Beitragvon Sylvia Berger » 11. Februar 2002, 09:13
Bernd Eisen schrieb:
> Es stimmt schon, daß der Startspieler beim Gründen von
> Bezirken Vorteile hat, so war es auch bei uns.
> Ich war der Startspieler und auf der Punkteleiste stets
> einige Punkte vorne, um dann am Schluß mitansehen zu müssen,
> daß alle anderen an mir vorbeizogen.
>
Exakt so war es bei uns auch. War einmal Startspieler und einmal zweiter in der Reihe und habe beide Spiele verloren. Da ich das Spiel aber trotzdem ganz ausgezeichnet finde, grüble ich jetzt schon eine Woche nach einer Strategie für die morgen stattfindende dritte Partie.
Ich glaube, daß man sich auf den vorderen Startplätzen zu sehr verleiten läßt, Bezirke zu gründen, statt mehr zu bauen. Dadurch kriegt man zwar im ersten Spielabschnitt recht viele Punkte fürs Gründen (ich habe zu diesem Zeitpunkt auf der Punkteleiste auch geführt), aber "plötzlich" ist der erste Abschnitt um (weil die anderen nämlich mehr gebaut haben und man selbst bleibt auf einem Teil seiner Pyramiden sitzen. Das ist meiner Meinung nach schon der Anfang der Niederlage.
Im zweiten Abschnitt versucht man dann verzweifelt, die vielen Pyramiden loszuwerden, hat dazu aber natürlich auch nicht mehr Züge oder Aktionspunkte zur Verfügung wie die anderen Spieler. Ich habe durchaus gesehen, daß die anderen nicht mehr viele Pyramiden vor sich auf dem Tisch liegen hatten und damit das Spielende nicht mehr weit war, konnte aber einfach nichts dagegen tun.
Einer der hinten sitzenden Spieler hat dann das Ende eingeläutet, als vorderer Spieler kommt man ja dann gar nicht noch mal dran und so hatte ich am Ende wieder Pyramiden übrig (ungefähr die gleiche Anzahl wie schon nach der ersten Runde, habe also meinen Überschuß praktisch mitgeschleppt).
Fazit für mich: auf den vorderen Startplätzen ist es enorm wichtig, von Anfang an die Aktionen der Mitspieler zu beobachten und das eigene Verhältnis von Gründen und Bauen dem der Mitspieler anzupassen, also auch im gleichen Maß wie die Mitspieler Pyramiden zu setzen, damit am Ende der 1. Runde keine Steine übrig bleiben.
Sylvia
(die sich noch überlegt, ob sie morgen diese Theorie auf ihre Richtigkeit überprüft oder lieber mal Schlußspieler wird)