Beitragvon Ulrich Roth » 27. Februar 2002, 01:26
Hallo Ralf,
> > Babel ist ein echter Gehirn-Verdreher!
> Ja, schon klar.
In der Tat...
> Du hast die Sondereigenschaften, kannst die raffiniert
> mehrstufig kombinieren, zwischendurch eine Völkerwanderung,
> und mach und tu.
> Da sind manchmal wirklich tolle und komplexe Einzelzüge
> möglich.
Genau - aber die sind ja wohl nicht jedermann unmittelbar zugänglich, d.h. ein erfahrener Babylonier wird aufgrund dieser ihm leichter fallenden Powerzüge
a) einen Heidenspaß haben, und
b) den weniger erfahrenen (oder weniger taktisch begabten) Spieler mittelfristig - wenn z.B. eine Serie gespielt wird - unweigerlich über den Tisch ziehen.
> Aber das Ganze auf der Basis eines Glücksfaktors, der einem
> alles um die Ohren hauen kann.
Das stimmt schon (wenn du mit "alles" die Einzelpartie meinst), aber ich betrachte gerade dies als eine einzigartige Stärke dieses Spiels. Es bietet einerseits immer wieder taktische Delikatessen vom Feinsten, lässt aber dabei dem schwächeren Spieler eine reelle, zu weiteren Partien animierende Erfolgschance. In dieser extremen Form kenne ich das von keinem anderen Spiel (würde mir allerdings gern ein solches empfehlen lassen!).
> Ich sehe schon, daß Babel innovativ ist und wirklich
> interessante Spielmechanismen hat - aber es funktioniert nicht!
Bzw. es funktioniert wunderbar, wenn die Prämisse (wie in meinem Fall) so ist, dass ich ein möglichst anspruchsvolles Spiel (Stichwort *Hirnmassage*) spielen will, ohne für brilliantes Spiel meinerseits :wink: immer und automatisch den Preis des - nur manchmal erwünschten - trostlosen Niedermachens des Mitspielers (den ich hier bewusst nicht Gegner nenne) zahlen muss.
Grüße,
Ulrich