Beitragvon Christian Hildenbrand » 8. Februar 2002, 12:31
Ciao !
HBS schrieb:
> Das wiederum kann ich gut nachvollziehen, denn obwohl ich freiwillig gerne viel lese, lasse ich mir, wenn's möglich ist, Spiele lieber von jemandem erklären, der's schonmal gespielt hat, als es mir selbst beizubringen. Nach dem ersten Spielen lese ich dann gerne nochmal die Regel... damit ich's dann wirklich "kann".
Das praktiziere ich nun auch schon seit Jahren so, wenn ich auf der Spielwiesn oder ähnlichen Veranstaltungen bin. Es ist einfach bequemer, wenn man nicht den ganzen Tag damit verbringen muß, lange in Regeln herumzulesen, sondern gleich alles anzuspielen ohne groß sich aufhalten zu müssen. Denn wenn ich lesen will, gehe ich in eine Bibliothek, und nicht auf eine Spiele-Veranstaltung.
Aber ich habe bislang nahezu jede Regel noch mal gelesen, nachdem ich mir das Spiel dann zugelegt hatte, denn rein vom Erklären eines anderen her fällt es mir sehr schwer, einem weiteren „Unwissenden“ zu erklären, wie das betreffende Spiel denn nun funktioniert. Ich denke also, dass wer auch immer beabsichtigt, irgendwo ein Spiel mit in eine Runde zu bringen, zumindest einen (im Idealfall sich selbst ... :-) ) dabei haben sollte, der das Spiel schon kennt. Klar ist das nicht immer machbar, dann aber sollte man selbst zumindest schon mal die Regel gelesen haben.
> weiß aber auch, daß ich selbst nicht unbedingt zu den besten Erklärern gehöre...
Da hast Du gestern Abend nach der Partie „Ebbe & Flut“ aber was anderes gesagt ... :-))
Ach ja, ein Spiel ist mir gerade noch eingefallen, dessen Spielregel hier erwähnenswert ist: Elfenland
Da steht beim Spielablauf gleich im ersten Satz: „Wenn Sie Elfenland zum ersten Mal spielen: Spielen Sie jeweils nach dem Lesen eines Abschnittes die erläuterte Phase direkt durch, bevor Sie den nächsten Abschnitt lesen.“
Es funktioniert auf diese Weise hervorragend, neue Spieler in dieses Spiel mit einzuweihen. Zumindest war das bei uns der Fall. Ich hatte die Regel einmal durchgelesen, um den anderen zu sagen, um was es überhaupt geht, und was man mit den einzelnen Elementen während des Spieles macht. Anschließend haben wir einfach nur Phase für Phase gelesen und gleich gespielt. Auf diese Art konnten wir die lange Zeit vor der ersten Spielaktion deutlich verkürzen.
Mamma Mia ... ein Thema für sich - zumindest was die erste Partie bis zum ersten Auszählen des Stapels betraf. Obwohl wir wirklich Vielspieler sind, hatten wir unheimliche Probleme, das Spiel gleich zu verstehen, nachdem wir versuchten, die Spielregel aufmerksam durchzulesen. Nach dem ersten Auszählen war es aber klar, wir haben gleich noch mal angefangen und es hat wunderbar funktioniert.
Mit anderen, die das Spiel noch nicht kannten, habe ich danach immer gleich angefangen, drauflos zu spielen, und während dieses „Probe-Anspielens“ die Spielregeln zu erklären. Bislang habe ich noch keinen gefunden, der dann gleich kapiert hat, was er machen kann und/oder muß. Und das Spiel dauert ja auch nicht sooo lange, dass es zeitlich ein Problem wäre, nach dem ersten Auszählen des Stapels noch mal von vorne zu beginnen.
Ups, jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben.
Ciao, Christian (... spült gleich die Lasagne-Auflauf-Form vom 2-Personen-Spieleabend mit späterem Zuwachs in Form eines 3.Spielers von gestern Abend ...)