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Nautilus - 1. Eindruck

Das ehemalige spielbox-Spielerforum
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Michael Andersch

Nautilus - 1. Eindruck

Beitragvon Michael Andersch » 5. April 2002, 07:28

Hallo,

also, dann schreibe ich mal meinen (hoffentlich genügend verallgemeinerungsfreien) ersten Eindruck zu meiner gestrigen ersten Partie Nautilus nieder:

Vorab: Es hat mir sehr gut gefallen, das Spiel. Es ist ein Mangelspiel, in dem man soooo viel tun können wollte, aber viel viel weniger tun darf (ohne dass ich mir dadurch im geringsten "eingeschränkt" vorgekommen wäre).

Die Spieldauer lag bei ca. 2,5 Stunden (zu viert), wobei ich mal sagen würde, dass man - ähnlich wie bei "La Citta" - eine Partie auch in 1,5 Stunden hinkriegen sollte.
Mit diesem möchte ich es auch von der Komplexität her auf eine Stufe setzen. Eigentlich ist die Regel schon recht umfangreich, und wir wurden auch entsprechend vorgewarnt, dass uns "schwere Kost" erwartet.
Allerdings muss ich sagen dass die Regeln dann (ebenfalls wie bei La Citta) doch sehr überschaubar, logisch und einfach zu behalten sind und wir während der Partie (auch dank der beigefügten sehr guten Kurzregel) nur sehr selten in der Regel nachschlagen mussten.Wir haben lediglich ständig vergessen beim Aufdecken eines Atlantis-Teils einen Forscher laufen zu lassen, worum sich aber zum Glück eine zuschauende 5. Nichtmitspielerin aufopferungsvoll gesorgt hat!

Fazit also: Ich freue mich auf die nächste(n) Partie(n), werde allerdings mit dem Kauf noch ein bisschen warten, denn billig finde ich es nämlich nicht gerade (womit ich jetzt aber hoffentlich keine Diskussion über die Preisentwicklung bei Spielen im allgemeinen losgetreten habe).

Abgetauchte Grüße,
Micha

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Sylvia Berger

Re: Nautilus - 1. Eindruck

Beitragvon Sylvia Berger » 5. April 2002, 09:41

Hallo Micha,
he, Du schreibst ja gar nicht, daß Dich die lange Warterei zwischen den Zügen genervt hat. Das hat sie doch, oder?

Mir hat die erste Partie Nautilus ebenfalls gefallen, zumal ich ja - für alle völlig überraschend - am Ende gewonnen hatte.
Wenn man diesen Sieg aber analysiert, war es kein Sieg des besseren Spielens. Ich habe meine Stationen ganz bestimmt nicht geschickter gebaut und vor allem besetzt, sondern hatte einfach das Glück, daß meine Pottwal-U-Boote (die Boots-Figuren sind wirklich witzig!) lediglich eine einzelne Muschel gehoben haben, dafür aber viele 1-Punkte-Plättchen.
So konnten zwar meine 3 blauen Stationen gar nicht zum Einsatz kommen, aber am Ende hatte ich eben nicht wie Ihr stapelweise wertlosen Muschelschrott auf dem Tableau liegen, der (auch aufgrund der Geldknappheit) nicht mehr vollständig zu Punkten gewandelt werden konnte.

Da Du in deinem Posting Vergleiche zu La Citta ziehst, sollte also nicht vergessen werden, dass der Glücksanteil schon etwas höher als bei La Citta ist.
Sicher kann man bei entsprechender Erfahrung mit Nautilus Stationen geschickter anlegen, den Zugang für andere Spieler erschweren, besser mit dem Geld haushalten. Was aber als Glückselement bleibt, ist die zufällige Verteilung der Plättchen - also das Glückselement eines typischen "Entdeckerspiels".

Grüße
Sylvia

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Michael Andersch

Re: Nautilus - 1. Eindruck

Beitragvon Michael Andersch » 5. April 2002, 10:43

Sylvia Berger schrieb:

> he, Du schreibst ja gar nicht, daß Dich die lange Warterei
> zwischen den Zügen genervt hat. Das hat sie doch, oder?

Es war grade noch so erträglich. Ich habe versucht es mit "man kann das Spiel auch in 1,5 Stunden spielen" forumskompatibel zu umschreiben ;-) . Allerdings musste ich zugegebenermassen an den Thread von vor ca. zwei Wochen bzgl. der Leute denken, die während Ihres Zuges öfter laut überlegen, was er/sie wie und warum machen könnte. War meine erste Erfahrung dieser Art, und da habe ich mir schon gedacht "wenn er die Energie anstatt zum Labern zum Denken nutzen würde wäre ich ihm nicht böse".


> Wenn man diesen Sieg aber analysiert, war es kein Sieg des
> besseren Spielens. Ich habe meine Stationen ganz bestimmt
> nicht geschickter gebaut und vor allem besetzt, sondern hatte
> einfach das Glück, daß meine Pottwal-U-Boote (die
> Boots-Figuren sind wirklich witzig!) lediglich eine einzelne
> Muschel gehoben haben, dafür aber viele 1-Punkte-Plättchen.
> So konnten zwar meine 3 blauen Stationen gar nicht zum
> Einsatz kommen, aber am Ende hatte ich eben nicht wie Ihr
> stapelweise wertlosen Muschelschrott auf dem Tableau liegen,
> der (auch aufgrund der Geldknappheit) nicht mehr vollständig
> zu Punkten gewandelt werden konnte.

Ich hatte eigentlich nur sehr wenig Muschelschrott, nur kein Geld mehr das was ich hatte zu "verpunktbessern". Da habe ich kurz vor Schluss zwei Fehler gemacht, indem ich nämlich aus dem Graben das letzte Atlantisplättchen gehoben habe (kostete zwei Geld und somit zwei Muschelverbesserungen, brachte nur einen Atlantispunkt) und dass ich zwei Runden vorher einen Forscher in einer völlig unsinnigen grünen Station gebunden hatte und um noch braune Stationssiegpunkte zu bekommen eine neue Wohneinheit versenken musste.

Dein Sieg war also nicht nur Glück (m.E., große Fehler hast Du ja nicht gemacht), sondern auch meine "Dummheit".


> Da Du in deinem Posting Vergleiche zu La Citta ziehst, sollte
> also nicht vergessen werden, dass der Glücksanteil schon
> etwas höher als bei La Citta ist.

Find ich nicht unbedingt. Bei La Citta kommt's oft drauf an, für wen gerade welche Karten zur Auswahl stehen. Und gerade zum Schluss liegt viel Schrott aus, und derjenige, der gute (oder überhaupt) Gebäudekarten abgreifen kann hat m.M. schon ein bisschen Glück, findest Du nicht?


Sich gefreut habend Dich endlich mal persönlich kennengelernt zu habende Grüße,
Micha

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Sylvia Berger

Re: Nautilus - 1. Eindruck

Beitragvon Sylvia Berger » 5. April 2002, 14:18

Michael Andersch schrieb:
> Find ich nicht unbedingt. Bei La Citta kommt's oft drauf an,
> für wen gerade welche Karten zur Auswahl stehen. Und gerade
> zum Schluss liegt viel Schrott aus, und derjenige, der gute
> (oder überhaupt) Gebäudekarten abgreifen kann hat m.M. schon
> ein bisschen Glück, findest Du nicht?

Nein, da würde ich schon einen Unterschied machen.

Bei den klassischen Entdeckerspielen, ob sie nun Nautilus, Africa oder wie auch immer heißen (Goldland, leider noch nicht probiert, geht sicher auch in die Richtung) habe ich verdeckt liegende, zufällig verteilte Plättchen. Beim Aufdecken zeigt sich, ob das Plättchen ein Treffer (Schatz, Geld, Siegpunkt etc...) oder eine Niete (leer, geringer Wert oder wertlos, da man was anderes gesucht hat etc.) ist. Was ich aufdecke, ist aber reiner Zufall.

Bei einem Spiel wie La Citta habe ich dagegen eine offen liegende Auswahl. Die Auswahlmöglichkeiten sind zwar nicht für jeden Spieler gleich gut, das gleicht sich aber im Verlauf des Spiels durch Startspielerwechsel einigermaßen wieder aus. Ich sehe von vornherein, was ich bekommen kann und werde mich aufgrund meiner Spielsituation für etwas bestimmtes entscheiden. Selbst wenn nur vermeintlich "schlechte" Dinge zur Wahl stehen, werde ich immer noch versuchen, das beste draus zu machen (und sei es nur, den Gegner zu ärgern). Ich sehe hier schon etwas mehr Handlungsspielraum und einen geringeren Zufallsfaktor.

Ich kann nicht sagen, dass ich die eine oder die andere Art von Spielen lieber spielen würde, würde ich je nach Lust und Laune entscheiden.
Würde aber ungern Nautilus und La Citta in die gleiche "Spielkategorie-Schublade" stecken wollen, auch wenn es durchaus wie von Dir beschrieben einige Parallelen gibt.

>Sich gefreut habend Dich endlich mal persönlich kennengelernt zu habende >Grüße,

Ja, natürlich gleichfalls
Sylvia

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Bernd

Re: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Bernd » 6. April 2002, 09:35

Hallo,

ich habe gestern Abend mal Nautilus für mich alleine gespielt, um die Regeln zu verinnerlichen und das Spiel dann besser erklären zu können.

Es macht ja einen ziemlich interessanten Eindruck, mehr möchte ich aber nicht sagen, ohne es wenigsten einmal komplett gespielt zu haben.

Auch das Material ist schön gestaltet, doch fiel meinem kritischen Auge sofort eine - wie ich finde - recht ärgerliche Sache auf: Der Spielplan liegt nicht plan auf dem Tisch! Die sechs Segmente des Spielplans waren ziemlich gewölbt, so dass die Faltkanten immer nach oben zeigten. "Nähere Untersuchungen" ergaben, dass der Plan wesentlich dünner ist als es die Spielpläne sonst sind. Ist das bei Euch auch so, oder habe ich vielleicht ein wertvolles :-) Mängelexemplar?

Bernd (der darauf wartet, abzutauchen)

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Gustav der Bär

Re: Nautilus - OT: Mängelexemplar

Beitragvon Gustav der Bär » 6. April 2002, 14:55

Bernd schrieb:
> (...) habe ich vielleicht ein wertvolles Mängelexemplar?

Das MUSS geradezu so sein: Michael schrieb ja schon in seinem "1. Eindruck", dass es ein "Mangelspiel" ist ;-)

AX!GdB

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Roland G. Hülsmann
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Beiträge: 2598

Re: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Roland G. Hülsmann » 6. April 2002, 15:01

Bernd schrieb:
> ..., oder habe ich vielleicht ein wertvolles :-)
> Mängelexemplar?

Also mein Plan ist plan, wenn ich das mal so formulieren darf! ;-) Nichts ist gewölbt.

Gruß Roland

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Markus Barnick

RE: Nautilus - 1. Eindruck

Beitragvon Markus Barnick » 7. April 2002, 22:16

mir ging es anfangs auch so, daß es recht kompliziert aussah - weil halt soviel neues drin ist.
Aber eigentlich sind die Regeln auf 3 einfache Punkte zu kriegen. Wir haben es nach kurzer Zeit verstanden, auch wenn wir hie und da kleine Fehler gemacht haben, z.B. haben wir die Forscher in der ersten Station, wo sie noch nicht waren stehen lassen, wo sie doch noch weiter dürfen, wenn sie können. Oder wir haben vergessen, daß die Forscher bei (Muschel?)Fund 2 Felder weiter dürfen.

Eigentlich ganz einfach - und vor allem stimmig. Und die Atmosphäre kommt toll rüber. Es ist nicht so trocken wie Puerto Rico. Und vor allem die Farben sind toll gemacht - und die U-Boote. Toll, Franz!!!


Markus Barnick
http://www.Barnick.de/spieler.htm

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Markus Barnick

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Markus Barnick » 7. April 2002, 22:16

> ärgerliche Sache auf: Der Spielplan liegt nicht plan auf
> dem Tisch! Die sechs Segmente des Spielplans waren ziemlich
> gewölbt, so dass die Faltkanten immer nach oben zeigten.
> "Nähere Untersuchungen" ergaben, dass der Plan wesentlich
> dünner ist als es die Spielpläne sonst sind. Ist das bei
> Euch auch so, oder habe ich vielleicht ein wertvolles :-)
> Mängelexemplar?

das war bei uns auch so. - Und wir haben mit dem Exemplar von den Ditts gespielt. Tipp: an einem Ende des Planes etwas unterlegen. Ein Taschentuch zum Beispiel.

Markus Barnick
http://www.Barnick.de/spieler.htm

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Wolfgang Ditt

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Wolfgang Ditt » 7. April 2002, 22:59

Hallo Markus,

wir haben mehrfach mit unserem Spiel gespielt und hatten nie Probleme. Kurz auf die erhöhten Stellen drücken und los geht's. Es ist niemals ein Teil durch den Spielplan unabsichtlich verrückt worden. Bei dir?

Wolfgang

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Bernd

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Bernd » 8. April 2002, 07:27

Hallo Wolfgang,

uns ging es schon auf die Nerven, während des Spiels ständig irgendwo zu drücken, damit der Spielplan wenigstens einigermaßen plan lag. Ich finde es ziemlich ärgerlich und auch unverständlich, dass Kosmos hier offensichtlich am Plan gespart hat.

Wenn der Preis für Nautilus schon höher ist als für andere große Kosmosspiele, dann hätte man ihn doch direkt so gestalten können, dass ein normaler Spielplan drin gewesen wäre, oder?

Ich habe kein Problem damit mehr zu zahlen, wenn das Spielmaterial besonders zahlreich oder schön gestaltet ist. Was ich aber nicht mag, sind Kompromisslösungen, wo einerseits mit schickem Material geklotzt wird, dafür aber an anderer Ecke gespart. Dahin zielt auch meine Kritk, nicht auf den hohen Preis an sich.

Bernd

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Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Wolfgang Lüdtke / TM-Spiele » 9. April 2002, 09:21

Hallo Bernd und all die anderen, die hier die Welle machen.

Ich habe gestern meinen Spielplan von Nautilus überprüft. Der ist nicht gewellt.
Das Einzige was man tun muss (wie bei fast jedem neuen Spiel):
*Vooorsichtig* in die jeweilige Gegenrichtung biegen - und schon liegt alles Plan.
Der Plan ist auch nicht dünner als die anderen Kosmos-Riesen-Spielpläne. Zumindest ist er genauso stark wie Giganten, Die neuen Entdecker. La Città ist allerdings tatsächlich etwas stärker - obwohl alle Spiele bei demselben Hersteller produziert wurden.

Spiele Grüße
Wolfgang

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Bernd

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Bernd » 9. April 2002, 11:03

Hi Wolfgang,

das verspricht eine interessant Diskussion zu werden :-)

Das man den Plan vorsichtig in die Gegenrichtung biegen muss ist klar, und bei ganz neuen Plänen auch üblich.

Fakt ist leider, dass mein Plan ziemlich gewellt ist. Ich habe den Plan mit den Spielplänen anderer Kosmosspiele verglichen, und er ist dünner! Lediglich der Spielplan der Sternenfahrer ist genauso dünn und macht die gleichen Probleme!

Vielleicht hat der Hersteller ja die Toleranzgrenzen bis zum äußersten ausgereizt, aber da ich nicht der einzige mit einem gewellten Plan bin, sollte sich Kosmos des Problems mal annehmen!

Bernd

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Peter Steinert

RE: Nautilus - 0. Eindruck und Spielplan

Beitragvon Peter Steinert » 9. April 2002, 19:23

Hi Bernd,

jetzt muß ich Dir einfach mal zustimmen, denn auch ich kriege meinen Nautilus - Plan nicht flach auf den Tisch gelegt. Ich habe allerdings auch festgestellt, daß der "Grad der Verbiegung" (oh mann!) auch vom jeweiligen Raumklima abhängt. Hier sind die zu dünnen Ablageblätter für die Spieler dann manchmal auch betroffen und wellen sich.

Viele Grüße

Peter

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Claudia Hely / Roman Pelek

Trocken? / Nautilus 0,5. Eindruck

Beitragvon Claudia Hely / Roman Pelek » 12. April 2002, 02:51

Hi Markus,

Markus Barnick schrieb:

> Eigentlich ganz einfach - und vor allem stimmig. Und die
> Atmosphäre kommt toll rüber. Es ist nicht so trocken wie
> Puerto Rico. Und vor allem die Farben sind toll gemacht - und
> die U-Boote. Toll, Franz!!!

Okay, Nautilus kann nicht trocken sein - wie auch, es ist ja ein Tiefseespiel ;-) Aber was ist an "Puerto Rico" trockener? Dass man etwas mehr planen kann und muss und der Glücksfaktor geringer ist? Dafür stimmt doch eigentlich die thematische Einbettung mindestens genausogut, denken wir. Die Farben bei Nautilus haben uns übrigens nicht sonderlich gefallen, und auch die U-Boote sind wohl schlichtweg Geschmackssache (dafür hat der Plan bei uns als Entschädigung genau das getan, was er namentlich ja auch verspricht: nämlich "plan sein" :) ).

Abgesehen davon war unser 0,5. Eindruck :) von Nautilus zu dritt im Gegensatz zu den anderen Meinungen hier nicht durchweg positiv. Zuallererst haben wir auch gut 180 Minuten gespielt, was uns etwas zu lang war angesichts der Tatsache, dass die Regeln vorher gelesen (aber m. E. mit einigen hinderlichen Redundanzen geschmückt) und klar waren. Zudem empfanden wir manches als unübersichtlich (Farben der Stationen in Kombination mit Stationsmarkern und Figuren). Darüber hinaus konnte man sich bei uns nur im Kleinen behindern (einzelne Funde wegschnappen, außer am Ende der Skala arg ungewisse und nicht sicherbare Stationsmehrheiten). Alles in allem gestaltete sich unsere erste Partie so, dass man sich nicht sonderlich weh tun konnte, einiges an Glück haben musste und es dafür sehr lange gedauert hat. Thematisch war's sehr schön, aber wir hoffen, dass sich auch der Eindruck der Längen/Taktik in den nächsten Partien nach oben korrigiert und man etwas zielgerichteter und kürzer spielen kann. Tipps/Anmerkungen hierzu?

Ciao,
Claudia & Roman

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Michael Andersch

Re: Trocken? / Nautilus 0,5. Eindruck

Beitragvon Michael Andersch » 12. April 2002, 07:24

Claudia Hely / Roman Pelek schrieb:

> Darüber hinaus konnte man sich bei uns nur im Kleinen
> behindern (einzelne Funde wegschnappen...

Also, bei uns gab es schon auch des öfteren die Möglichkeit, einem Mitspieler, welcher gerade mit einem U-Boot potentiell lukrative Schatzhebungsgründe ansteuert, diese kurz vor seiner Ankunft mit ein paar Unterwasserstationen zu überbauen und ihn somit U-Boot-technisch einige Züge umsonst gemacht haben zu lassen (yeah - meinem Deutschlehrer würden bei dieser Satzkonstruktion Freudentränen aus den Augen spritzen!!!).
Kam zwar nicht so oft vor, aber ich habe schon des öfteren gezittert, dass die anderen dies bei mir bitte gerade nicht machen (die Möglichkeiten waren ausreichend da).

Weggeschnappte Grüße,
Micha

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Arne Hoffmann

Re: Trocken? / Nautilus 0,5. Eindruck

Beitragvon Arne Hoffmann » 12. April 2002, 11:56

Moin Roman!

Ich kan euren Eindruck nach unserer gestrigen Partie hier zu viert nur unterstreichen. Bei uns hat sich die Partie, inklusive Regelstudium, auf gute 220 Minuten gezogen, was mir schlicht zu lang war. Muß aber gestehen, daß das ja auch häufig an Mitspielern liegt und nicht allein dem Spiel angelastet werden kann. Ferner probiert man ja in der ersten Partie vieles aus und überlegt dafür auch mehr. Jedoch fand ich den Plan auch ein wenig unübersichtlich und das Glückselement mit dem teuren Bergen in der ersten Partie recht hoch.

Platz zum ärgern gab es bei uns auch begrenzt, dieser hielt sich aber auf die Stationenkontrolle beschränkt - so tauchten ab und and U-Boote auf, um noch mit einem Forscher eine Stationsmerhheit zu übernehmen. Ansonsten habe ich mich nur immer geärgert, daß ich (wenn ich mal blind entdeckte) immer nur Atlantis-Tiele fand, so dort zwar schnell meine Mehrheit gesichert hatte, aber keine anderen Punkte in den Multiplikator bekam (wodurch ich auch abgeschlagen letzter wurde). Auf der anderen Seite wußte unser Gewinner hinterher auch nicht genau, wieso er jetzt gewonnen hatte (meine damit: er hatte im Spielverlauf nicht den Eindruck zu führen, welchen wir auch nicht unbedingt hatten).

Das Material ist recht nett, die Regel ist mir [b] zu[/b] ausführlich - aber man hat nach dem ersten Erklären wirklich alles drin und kann dann anhand der Kurzübersicht spielen. Trotzdem blieb ein fahler Geschmack zurück im Mund. Werde bestimmt noch einmal eine Partie mitspielen, wenn sich die Gelegenheit ergibt, aber selber vorschlagen würde ich es mometan nicht.

Tschö,

- Arne - (hat diesen Frühling noch nicht viele Spiele entdeckt, die ihn vom Hocker gerissen haben)


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