Beitragvon Roman Pelek » 2. März 2002, 16:05
Hi Gabi,
Gabi Goldschmidt schrieb:
> Es gibt
> so viele Dinge zu bedenken , dass ich das Spiel eher mit
> geübten Strategen, denn im Familienkreis spielen würde.
Da gehen die Meinungen auseinander, gerade auch wegen der Möglichkeit, strategische Überlegungen anzustellen und aufgrund des fehlenden Glücksfaktors.
Ich persönlich denke, dass "Mexica" einen leichten Einstieg und überschaubare Regeln bietet und dass man es auch aus dem Bauch heraus gut spielen kann. Das würde ich z. B. bei "Java" anders sehen, da es von den Möglichkeiten m. E. komplexer ist und räumliche Vorstellungskraft erfordert.
Für mich lässt sich die Familientauglichkeit nicht allein am Glücksfaktor oder der Möglichkeit, Sachen zu durchdenken, festmachen, sondern auch daran, ob ein Spiel einen leichten Einstieg bietet und auch locker gespielt werden kann. Und das kann "Mexica" nach meinem Dafürhalten.
Allerdings, und da stimme ich zu, gibt es hier keinen nivellierenden Glücksfaktor, der Ungeübten auch mal einen Vorteil bescheren könnte. Womit's im Familienkreis vermutlich am meisten Spass bereitet, wenn nicht absolute Strategen dabei sind und die anderen "abziehen" bzw. das Spiel durch Denkpausen unnötig in die Länge ziehen.
Kurzum: ich finde, man kann Mexica auch einfach "spielerisch" angehen und muss es nicht in Denksport ausarten lassen, wie wir das häufig gerne tun. Mit vielen anderen Spielen, die Raum für strategische Überlegungen bieten, kann man das m. E. nicht so tun, weil man sonst überhaupt nicht ins Spiel findet. Bei Mexica kann man quasi immer was Sinnvolles machen, auch wenn man nicht der Überstratege ist, d. h. man blockiert das Spiel nicht mit notwendigerweise mit mangelnder Zielgerichtetheit des eigenen Tuns... (vielleicht von ganz, ganz extremen Spielverläufen mal abgesehen, natürlich kann man auch aus den Kanälen einen "See" bauen, ob's dann noch Spaß macht, weiß ich nicht...)
Ciao,
Roman