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Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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HRDLICKA Franz

Re: Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Beitragvon HRDLICKA Franz » 26. Februar 2002, 08:25

Hallo Christian!

Selten war mir ein Beitrag dieses Forums derart aus der Seele geschrieben, wie Deiner. Natürlich sind (Gott sei Dank) nicht alle Mitspieler von der von Dir trefflich geschilderten, lähmenden Unkonzentriertheit gezeichnet, doch die davon Befallenen können einem ganz schön den Nerv töten. Ich habe mir daher folgende Vorgangsweise angewöhnt:

1. Individuelles Regelstudium bzw. Probespiel im stillen Kämmerchen
2. Spielvorbereitung VOR dem Einlangen der Siebenschläfer (mit eventuellem vorläufigen Einbehalt von etwaigem "Risikomaterial", das u.U. zur Verwendung als Baumaterial animieren könnte)
3. Regelerklärung in folgenden Schritten:
a) Spielmaterial
b) Spielablauf im groben Überblick incl. Spielziel bzw. -ende
c) Spielablauf möglichst gerafft Schritt für Schritt

Zudem haben sich auch folgende Verhaltensweisen (pädagogisch) durchaus bewährt (ich bin seit 20 Jahren mit einer graduierten Psychologin verheiratet):
a) Vor Zynismus triefende Bemerkungen, mit Einflechtung von Hinweisen auf hochgradige Infantilität
b) Möglichst spektakuläre Zerstörung der von Dir erwähnten mehr oder weniger kunstvollen Gebilde aus Spielmaterial bzw. die temporäre Konfiszierung desselben
c) Anbieten von Spielutensilien, die ich aus der Babyzeit meines Sohnes aufgehoben habe, wie z.B. Quietschenten, Duplosteine und Ähnliches
d) Als letzte Hilfe bzw. Erklärungs- und auch Argumentationsunterstützer habe ich in einer Ecke meiner Spielebar auf nicht unscheinbare Weise einen Echtholz-Baseballschläger (Powerstroke 3) platziert, auf den ich im Fall der Fälle lediglich mit einem verschmitzten Augenwink hinweise. Da dieser dezente Hinweis bis dato stets genügte die Aufmerksamkeit der Zuhörer wieder auf das Wesentliche zu lenken sowie deren Konzentration wieder frisch zu schärfen, kam es noch nie zu einer Situation, in der ich gezwungen war, ihn tatsächlich zur Hand nehmen zu müssen.

Bis jetzt waren die o.a. Maßnahmen noch immer von Erfolg gekrönt, ich wünsche Dir, daß sie vielleicht auch Dir ein wenig weiterhelfen.

Nice dice
Franz, ein wahrlich mitfühlender Schicksalsgefährte

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Sylvia Berger

Re: Warum kauft immer nuWarum immer nur einer - war: Re: Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Beitragvon Sylvia Berger » 26. Februar 2002, 08:58

Kleiner Tip:
es gibt Geburtstage!

Da werden bei uns in der Runde häufig Spiele verschenkt.
Sehr kostensparend und egal, zu wem wir kommen, es sind immer ein paar gute Spiele da.
Man muss sich natürlich selbst von dem "Muss-ich-unbedingt-selbst-in-meinem-Schrank-stehen haben-Gedanken" trennen können und damit leben können, dass Spiel X eben bei Freund Y im Schrank steht.

Sylvia
(in deren Spielerunde es nur zwei SvC gibt)

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Hanno Schwede
Kennerspieler
Beiträge: 392

ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Hanno Schwede » 26. Februar 2002, 09:23

Hy

da Roman hier antwortet kann ich auch hier gleich meinen Tipp dazu abgeben.

Also Christian, ich kann Dir nur empfehlen mal an einer Spielrunde mit Roman teilzunehmen, da wirst Du erleben, wie auch komplexere Spiele unter 4 Min. erklärt werden. Der Roman hat dabei einem Trick: Er lässt Claudia die Spiele erklären, und die, die kann das. Da kann man nur dabeisitzen und lernen, wie man erklärt.

sigdmwwt Arbeitseinsatz auf der Johanne(Segelschiff) absolvieren

Ciao

der

Hanno

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Holger Janssen

Re: Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Beitragvon Holger Janssen » 26. Februar 2002, 09:25

Roman Pelek schrieb:
>
> Hi Christian,
>
> die Probleme kennen wohl alle, die Spiele erklären. Wir
> handhaben das grundlegend so: das Spiel wird aufgebaut, dabei
> wird schonmal das Grundprinzip/Spielziel nebenher erläutert.
> Danach folgt meist ein Kurzabriss des Rundenablaufs, der
> danach durch Erläuterung anhand des Spielmaterials verfeinert
> wird (damit man's mal gesehen hat, das wirkt m. E. am
> besten). Danach scheiden sich die Geister: ist's eine
> Vielspielerrunde werden Details und Sonderfälle explizit mit
> ihrerer Bedeutung erläutert (damit sich keiner rausreden
> kann, er hätte von nix gewusst - kommt dann meist aber
> trotzdem vor ;-) ). Sind Leute dabei, die weniger oft
> spielen, wird an diesem Punkt meist losgespielt. Dabei wird
> versucht, alle Leute, die's schon kennen, zuerst ihre Züge
> ausführen zu lassen, damit die anderen sehen, was warum
> passiert. Sind dann Leute an der Reihe, denen das Spiel
> unbekannt ist, erläutert man ihnen mehr oder minder
> detailliert, was sie tun können und welche Konsequenzen das
> hat.

Ich denke dein Grundprinzip der Regelerklärung ist schon richtig, aber wie du auch bemerkst scheiden sich an den Vielspielern die Geister.

Meiner Meinung nach muss man bei den Vielspielern noch weiter differenzieren. Es gibt da nämlich mindestens zwei Arten an ein neues Spiel heranzugehen.

Die einen wollen wie du anmerkst vorher alles wissen, nur um sich später doch noch über 'vergessene' Regeln aufzuregen. Besonders bei etwas komplexeren Spielen wird dieser Art der Regelerklärung sehr strapaziös.

Die andere Schule ist die: wir fangen schon mal an, den Rest klären wir später.
Diese funktioniert insbesondere dann gut, wenn mindestens einer die Regeln gut kennt.
Außerdem ist es ja bei vielen Spielen so, dass man nach dem Aufbau des Spielmaterials als erfahrener Spieler schon gut sehen kann, wie das Spiel wohl funktionieren wird. Häufig reicht mir zum Beispiel ein kurzer Blick auf die beigefügt Kurzanleitung oder Spielübersicht, um eine sehr guten Eindruck von dem Spiel zu haben. Die Details kann man dann immernoch in den ersten beiden Spielzügen klären. Am Anfang weiß ja eh noch keiner so genau, was man machen soll.

Ein gutes Beispiel hierfür ist Mexica. Wenn man die anderen Spiele der Reihe kennt, braucht man sich nicht groß mit Regelerkären aufhalten. Es steht es alles auf dem Übersichtsplättchen. Und auch wenn man alle Regeln kennt, steht man in der ersten Runde vor dem leeren Spielplan und fragt sich, was nun.

Um es kurz zu machen: Spiel erklären ist eine Kunst für sich. Eng an der Spielanleitung zu bleiben, macht meist wenig Sinn. Wie und wieviel man erklärt, hängt stark von der Spielrunde ab.

Holger

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Michael Andersch

Re: Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Beitragvon Michael Andersch » 26. Februar 2002, 09:44

Holger Janssen schrieb (nicht als einziger):

> Die einen wollen wie du anmerkst vorher alles wissen, nur um
> sich später doch noch über 'vergessene' Regeln aufzuregen.

Den Typus Spieler kenne ich auch. Zum Glück kommt er in meiner Umgebung nicht so häufig vor, denn Leute die derlei Dinge so eng sehen sind meist auch die, die während des Spiels mit maximalem Grübeleinsatz versuchen, das absolute Optimum aus jedem Spielzug rauszuquetschen und die Wartepausen für die Mitspieler ins Unerträgliche zu steigern.

:evil: Grüße,
Micha (spielt lieber schnell und aus dem Bauch raus und nutzt die gewonnene Zeit zu einem weiteren Spiel)

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Ronald Novicky

Re: Das Leid mit der Anleid- äh -leitung

Beitragvon Ronald Novicky » 26. Februar 2002, 10:27

HRDLICKA Franz schrieb:

> d) Als letzte Hilfe bzw. Erklärungs- und auch
> Argumentationsunterstützer habe ich in einer Ecke meiner
> Spielebar auf nicht unscheinbare Weise einen
> Echtholz-Baseballschläger (Powerstroke 3) platziert, auf den
> ich im Fall der Fälle lediglich mit einem verschmitzten
> Augenwink hinweise. Da dieser dezente Hinweis bis dato stets
> genügte die Aufmerksamkeit der Zuhörer wieder auf das
> Wesentliche zu lenken sowie deren Konzentration wieder frisch
> zu schärfen, kam es noch nie zu einer Situation, in der ich
> gezwungen war, ihn tatsächlich zur Hand nehmen zu müssen.

Es sei noch erwähnt, dass dieses Utensil vom guten Franz gar liebevoll als 'Hodengleichrichter' bezeichnet wird - ein Terminus der unkonzentrierte Zuhörer schnell wieder der Aufmerksamkeit zuführt. Funktioniert bei weiblichen Mitspielern verständlicherweise nicht so gut :-)

lg
Ronald.

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hannes

Re: Das erste Mal

Beitragvon hannes » 26. Februar 2002, 11:24

Ralf Abilgaard schrieb:

> ............... Kein Spieler darf eine solche Einführungspartie
> zu ernst nehmen und unbedingt gewinnen wollen, dann klappt es
> vorzüglich.

Das wollte ich noch unterstreichen :
Wenn ein Spiel von lauter Neulingen (keiner kennt es) das erste Mal gespielt wird, sollte man nicht zu ehrgeizig sein und siegen wollen. Solche Ehrgeizlinge stören den Prozess des spielerischen Kennenlernens enorm und können mitunter bewirken, dass das Spiel gar nie mehr auf den Tisch kommt.

Genau so, wenn nur ein Teil der Mitspielerinnen ein Spiel zum ersten Mal spielt. Dann sollten sich diejenigen, die's schon können, zurückhalten und nicht nur Regelerklärungen sondern auch taktische Tipps abgeben. Auch wenns zum eigenen Nachteil geschieht.

Ich habe mal eine Einführungsrunde in "Pampas Railroad" erlebt, bei der derjenige, der's schon kannte (nicht ich !) nur immer diejenigen taktischen Informationen lieferte, die seinen Sieg nicht gefährdeten....

Ciao
hannes ( )

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Michael Andersch

Re: Das erste Mal

Beitragvon Michael Andersch » 26. Februar 2002, 11:34

hannes schrieb:
>
> Genau so, wenn nur ein Teil der Mitspielerinnen ein Spiel zum
> ersten Mal spielt. Dann sollten sich diejenigen, die's schon
> können, zurückhalten und nicht nur Regelerklärungen sondern
> auch taktische Tipps abgeben. Auch wenns zum eigenen Nachteil
> geschieht.

Ist das nicht selbstverständlich? Alles andere finde ich schon ziemlich verbissen...

> Ich habe mal eine Einführungsrunde in "Pampas Railroad"
> erlebt, bei der derjenige, der's schon kannte (nicht ich !)
> nur immer diejenigen taktischen Informationen lieferte, die
> seinen Sieg nicht gefährdeten....

Ein netter Mensch :evil: . So einen hatte ich auch schon mal, da ging's um eine Partie Brittania, die er zwei Neulingen (ich selbst kannte es glücklicherweise schon) auf recht einseitige Weise nahebrachte. Zum Glück gibt's auch viele andere potentielle Mitspieler :-) !

Viele Grüße,
Micha

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Kathrin Nos
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RE: Regelerklaerungen [lang]

Beitragvon Kathrin Nos » 26. Februar 2002, 12:52

Hallo Jost,

>> Ich glaube, das Problem hier ist auch (und das kann man
>> meiner Meinung nach weder Dir als Erklärer noch den
>> Mitspielern als Zuhörern vorwerfen), dass man beim Lernen
>> der Regel noch nicht versteht, wozu jetzt genau dieses
>> Beispiel dient - will sagen, es kann vorkommen, dass man
>> trotz schönem Beispiel den Zusammenhang noch nicht sieht.
>
> Aber wehe, man hat es nicht vorher an einem Beispiel
> erklärt: "Davon hast du gar nichts gesagt!" kennen wir
> sicher alle... :roll:

Das stimmt.

> Sitzt du eventuell im gleichen Büro wie ich? ;-)

*gucktumsich* - leider nein :cry:

> Ich weiß genau, was du durchmachst!

Danke für das Mitgefühl :-)

> Eigentlich möchte ich das auch, bei manchen Spielen
> [i]kann[/i] man es aber erst durch die Praxis (=Probespiel)
> erklären ("Mamma Mia" ist [i]das[/i] Beispiel für ein
> solches Spiel).

Wobei Mamma Mia tatsächlich eines der besten Beispiele dafür ist, zumindest unter den Spielen, die ich kenne.

> Auch komplexe Spiele sollte man u.U. einfach mit einem
> Probespiel beginnen, wo Regeldetails erst beim ersten
> Auftreten genannt werden. Nach 2-3 Runden (oder Stunden?)
> wird dann gnadenlos abgebrochen und (wenn dann überhaupt
> noch Lust besteht), ganz neu angefangen.
> Tatsächlich machen wir manchmal
> "Regel-Erforschungs-Spielerunden", bei denen wir uns nur
> für ein Probespiel zusammenfinden. Dieses Vorgehen war z.B.
> bei Renaissance sehr erfolgreich.

Im Prinzip eine gute Idee. Bei uns persönlich ist es aber häufig so, dass ein Teil der Spielerrunde aus Offenbach/Main kommt, und wir südlich von Heidelberg wohnen, so dass man nicht "mal eben" zusammenkommt. Glücklicherweise sind wir aber gerade in dieser Runde auch sehr konfliktresistent - Knatsch beim Regelerklären gibt es praktisch nicht.

Seit ein paar Monaten (die insbesondere durch Spielemesse und verschiedene Schnäppchenkäufe sehr einkaufsintensiv waren) haben Peter und ich begonnen, Spiele z.T. auch simuliert probe zu spielen. Mit "simuliert" meine ich jetzt, dass wir Spiele, die eigentlich erst mit mindestens drei oder vier Personen spielbar sind, zu zweit spielen und jeder z.B. zwei Farben spielt. Ok, das ist halt das Probespiel vor dem Spieleabend, was andere Leute hier im Thread schon erwähnt haben.

Ein anderer Aspekt, der hier im Thread schon angesprochen wurde, ist die Frage "Wer kauft eigentlich die Spiele". Ok, das sind hauptsächlich wir... (die beiden Faktoren, dass wir auf dem Land wohnen und nicht mehr studieren, sind da auch förderlich und haben unseren Spielebestand deutlich steigen lassen) - dadurch erklären wir auch meistens. Auf Messen allerdings wird konsequent rotiert, so dass jeder etwa gleich oft mit Regellesen und -erklären dran ist.

> Meuterer ist wirklich nicht gerade leicht zu erklären. Hier
> bin ich mit der Methode "Probespiel-Erklärung" noch am
> Besten gefahren.

> Viele Grüße
> Jost aus Soest (freut sich über eine neue "Kundin" und
> sagt: Herzlichen Glückwunsch!)

Danke :-) Posting in Forum 6 folgt irgendwann...

Alles Gute wünscht
Kathrin (ist die automatische Signatur des Offline-Readers klammersatzförderlich?).
Spielerin, früher auch Rezensentin

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Marten Holst

Anleiden (lang)

Beitragvon Marten Holst » 26. Februar 2002, 14:05

Moinle,

nachdem die "erst alles erklären"-Fraktion hier bislang ordentlich auf die Omme bekommen hat, will ich mich mal wieder einer meiner von mir so hochgeschätzten Miniminderheitsmeinungen (MMM) hingeben. Gut, so MMM nicht, denn in den Spielerunden, in denen ich der Erklärer bin, ist das durchaus allgemein so gesehen. Es geht dabei allerdings [i]nicht[/i] darum, sich später über vergessene Regeln aufzuregen bzw. das zu vermeiden, sondern weil man sich dann einen besseren Überblick verschaffen kann, was alles möglich ist und hineinspielt. Außerdem führt das (auch wenn einzelne Details nicht von allen behalten werden) dazu, dass die "Neulinge" sich ihre Fragen oft gegenseitig beantworten können und dann das Gefühl auch subjektiv bekommen, dass sie das Spiel in weiten Zügen verstanden haben, als wenn immer nur ich die Fragen beantworte.

Außerdem finde ich es wichtig, dass man in den ersten Zügen vielleicht noch sehr deutlich "nach den Regeln" spielt, also alles einzeln ausführt, was man wann wie warum oder warum nicht macht:

"So, jetzt kann ich in Phase 1 einen Kredit aufnehmen, das macht noch keinen Sinn, ich habe ja eine Menge Geld. Dann kommt Phase 2, drei Regenwürmer einsetzen, ich nehme mir mal das zusammenhängende Gebiet hier, das muss aber nicht notwendig das beste sein (alternativ: das sollte man am Anfang lieber erst einmal so machen, je nachdem, wie es stimmt). Kampf ist nicht, weil Ihr wart noch nicht da. Jetzt entscheide ich mich noch für ein Jokertier, nehme den Marienkäfer, ich habe nun zwei Stollen für 4 Punkte, die werden eingetragen, und der nächste ist dran. Willst Du einen Kredit aufnehmen? Nein, gut, also setze mal Deine Würmer."

Schließlich möchte ich noch eine Sache, die oben steht, etwas umformulieren, so wie ich denke, dass sie gemeint ist: natürlich sollte man auch "erste Spiele" gewinnen wollen. Allerdings sollte man sich nicht ärgern, wenn es nicht klappt. Bei uns ist es relativ üblich, über "strittige taktische Entscheidungen" in den ersten Runden zu diskutieren ("Ich habe jetzt eine Vermehrungskarte, wenn ich die jetzt auf Rainer spiele, was dann?" "Ja dann kann er, aber andererseits, und deswegen ist das vielleicht nicht so gut."). Betonung auf diskutieren, ich will niemandem meine Meinung aufoktruieren (und offenkundiger Quatsch wird weitestgehend ignoriert).

Zum Leid des Vortragenden: am schlimmsten sind meines Erachtens die Vorgreifer. Man überlegt sich eine Reihenfolge, wie man was erklärt (bei Vinci z.B. erkläre ich immer zuerst, wie ein Volk ohne Eigenschaften mit einer erst einmal beliebigen Armeenzahl in Europa einfällt, und was es in der nächsten Runde macht und wie es Punkte bekommt), und dann kommen die Fragen, die "später" noch behandelt werden (bloß, dass diese Antwort dann auch nervt) oder komplexere Taktikfragen vor Ende der Erklärung... aber das kennt Ihr ja alle, wie Ihr schon geschreibselt habt.

Tschüß
Marten (liest gerne Anleitungen, notfalls auch vor, und hofft immer, dass seinem sonoren Bariton auch mit angemessener Ehrfurcht gelauscht wird)

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Jost Schwider

RE: Regelerklaerungen [lang]

Beitragvon Jost Schwider » 26. Februar 2002, 15:22

"Kathrin Nos" hat am 26.02.2002 geschrieben:

> Im Prinzip eine gute Idee. Bei uns persönlich ist es aber
> häufig so, dass ein Teil der Spielerrunde aus
> Offenbach/Main kommt, und wir südlich von Heidelberg
> wohnen, so dass man nicht "mal eben" zusammenkommt.
> Glücklicherweise sind wir aber gerade in dieser Runde auch
> sehr konfliktresistent - Knatsch beim Regelerklären gibt es
> praktisch nicht.

Ich muss zugeben, dass solche Probespiel-Runden nur bei wirklich komplexen neuen Spielen organisiert werden, also etwa zweimal im Jahr! :-)

> Seit ein paar Monaten (die insbesondere durch Spielemesse
> und verschiedene Schnäppchenkäufe sehr einkaufsintensiv
> waren) haben Peter und ich begonnen, Spiele z.T. auch
> simuliert probe zu spielen. Mit "simuliert" meine ich
> jetzt, dass wir Spiele, die eigentlich erst mit mindestens
> drei oder vier Personen spielbar sind, zu zweit spielen und
> jeder z.B. zwei Farben spielt. Ok, das ist halt das
> Probespiel vor dem Spieleabend, was andere Leute hier im
> Thread schon erwähnt haben.

Klar, so ähnlich machen das wohl viele. Aber das eigentliche Problem (Verständnis-Fragen der Mitspieler) wird dadurch nur am Rande berührt.

> Ein anderer Aspekt, der hier im Thread schon angesprochen
> wurde, ist die Frage "Wer kauft eigentlich die Spiele".

Damit habe ich persönlich keine Probleme, da bei uns im Spielekreis einige sehr "potente" Spielesammler vertreten sind. Ich habe mich etwas spezialisiert auf die "historisch/phantastischen" (strategisch angehauchten) Spiele, andere eher auf Kommunkationsspiele, wieder andere auf "alles unter 50€", etc. pp. ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Jost Schwider

RE: ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Jost Schwider » 26. Februar 2002, 15:22

"Hanno Schwede" hat am 26.02.2002 geschrieben:

>
> Also Christian, ich kann Dir nur empfehlen mal an einer
> Spielrunde mit Roman teilzunehmen, da wirst Du erleben, wie
> auch komplexere Spiele unter 4 Min. erklärt werden. Der
> Roman hat dabei einem Trick: Er lässt Claudia die Spiele
> erklären, und die, die kann das. Da kann man nur
> dabeisitzen und lernen, wie man erklärt.

Kann man sich Claudia ausleihen? :LOL:

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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hannes

Re: genau !

Beitragvon hannes » 26. Februar 2002, 15:32

Marten Holst schrieb:

> Schließlich möchte ich noch eine Sache, die oben steht, etwas
> umformulieren, so wie ich denke, dass sie gemeint ist:
> natürlich sollte man auch "erste Spiele" gewinnen wollen.
> Allerdings sollte man sich nicht ärgern, wenn es nicht
> klappt.

Ja, so war es gedacht; danke. Da war wohl meine Wenigkeit gemeint. Ich zitiere mich :-) :

"Wenn ein Spiel von lauter Neulingen (keiner kennt es) das erste Mal gespielt wird, sollte man nicht zu ehrgeizig sein und siegen wollen."

Natürlich, auch im ersten Spiel soll man sich anstrengen. Wenn niemand gewinnen will, macht es ja keinen Spass. Aber beim ersten Kennenlernspiel helfe ich auch mal einem andern und mache ihn auf Regeldetails oder strategische Finessen aufmerksam, auch wenn ich dadurch vielleicht nicht mehr gewinne.

Ciao
hannes

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

RE: ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 26. Februar 2002, 15:49

Jost Schwider schrieb:

> Kann man sich Claudia ausleihen? :LOL:

Also nein! Jost liebt Italienerinnen ohne Pelz, liebt 7-of-9 wegen ihrer wippenden Zöpfe, Lara Croft wegen der grßen Augen ... und nun auch noch das!

Ich bin entsetzt! :grin:

Roland

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Hanno Schwede
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Beiträge: 392

RE: ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Hanno Schwede » 26. Februar 2002, 16:14


> Kann man sich Claudia ausleihen? :LOL:


Ich denke darauf kann nur Claudia eine Antwort geben, aber ich denke Sie ist nicht verleihbar.......

sigdmwwt mit meiner Freundin Klamotten kaufen (helft mir)

Ciao

der

Hanno

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Roman Pelek

RE: ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Roman Pelek » 27. Februar 2002, 12:15

Hi Hanno,

Hanno Schwede schrieb:

> > Kann man sich Claudia ausleihen? :LOL:
> Ich denke darauf kann nur Claudia eine Antwort geben, aber
> ich denke Sie ist nicht verleihbar.......

Das hängt davon ab, welche Art Spiele Jost spielen will :LOL: Außerdem muss sie das selbst beurteilen :-D

Ciao,
Roman (Arbeitsteilung: Claudia redet&hört zu, Roman liest&schreibt :) )

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Jost Schwider

RE: ein wenig OT: mein Tipp dazu

Beitragvon Jost Schwider » 4. März 2002, 12:57

"Roland G. Hülsmann" hat am 26.02.2002 geschrieben:

>> Kann man sich Claudia ausleihen? :LOL:
>
> Also nein! Jost liebt Italienerinnen ohne Pelz, liebt
> 7-of-9 wegen ihrer wippenden Zöpfe, Lara Croft wegen der
> grßen Augen ... und nun auch noch das!

Das hast du zwar leicht verdreht, aber: ;-)
Hey, der Kerl hat Geschmack! :-D

> Ich bin entsetzt! :grin:

...das es sowas noch bei Männern gibt. :-)

Viele Grüße
Jost aus Soest (voll des guten Geschmackes)


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