Beitragvon Michael Schmidt » 10. Februar 2002, 13:56
>Counter sind Counter sind Counter...
>Ich würde es Ausstattungsmäßig genau bei Civi einordnen.
Also mein "History of the World" enthält 700 Plastikfiguren... Ist aber auch die neue Version von Hasbro. ;) Das Spiel läuft in Epochen ab, und für jede Epoche gibt es einen anderen Satz Spielfiguren. Ist ein bischen übertrieben, da man die Unterscheidung eigentlich nicht braucht. Allerdings ist es trotzdem ganz lustig, am Schluss zwischen den Neuzeitlichen Soldaten noch ein paar Knüppelschwinger aus der ersten Epoche zu finden.
Das lustige ist, dass jeder Spieler zu Beginn jeder der 7 Epochen ein neues Volk spielt. Der Spieler mit den niedrigsten Punkten zieht zuerst ein Volk und entscheidet sich, ob er es behalten oder einem anderen Spieler seiner Wahl geben möchte. Das Interesannte daran ist, das die Völker verschieden stark sind, verschiede Startpositionen haben und vor allem in einer festgelegten Reihenfolge gezogen werden. Oft ist es gut ein schwächers Volk selbst zu behalten, um einen Doppelzug machen zu können, oder nach den bösen Römern dranzukommen etc.. Dieser Mechanismus balanciert das Spiel auch ziemlich gut aus, da der führende Spieler meist ein für ihn ungünstiges oder schwaches Volk zugeschoben bekommt.
Der Kampf läuft ähnlich wie bei Risiko ab. Es ist also ziemlich viel Bewegung auf dem Spielbrett... Manchmal findet man sogar eines dieser gallischen Dörfer, die sich einfach nicht plattmachen lassen. ;)
Mir persönlich gefällt HotW sehr gut. Wir hatten gleich bei unserer ersten Partie viel Spass, obwohl das Spiel noch keiner kannte. Die Regeln sind wirklich einfach zu verstehen, was aus dem Spiel einen netten lockeren Abendfüller macht. Trotzdem ist es keine elendige Würfelorgie, sondern hat durchaus taktischen Tiefgang gespickt mit etwas Diplomatie. Spieldauer würde ich auf eine Stunde pro Spieler schätzen (kann durch vorsortieren der Spielfiguren verkürzt werden). Manko ist wahrscheinlich der Preis hier in Deutschland.
Rock on,
Michi