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PC - "Jedem das Seine"

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Marten Holst

Re: Moin

Beitragvon Marten Holst » 28. Februar 2002, 14:22

Moinle RoGo,

auf diesem Niveau zu diskutieren, [i]das[/i] ist peinlich. Wenn Du Poques Reaktion für übertrieben hältst - nun gut, ich auch (etwas). Aber derartiges ist, pardon, absolut zum Kotzen. Vielleicht wäre es für alle am besten, wenn Du einfach die Klappe hieltest.

Tschüß
Marten (bekommt gerade ein paar Hasspickel)

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RoGo

Re: Moin

Beitragvon RoGo » 28. Februar 2002, 14:36

Lieber Marten,
Ironie ist ein schwierig Ding.
Wenn Du Dich angegriffen fühlst, entschuldige ich mich hiermit förmlich.
Gruß
Roland

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Marten Holst

Re: Moin

Beitragvon Marten Holst » 28. Februar 2002, 14:40

Moinle RoGo,

> Ironie ist ein schwierig Ding.

Dass es Ironie sein sollte, das habe ich wohl gemerkt. Ich empfand und empfinde sie hier nur als unpassend.

> Wenn Du Dich angegriffen fühlst, entschuldige ich mich
> hiermit förmlich.

Ist formlos akzeptiert.

Tschüß
Marten

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Roland G. Hülsmann
Kennerspieler
Beiträge: 2598

Re: Ich schweige, es hat ja doch keinen Zweck!

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 28. Februar 2002, 14:42

Nein, Schweigen ist sicher nicht richtig. Die Diskussion, die Du angestoßen hast ist wichtig, auch wenn nicht alle Deiner Meinung sind!

Mir ging es in meiner ersten Antwort eben darum, daß man dem Autor des Artikels keinen Vorwurf machen kann, weil er vermutlich (wie zugegebenerweise auch ich) eben nicht wußte, daß gerade diese Formulierung von den Nazis derart mißbraucht wurde. Und man kann auch niemandem vorwerfen, daß er gerade dieses Detail der Geschichte des dritten Reiches (was auf dem Tor des KZ Buchenwald stand) nicht parat hat.

Und ich nehme einmal an, daß der weitaus größte Teil der Bevölkerung dieses nicht weiß (und vermutlich diesen Satz auch nicht mit großen Filosofen der Vergangenheit in Verbindung bringt). Daher vermute ich, daß nahezu jeder Leser die Überschrift so verstanden hat, wie sie der Autor gemeint hat: Jedem das seine Monoply! Es ist nun einmal ein ganz normaler deutscher Satz, auf den man auch kommen kann, ohne ihn je vorher gehört zu haben. Was hätte - mit exakt gleicher Bedeutung - an der Stelle von "Jedem das Seine" stehen können?

Natürlich ist es mit Sprüchen wie "... bis zur Vergasung" etwas ganz anderes. Ich denke aber, man kann "Jedem das Seine" nicht auf die gleiche Ebene setzen.

Und trotzdem bin ich Dir dankbar, daß Du darauf hingewiesen hast. So habe ich mein Wissen erweitern können. Nur den Vorwurf an die Redaktion hätte es meines Erachtens nicht gebraucht.

Roland (diskutiert am liebsten mit Leuten, die eine andere Meinung als er selbst haben. Nur daß bringt uns voran!)

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Günter Cornett

Re: Ein Beispiel

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 14:54

RoGo schrieb:
>
> Stell Dir vor:
> Zwei Geiger, einer wunderbar talentiert, einer mit
> Zitterlähmung.
> Zur Verteilung stehen eine Stradivari und eine Aldi-Geige.
> Wer kriegt die Stradivari?
> Rawls würde sagen: Die Verteilung wäre gerecht, wenn beide
> zustimmen ohne zu wissen, wer von beiden sie sind.
> Wie würdest Du Dich entscheiden?


Hallo Roland,

zur Diskussion über Ciceros und Platons Ansichten mag dieses Beispiel interessant sein.

Aber zumindest dieser Thread steht in einem anderen Zusammenhang, in dem dein Beispiel absolut unpassend ist.

Ich denke, dass 'Jedem das Seine' für unterschiedliche Menschen unterschiedliches bedeutet. D.h. man kann sicherlich keinem einen Vorwurf machen, der diesen Satz in seiner ursprünglichen Bedeutung benutzt, ohne dass die andere präsent ist. Beim Lesen der spielbox ist mir die Überschrift auch nicht als anstößig aufgefallen.

Aber in diesem Thread kann keiner behaupten, die andere Bedeutung nicht zu kennen. Da wünsche ich mir mehr Sensibilität als Trotz.

Gruß, Günter


> Vielleicht sollte man die Stradivari zertrümmern und nochmal
> bei Aldi einkaufen.

Nur mal so: Vielleicht sollte man die Stradivari verkaufen, um mit dem Geld eine Behandlung und Pflege des Kranken ermöglichen...

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Günter Cornett

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 14:54

Benjamin Spicher schrieb:
>
> Lieber Poque
>
> Wie man bei einem Zitat von (wahrscheinlich) Platon in
> Verbindung mit einer Spielerezension auf eine derartige
> Assoziation kommen kann ist mir echt schleierhaft.

Hallo Benjamin,

Poque hat nicht behauptet, dass das Zitat bewusst so benutzt wurde. Für die Assoziation reicht ihm das Zitat allein schon aus. Das sollte dir nicht schleierhaft sein, wenn du seinen Beitrag gelesen hast.


> In diesem
> Zusammenhang interessiert mich auch Deine Familiengeschichte
> nicht,

Es ist dir schleierhaft, weil du es nicht wissen willst...


> auch wenn ich ansonsten (wenns um ein entsprechendes
> Thema ginge) durchaus mit Dir fühlen könnte.
> Natürlich soll diese Zeit nicht in Vergessenheit geraten,
> aber sie muss auch nicht bei jeder Gelegenheit hervor geholt
> werden. (Kleiner Einschub: Wenn man sie schon nicht vergisst
> sollte man allerdings auch seine Lehren daraus ziehen und
> nicht als ehemals "geschundenes" Volk nun ebenfalls als
> Unterdrücker auftreten - aber diese Diskussion ist hier
> ebenso fehl am Platz).

Allerdings ist diese Diskussion hier Fehl am Platz.

Was soll der 'kleine Einschub' ?

Günter

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Ein Beispiel

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 28. Februar 2002, 14:57

:???:

Also hier sehe ich den Zusammenhang zum ursprünglichen Thread nicht mehr. Eine philosophische Betrachtung des Spruches "Jedem das Seine" war hier wohl nicht der Ursprung. Hier ging es darum, daß die Nazis diesen Satz (der so allgemein ist, daß er nicht zwingend einem der Altvorderen zugeschrieben werden kann) pervertiert hatten und damit die Ansicht verbreiten wollten, den Insassen der KZs geschehe es recht.

Was Ganz anderes: In Deinem Beispiel könnte es durchaus sein, daß die ALDI-Geige genauso gut ist, aber eben viel billiger, da die Lizenzgebührenm entfallen ;-) Desweiteren würde ich in einem solchen Fall das Los entscheiden lassen, denn einen Kranken aufgrund seiner Krankheit zu benachteiligen widerspricht der Menschenwürde.

Gruß Roland (nicht RoGo, sondern RGH !!!)

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RoGo

Re: [Link] Hintergrund zu "Jedem das Seine"

Beitragvon RoGo » 28. Februar 2002, 14:58

Auch wenn ich nerve:
Gerade Cicero ist eine schlechter Ausgangspunkt zu "Jedem das Seine", weil mit der Stoa die Bedeutung der Verteilungsgrechtigkeit eine Wendung erfahren hat, die wohl bei Kant ihren Höhepunkt erfährt, der die verteilende Gerchtigkeit nur noch auf das Recht bezogen sehen möchte: Da wir alle gleich seien, stünde uns allen das gleiche Recht zu. Fragen des Wohlstands, der Machtverteilung in einer Gesellschaft werden einfach ausgeklammert.
Allerdings ist die Kantsche Position und sein kategorischer Imperativ wahrlich weniger anfällig für rechte Verballhornungen als die griechischen Gedankenspiele in einer Sklavenhaltergesellschaft.
Gruß
Roland (dem besonders Nieztsches Ironie in der Fußnote gefallen hat.)

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RoGo

Re: Ein Beispiel

Beitragvon RoGo » 28. Februar 2002, 15:03

Lieber Günter,
das Schöne bei Rawls ist, dass die Beteiligten selbst entscheiden und jeder auch wenn er einer unter hundert ist, jedes Ergebnis verhindern kann. Niemand wird bevormundet und dennoch muß keine Gleichverteilung herauskommen.
Aber es ist schon ein wenig OT.
Gruß
Roland (der die Stradivari verschenken würde)

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dieter grell-von pressentin

RE: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon dieter grell-von pressentin » 28. Februar 2002, 15:45

Hallo zusammen.

Da, wie die Links zeigen, der Ausdruck "Jedem das Seine" von den Nazis genauso verwendet wurde wie "Arbeit macht frei" muss er auch, unabhängig von seines Ursprungs, genauso behandelt werden. Ich würde auf eine Spielbox Überschrift "Arbeit macht frei" mit der sofortigen Kündigung meines Abos reagieren. Ich glaube aber, dass die nationalsozialistische Bedeutung des Ausdrucks "Jedem das Seine" den Machern der SB nicht bekannt war, wie mir eben auch. Deshalb auch keine Kündigung. Ich möchte Poque dafür danken, dass er mir die Bedeutung dieses Spruchs an so unerwarteter Stelle aufgezeigt hat. Wie die Reaktion hier im Forum zeigt, fällt sein Beitrag fast schon unter Zivilcourage. (Wobei Zivilcourage unter einem Pseudonym....!?!). In meinem Wortschatz wird dieser Ausdruck nicht mehr verwendet, seine nationalsozialistische Bedeutung wird mir aber immer bewusst bleiben.

mfg dieter (der seine Schreibfaulheit mutig bekämpft hat)

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Benjamin Spicher

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Benjamin Spicher » 28. Februar 2002, 15:55

Günter Cornett schrieb:
>
> Poque hat nicht behauptet, dass das Zitat bewusst so benutzt
> wurde. Für die Assoziation reicht ihm das Zitat allein schon
> aus. Das sollte dir nicht schleierhaft sein, wenn du seinen
> Beitrag gelesen hast.

Ich habe nicht behauptet, er habe behauptet. Wenn du meinen Beitrag gelesen hättest solltest du das gemerkt haben. Ich sehe nur nicht ein wie man beim alleinigen Lesen dieses Satzes in einer SPIELEZEITSCHRIFT überhaupt auf so eine Assoziation kommt. Der weiter oben erwähnte Artikel zeigt eine Reihe weiterer Fälle auf, in denen das Zitat (ohne böse Hintergedanken) benutzt wird. Es handelt sich nun mal nicht um ein "Nazi-Copyright", sondern um ein "geflügeltes Wort".

> > In diesem
> > Zusammenhang interessiert mich auch Deine Familiengeschichte
> > nicht,
>
> Es ist dir schleierhaft, weil du es nicht wissen willst...

Was ist schleierhaft? Das ist nun wirklich völlig aus dem Zusammenhang. Aber sonst hast du recht: seine persönliche Familiengeschichte interessiert mich im allgemeinen und ganz besonders HIER nicht. Was soll der vorwurfsvolle Unterton? Muss mich jede einzelne Familiengeschichte interessieren? Ansonsten wage ich zu behaupten dass ich über diese Zeit nicht sooo schlecht Bescheid weiss.

> Allerdings ist diese Diskussion hier Fehl am Platz.
>
> Was soll der 'kleine Einschub' ?
>

Der kleine Einschub ist ein Aspekt meiner Meinung zum von Poque angesprochenen Thema und genau so berechtig wie Poques Familiengeschichte oder seine Assoziation. Wenn man schon vom Thema (= Spiele) abkommt, sollte das allen zustehen.

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Günter Cornett

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 16:14

Benjamin Spicher schrieb:
>
> Günter Cornett schrieb:
> >
> > Poque hat nicht behauptet, dass das Zitat bewusst so benutzt
> > wurde. Für die Assoziation reicht ihm das Zitat allein schon
> > aus. Das sollte dir nicht schleierhaft sein, wenn du seinen
> > Beitrag gelesen hast.
>
> Ich habe nicht behauptet, er habe behauptet. Wenn du meinen
> Beitrag gelesen hättest solltest du das gemerkt haben. Ich
> sehe nur nicht ein wie man beim alleinigen Lesen dieses
> Satzes in einer SPIELEZEITSCHRIFT überhaupt auf so eine
> Assoziation kommt.

Ich habe deinen Beitrag gelesen.

Wenn für eine Assoziation das Zitat alleine schon ausreicht, so bedeutet das doch nicht, dass diese Assoziation im Kontext 'Spielezeitschrift' automatisch ausgeblendet wird.

Das müsstest du eigentlich verstehen können.

Es sei denn du wolltest sagen: er darf nicht so assoziieren bzw. soll die Assoziation für sich behalten.

> > > In diesem
> > > Zusammenhang interessiert mich auch Deine
> Familiengeschichte
> > > nicht,
> >
> > Es ist dir schleierhaft, weil du es nicht wissen willst...
>
> Was ist schleierhaft? Das ist nun wirklich völlig aus dem
> Zusammenhang. Aber sonst hast du recht: seine persönliche
> Familiengeschichte interessiert mich im allgemeinen und ganz
> besonders HIER nicht.

Und weil dich die 'persönliche Familiengeschichte' (von Millionen) nicht interessiert, verstehst du seine Assoziation nicht. Da du aber von ihr weisst und sagst, das gehört nicht hierher, behaupte ich: du willst es nicht wissen. Aus diesem Grunde verstehst du die Assoziation nicht.

> Was soll der vorwurfsvolle Unterton?

Es ist bestimmt kein 'Unter'ton.

> Muss mich jede einzelne Familiengeschichte interessieren?
> Ansonsten wage ich zu behaupten dass ich über diese Zeit
> nicht sooo schlecht Bescheid weiss.
>
> > Allerdings ist diese Diskussion hier Fehl am Platz.
> >
> > Was soll der 'kleine Einschub' ?
> >
>
> Der kleine Einschub ist ein Aspekt meiner Meinung zum von
> Poque angesprochenen Thema und genau so berechtig wie Poques
> Familiengeschichte oder seine Assoziation. Wenn man schon vom
> Thema (= Spiele) abkommt, sollte das allen zustehen.

Es sagt etwas über dich und deine Haltung aus.
Insofern gehört das schon hierher - leider.

Günter

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Benjamin Spicher

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Benjamin Spicher » 28. Februar 2002, 16:26

Günter Cornett schrieb:

Zum Rest sage ich lieber nichts mehr, aber es stimmt schon, eigentlich komme ich nicht ins Spielbox Forum um anderer Leute Familiengeschichten nachzulesen. Wenn mich das zum Ignoranten macht, dann bin ich gern einer.

> >
> > Der kleine Einschub ist ein Aspekt meiner Meinung zum von
> > Poque angesprochenen Thema und genau so berechtig wie Poques
> > Familiengeschichte oder seine Assoziation. Wenn man schon vom
> > Thema (= Spiele) abkommt, sollte das allen zustehen.
>
> Es sagt etwas über dich und deine Haltung aus.
> Insofern gehört das schon hierher - leider.

Hmmmm.. das würde mich jetzt aber mal interessieren was das über meine Haltung aussagt (auch wenn das eigentlich nicht hierher gehört). Meine Haltung ist eigentlich die, dass alle mit gleichen Ellen gemessen werden sollten. Nehmen wir an, ich wurde als kleiner Junge verprügelt. Gibt mir das das Recht, später einen beliebigen anderen kleinen Jungen ebenfalls zu verprügeln, oder darf man mich dafür kritisieren, OBWOHL ich ein "schweres Schicksal" hinter mir habe (bevor du mir hier wieder was unterstellst: Die Anführungszeichen stehen für das "schwere Schicksal" des Jungen, nicht des angesprochenen Volkes . Das ist es zweifellos schwer ohne "" ). ich weiss ja nicht, wie's bei euch in Deutschland ist, aber zumindest in der Schweiz dürfen wir die Vorkommnisse in den Palästinensergebieten durchaus auch Israel-kritisch hinterfragen ohne deswegen gleich als Nazi zu gelten.

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Benjamin Spicher

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Benjamin Spicher » 28. Februar 2002, 16:31

> > > > In diesem
> > > > Zusammenhang interessiert mich auch Deine
> > Familiengeschichte
> > > > nicht,
> > >
> > > Es ist dir schleierhaft, weil du es nicht wissen willst...
> >
> > Was ist schleierhaft? Das ist nun wirklich völlig aus dem
> > Zusammenhang. Aber sonst hast du recht: seine persönliche
> > Familiengeschichte interessiert mich im allgemeinen und ganz
> > besonders HIER nicht.
>
> Und weil dich die 'persönliche Familiengeschichte' (von
> Millionen) nicht interessiert, verstehst du seine Assoziation
> nicht. Da du aber von ihr weisst und sagst, das gehört nicht
> hierher, behaupte ich: du willst es nicht wissen. Aus diesem
> Grunde verstehst du die Assoziation nicht.
>

Übrigens doch noch eine Bemerkung: Du liest tatsächlich extrem einseitig - leider immer zu meinen Ungunsten. Seine PERSÖNLICHE Familiengeschichte interessiert mich nicht. Diejanige von Millionen interessiert mich durchaus, aber dann bitte nicht in diesem Forum. Aufgrund seiner persönlichen Geschichte scheint er nicht mehr in der Lage zu sein, die entsprechende Aussage in Relation des Kontexts zu sehen. Der KONTEXT war eine Spielezeitschrift. Eine Aussage ist IMMER nur in Ihrem Kontext richtig zu deuten, und deshalb nochmal, ja, ich verstehe die Assoziation nicht.

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Günter Cornett

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 16:39

Benjamin Spicher schrieb:
>
>
> Zum Rest sage ich lieber nichts mehr, aber es stimmt schon,
> eigentlich komme ich nicht ins Spielbox Forum um anderer
> Leute Familiengeschichten nachzulesen. Wenn mich das zum
> Ignoranten macht, dann bin ich gern einer.

Wenn du meinst, sein Beitrag ist OT ist etwas anderes, als wenn du sagst, du kannst die Assoziation nicht verstehen und dabei das Wissen ausblendest, das dir dazu geliefert wird.

(Ich persönlich finde den Poques Beittrag allerdings alles andere als OT.)



>
> > >
> > > Der kleine Einschub ist ein Aspekt meiner Meinung zum von
> > > Poque angesprochenen Thema und genau so berechtig wie
> Poques
> > > Familiengeschichte oder seine Assoziation. Wenn man schon
> vom
> > > Thema (= Spiele) abkommt, sollte das allen zustehen.
> >
> > Es sagt etwas über dich und deine Haltung aus.
> > Insofern gehört das schon hierher - leider.
>
> ich weiss ja nicht, wie's bei
> euch in Deutschland ist, aber zumindest in der Schweiz dürfen
> wir die Vorkommnisse in den Palästinensergebieten durchaus
> auch Israel-kritisch hinterfragen ohne deswegen gleich als
> Nazi zu gelten.

Nebenbei bemerkt: Ich habe das Verhalten des israelischen Staates durchaus auch schon kritisiert und mich deswegen schon vor Jahrzehnten mit diversen Lehrern angelegt.

Darum geht es hier aber nicht. Überlege doch mal, wem du welches Verhalten vorwirfst. Du benutzt das als Keule gegen Opfer, die mit Tätern von heute nicht identisch sind.

Warum ? Offensichtlich fühlst du dich durch Poques Beitrag angegriffen. Das sagt es aus. Wenn es für dich nur uninteressant ist, hättest du einfach sagen können: Bitte ins OT-Forum.

Günter

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Thomas Rosanski

RE: [Link] Hintergrund zu "Jedem das Seine"

Beitragvon Thomas Rosanski » 28. Februar 2002, 16:44

"Thomas Rosanski" hat am 28.02.2002 geschrieben:
> "Hintergrundinformationen zu dem Wort [i]Jedem das Seine[/i]"
> ...
> folgenden Link

Ach so, ich möchte ausdrrücklich darauf hinweisen, dass ich mir den Inhalt des verlinkten Dokuments nicht zu eigen machen wollte und seinen Wahrheitsgehalt auch nicht bezeugen kann. Mir persönlich hat es jedoch gezeigt:

- es gab große Firmen, die das umstrittene Zitat benutzt haben (der WDR benutzt sie anscheinend immer noch)
- es gab Proteste aus Teilen der Bevölkerung
- das Zitat ist viel älter als die negativen Assoziationen, die manche damit verbinden

Ich möcht es jedem selber überlassen, ob man deshalb meint, der Gebrauch des Zitates sollte vermieden werden. Jedenfalls ist klar geworden, dass es wohl nicht zur allgemeinen Bildung gehört, zu wissen, dass dieses Zitat am Einganz eines Konzentrationslagers stand und daher für manche Leute negative Assoziationen mit sich bringt.

Fröhlichen Gruß,

Thomas.

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Benjamin Spicher

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Benjamin Spicher » 28. Februar 2002, 16:49


> Nebenbei bemerkt: Ich habe das Verhalten des israelischen
> Staates durchaus auch schon kritisiert und mich deswegen
> schon vor Jahrzehnten mit diversen Lehrern angelegt.

Na also.

>
> Darum geht es hier aber nicht. Überlege doch mal, wem du
> welches Verhalten vorwirfst. Du benutzt das als Keule gegen
> Opfer, die mit Tätern von heute nicht identisch sind.

Gleiches gilt für Poque. Die Spielbox hat wohl eher wenig mit den damaligen Machthabern zu tun, oder? Ich weiss ja auch nicht, warum ich mich als Schweizer so für Euch Deutsche Zeitgenossen einsetze ;o)

> Warum ? Offensichtlich fühlst du dich durch Poques Beitrag
> angegriffen.

Nein - ein Forum ist zum Diskutieren da, und ich diskutiere gerne. Ausserdem bin ich eben auch schon ab und zu mal mit meiner Israel-Haltung "angeeckt", und dann kann ich doch keinen so offen rumliegenden Fehdehandschuh einfach liegen lassen, oder?
Im Ernst: Mein Hauptfeind ist eigentlich Fanatismus jeglicher Art.. dazu gehören Nazis, Radikale jeglicher Couleur, und seit neustem auch die unsägliche "PC".

>Wenn es für dich nur
> uninteressant ist, hättest du einfach sagen können: Bitte ins
> OT-Forum.

Dann wäre uns aber diese Diskussin durch die Lappen gegangen.

(Übrigens ganz kurz zu meiner Familiengeschichte, falls dich die interesieren sollte: Wie du meinem Vornamen entnehmen kannst habe ich selber entsprechende Wurzeln (allerdings nur noch zu 1/8), Mein bester Kollege ist Türke - ich glaube der Naziverdacht ist bei mir weniger angebracht.)

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Petra Schmidt
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Beiträge: 231

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Petra Schmidt » 28. Februar 2002, 20:25

Ich kann dieser Kritik in diesem Wortlaut überhaupt nicht zustimmen.

Ich habe bisher nicht gewusst, dass die Nazis diesen harmlosen Spruch so mißbraucht haben und ich schäme mich auch nicht dafür, dass ich dies bisher nicht wusste - man kann nicht alles wissen. Und anfür sich sind diese Worte aus meiner Sicht wirklich harmlose Worte.

Das Dritte Reich war sicher eine schlimme und dunkle Zeit, aber diese Überreaktion auf den besagten Artikel finde ich schon sehr krass. Ich glaube nicht, dass die meisten mit dem Satz "Jedem das Seine" in unserer heutigen Zeit etwas Böses meinen, auch nicht wenn Nokia und andere dies als Werbesologan benutzten. Ich glaube, dass damit wirklich das gemeint ist, was die Worte aussagen, nämlich jedem das Seine und so wie man es mag.
Wieviel Leute wissen denn überhaupt um diesen Satz und seine Vergangenheit Bescheid? Sicher nicht viele! Und ist dies sträflich?
Gibt es denn eine Liste "reservierter und beschmuddelter" Worte und Redewengungen. Was darf ich denn noch sagen, ohne in ein Fettnäpfchen zu treten?

Eine Anmerkung zu dem Artikel hätte ich durchaus ok gefunden, z.B. der Art "Wisst Ihr eigentlich, dass die Überschrift im Dritten Reich sehr missbraucht wurde ...?" Aber gleich einen Angriff zu machen und dies als peinlich zu bezeichnen oder über den sorglosen Umgang mit Worten und Redewendungen zu schreiben - wer kann sich solch ein Recht herausnehmen?!
Ich lerne wirklich gerne hinzu und fand die oben genannten Links und Artikel sicher sehr interessant, aber man kann auch alles übertreiben.

Petra

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Günter Cornett

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 20:42

Benjamin Spicher schrieb:
>
>
> > Nebenbei bemerkt: Ich habe das Verhalten des israelischen
> > Staates durchaus auch schon kritisiert und mich deswegen
> > schon vor Jahrzehnten mit diversen Lehrern angelegt.
>
> Na also.

Was heisst hier 'na also' ? Keine falschen Verbrüderungen!

Mit Leuten wir dir möchte ich auf keinen Fall in Zusammenhang gebracht werden.

> Ich weiss ja auch nicht, warum ich mich als
> Schweizer so für Euch Deutsche Zeitgenossen einsetze ;o)

Mit deiner Methode der Vereinfachung könnte die Antwort lauten:
Vielleicht weil 'Die Schweizer' auf dem Nazi-Gold hocken, das sie nicht hergeben wollen ?

Ich sehe das jedoch nicht im Kontext: hier die Deutsche, dort die Juden (, im Hintergrund womöglich die Schweizer) - ein Widerspruch, der nicht existiert.


> > Warum ? Offensichtlich fühlst du dich durch Poques Beitrag
> > angegriffen.
>
> Nein - ein Forum ist zum Diskutieren da, und ich diskutiere
> gerne. Ausserdem bin ich eben auch schon ab und zu mal mit
> meiner Israel-Haltung "angeeckt", und dann kann ich doch
> keinen so offen rumliegenden Fehdehandschuh einfach liegen
> lassen, oder?


Wenn du aus purer Streitlust 'diskutieren' willst, such dir jemand anders. Mir ist das Thema zu wichtig.


> Im Ernst: Mein Hauptfeind ist eigentlich Fanatismus jeglicher
> Art.. dazu gehören Nazis, Radikale jeglicher Couleur, und
> seit neustem auch die unsägliche "PC".
>
> >Wenn es für dich nur
> > uninteressant ist, hättest du einfach sagen können: Bitte ins
> > OT-Forum.
>
> Dann wäre uns aber diese Diskussin durch die Lappen gegangen.

Du 'diskutierst' zum Vergnügen, nicht um zu verstehen oder verstanden zu werden ?

> (Übrigens ganz kurz zu meiner Familiengeschichte, falls dich
> die interesieren sollte: Wie du meinem Vornamen entnehmen
> kannst habe ich selber entsprechende Wurzeln (allerdings nur
> noch zu 1/8),

Woher kommt denn diese Zählweise ?

> Mein bester Kollege ist Türke - ich glaube der
> Naziverdacht ist bei mir weniger angebracht.)

Als Nazi habe ich dich nicht bezeichnet. Aber du hast Vorurteile gegen Juden. Dich hinter 'mein bester Kollege ist Türke' zu verschanzen, ist da kein Argument sondern billiger Ersatz für Argumente.

Günter

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Jost Schwider

RE: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Jost Schwider » 28. Februar 2002, 21:45

"Poque" hat am 28.02.2002 geschrieben:

> Aber ist es nicht schade, wenn leichtfertig Begriffe
> und Redewendungen benutzt werden, die diskreditiert
> sind.

Viel schlimmer finde ich es, wenn Begriffe und Redewendungen diskreditiert werden, die (alltäglich!) benutzt werden.

> Es gibt doch viele deutsche Wörter und schönere
> Redewendungen, die solchen Makel nicht haben.

Wo ist die Grenze? Sind alle Wörter und Redewendungen aus "Mein Kampf" für alle Zeiten zu vermeiden?

> Was mich aufregt, ist die Leichtfertigkeit, in der
> vorbelasteten Wörter benutzt werden als wären sie
> alltägliche Redewendungen.

"Jedem das Seine" ist eben nicht vorbelastet!

> Muss es unbedingt NS-Jargon sein?

"Jedem das Seine" ist heute eben kein NS-Jargon.

> Mir ist schon klar, dass "... bis zur Vergasung" aus dem
> Ruhrgebiet stammt und dort wahrscheinlich schon vor den
> Nazi benutzt wurde, aber klingt das nicht nach Gaskammer,
> KZ , Tod und Antisemitismus? Schon daran gedacht?

"Bis zur Vergasung" hat einen direkten (verbalen) Bezug auf die damaligen Greueltaten. Aber im Zusammenhang mit "Jedem das Seine" (und nur darum geht es doch in diesem Thread!) habe ich auf keinen Fall an sowas gedacht!

Viele Grüße
Jost aus Soest (sprich: "joost aus soost")

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Jost Schwider

RE: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Jost Schwider » 28. Februar 2002, 21:45

"Petra Schmidt" hat am 28.02.2002 geschrieben:

> Ich habe bisher nicht gewusst, dass die Nazis diesen
> harmlosen Spruch so mißbraucht haben und ich schäme mich
> auch nicht dafür, dass ich dies bisher nicht wusste - man
> kann nicht alles wissen. Und anfür sich sind diese Worte
> aus meiner Sicht wirklich harmlose Worte.

100% ACK.

> Gibt es denn eine Liste "reservierter und beschmuddelter"
> Worte und Redewengungen. Was darf ich denn noch sagen,
> ohne in ein Fettnäpfchen zu treten?

Eine berechtigte Frage...

> Eine Anmerkung zu dem Artikel hätte ich durchaus ok
> gefunden, z.B. der Art "Wisst Ihr eigentlich, dass die
> Überschrift im Dritten Reich sehr missbraucht wurde ...?"

Ja, [i]das[/i] wäre wirklich interessant und OnTopic gewesen!

> Ich lerne wirklich gerne hinzu und fand die oben genannten
> Links und Artikel sicher sehr interessant, aber man kann
> auch alles übertreiben.

Nööö, das Gesellschafts-Spielen nicht! ;-)

Viele Grüße
Jost aus Soest

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RoGo

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon RoGo » 28. Februar 2002, 22:12

Lieber Poque,
endlich habe ich die Rezension in Händen und muß gestehen Deine Aufregung wird mir verständlicher, obwohl ich sie nicht teile:
1.) L.U.Dikus (der allerdings auf S. 12 unten seinen Namen nennt) schreibt von einem Spiel aus den 30ern.
Schlägt man Sid Sacksons "Spiele anders" auf, erscheint ein verwandtes Patent von 1904.
2.) der Absatz zu Göbbels Wohnort ist mir auch nach vierfachem Lesen unverständlich.
3.) Ein schrecklicher Geldspielautomat wird anhand eines sexistischen Bildes als Zierde bezeichnet.
Allerdings entdecke ich keinen Anhaltspunkt auf verscheidene Bedeutungen des Titelstiftenden Zitats.
Vielleicht hat L.U.Dikus es neu erdacht.
Schöne Grüße
Roland

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Günter Cornett

RE: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Günter Cornett » 28. Februar 2002, 22:17

Jost Schwider schrieb:
>
>"Poque" hat am 28.02.2002 geschrieben:
> > Was mich aufregt, ist die Leichtfertigkeit, in der
> > vorbelasteten Wörter benutzt werden als wären sie
> > alltägliche Redewendungen.
>
> "Jedem das Seine" ist eben nicht vorbelastet!
>
> > Muss es unbedingt NS-Jargon sein?
>
> "Jedem das Seine" ist heute eben kein NS-Jargon.
>
> > Mir ist schon klar, dass "... bis zur Vergasung" aus dem
> > Ruhrgebiet stammt und dort wahrscheinlich schon vor den
> > Nazi benutzt wurde, aber klingt das nicht nach Gaskammer,
> > KZ , Tod und Antisemitismus? Schon daran gedacht?
>
> "Bis zur Vergasung" hat einen direkten (verbalen) Bezug auf
> die damaligen Greueltaten. Aber im Zusammenhang mit "Jedem
> das Seine" (und nur darum geht es doch in diesem Thread!)
> habe ich auf keinen Fall an sowas gedacht!

Hallo Jost,

wenn ich 'Jedem das Seine' höre, assoziere ich zunächst einmal auch nur die Antike (trotz meines Wissens, das es über einem KZ-Eingang stand). Jedoch gilt das ganz offensichtlich nicht für jeden.

Gerade als ich angefangen hatte, den Thread zu lesen, bekam ich Besuch. Ich sagte: *hier ist eine Diskussion über 'Jedem das Seine'* und erhielt als spontane Antwort: *Ist das nicht verboten ?*, sowie anschliessend ein paar kurze Zusatzinfos wie in dem von Thomas zitiertem Text.

Bis dahin hatte ich mich als den politisch Interessierteren von uns beiden eingeschätzt und war daher doppelt erstaunt. Nun, mein Besuch ist in der DDR aufgewachsen und da war das Zitat ebenso bekannt wie 'Arbeit macht frei'.

Ich halte es für richtig, dass es den gleichen Stellenwert hat. Denn schliesslich ist es nicht irgendein Zitat, sondern stand über dem Eingang eines KZ. 'Jedem das seine' ist doch ganz erheblich vorbelastet - nur eben nicht in unseren Köpfen. Das ist mir auch erst durch Poques Reaktion und die nachfolgende Diskussion klar geworden.

Natürlich ist man nicht automatisch Nazi, wenn man das Zitat benutzt, aber die Reaktion von Poque ist für mich durchaus verständlich. Ich kann es auf der anderen Seite ebenso nachvollziehen, dass man wirklich nur die urspringliche Interpretation dazu im Kopf hat und sich deshalb über Poques Beitrag wundert. Für manche andere Beiträge in diesem Forum fehlt mir jedoch das Verständnis.

Gruß, Günter

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Jost Schwider

RE: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Jost Schwider » 1. März 2002, 08:09

"Günter Cornett" hat am 28.02.2002 geschrieben:

> wenn ich 'Jedem das Seine' höre, assoziere ich zunächst
> einmal auch nur die Antike

Ich muß zugeben, dass mir selbst die antike Bedeutungs-Schwere unbekannt war! (:schäm:)

> Nun, mein Besuch ist in der DDR aufgewachsen und da war das
> Zitat ebenso bekannt wie 'Arbeit macht frei'.

Nicht alles in der DDR war besser... ;-)
*SCNR*

> Ich halte es für richtig, dass es den gleichen Stellenwert
> hat. Denn schliesslich ist es nicht irgendein Zitat,
> sondern stand über dem Eingang eines KZ.

M.E. hat es eben nicht den gleichen Stellenwert, da das eine von den Nazis "erfunden" worden ist, das andere eben nicht. Und [i]jedes[/i] Wort ist wahrscheinlich schonmal irgendwo mißbraucht worden!

Extremes Beispiel (nur leicht übertrieben): Während der Kreuzzüge sind viele Greueltaten begangen worden, alles im Namen der Kirche/Bibel. Soll jetzt die Bibel auch verboten werden? Und alle Sprüche daraus? Sicher nicht!

> 'Jedem das seine' ist doch ganz erheblich vorbelastet -
> nur eben nicht in unseren Köpfen.

Und das ist gut so! Ich sehe dies ähnlich wie Volker: Laßt uns solche Worte/Redewendungen immer wieder benutzen, so dass der ggf. vorhandene Mißbrauch in Vergessenheit gerät! So bekommen die Nazis auch ihren gerechten Stellenwert zugewiesen, und werden nicht ständig durch solche Diskussionen aufgewertet...

> Natürlich ist man nicht automatisch Nazi, wenn man das
> Zitat benutzt

Vorsicht! Man könnte das jetzt mißverstehen: "nicht automatisch, aber tendenziell doch!"

> Für manche andere Beiträge in diesem Forum fehlt mir
> jedoch das Verständnis.

Der Hauptkritikpunkt dieser Beiträge ist [i]nicht[/i] die negative Bedeutung von "Jedem das Seine" selbst, sondern die Art und Weise, wie aggressiv "Poque" das Thema aufgetischt hat! Petra hat das sehr gut formuliert:
http://www.spielbox.de/phorum4/read.php4?f=1&i=38145&t=38054

Viele Grüße
Jost aus Soest (benutzt häufiger mal: "Jedem das seine, mir das meiste!")

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Benjamin Spicher

Re: PC - "Jedem das Seine"

Beitragvon Benjamin Spicher » 1. März 2002, 08:55

> Mit Leuten wir dir möchte ich auf keinen Fall in Zusammenhang
> gebracht werden.

Na dann - danke gleichfalls. "Leute wie ich" legen auch gar keinen Wert drauf.

> > Ich weiss ja auch nicht, warum ich mich als
> > Schweizer so für Euch Deutsche Zeitgenossen einsetze ;o)
>
> Mit deiner Methode der Vereinfachung könnte die Antwort lauten:
> Vielleicht weil 'Die Schweizer' auf dem Nazi-Gold hocken, das
> sie nicht hergeben wollen ?

Welche Vereinfachung? Übrigens wurde "hergegeben" - aber das geht natürlch in der Sensationspresse unter. Ausserdem, um weiter zu vereinfachen, müssen wir uns von den eigentlichen Haupttätern (wenn du denn nach wie vor gerne einer sein möchtest) nichts vorwerfen lassen. Dieser Vorwurf dürfte nicht aus deiner Ecke kommen, sondern von den Opfern.

> Ich sehe das jedoch nicht im Kontext: hier die Deutsche, dort
> die Juden (, im Hintergrund womöglich die Schweizer) - ein
> Widerspruch, der nicht existiert.

Du hast mir vorgeworfen ich würde "Juden" (was WIEDER falsch ist: ich rede vom Staat Israel) anklagen, welche aber nicht die gleichen Leute sind die damals gelitten haben. Poque klagt Personen an, die mit den TÄTERN von damals nichts gemeinsam haben (nehme ich für die Spielbox jetzt einfach mal an). Ist es nicht einfach so, dass du den Zusammenhang nicht sehen WILLST?

> > Nein - ein Forum ist zum Diskutieren da, und ich diskutiere
> > gerne. Ausserdem bin ich eben auch schon ab und zu mal mit
> > meiner Israel-Haltung "angeeckt", und dann kann ich doch
> > keinen so offen rumliegenden Fehdehandschuh einfach liegen
> > lassen, oder?
>
> Wenn du aus purer Streitlust 'diskutieren' willst, such dir
> jemand anders. Mir ist das Thema zu wichtig.

Scheint so, aber um was gehts denn bei dir? Du bist nicht gerade auf Konsens aus (siehe oben, Stichwort "Leute wie du" (weil ich eine andere Meinung habe??). Das spricht nicht unbedingt für Diskussionskultur).

> Du 'diskutierst' zum Vergnügen, nicht um zu verstehen oder
> verstanden zu werden ?

Ich gebe mein bestes und erkläre meine Meinung möglichst langsam und ausführlich, aber es gibt auch leute die nicht verstehen wollen...
Andererseits sehe ich immer noch nicht ganz was du mir eigentlich sagen wolltet. Bisher hast du dich darauf beschränkt mich falsch zu zitieren und zu sagen, Poque dürfte durchaus diese Assoziation zeigen. Schön. Punkt.

Und ja, ich diskutiere zum vergnügen - ich kriege dafür nix (was jetzt wahrschinlich mein zutiefst verdorbenes materialistisches Wesen zeigt).

> > (Übrigens ganz kurz zu meiner Familiengeschichte, falls dich
> > die interesieren sollte: Wie du meinem Vornamen entnehmen
> > kannst habe ich selber entsprechende Wurzeln (allerdings nur
> > noch zu 1/8),
>
> Woher kommt denn diese Zählweise ?

Urgrossvater 1 -> Grossmutter 1/2 -> Mutter 1/4 -> Ich 1/8

nicht so schwer, oder? Wenn auch vielleicht biologisch nicht ganz korrekt.

> > Mein bester Kollege ist Türke - ich glaube der
> > Naziverdacht ist bei mir weniger angebracht.)
>
> Als Nazi habe ich dich nicht bezeichnet. Aber du hast
> Vorurteile gegen Juden.

NEINNEINNEIN, spätestens jetzt beginnst du mich ernsthaft zu nerven. ich lass mir von dir nicht dauernd irgendwelchen Scheiss in die Schuhe schieben. Sag mir mal eine Textstelle in der ich ein VORURTEIL GEGEN JUDEN hätte. Ich kritisiere den Staat Israel, ich habe KEIN WORT gegen Juden persönlich gesagt. Ich unterscheide sehr wohl zwischen Menschen und Politik. Lies vielleicht EINMAL was ich schreibe, und antworte nicht auf was du gerne HÄTTEST, das ichs geschrieben habe, damits in dein Weltbild passt.

Nochmal langsam zum Mitschreiben (oder vielleicht zur Abwechslung erst mal lesen):

Meine Feinde in absteigender Reihenfolge (nicht vollständig):

1. nazis 2. andere Radikale 3.Weltveresserer, Astrologen, Wahrsager 4. leute die meine Aussagen verdrehen.

Dabei tauchen weder Juden, Moslems, noch andere MENSCHEN auf.


>Dich hinter 'mein bester Kollege ist
> Türke' zu verschanzen, ist da kein Argument sondern billiger
> Ersatz für Argumente.

Argumente wofür? Verschanzen wovor? Du siehst mich also doch als Nazi? Oder liegt es daran, dass sich DEIN "Anti-Nazitum" auf die Theorie beschränkt? Wäre es deiner Meinung nach besser wenn mein bester Freund Jude wäre, weil die bösen Moslems sowieso alles Terroristen sind und so weiter und so fort? Ich bin auch nicht schlecht im Unterstellen, oder?

Das bringt nix. Und tschüss... (du willst ja eigentlich gar nicht Diskutieren)


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