Beitragvon Volker L. » 9. Januar 2002, 17:18
Stephan Zimmermann schrieb:
> Ciao, Stephan (sieht's wieder mal andersrum:) )
Ja, offenbar ;-)
> Volker L. schrieb:
>
> > aber [i]mehrere[/i] Rezensionen darueber gelesen haben, die
> > hauptsaechlich
> > aus einer Beschreibung des Spielablaufes bestehen und am Ende
> > ein kurzes Fazit haben (und nicht umgekehrt, wie es zu meinem
> > Leidwesen einige Rezensenten handhaben :-( )
>
> Ich hasse Besprechungen in denen Seitenlang die Regeln
> erklärt werden
> und beschreiben wird was wieviel kostet und wer für was
> welches
> Spielmaterial bekommt.
Naja, [b]so[/b] genau ins Detail gehen muss die Rezension
natuerlich nicht, aber wenn ich auf Grundlage von Rezensionen
eine Kauf-(bzw. Schenken-lass-)-Entscheidung faellen soll/muss,
dann will ich schon recht genau wissen, wieviele Entscheidungsmoeglichkeiten
ich bei meinem Zug habe. Nehmen wir als Beispiel mal El Grande:
Eine genaue Auflistung, wieviele neue Caballeros man fuer eine
Machtkarte "1", "5" oder "8" bekommt, waere ueberfluessig, aber
es sollte schon erwaehnt sein, dass die Reihenfolge, in der die
Spieler agieren, durch Ausspielen von Karten bestimmt wird, wobei
der mit der hoechsten Karte zuerst (...) [b]aber[/b] die Karten
mit niedrigen Nummern mehr neue Leute einbringen, man also
immer abwaegen muss, was momentan wichtiger ist.
Wenn ich die Rezension bloss brauche, um zu entscheiden, ob ich
auf der Spielemesse Zeit in eine Probepartie dieses Spiels
investieren soll, komme ich auch mit etwas weniger aus.
> Ich will wissen (...) ob es Spass macht zu spielen
> und derartiges.
Da gehen die Geschmaecker zu sehr auseinander. Oder man muesste
sich von verschiedenen Rezensenten jeweils [i]sehr viele[/i]
(~50 bis 100) Rezensionen von Spielen, die man kennt, ansehen,
um dann entscheiden zu koennen, mit wem mein Geschmack so weit
kompatibel ist, dass was ihm gefaellt mir auch gefallen wird und
was ihm nicht mir auch nicht.
> Regeln kann ich selber lesen :-)
Aber erst, [i]nachdem[/i] Du es gekauft hast, ich will doch aber
durch die Rezension eine zuverlaessige Richtlinie, [i]ob[/i] ich
es mir ueberhaupt kaufe.
> Wenn Der Schreiber in seiner Beurteilung auf meiner
> Wellenlänge liegt, dann
> werde ich ihm da auch zukünftig vertrauen.
s.o.
Das haengt vielleicht auch davon ab, wie das Gehirn, vor allem
das Gedaechtnis, des Lesers arbeitet. Ich muesste mir das ganz
bewusst einpraegen. Wenn ich vor der Messe zu einer Neuerscheinung
4 Rezensionen lese, von denen 2 begeistert, eine maessig
wohlwollend und eine ziemlich negativ sind (also Spielboxnoten
10, 9, 6 und 2), gehe ich davon aus, dass es ein eher gutes
Spiel ist. 4 Wochen spaeter auf der Messe wird dieses Fazit dann
entweder veri- oder falsifiziert, aber zu diesem Zeitpuunkt weiss
ich doch i.A. nicht mal mehr, wer die Rezensenten ueberhaupt
waren, geschweige denn, wer von denen hellauf begeistert war und
wer es niedergamcht hat.
Gruss, Volker (dessen Gedaechtnis so funktioniert, das es sich
das Fazit merkt und die Details, auf denen es beruht, vergisst)