Beitragvon Marten Holst » 7. März 2002, 11:33
Moinle,
> > Ökolopoly (Ravensburger, erschien vorher noch bei einem
> anderen
> > Verlag, wenn ich mich recht erinnere) ist kein Spiel, sondern
> > ein Simulationsprogramm in einem Pappcomputer.
> Eben das meine ich.
> Nicht nur, daß Computersimulationen heute weiter sind:
> Vesters Modell war primitiv und witzlos.
> Da sollten alle möglichen Parameter ineinandergreifen - aber
> letztlich war das alles nur Fassade. Es kam einzig und allein
> darauf an, möglichst viel Bildung unters Volk zu bringen
und einen Hauch "Umweltschutz" oder ähnlich, den man einmalig auf "Höchst"wert stellen musssollte, dann lief es glatt. Andererseits scheint das Spiel viele überfordert zu haben, denn ich meine mich noch an Leserbriefe erinnern zu können, dass das Spiel einen wunderbaren pädagogischen Lehrwert habe, weil man es ja nicht gewinnen könne...
"Spannender" waren nur bestimmte "Szenarien" (Ausgangswerte, z.B. Djungeldorf), die am Anfang komplexer waren, weil man sich zuerst Bildung (oder was auch immer wichtig war) nicht leisten konnte... aber letztendlich zeigte dieses Spiel die für damals (frühe 80er!) im allgemeinen Denken noch nicht so verbreitete Tatsache auf, dass zwischen Ursache und Wirkungen auch Vermittlungen liegen können, die das Denken etwas multidimensionaler machen... und das "Vernetzen" ist nebenbei bei vielen "Simulationen" am Computer heute auch noch nicht besonders ausgeprägt, es gibt lediglich mehrere eindimensionale Skalen, aber stets "dominante" Möglichkeiten...
Vernetzte Grüße
Marten (der allerdings "langweilig hoch drei" zustimmen muss)