Beitragvon Roman Pelek » 9. Februar 2002, 19:38
Moin Markus,
Markus Barnick schrieb:
> Die meisten, die hier im Forum mitlesen und schreiben sind
> Studenten oder haben studiert.
Hm, um den Anteil festzumachen, müsste man schon 'ne Umfrage machen :-D Es sind einige Studierte hier, davon sicher auch einige Informatiker, aber da liegt ein "Herumgammeln" im Internet ja auch nahe ;-) Pauschal würde ich das aber vermutlich nicht sagen wollen...
> * Ist Spielen nur was für "höher begabte"
M.E.: Nein. Vor allem ist es andersherum auch ab und an sehr erheiternd zu sehen, wie manche "Höherbegabte" bei einer simplen Spielregel die Segel streichen... Spielen ist eher was für Leute, die, hm, gerne spielen und dafür auch mal den Aufwand auf sich nehmen, Regeln zu erlernen.
Generell würde ich sagen, dass Spielen auch ein bisschen Übungssache ist, wer öfter spielt oder auch frühzeitig als Kind damit konfrontiert wird, kommt mit Spielen auch immer besser zurecht. Das gilt m.E. in gleichem Maße für alle. Es kann allerdings durchaus sein, dass manche Spielearten manchen eher liegen, so sind vielleicht rein abstrakte Spiele leichter zugänglich für Leute, die es gewohnt sind, sich mit so etwas auseinander zu setzen (obwohl das komischerweise früher auch wohl mal anders war)...
> * Ich kriege langsam Minderwertigkeitskomplexe, weil jeder,
> den ich frage, studiert hat - außer mir.
Hm, wer studiert, opfert einige Zeit seines Lebens ohne "richtig" Geld zu verdienen, um später evtl. etwas mehr zu haben. Oder aus Interesse an einem bestimmten Thema. Ist das ein Grund, Minderwertigkeitskomplexe zu bekommen? Ich denke nicht. Außerdem sagt ein Studium nun bei weitem nix über die Intelligenz oder andere Fähigkeiten aus, ich kenne, mal überspitzt gesagt, reichlich "brotdumme" Studierte wie sehr gescheite Nichtstudierte... ;-)
> Oder stellt Spielen zu hohe Anforderungen an den Geist?
Nein, aber es erfordert Bereitschaft, sich darauf einzulassen.
> Wie kann man "andere Gesellschaftsschichten" erreichen?
Ich sehe das Problem etwas anders: wie kann man wieder mehr Leute durch die Bank weg für's (Brett-)Spielen begeistern, nicht fixiert auf bestimmte "Schichten". Man könnte auch "Masse statt Klasse(nkampf)" sagen :lol:
Ciao,
Roman