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Internet-Infos vs. Spielspass

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Stephan Zimmermann

Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 11:43

Hi alle,

bei FvF hab ich, animiert durch die langen Diskussionen hier im Forum,
mal wieder gegen meine ansonsten strenge Regel
"Lese nix über ein Spiel bevor Du es nicht selbst 5 mal gespielt hast"
verstoßen.

Resultat irgendwie ist genau das eingetreten weswegen ich mich sonst
an diese Regel halte - es war relativ klar wie zu spielen war, ich hab
gewonnen und fühlte mich um das Kennenlernen und Erforschen des
Spiels und seiner Strategien betrogen - schade eigentlich - ich werde
mich wieder an meine Regel halten :-)


Wie handhabt Ihr das?
- Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?
- Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum ersten mal Spielt?
- Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche Informationsquellen
im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?
- Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?
- Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?


Ciao, Stephan

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Marco Löhrer

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Marco Löhrer » 9. Januar 2002, 11:59

Hallo !

Ich lese eigentlich ganz gerne vorher Informationen zu Spielen.
Allerdings interessiert mich dabei hauptsächlich die Thematik des Spiels
bzw. das grundsätzliche Spielprinzip. Dabei verstehe ich unter "Spielprinzip"
nur eine sehr grobe Einteilung. Informationen zu Taktik und Strategien lese ich grundsätzlich nicht bevor ich das Spiel gespielt habe.

Ich habe allerdings auch schon schlechte Erfahrungen mit zu viel Recherche
gemacht. So haben sich einige Spiele die sich uninteressant anhörten und die ich selbst nicht unbedingt gespielt hätte im Nachhinein als wirklich gute Spiele herausgestellt.

Tschö, wa !

Marco

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Jost Schwider

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Jost Schwider » 9. Januar 2002, 12:17

"Stephan Zimmermann" hat am 09.01.2002 geschrieben:

> Hi alle

Hallo einzelner! ;-)

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es [...]?

Vor dem Kauf will ich möglichst genau wissen, wie die [i]Regeln[/i] aussehen. Sie machen schließlich zu 95% ein Spiel aus, der Rest ist normalerweise nur Feinschliff.

BTW: Dementsprechend erwarte ich ich von einer Spiele-Besprechung vor allem Fakten und weniger persönliche Meinungen... :-D

> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Bisher ist es noch nicht vorgekommen, dass ich mir Fremdstrategien zu eigen gemacht habe. Das Entdecken und Ausreizen der Möglichkeiten eines Spiels gehört für mich absolut zum Spielvergnügen dazu.

Wenn ich z.B. an vorkunstruierte Magic-Decks denke - wo bleibt da der ganze Spaß, wenn man tatsächlich damit spielt?
Obwohl: Manchmal muss ich schon über gewisse Kombos schmunzeln...

Jost aus Soest (Eigen-Stratege)

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Marten Holst

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Marten Holst » 9. Januar 2002, 12:32

Moinle,

> Resultat: irgendwie ist genau das eingetreten weswegen ich
> mich sonst
> an diese Regel halte - es war relativ klar wie zu spielen
> war, ich hab
> gewonnen und fühlte mich um das Kennenlernen und Erforschen
> des
> Spiels und seiner Strategien betrogen - schade eigentlich -
> ich werde
> mich wieder an meine Regel halten :-)

Äh, gewinnst Du sonst nie? ;-) Nein, tatsächlich ist es bei FvF relativ leicht, wenn man weiß, dass man auf Gaukler gehen sollte, wenn sie nicht zu teuer werden, danach über Baumeister usw. bla, zu gewinnen. Deswegen bin ich am Samstag auch in einer Partie mit vier Erst-, aber auch Gernundvielallroundspielern souverän fünfter geworden ;-)

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?

Nein, leider. Wenn die Kritiken gut, das Thema interessant und die Aufmachung nett sind, dann habe ich es schneller gekauft, als ich "Überziehungskreditzinserhöhung" sagen kann...

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal spielt?

Auch nein. Mittlerweile bin ich es sogar gewohnt, dass sämtliche am Tisch unvorbereitet eine Erstpartie eines Spieles spielen, incl. Regellesen, die keiner vorher gesehen hat - und ich habe damit auch deutlich weniger Probleme, als andere hier im Forum...

> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?

Bei PB(e)M kann das schon passieren, bei Brettspielen hängt es vom Verlauf der ersten Partie ab: läuft etwas sehr unrund, dann hat man wohl etwas massiv falsch gemacht (regularisch oder strategisch). Grundsätzlich gilt für mich aber, dass, aber das beantwortet eher die nächste Frage.

> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?
> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Nun ja, wenn man etwas mitbekommt, dann probiert man es aus. Aber die extrem ausgearbeiteten Strategiehomepages (bei FvF in der ersten Runde ist ein Gaukler im Erwartungswert genau 571,98 Florin wert, weil...) machen mir ein Spiel eher kaputt, wenn ich oder andere, statt zu denken, nur auf solche Strategien setzten (NB: die meisten Strategien kann man ja knacken, wenn man weiß, worauf es angelegt wird). Ich will allerdings nicht über solche Homepages schimpfen, denn solches Ausarbeiten macht mir ja selber auch eine Menge Spaß... nur nehmen es viele Ausarbeiter auch wieder zu Ernst mit dem Spiel... :-)

Tschüß
Marten (wird heute abend ein unbekanntes Spiel spielen und sucht noch eine "So gewinnt man alle Spiele"-Heimatseite)

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Volker L.

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Volker L. » 9. Januar 2002, 13:09

Stephan Zimmermann schrieb:
>
> Wie handhabt Ihr das?
> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?

Fast. Ich will es entweder einmal gespielt haben (bei Freunden,
die es schon haben - Gruss an Erhard :-) - oder in Essen) oder
aber [i]mehrere[/i] Rezensionen darueber gelesen haben, die hauptsaechlich
aus einer Beschreibung des Spielablaufes bestehen und am Ende
ein kurzes Fazit haben (und nicht umgekehrt, wie es zu meinem
Leidwesen einige Rezensenten handhaben :-( )
Ich will davon uebrzeugt sein, dass mir das Spiel gefallen
wird, [i]bevor[/i] ich es kaufe oder mir schenken lasse.


> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?

Wenn dieses Kennenlern-Spiel bei Freunden stattfindet, verlasse
ich mich schonmal auf deren Urteil, dass es ein gutes Spiel ist.
(Ich glaube, es war ein schwerer Schlag fuer Erhard, dass ich bei
meiner ersten und bislang einzigen Partie eines seiner Favoriten -
Ta Yue - ihn besiegt habe ;-) ), wenn ich dagegen auf der Messe
bin, lese ich mir schon vorher genau die Ankuendigungen durch
(KMWs Messevorschau ist geradezu ueberlebenswichtig fuer die Messe),
damit ich weiss, welche Spiele mir gefallen [i]koennten[/i], d.h.,
welche es wert sind, einige Stunden der knappen Messezeit darin
zu investieren.


> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?

Nein. Sobald ich das Spiel habe oder feststeht, dass ich es mal
haben werde (auch wenn der Geburtstag erst in einigen Monaten ist),
lese ich alles ueber Regelfragen. Auch kleine Hinweise, worauf
man als Anfaenger achten sollte, sind nicht unwillkommen.


> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?
> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Erst, wenn ich ein Spiel schon mehrfach gespielt habe, moechte
ich soetwas wie detailliertere Tips, nicht-offensichtliche
Strategien o.ae. lesen.

Gruss, Volker

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Samsor

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Samsor » 9. Januar 2002, 13:12

Hallo Marten,

erstaunlich, dass Ihr gerade bei einem Spiel, das wirklich zahlreiche Siegstrategien ermöglicht, so schnell wisst, wie "es zu spielen ist".
Das Spiel ist so vielschichtig, dass es auch nach etlichen Partien noch viel neues zu entdecken gibt.
Ich jedenfalls spiele oft konsequent ohne einen einzigen Baumeister, und einen Gaukler nehme ich auch fast nie dazu - und gewinne. Natürlich nur, wenn ich sonst nicht zu viele Fehler mache. Und das gilt bei diesem Spiel für jede der möglichen Strategien: Wenn man sie nicht konsequent verfolgt, wird man scheitern. Vielleicht ist das der Grund, warum Ihr meint, nur Gaukler und Baumeister seien das Erfolgsgeheimnis? Probiert mal was Neues aus, es lohnt sich!

Gruß

Samsor

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Wolfgang Ditt

Re: Internet-Infos vs. Spielspass / Gegenstrategie

Beitragvon Wolfgang Ditt » 9. Januar 2002, 13:40

Hallo

> Nun ja, wenn man etwas mitbekommt, dann probiert man es aus.
> Aber die extrem ausgearbeiteten Strategiehomepages (bei FvF
> in der ersten Runde ist ein Gaukler im Erwartungswert genau
> 571,98 Florin wert, weil...) machen mir ein Spiel eher
> kaputt, wenn ich oder andere, statt zu denken, nur auf solche
> Strategien setzten (NB: die meisten Strategien kann man ja
> knacken, wenn man weiß, worauf es angelegt wird)...

Solche ausgeklügelten Dinge sind durchaus hilfreich, wenn sie gute Verbreitung finden. Für der Brettspielmeisterschaft gab es für "Tycoon" das Gerücht, man müsse zu Beginn unbedingt zwei große Kredite nehmen. Unser Team hatte eine Billigstrategie, die ganz schnell mit wenig Geld baute. Die erste Wertung kam schnell, es gab wenig Geld und die großen Kredite wurden größer. Wir haben drei Siege und einen dritten Platz davongetragen. Man sollte also nicht alles unkritisch glauben, was so gesagt wird (-:

> Marten (wird heute abend ein unbekanntes Spiel spielen und
> sucht noch eine "So gewinnt man alle Spiele"-Heimatseite)

Den Tipp kann ich dir leicht geben wie man alle Spiele gewinnt: sei besser als sämtliche Mitspieler

Wolfgang

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Carsten Wesel

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Carsten Wesel » 9. Januar 2002, 13:49

"Stephan Zimmermann" hat am 09.01.2002 geschrieben:

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?

Nein. Aber ein paar Infos wären schon nicht schlecht.

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?

Auch nicht - die Regel sollte ich allerdings schon vollständig kennen, wenngleich ich die z.B. bei Africa auch erst während des Spieles erkläre, aber das ist eine andere Sache.

> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?

Nö, so schnell nicht. Wenn ich wo über Rezis stolpere, dann ist es OK, aber extra danach suchen, tue ich nicht.

> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos
> einholt?

Wenn es sich ergibt.

> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Es kann nie falsch sein, zu erfahren, was andere über das Spiel denken oder wie die versuchen zu gewinnen.

Gruß Carsten (der noch immer nicht weiß, wie man Meuterer richtig spielt)

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Carsten Wesel

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Carsten Wesel » 9. Januar 2002, 13:50

"Marten Holst" hat am 09.01.2002 geschrieben:
>
> Mittlerweile bin ich es sogar gewohnt, dass
> sämtliche am Tisch unvorbereitet eine Erstpartie eines
> Spieles spielen, incl. Regellesen, die keiner vorher
> gesehen hat - und ich habe damit auch deutlich weniger
> Probleme, als andere hier im Forum...

Das kommt mir bekannt vor. Was lernen wir heute Abend?


> Marten (wird heute abend ein unbekanntes Spiel spielen und
> sucht noch eine "So gewinnt man alle Spiele"-Heimatseite)

Oh, du weiß schon, was du spielen wirst? Oder gehst du davon aus, daß ich ein Spiel da haben werde, daß du noch nicht kennst.

Gruß Carsten (hat mir Marten mehr Partien hinter sich, als mit Carcassonne)

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Marten Holst

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Marten Holst » 9. Januar 2002, 14:03

Moinle Samsor,

es ging vielleicht aus meinem ersten Posting nicht ganz so hervor: ich [i]weiß[/i] kein bisschen, wie man FvF gewinnt, und nach einem Posting von Wolfgang Kramer vor einigen Wochen hier, scheint es zumindest drei Siegstrategien zu geben - ich spielte ein wenig auf die Diskussion gerade bei FvF, es gebe eine "eindeutige Siegstrategie" (die es natürlich nicht geben kann, da einem bei einem Versteigerungsspiel so ziemlich alles passieren kann) an. Vergleiche z.B. http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=25352&t=25352 und die nachfolgenden Postings oder auch Strategieüberlegungen wie unter http://www.attenpeter.de und die dortigen Überlegungen.

Wie viel ich selbst von FvF verstehe, oder auch von Spielen allgemein: nichts. Ich beschäftige mich manchmal ein wenig mit Strategien, schätze aber auch das Ausprobieren, und fahre in meinen Spielegruppen damit nicht völlig katastrophal - eben, weil gute Spiele auf Dauer auch mehrere Siegstrategien bieten, denn sonst würde man wieder gespielt, vergleiche eine noch gar nicht sooo alte Diskussion hier im Forum.

Tschüß
Marten (hat auch oft ohne Gaukler und Baumeister gespielt, weil sie ihm zu teuer wurden)

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Marten Holst

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Marten Holst » 9. Januar 2002, 14:06

Moinle Carsten,

> > Marten (wird heute abend ein unbekanntes Spiel spielen und
> > sucht noch eine "So gewinnt man alle Spiele"-Heimatseite)
>
> Oh, du weiß schon, was du spielen wirst? Oder gehst du davon
> aus, daß ich ein Spiel da haben werde, daß du noch nicht
> kennst.

Beim letzten Mal hattest Du noch zwei Spiele, für die ich noch keine 100%ige Siegstrategie habe, im Regal stehen ;-)

Tschüß
Marten (kennt aber mehrere 100%ige Verluststrategien - aber auch die können gekontert werden)

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peer

RE: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon peer » 9. Januar 2002, 14:09

Hi,
Marten Holst schrieb:
> Tschüß
> Marten (kennt aber mehrere 100%ige Verluststrategien - aber
> auch die können gekontert werden)

:-)
Beim Skat haben wir mal an einem Blatt gebastelt, mit dem man nicht verlieren kann, egal was man macht...
ciao,
Peer

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Stephan Zimmermann

Re: Internet-Infos vs. Spielspass / Gegenstrategie

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 14:35

Wolfgang Ditt schrieb:

> Solche ausgeklügelten Dinge sind durchaus hilfreich, wenn sie
> gute Verbreitung finden. Für der Brettspielmeisterschaft gab
> es für "Tycoon" das Gerücht, man müsse zu Beginn unbedingt
> zwei große Kredite nehmen. Unser Team hatte eine

Kredite bei Tycoon?? Das ist der Tod!

> Billigstrategie, die ganz schnell mit wenig Geld baute. Die
> erste Wertung kam schnell, es gab wenig Geld und die großen
> Kredite wurden größer. Wir haben drei Siege und einen dritten
> Platz davongetragen. Man sollte also nicht alles unkritisch
> glauben, was so gesagt wird (-:

Bei Tycoon gab es eine wirklich gute Strategie - Flieg als erstes in eine Stadt
in der schon jemand ist und dann baue alle Hotels und 2 Fabriken dort.

Einzige Möglichkeit so einen haushohen Sieg zu vermeiden ist
wenn sich zwei andere bewußt zusammen tun und eine andere Stadt
zu zweit schneller hochrüsten. Was aber wenig bekannt war und im Spiel auch selten passiert. Hat bei uns dann Traumhafte 18 Punkte für's Team gebracht :-)

> Den Tipp kann ich dir leicht geben wie man alle Spiele
> gewinnt: sei besser als sämtliche Mitspieler

*eg*

Ciao, Stephan

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Marten Holst

Das Skatblatt schlechthin

Beitragvon Marten Holst » 9. Januar 2002, 14:38

Moinle,

> Beim Skat haben wir mal an einem Blatt gebastelt, mit dem man
> nicht verlieren kann, egal was man macht...

Was heißt das? 4 Buben, 4 Asse, 2 Zehnen (und 2 im Skat) sind als Grand recht schwierig nichtzugewinnen. Was ich einmal gesehen habe, war dann allerdings ein Blatt, mit dem man [i]jedes[/i] Spiel gewinnen kann, ob Vor-, Mittel- oder Hinterhand, ob Nullouvert, Grand ouvert schwarz, KreuzPikHerzKaro schwarz... kennt das zufällig jemand?

Tschüß
Marten (spielt manchmal Skat)

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Stephan Zimmermann

RE: Skat-Optimierung

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 14:39

peer schrieb:

> Beim Skat haben wir mal an einem Blatt gebastelt, mit dem man
> nicht verlieren kann, egal was man macht...

Auch egal was man ansagt?
Das könnte hart werden.
Mit welchem Blatt kann man denn NULL und ein Farbspiel gewinnen
egal wie man die Karten rauslegt?

Stephan (glaubt, dass das nicht geht)

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Stephan Zimmermann

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 14:40

Marco Löhrer schrieb:

> Ich habe allerdings auch schon schlechte Erfahrungen mit zu
> viel Recherche
> gemacht. So haben sich einige Spiele die sich uninteressant
> anhörten und die ich selbst nicht unbedingt gespielt hätte im
> Nachhinein als wirklich gute Spiele herausgestellt.

Ja? Welche denn?

Stephan

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Stephan Zimmermann

Re: Das Skatblatt schlechthin

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 14:42

Marten Holst schrieb:

> Was heißt das? 4 Buben, 4 Asse, 2 Zehnen (und 2 im Skat) sind
> als Grand recht schwierig nichtzugewinnen. Was ich einmal
> gesehen habe, war dann allerdings ein Blatt, mit dem man
> [i]jedes[/i] Spiel gewinnen kann, ob Vor-, Mittel- oder
> Hinterhand, ob Nullouvert, Grand ouvert schwarz,
> KreuzPikHerzKaro schwarz... kennt das zufällig jemand?

Auch egal in welcher Reihenfolge man die Karten ausspielt (solang man sich ans Bedienen hält) ?

Stephan

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Stephan Zimmermann

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Stephan Zimmermann » 9. Januar 2002, 14:46

Volker L. schrieb:

> aber [i]mehrere[/i] Rezensionen darueber gelesen haben, die
> hauptsaechlich
> aus einer Beschreibung des Spielablaufes bestehen und am Ende
> ein kurzes Fazit haben (und nicht umgekehrt, wie es zu meinem
> Leidwesen einige Rezensenten handhaben :-( )

Ich hasse Besprechungen in denen Seitenlang die Regeln erklärt werden
und beschreiben wird was wieviel kostet und wer für was welches
Spielmaterial bekommt.

Ich will wissen worum es geht, ob es Spass macht zu spielen und derartiges.
Regeln kann ich selber lesen :-)

Wenn Der Schreiber in seiner Beurteilung auf meiner Wellenlänge liegt, dann
werde ich ihm da auch zukünftig vertrauen.


Ciao, Stephan (sieht's wieder mal andersrum:))

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Marten Holst

Re: Das Skatblatt schlechthin

Beitragvon Marten Holst » 9. Januar 2002, 15:38

Moinle,

> > Was heißt das? 4 Buben, 4 Asse, 2 Zehnen (und 2 im Skat) sind
> > als Grand recht schwierig nichtzugewinnen. Was ich einmal
> > gesehen habe, war dann allerdings ein Blatt, mit dem man
> > [i]jedes[/i] Spiel gewinnen kann, ob Vor-, Mittel- oder
> > Hinterhand, ob Nullouvert, Grand ouvert schwarz,
> > KreuzPikHerzKaro schwarz... kennt das zufällig jemand?
>
> Auch egal in welcher Reihenfolge man die Karten ausspielt
> (solang man sich ans Bedienen hält) ?

Nein, und es war auch eine Frage der Karten[b]verteilung[/b], also kein Einzelblatt, habe es jetzt gefunden:

Spieler 1: KrB, PiB, HeB, KaB, HeA, He10, He7, KaA, Ka10, Ka7
Spieler 2: KrA, KrK, KrD, Pi9, Pi8, Pi7, HeK, HeD, Ka9, Ka8
Spieler 3: wie 2, nur Kr-Pi und He-Ka getauscht
Skat: Kr10, Pi10

Spieler 1 gewinnt in Vor-, Mittel- und Hinterhand jedes Spiel.

Tschüß
Marten (würde mit dem Blatt aber weder Kreuz noch Null ansagen...)

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Ralf Arnemann
Kennerspieler
Beiträge: 2447

Wo soll die Information denn stören?

Beitragvon Ralf Arnemann » 9. Januar 2002, 15:59

Eigentlich verstehe ich nicht, wo Stephan hier Problem sieht.

Es gibt zwei Phasen, in denen man Informationen sucht.
Einmal vor Anschaffung eines Spiels. Da sind natürlich alle Quellen recht: Rezensionen, Empfehlungen, Diskussionen hier im Forum ...
Am besten ist natürlich ein Probespiel, aber auf jeden Fall können mehr Informationen nur helfen (einen Fehlkauf zu vermeiden oder eine Perle nicht zu verpassen) - aber nie stören.

Und dann geht es ans Spielen.
Und auch da habe ich noch nicht erlebt, daß mir zuviel Information irgendwie Spielspaß weggenommen hätte.

Strategien sind ja keine Kochrezepte, die man blind ausführt (wenn so etwas zum Sieg führen kann, taugt das Spiel nichts).
Sondern systematisierte Spielerfahrung bzw. Analyse.
Man braucht ohnehin eine gewisse Praxis bzw. Spielkenntnis, um daraus etwas zu machen.

> es war relativ klar wie zu spielen war, ich hab gewonnen und
> fühlte mich um das Kennenlernen und Erforschen des Spiels und
> seiner Strategien betrogen
"Relativ klar, wie zu spielen war" - das gibt es doch bei guten Spielen selbst mit viel Strategiegrübeln nicht.

Und das Vermeiden von primitiven Fehlern ist doch nur positiv.
Wozu muß ich eine ganze Partie Fürsten vergeuden nur um festzustellen, daß Gaukler für 200 einem Spieler den Sieg schenken können?

Sich selber schlau machen und dann die Unwissenden platt fahren - das ist natürlich kein Spielspaß, und das sollte man immer vermeiden.

Deswegen müssen bei großen Erfahrungsunterschieden zwischen den Spielern bestimmte bekannte Tatsachen schon in die Spielregelerklärung - alles andere wäre doch unfair.
Wenn ich Neulingen Fürsten erkläre, dann sage ich natürlich dazu, was so die üblichen Preise für die Artikel sind oder was die wesentlichen Siegoptionen sind.
Da bleibt immer noch genügend Spielraum für eigene Erfahrungen.

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Roman Pelek

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Roman Pelek » 9. Januar 2002, 16:04

Hi Stephan,

> Wie handhabt Ihr das?
> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?

Nein, nicht unbedingt, aber zumindest muss es interessant klingen. Wobei ich bei älteren Titel eher genau recherchiere und bei Neuheiten auch spontan zuschlage, natürlich mit dem Risiko, auch mal daneben zu liegen.

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?

Um Gottes Willen, nein, bloß nicht :) Ich möchte ein Spiel ganz gerne recht unbefangen von Siegstrategien kennenlernen. Auf eine erste Partie bereite ich mich nur mit Regelstudium und evtl. Errata näher. Der Rest soll spielerisches Erforschen sein, das macht doch den Spass aus!

> - Spielt Ihr es genau einmal und dann werden sämtliche
> Informationsquellen
> im Netz angezapft um alles über das Spiel zu erfahren?
> - Spielt Ihr es erst öfters bevor Ihr Internet-Infos einholt?

Wenn ich das Gefühl habe, ein Spiel in der ersten Partie überhaupt nicht zu "kapieren" bzw. es nicht wie erwartet funktioniert, forsche ich durchaus mal nach, ob ich was falsch verstanden habe. Ansonsten gehe ich das gelassen an und lese, was mir so vor die Füße fällt. Wobei bei komplexen Spielen eher mal eine "Nachforschung" nach Regelupdates, Spieleinstieghilfen, Kurzregeln o.ä. ansteht, bei durchschnittlichen Brettspielen aber nicht.

> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?

Nö, aber bevor ich mich intensiv damit auseinandersetze, spiele ich ein Spiel erstmal auf meine eigene Weise, um herauszufinden, was ich darüber denke. Dann probiere ich evtl. mal was anderes aus (war bei Fürsten z.B. so). Wobei natürlich der Umstand, sich ein Spiel meist kurz nach Erscheinen zuzulegen, auch etwas hilft, nicht vorher aus versehen schon 1001 Siegstrategien-Diskussionen gelesen und verinnerlicht zu haben ;-)

Ciao,
Roman (spielt "frische" Spiele primär, um selbst auszuprobieren und kennenzulernen)

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Jürgen Schmidt

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Jürgen Schmidt » 9. Januar 2002, 16:06

Stephan Zimmermann schrieb:
> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es kauft?
Nein, für mich reicht das Thema, der Grundablauf, der Kontostand und die Tagesaune als Kaufentscheidung aus.

> - Müßt Ihr alles über ein Spiel wissen bevor Ihr es zum
> ersten mal Spielt?
Dazu muss ich noch weniger wissen, ein 'Oh, da hab ich schon mal was davon gehört' reicht eigentlich aus.

> - Oder verweigert Ihr Euch komplett Fremdstrategien?
Fremde Spielstrategien interessieren mich eigentlich kaum, ich probiere es lieber selbst. Nur Gewinnstrategien für das Catan-Kartenspiel interessieren mich, damit ich es endlich mal gegn meine Frau gewinne (Schotten-Totten-Strategien übrigens auch :-( )

Allerdings hat mich der Thread 'Totsichere Gewinnstrategie bei FvF' bisher vom Kauf des Spiels abgehalten.

Grüße
Jürgen (Spielt meist um zu spielen und nicht, um zu gewinnen)

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Marco Löhrer

Re: Internet-Infos vs. Spielspass

Beitragvon Marco Löhrer » 9. Januar 2002, 16:37

Zum Beispiel zwei Spiele aus dem Kosmos Programm.
BALI hörte sich für mich relativ uninteressant an ... vielleicht sogar langweilig.
Als ich dann auch noch gelesen bzw. gehört hatte, daß einige Leute
es recht zäh fanden, habe ich mich nicht mehr dafür interessiert.

Wie der Zufall aber so spielte habe ich es geschenkt bekommen. Nachdem ich mich durch die Regeln gekämpft hatte, habe ich es mit Freunden ausprobiert und musste meine schnell gefasste Meinung zurücknehmen. Schönes Spiel !

Ach, ja! Dann wäre da noch Knizias Herr der Ringe. Ich selbst bin Tolkien-Fan und fand die Idee ein Spiel aus dem Herrn der Ringe zu machen ... na, ja ... gewagt (ich war auch dem Film gegenüber recht Kritisch eingestellt - ist meiner Meinung nach aber eine schöne Interpretation). Ich fand auch die Idee eines kooperativen Spiels nicht so toll - aber wie soll man den Herrn der Ringe sonst vernünftig umsetzen? Als ich es dann aber in größerer Gruppe (mit inoffizieller Gollum-Erweiterung - Ich war Gollum!) gespielt habe war ich begeistert. Wir hatten eine kontinuierliche Spannungsteigerung und einen nervenzerfetzenden Höhepunkt (wir haben am Ende wohl ziemlich laut gejubelt)

Na, ja ... man sollte halt öfter offen für Neues sein

Tschö, wa! und Oche Alaaf

Marco (der gerade über möglichst flachen Witzen für eine Karnevalssitzung brütet)

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Carsten Wesel

Witze (RE: Internet-Infos vs. Spielspass)

Beitragvon Carsten Wesel » 9. Januar 2002, 16:52

"Marco Löhrer" hat am 09.01.2002 geschrieben:

> Marco (der gerade über möglichst flachen Witzen für eine
> Karnevalssitzung brütet)

Na das kann ja nicht so schwer sein. Das hat doch was mit Intellekt zu tun, oder?

SCNR, Carsten (:LOL: hat manchmal nix zu lachen :LOL: )

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Volker L.

Rezensionsstil (war: Internet-Infos vs. Spielspass)

Beitragvon Volker L. » 9. Januar 2002, 17:18

Stephan Zimmermann schrieb:

> Ciao, Stephan (sieht's wieder mal andersrum:) )
Ja, offenbar ;-)

> Volker L. schrieb:
>
> > aber [i]mehrere[/i] Rezensionen darueber gelesen haben, die
> > hauptsaechlich
> > aus einer Beschreibung des Spielablaufes bestehen und am Ende
> > ein kurzes Fazit haben (und nicht umgekehrt, wie es zu meinem
> > Leidwesen einige Rezensenten handhaben :-( )
>
> Ich hasse Besprechungen in denen Seitenlang die Regeln
> erklärt werden
> und beschreiben wird was wieviel kostet und wer für was
> welches
> Spielmaterial bekommt.

Naja, [b]so[/b] genau ins Detail gehen muss die Rezension
natuerlich nicht, aber wenn ich auf Grundlage von Rezensionen
eine Kauf-(bzw. Schenken-lass-)-Entscheidung faellen soll/muss,
dann will ich schon recht genau wissen, wieviele Entscheidungsmoeglichkeiten
ich bei meinem Zug habe. Nehmen wir als Beispiel mal El Grande:
Eine genaue Auflistung, wieviele neue Caballeros man fuer eine
Machtkarte "1", "5" oder "8" bekommt, waere ueberfluessig, aber
es sollte schon erwaehnt sein, dass die Reihenfolge, in der die
Spieler agieren, durch Ausspielen von Karten bestimmt wird, wobei
der mit der hoechsten Karte zuerst (...) [b]aber[/b] die Karten
mit niedrigen Nummern mehr neue Leute einbringen, man also
immer abwaegen muss, was momentan wichtiger ist.
Wenn ich die Rezension bloss brauche, um zu entscheiden, ob ich
auf der Spielemesse Zeit in eine Probepartie dieses Spiels
investieren soll, komme ich auch mit etwas weniger aus.


> Ich will wissen (...) ob es Spass macht zu spielen
> und derartiges.

Da gehen die Geschmaecker zu sehr auseinander. Oder man muesste
sich von verschiedenen Rezensenten jeweils [i]sehr viele[/i]
(~50 bis 100) Rezensionen von Spielen, die man kennt, ansehen,
um dann entscheiden zu koennen, mit wem mein Geschmack so weit
kompatibel ist, dass was ihm gefaellt mir auch gefallen wird und
was ihm nicht mir auch nicht.

> Regeln kann ich selber lesen :-)

Aber erst, [i]nachdem[/i] Du es gekauft hast, ich will doch aber
durch die Rezension eine zuverlaessige Richtlinie, [i]ob[/i] ich
es mir ueberhaupt kaufe.


> Wenn Der Schreiber in seiner Beurteilung auf meiner
> Wellenlänge liegt, dann
> werde ich ihm da auch zukünftig vertrauen.

s.o.
Das haengt vielleicht auch davon ab, wie das Gehirn, vor allem
das Gedaechtnis, des Lesers arbeitet. Ich muesste mir das ganz
bewusst einpraegen. Wenn ich vor der Messe zu einer Neuerscheinung
4 Rezensionen lese, von denen 2 begeistert, eine maessig
wohlwollend und eine ziemlich negativ sind (also Spielboxnoten
10, 9, 6 und 2), gehe ich davon aus, dass es ein eher gutes
Spiel ist. 4 Wochen spaeter auf der Messe wird dieses Fazit dann
entweder veri- oder falsifiziert, aber zu diesem Zeitpuunkt weiss
ich doch i.A. nicht mal mehr, wer die Rezensenten ueberhaupt
waren, geschweige denn, wer von denen hellauf begeistert war und
wer es niedergamcht hat.

Gruss, Volker (dessen Gedaechtnis so funktioniert, das es sich
das Fazit merkt und die Details, auf denen es beruht, vergisst)


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