> Ich hatte mich auch anfangs gewundert, dass das Versorgen der
> Staedte nur linear (oder fast linear) bewertet wird. Ein-
> Zweimal hatte dies bei mir zur Folge, dass ich in einer Runde
> eine Stadt mal lieber nicht versorge, da die entsprechenden
> Rohstoffe mehr kosteten als der Erloes der Versorgung.
> Ansonsten fuehrt es dazu, dass man zu Spielbegin schnell mal
> ein-, zwei Staedte versorgen sollte, da der Anfangssprung ja
> recht beachtlich ist, spaeter aber nicht _der_ grosse
> Unterschied zwischen [i]n[/i] und [i]n+1[/i] versorgten
> Staedten liegt und ich auch mal ne Stadt unversorgt lassen
> kann, ohne dass es mir gross schadet.

Ging uns genauso. Es wurden eher weniger Städte versorgt, um zu hohe Kosten zu sparen, die sich nicht gerechnet hätten. Was natürlich wiederum dazu führte, dass die Rohstoffe immer schön billig waren und der Markt dafür kaum eine interessante Abstufung/Knappheit hatte. Da würd's mich brennend interessieren: wann rechnet sich das Aufkaufen von Rohstoffen, Versorgung von Städten? Außer in der Schlußabrechnung fehlt mir momentan irgendwie die Vorstellung, wann es sich lohnen kann, wirklich teure Rohstoffe zu kaufen, zumindest, wenn Windkraftwerke noch halbwegs im Spiel sind. Jemand Tipps?

> Mit fuenfen war es aber auch nicht schlecht - das Spiel lief
> recht flott. Mit Regelerklaerung und kleinen
> zwischenzeitlichen Pausen zwecks Tee und Toilette (gute Kombo
> :-)) ) kamen wir auf 4 Stunden. Langatmig erschien es uns
> aber nicht und der Tenor war durchweg positiv.

Mit Tee+Toilette bei uns knapp 3. Bis zu Hälfte/Dreiviertel des Spiels erschien es uns auch nicht langatmig und der Tenor war bis dato positiv - doch dann schlugen die letzten drei Runden zu, die die Spannung rapide abfallen liessen, so dass das Endfazit dieser Partie bei allen drei Teilnehmern leider zum negativen hin korrigiert wurde :( Weswegen ich ja auch hier nach Tipps/Erfahrungen von anderen frage :-)

[Funkenschlag unterm (Plexi-)Glashaus]
> Also wir hatten da keine Probleme mit der Uebersicht (und wir
> haben zu fuenft gespielt :-)) ). Einmal war kurz die Platte
> etwas verrutscht, das lies sich aber gut korrigieren.

Wird ausprobiert. Die Ressourcen dazu sind ja vorhanden :)
>
> > Ciao,
> > Roman (sucht noch Mitspieler für Funkenschlag, Renaissance,
> > Roads&Boats Planes&Trains... ;-) )
> Wie waers zwischen Weihnachten uns Silvester? :-D Haben wir
> uns denn nun auf nen Ort geeinigt? :-?

:-? Bei Claudia und mir herrscht noch Ratlosigkeit, ich dachte von Euch käme ein interessanter neuer Aspekt zur sinnvollen Planung... Im übrigen hab' ich auch 'ne Katzenhaarallergie *g*

> Tschoe,
> - Arne - (wartet noch den morgigen Spieletreff ab und gibt
> dann auch seine Stimme bei der Umfrage ab)

Kannst ja auch vorher abstimmen, Korrekturen und Nachträge sind ja kein Problem... ;-)

Ciao,
Roman

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Friedemann

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Friedemann » 12. Dezember 2001, 14:52

Ich glaube ein Problem könnte sein, daß das Spiel ja so schön in Runden aufgeteilt ist. Mit Kraftwerkskauf, dann Rohstoffkauf und dann Bauen, was häufig dazu führt, daß Spieler sich eher ein schönes neues Kraftwerk kaufen, als Städte anzuschließen. (Kostenseite erhöht; Einnahmeseite nicht) Es bringt aber mehr erst soviele Städte anzuschließen, wie man auch versorgen kann und dann nach neuen Kraftwerekn zu schauen, weil man dann (aufs Spiel) gesehen insgesamt weniger Kraftwerke braucht und damit jede Menge Geld spart.

Ausserdem verknappt man die Rohstoffe auf dem Markt viel mehr, wenn man dann mit den "alten" Kraftwerken heizt, sodaß es passieren kann, daß sogar eine Rohstoffsorte völlig ausverkauft ist.

Man mag jetzt glauben, daß das ja Quatsch ist, weil die besseren Kraftwerke einen höheren Nutzungsgrad haben und es somit besser ist mehr Kraftwerke zu kaufen, da der Nutzen immer höher wird. Möglicherweise, aber ich gewinne mit meiner Strategie fast immer, :-)

Es ist schon richtig, daß die Spieler gegen Ende des Spiels dichter zueinander kommen. Es gibt aber immer noch zwei mögliche Arten zu gewinnen:

1: Auf 20 Städte gehen und diese auch versorgen
2: Mit einem Schlag auf 20 Städte gehen (Geld gespart, indem man kein neues Kraftwrrk gekauft hat) und mit 15 (o.ä.) angeschlosssenen Städten gewinnen, weil die anderen zwar 21 versorgen könnten, sie aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht angeschlossen haben, weil ihr Geld ja in den schönen neuen Kraftwerken angelegt ist. :-) (mache ich gerne, besonders wegen der blöden Gesichter der anderen)

Wenn alle wissen daß es auch noch diese Bedrohung gibt, wird auch schon anders gespielt und das Spiel wird spannender.

Ich glaube, das die Spannung bei Euch nicht mehr so groß war, weil jeder von Euch versucht hat mit der gleichen Art zu spielen, zu gewinnen, was bei fast allen Spielen dazu führt, daß sich die Reihenfolge nicht mehr ändert.

Man kann aber als jemand der hinten liegt wunderbar bewusst ein Kraftwerk der Sorte kaufen, die die Führenden auch haben und ihnen somit die Rohstoffe teuer kaufen. Bringt meist mehr als selber auf das aktuell billigste zu gehen. Kann man dann immer noch wenn die anderen es auch tun.

Ich hoffe das genügt als Anstoss

Friedemann

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Arne Hoffmann

Re: zurueck zu Funkenschlag

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Dezember 2001, 14:53

Hello again!

Roman Pelek schrieb:
> Ging uns genauso. Es wurden eher weniger Städte versorgt, um
> zu hohe Kosten zu sparen, die sich nicht gerechnet hätten.
> Was natürlich wiederum dazu führte, dass die Rohstoffe immer
> schön billig waren und der Markt dafür kaum eine interessante
> Abstufung/Knappheit hatte. Da würd's mich brennend
> interessieren: wann rechnet sich das Aufkaufen von
> Rohstoffen, Versorgung von Städten? Außer in der
> Schlußabrechnung fehlt mir momentan irgendwie die
> Vorstellung, wann es sich lohnen kann, wirklich teure
> Rohstoffe zu kaufen, zumindest, wenn Windkraftwerke noch
> halbwegs im Spiel sind. Jemand Tipps?

Selbst, wenn Windkraftwerke nicht im Spiel sind. Es lohnt sich ja eh erst fuer die besseren Kraftwerke, die >5 Staedte versorgen koennen. Dann kommt es immer auf meine persoenliche Versorgungslage an. Wenn ich durch den Kauf von 2 teuren Rohstoffe direkt 5 weitere Staedte versorgen kann, lohnt sich das ja schon. Wenn meine Kraftwerke aber so gestaffelt sind, dass das Betreiben eines weiteren nur eine zusaetzliche Stadt versorgt, dann lohnen sich teure Rohstoffe nicht gerade (ausser ich kauf sie auf Vorrat, da abzusehen ist, dass in der naechsten Runde andere Rohstoffe noch teurer werden - aber so knapp wurden bei uns die Rohstoffe generell nicht.)

> Kannst ja auch vorher abstimmen, Korrekturen und Nachträge
> sind ja kein Problem... ;-)

Ich mach das lieber alles in einem Rutsch - dann hast Du nur einmal Arbeit mit mir :-))

Tschoe,

- Arne - (denkt mit)

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Arne Hoffmann

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. Dezember 2001, 14:59

Moin moin!

Friedemann schrieb viel wertvolles zu Funkenschlag:

> Ich hoffe das genügt als Anstoss

Ja! :-) Thanx - jetzt muss ich nur bald wieder eine Runde Funkenschlag zusammenbekommen, in der alle Mitspieler das Spiel schon kennen. :-|

Tschoe,

- Arne -

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Roman Pelek

Re: Funkenschlag zu dritt

Beitragvon Roman Pelek » 12. Dezember 2001, 16:53

Hi Friedemann,

Friedemann schrieb:
> Es bringt aber mehr erst soviele Städte anzuschließen,
> wie man auch versorgen kann und dann nach neuen > Kraftwerekn
> zu schauen, weil man dann (aufs Spiel) gesehen insgesamt
> weniger Kraftwerke braucht und damit jede Menge Geld spart.

Das war ein möglicher Punkt, den wir uns im Nachhinein gefragt haben: haben wir alle zu oft und zu schnell Kraftwerke gekauft. Zumindest in der Anfangsphase war dies evtl. leicht der Fall.

> Ausserdem verknappt man die Rohstoffe auf dem Markt viel
> mehr, wenn man dann mit den "alten" Kraftwerken heizt, sodaß
> es passieren kann, daß sogar eine Rohstoffsorte völlig
> ausverkauft ist.

Da waren bei unserem konkreten Spiel aber teilweise rechnerisch Konstellationen drin, die sich zumindest vordergründig nicht gelohnt hätten, d.h. die Ersparnis für ein "altes" Kraftwerk wäre mit Rohstoffkauf mehr als aufgefressen worden. Was aber sicher richtig ist, ist die Tatsache, dass wir vermutlich zu wenig darauf geschielt haben, was andere gerade für Rohstoffe kaufen. Darauf werden wir in der nächsten Partie etwas mehr achten. Obwohl man sich zu dritt da natürlich auch besser aus dem Weg geht als zu viert oder fünft.

> Es ist schon richtig, daß die Spieler gegen Ende des Spiels
> dichter zueinander kommen. Es gibt aber immer noch zwei
> mögliche Arten zu gewinnen:
>
> 1: Auf 20 Städte gehen und diese auch versorgen

Ja, das ist der Weg, der sich bei uns ergab, aber nicht notwendigerweise "gewollt" ;-) Sondern:

> 2: Mit einem Schlag auf 20 Städte gehen (Geld gespart, indem
> man kein neues Kraftwrrk gekauft hat) und mit 15 (o.ä.)
> angeschlosssenen Städten gewinnen, weil die anderen zwar 21
> versorgen könnten, sie aber zum aktuellen Zeitpunkt noch
> nicht angeschlossen haben, weil ihr Geld ja in den schönen
> neuen Kraftwerken angelegt ist. :-) (mache ich gerne,
> besonders wegen der blöden Gesichter der anderen)

Das hätte ich liebend gerne gemacht :) Bei mir persönlich waren aber die Strecken zu weit, als dass ich genug hätte ansparen können. Vielleicht lag der Fehler wirklich in der ersten Hälfte der Partie, wo evtl. zu viele Kraftwerke gekauft wurden. Und am Schluss haben alle aufgepasst, so dass dann alle in einer Runde 4,5 Städte angeschlossen und auch versorgt haben. Mal schauen, ob sich da mit früherer Planung mehr holen läßt, uns fehlte dazu aber sicher noch die Übersicht über den Spielverlauf.

> Ich glaube, das die Spannung bei Euch nicht mehr so groß war,
> weil jeder von Euch versucht hat mit der gleichen Art zu
> spielen, zu gewinnen, was bei fast allen Spielen dazu führt,
> daß sich die Reihenfolge nicht mehr ändert.

Vielleicht haben wir alle nicht langfristig genug geplant, als dass das noch möglich gewesen wäre. Am Schluss haben wir alle nochmal einen Satz gemacht, hatten aber vorsichtshalber auch alle schon die nötigen Kraftwerke. Das muss man dann sicher noch 1,2 Runden oder mehr früher angehen - der Fluch der ersten "richtigen" Partie :)

> Man kann aber als jemand der hinten liegt wunderbar bewusst
> ein Kraftwerk der Sorte kaufen, die die Führenden auch haben
> und ihnen somit die Rohstoffe teuer kaufen. Bringt meist mehr
> als selber auf das aktuell billigste zu gehen. Kann man dann
> immer noch wenn die anderen es auch tun.

Die Konstellation ergab sich zu dritt bei uns nicht so, aber es ist eine denkbare Strategie, die nicht unbedingt ganz offenkundig ist.

> Ich hoffe das genügt als Anstoss

Jepp - danke herzlichst! Fassen wir's mal zusammen:

a) Nicht so viele Kraftwerke kaufen
b) Den anderen gezielt Rohstoffe wegkaufen, auch wenn's für einen selbst nicht das wirtschaftlichste ist
c) Früher einen Überraschungssieg einkalkulieren/planen
d) Mal mit 'ner 4er/5er Runde schauen, ob's die Konkurrenz belebt

Damit hätte man doch mal ein konkretes Massnahmenpaket für die nächste Partie in der Hand ;-)

Ciao,
Roman


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