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Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

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Michael Schmidt

Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Michael Schmidt » 13. April 2002, 05:09

Hallo Zusammen,

wir haben gerade mal wieder eine PR-Partie gespielt und da musste ich gerade nochmals den Hospiz-Thread von vor ein paar Tagen durchlesen. Irgendwie kann ich der allgemeinen Meinung, das Hospiz wäre zwar stark aber ok, nicht ganz zustimmen. In unseren letzten Spielen hat sich bei uns eine relativ sichere Gewinnstrategie entwickelt. Im Spiel mit 5 Spielern ist folgender Taktik meiner Meinung nach nur schwer beizukommen:

Einer der ersten beiden Spieler kauft als erste Aktion das Hospiz. Danach möglichst schnell die Bauhütte (der zweite Spieler schafft das bereits mit seinem zweiten Zug). Versuchen 3 oder 4 Steinbrüche zu bekommen. Dabei auf Geld spielen und möglichst schnell Gebäude vollkaufen.

Hat jetzt in drei aufeinander folgenden Partien geklappt und das obwohl die Besetzung sich des Problems bewusst war. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie die Maisspieler da mithalten sollen...

Wir dachten uns, dass es vielleicht ganz gut wäre, das Startkapital auf 2 (oder 3) Geld zu senken oder das Hospiz doch auf 5 zu verteuern. Damit verzögert sich das Hospiz um eine Runde und wird etwas schwächer (Warum hat man mit mehr Spielern überhaupt mehr Geld?). Allerdings schränkt das ja auch die Startmöglichkeiten ein und verändert das Spiel vielleicht zu stark, was ja schon etwas doof ist. Ich hoffe ihr belehrt mich eines besseren, oder bringt mich auf eine gute Gegenstrategie...

Rock on,

Michi

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Holger

Re: Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Holger » 13. April 2002, 12:22

Ich würde eher sagen, ihr spielt falsch/ungeschickt.

Der Spieler, der Hospiz kauft, darf nie die Bauhütte bekommen.
Im 4 oder 5-Personen Spiel sollten in der ersten Baumeisterphase 1-2 Hospiz und 2 Bauhütten weggehen.

Wenn man dem Hospiz-Spieler noch eine Bauhütter erlaubt, darf man sich nicht wundern, dass er gewinnt.

In meinen bisherigen Spielen hat sich die Hospiz/Mais-Strategie noch nicht gegen Bauhütte/Gebäude durchsetzen können. Allerdings war es beim letzte Mal sehr knapp; 1 oder 2 Punkte.

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Marcel

Re: Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Marcel » 13. April 2002, 16:40

Ja, die Strategie ist definitiv zu stark. Klappt fast immer. Beim letzten Spiel allerdings nicht. Trotzdem: Obwohls extrem schlecht lief lag ich mit dieser Strategie auf Platz 2, 1 Punkt hinter Platz 1. Und auch schade dass in der ersten Runde immer dieser Run auf Hospiz/Bauhütte losgeht. Weils ja einfach sein muss. Weil: Hospiz einfach zu stark ist, oder zu billig oder wie auch immer.

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Roman Pelek

Re: Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Roman Pelek » 13. April 2002, 23:50

Hi,

>Einer der ersten beiden Spieler kauft als erste Aktion das Hospiz. Danach möglichst schnell die Bauhütte (der zweite Spieler schafft das bereits mit seinem zweiten Zug). Versuchen 3 oder 4 Steinbrüche zu bekommen. Dabei auf Geld spielen und möglichst schnell Gebäude vollkaufen.<

Hm, da gibt's aber ein paar Kontermöglichkeiten, zumindest war's bei uns so:

1. Kann man den Kauf der Bauhütte zum Hospiz dazu verhindern
2. Sind Steinbrüche begehrt und hat ein andere Spieler auch die Bauhütte, kann es sein, dass man nur auf 2 Steinbrüche kommt.
3. Ist "auf viel Geld spielen" nun ja kein klarer, immer zu realisierender Vorschlag, denn wenn z. B. der rechte Nachbar die gleiche Warensorte im Handelshaus verkauft, muss man sich schonmal bemühen, das Kontor zu haben. Und selbst dann können die Mitspieler noch das Handelshaus u. U. gezielt "voll" machen (z.B. auch mal einfach einen wertlosen Mais noch dazu stellen). Auch die Verteilung des Geldes auf den Karten ist wenig vorhersehbar bzw. durch die Mitspieler zu steuern.
4. Das Hospiz kann sich evtl. als Bumerang erweisen, wenn die anderen Spieler viele große Produktionsgebäude frühzeitig kaufen und somit für eine Kolonistenschwemme sorgen. Dann bleiben noch die Siegpunkte für Kolonisten, aber die muss man auch erst mal bekommen, was zu viert/fünft diffizil werden kann. Ich habe bislang schon einige Partien erlebt, wo das Hospiz bedenklich schwach wurde durch solche Kolonistenfluten, auch wenn es einem meist das Nehmen des Bürgermeisters erspart.
5. Wer das Hospiz in unseren Runden kaufte, hatte meist nur sehr wenig Chancen auf die Markthallen, und die sind zumindest für (frühe) Geldeinnahmen essentiell. Und bis sich die Manufaktur lohnt bzw. bis man sie kaufen kann, dauert es mitunter ein bisschen.

>Hat jetzt in drei aufeinander folgenden Partien geklappt und das obwohl die Besetzung sich des Problems bewusst war. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, wie die Maisspieler da mithalten sollen...<

Ich denke nach unseren Partien auch, dass eine reinrassige Maisstrategie durch Strategien, die auf mehr Geld basieren, auszukontern ist. Eine wie oben beschriebene, immer durchzuführende Gebäudestrategie mit Hospiz+Bauhütte haben wir noch nicht entdeckt, aber es wäre mal einen gezielten Blick wert, ob sie einfacher zu spielen ist. Mein bisheriges Fazit zu Puerto Rico ist, dass man auf jeden Fall darauf achten muss, dass man mit dem Geld nicht zu knapp dasteht und auf jeden Fall ein großes Siegpunktgebäude mitnehmen sollte, aber definitive Hospiz-Strategien habe ich noch nicht entdeckt, da's immer wieder auch mal dumm gelaufen ist.

Hat jemand zu obigen (oder auch anderen, z.B. Maisverschiffung) Strategievorschlägen vielleicht mal eine etwas genauere Beschreibung des Spielverlaufs, die er mir per Mail zusenden könnte? Ich wäre sehr dankbar dafür und würde mir das gerne mal genauer ansehen und evtl. versuchen nachzuspielen...

Ciao,
Roman

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Michael Schmidt

Re: Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Michael Schmidt » 14. April 2002, 12:39

Hi Holger,

[Holger]
Ich würde eher sagen, ihr spielt falsch/ungeschickt.
[Holger]
Ich geb Dir natürlich Recht, dass man es unbedingt verhindern sollte, das ein Spieler mit Hospiz die Bauhhütte erhält, aber wir haben nunmal versucht Gegentaktiken zu finden.

Da das Hospiz nunmal im Schnitt ein starkes Gebäude ist wird meist in der ersten Runde eins verkauft. Jetzt müssen die anderen Spieler die Bauhütten wegkaufen, oder verhindern das der Hospizspieler 3 Steinbrüche bekommt. Letzteres wird schwer, wenn nicht alle Spieler unbedingt auf zumindest einen Steinbruch spielen.

Ich mag nicht, dass der Spielverlauf durch den Kauf des Hospiz so vorbestimmt wird. Zumal es eigentlich auch eine gute Strategie ist, das zu machen was die anderen nicht machen. Ich vermute das sich die zwei Spieler mit den Bauhütten gegenseitig behinderrn und die Hospizspieler auf jeden Fall trotzdem einen Vorteil haben.

In meiner nächsten Runde werde ich mal anregen, dass es essentiell wichtig ist zumindest einen Steinbruch zu bekommen. Vielleicht löst das ja bereits das Problem.

[Holger]
In meinen bisherigen Spielen hat sich die Hospiz/Mais-Strategie noch nicht
gegen Bauhütte/Gebäude durchsetzen können.
[/Holger]
Das konnte ich auch beobachten. Das Problem scheint zu sein, dass Mais einfach grundsätzlich etwas knapp wird (bei 4 o. 5 Spielern), da fast jeder ein Feld hat. Bekommt man den Kapitän nicht selbst ist ärgerlicherweise manchmal das Transportschiff schon voll. *vergammel*

Rock on,

Michi

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Michael Schmidt

Re: Puerto Rico: Hospiz immernoch zu billig

Beitragvon Michael Schmidt » 14. April 2002, 13:08

Hi Roman,

[Roman]
1. Kann man den Kauf der Bauhütte zum Hospiz dazu verhindern
[Roman]
Ja, ok. Eigentlich sollte man doch auf verschiedene Strategien spielen können und da gefällt es mir nicht, dass man Bauhütten kaufen *muss* oder auf 2. zurückgreifen.

[Roman]
2. Sind Steinbrüche begehrt und hat ein andere Spieler auch die Bauhütte, kann es sein, dass man nur auf 2 Steinbrüche kommt.
[Roman]
Wie schon oben erwähnt ist es vielleicht wirklich ganz gut, darauf hinzuspielen, dass jeder einen Steinbruch ergattert. Sind beide Bauhütten weg wird es (bei 5 Spielern) schwer 3 Steinbrüche zu bekommen. Nochdazu erschwert das für den Hospizspieler auch noch Punkt 3.

[Roman]
Ist "auf viel Geld spielen" nun ja kein klarer, immer zu realisierender Vorschlag
[Roman]
Nunja. Es gibt schon einige Möglichkeiten. Man sollte auf jeden Fall versuchen, den Hospiz/Bauhütten Spieler daran zu hindern an Geld zu kommen.

[Roman]
Ich habe bislang schon einige Partien erlebt, wo das Hospiz bedenklich schwach wurde durch solche Kolonistenfluten, auch wenn es einem meist das Nehmen des Bürgermeisters erspart.
[Roman]
Diese Massenarbeitslosigkeiten auf den Hospizinseln konnte ich auch beobachten. Allerdings waren gegen Ende des Spiels meist alle Sklaven, äh, Kolonisten doch irgendwie untergebracht. Zusammen mit der Residenz lohnen sich doch große Produktionsstätten auch für die Hospizspieler.

Ich kann mich Deinem Fazit anschliessen. Ergänzend würde ich vielleicht sagen, dass man sich zumindest einen Steinbruch bekommen sollte. Insgeheim hoffe ich ja, dass man dadurch die Hospiz/Bauhhütte Strategie gleichwertig machen kann. Muss ich aber erstmal probespielen....

Zu den Maisstragegien kann ich nur sagen, dass sie bei uns dadurch ausgekontert wurden, dass sich jeder mal nebenbei ein Maisfeld zugelegt hat. Der Spieler auf Maisstrategie sah dann meist ziemlich alt aus. Weil das Transportschiff schon ab und an bereits voll ist, oder es keinen Mais mehr zu ernten gibt. Mais ist nunmal auch ein gutes ergänzendes Produkt, dass auch mit dem Hafen oder der Manufaktur gut zusammenspielt.


Rock on,

Michi

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Udo G.

RE: Puerto Rico: Hospiz immer noch zu billig?

Beitragvon Udo G. » 15. April 2002, 09:30

Hi,

am Wochenende konnte ich auch mal (zu fünft) PR spielen. Die beiden Hospiz-besitzer wurden erster und letzter (wobei der, der letzter wurde, das Spiel schon kannte... und mehrere Steinbrüche hatte). Allerdings war nicht unbedingt nur das Hospiz für den Sieg ausschlaggebend, auch nicht die Produktion von allen (!der gleiche Spieler!) Rohstoffen. Sondern eine Kombination aus den Möglichkeiten, gut zu verkaufen und gut zu verschiffen. (Ach ja, zwei kannten das Spiel, für drei war's neu.)

Was ich nicht verstehe, ist, warum man mit Hospiz auf Gebäude spielen soll. Die werden doch durch Unis besetzt, oder? Ich dächte, mit Hospiz versuche ich, möglichst schnell viel zu produzieren?


Grüßle,

Udo

P.S: Hat Spaß gemacht.

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Michael Schmidt

RE: Puerto Rico: Hospiz immer noch zu billig?

Beitragvon Michael Schmidt » 15. April 2002, 10:36

[Udo]
Was ich nicht verstehe, ist, warum man mit Hospiz auf Gebäude spielen soll. Die werden doch durch Unis besetzt, oder?
[Udo]
Nö. Die Gebäude werden von den andern Spielern besetzt, die den Bürgermeister nehmen um ihre Kolonien zu besetzten. Die Uni ist sehr wertvoll um das letzte große Gebäde besetzt zu bekommen...

[Udo]
Ich dächte, mit Hospiz versuche ich, möglichst schnell viel zu produzieren?
[Udo]
Das ist der positive Nebeneffekt.... ;)

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Die Uni ist wertvoller, als man zuerst denkt.

Beitragvon Ralf Arnemann » 15. April 2002, 13:54

> Die Uni ist sehr wertvoll um das letzte große Gebäde besetzt zu bekommen...
Völlig richtig.
Aber seit gestern abend ist mir klar, daß wir das Uni-Potential bisher unterschätzt hatten.
Da hat ein Mitspieler schon recht früh (ist in der dritten Runde zu schaffen) zur allgemeinen Verblüffung eine Uni gebaut.
Und in der Folge eine Hospiz-ähnliche Anzahl von Kolonisten dazubekommen.
Und vor allem: Der Vorteil, jedes neu gebaute Gebäude sofort betriebsbereit zu bekommen, ist überraschend stark.

Am Ende wurde er zwar "nur" (knapp) Zweiter, aber der Uni-Erfolg hat uns doch beeindruckt.

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Ralf Arnemann
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Beiträge: 2447

Steinbrüche werden überschätzt.

Beitragvon Ralf Arnemann » 15. April 2002, 14:08

> Einer der ersten beiden Spieler kauft als erste Aktion das Hospiz.
Immer eine gute Eröffnung. Aber noch ein weiter Weg bis zum Sieg - andere Strategien können leicht besser sein.

> Danach möglichst schnell die Bauhütte (der zweite Spieler
> schafft das bereits mit seinem zweiten Zug).
Damit verzettelt sich nach meinem Eindruck. Spätestens jetzt würde ich ihn verglichen mit dem anderen Hospiz-Spieler abhaken.

> Versuchen 3 oder 4 Steinbrüche zu bekommen.
Und dabei bei so vielen anderen Aspekten zu kurz kommen?


Nehmen wir doch mal eine ordentliche Bebauung ungefähr folgender Art: 3 Gebäude der ersten Spalte, dann 3 der zweiten, 2 der dritten, eins der vierten. Dann ist die Stadt ziemlich voll.

Zusammen 9 Gebäude, Gesamtkosten ungefähr 40 bis 45 Dublonen.

Die beiden ersten Gebäude hat er ohne Steinbrüche gebaut!

D.h. der erste Steinbruch erspart ihm 7 Dublonen, der zweite noch 5, der dritte 3 und der vierte gerade mal eine Dublone.

Ein Steinbruch ist wohl für jeden Spieler fast Pflicht. Der zweite kann auch noch sehr hilfreich sein. Aber nur sehr selten kann ich mir vorstellen, daß sich der dritte und vierte lohnen.

Insofern stehe ich der Bauhütte ohnehin skeptisch gegenüber. Aber nach und zusätzlich zur teuren Hospiz-Erwerbung scheint mir das auf jeden Fall in die Sackgasse zu führen, da nur unzureichend Produktionsketten für Handel und vor allem Verschiffen aufgebaut werden können.

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Roman Pelek

Re: Steinbrüche werden überschätzt.

Beitragvon Roman Pelek » 15. April 2002, 16:56

Hi Ralf,

>D.h. der erste Steinbruch erspart ihm 7 Dublonen, der zweite noch 5, der dritte 3 und der vierte gerade mal eine Dublone.

Ein Steinbruch ist wohl für jeden Spieler fast Pflicht. Der zweite kann auch noch sehr hilfreich sein. Aber nur sehr selten kann ich mir vorstellen, daß sich der dritte und vierte lohnen.<

Ja, diese Argumentation kann ich sowohl von logischen Überlegungen als auch unseren Spielerfahrungen her für mich vollkommen bestätigen. Einen vierten Steinbruch empfinde als Vergeudung einer Aktion, den dritten würde ich nur nehmen, wenn er sich sehr anbiedert, d.h. ich grade nichts anderes nötig habe.

>Insofern stehe ich der Bauhütte ohnehin skeptisch gegenüber.<

Ja - nachdem wir uns in unseren ersten Runden immer auf Steinbrüche und Bauhütte gestürzt hatten, endete bei uns diese Begeisterung jäh, nachdem uns ein Mitspieler mal in einer Runde mit Markthallen unter den Tisch gespielt hat.

>Aber nach und zusätzlich zur teuren Hospiz-Erwerbung scheint mir das auf jeden Fall in die Sackgasse zu führen, da nur unzureichend Produktionsketten für Handel und vor allem Verschiffen aufgebaut werden können.<

Ich halte die Kombi Hospiz/Bauhütte auch für riskant, denn man verliert damit auch viel Zeit, in der die anderen z. B. Markthallen und Produktion aufbauen können, und dann fehlt einem am Ende doch das Geld für die Gebäude, da der 3. und 4. Steinbruch nicht mehr so viel bringen. Ich werde diese Variante sicher nochmal spielen, weil sie mich auch reizt, ich bin mit ihr aber bislang immer auf die Schnauze geflogen (max. Zweiter, einmal Letzter).

Mich würde deshalb mal interessieren, was genau in diesen genannten Runden die anderen Mitspieler gemacht haben bzw. wie man mit dieser Kombi wirklich sicher noch an viel Geld kommt, um auch die Gebäude kaufen zu können. Zudem hat man bei einem Gebäudespielende noch den Nachteil, ohne Uni evtl. wertvolle Siegpunkte bei dem zuletzt gekauften 4er-Gebäude zu verlieren. Und kauft man die auch noch, kommt man beim Verschiffen auf keinen grünen Zweig - und ganze ohne ein paar Verschiffungssiegpunkte kommt man m. E. auch bei einer gebäudeorientierten Strategie nicht aus.

Langer Rede, kurzer Sinn als allgemeine Frage an die Hospiz-Strategen: wie kommt man mit Hospiz/Bauhütte/Steinbruch-Eröffnung sicher an genügend Geld? Das war bei uns immer die Crux. Und selbst mit Hospiz gab's einige Spielverläufe mit Kolonistenschwemmen, dementsprechend litt auch niemand anderes an Mangel und das Spiel wurde eher durch Kolonistenmangel als durch die Gebäude beendet. Was ist da bei Euch anders gelaufen?

Ciao,
Roman

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Michael Schmidt

Re: Steinbrüche werden überschätzt.

Beitragvon Michael Schmidt » 15. April 2002, 18:43

Zuerst wollte ich nochmal sagen, dass ich mich auf ein Spiel mit 5 Spielern beziehe. Mit 4 oder 3 Spielern ist die Hospiz/Bauhütte-Strategie wesentlich schwächer...

[Ralf]
Insofern stehe ich der Bauhütte ohnehin skeptisch gegenüber. Aber nach und zusätzlich zur teuren Hospiz-Erwerbung scheint mir das auf jeden Fall in die Sackgasse zu führen, da nur unzureichend Produktionsketten für Handel und vor allem Verschiffen aufgebaut werden können.
[/Ralf]
Das sehe ich nicht so. Zugegeben, der Hospitz/Bauhütten Spieler hat einen etwas langsameren Start und liegt dann in der Produktion zurück. Das wird aber leicht durch die Steinbrüche wieder reingeholt. Denke ich. ;) Wenn man mal davon ausgeht, dass er es schafft zwei große Gebäude zu kaufen, dann spart er während dem Kauf von 8 Gebäuden schätzungsweise 19 Geld durch drei Steinbrüche ein.

In einem unserer Spiele war es so, dass der zweite Spieler in der vierten Runde drei funktionstüchtige Steinbrüche hatte. Dann bekommt er die Produktionsstätten praktisch geschenkt und hat noch den Vorteil, Kolonisten im Überfluss zu haben. Das Geld was er dadurch spart wird in die große Markthalle, Kontor oder Manufaktur gesteckt. Je nachdem, was die andern anbauen. Dann genuegt *ein* Tabak- oder Kaffeefeld um an Geld zu kommen. Das Verschiffen ist dabei Nebensache. Es ging meist so zu Ende, dass der Hospiz/Bauhütten Spieler zwei große Gebäude besitzt, wovon nur eins aktiviert war. Vorsprung zwischen 5 und 15 Punkte.


[Roman]
Ich werde diese Variante sicher nochmal spielen, weil sie mich auch reizt, ich bin mit ihr aber bislang immer auf die Schnauze geflogen (max. Zweiter, einmal Letzter).
[/Roman]
Ja, probiert das mal aus. Konsequent auf eine schnelles Ende hin spielen. Funktionert am Besten, wenn man der zweite Spieler ist.


[Roman]
Mich würde deshalb mal interessieren, was genau in diesen genannten Runden die anderen Mitspieler gemacht haben.
[Roman]
Also ich werde mal eine Spielrunde beschreiben, in der der Hospiz-Spielers 12 Punkte Vorsprung hatte.

* Erster Spieler Hospiz/Bauhütte, Gebäudestrategie (48 Punkte).
* Zweiter Spieler, ausgeglichene Strategie, Schwerpunkt Handel (30 Punkte).
* Dritter Spieler Hafen, Verschiffungsstrategie (36 Punkte).
* Vierter Spieler Hospiz/Bauhütte, Maisstrategie (30 Punkte).
* Fünfter Spieler, gemischte Strategie mit Schwerpunkt auf Verschiffen (36 Punkte).

Geld bekamm der erste Spieler durch eine Manufaktur und das gelegentliche Verkaufen von Kaffee. Baumeister und vor allem zu Beginn Goldsucher relativ oft genommen. Er schaffte es ziemlich früh die Festung zu kaufen was ihm schliesslich zusätzliche 8 Punkte brachte. Ein zweites großes Gebäude beendete das Spiel. Es war also nicht besetzt.


[Roman]
Zudem hat man bei einem Gebäudespielende noch den Nachteil, ohne Uni evtl. wertvolle Siegpunkte bei dem zuletzt gekauften 4er-Gebäude zu verlieren.
[/Roman]
Yup. Hab ich schon öfters gesehen. Nur bekommen andere Spieler Gebäude, die in der selben Runde gekauft werden dann auch (ausser mit Uni) nicht mehr besetzt.


[Roman]
ganze ohne ein paar Verschiffungssiegpunkte kommt man m. E. auch bei einer gebäudeorientierten Strategie nicht aus.
[/Roman]
Ja, das stimmt. Spieler 1 hat in obiger Partie trotzdem (mit ziemlich viel Glück) so an die 16 Punkte verschifft.

Ich bin immernoch davon überzeugt, dass Hospiz/Bauhütte eine Strategie mit relativ guten Gewinnaussichten ist. Allerdings hab ich seit Beginn der Diskussion, keine der vorgeschlagenen Gegenstrategien ausprobieren können. Aber vielleicht hat ja der eine oder andere mehr Zeit als ich...

Rock on,

Michi

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Roman Pelek

Re: Die Uni ist wertvoller, als man zuerst denkt.

Beitragvon Roman Pelek » 15. April 2002, 19:47

Hi Ralf,

Ralf Arnemann schrieb:

> Aber seit gestern abend ist mir klar, daß wir das
> Uni-Potential bisher unterschätzt hatten.
> Da hat ein Mitspieler schon recht früh (ist in der dritten
> Runde zu schaffen) zur allgemeinen Verblüffung eine Uni > gebaut.
> Und in der Folge eine Hospiz-ähnliche Anzahl von Kolonisten
> dazubekommen.
> Und vor allem: Der Vorteil, jedes neu gebaute Gebäude sofort
> betriebsbereit zu bekommen, ist überraschend stark.

Die Erfahrung kann ich auch bestätigen, auch wenn nur eine Mitspielern dies bei uns mehrfach ausprobiert hat. Die Uni früh zu haben ist wie ein Hospiz mit schnellen Zusatzaktionen, der Preis scheint gerechtfertigt. Und sie erscheint mir im Hinblick auf eine Gebäudestrategie damit wertvoller, weil sie auch das letzte, häufig ja 4er-Gebäude, noch besetzt. Wir hatten bislang 2 Partien mit einer konsequenten Uni-Strategie, die so gewonnen wurden - aber die ersten Runden sind dann natürlich hart und können abschreckend wirken.

> Am Ende wurde er zwar "nur" (knapp) Zweiter, aber der
> Uni-Erfolg hat uns doch beeindruckt.

Mich hat die Uni auch schon beeindruckt. Ich denke, sie könnte eine evtl. sogar bessere Alternative zu der Hospiz-Geschichte sein, wenn man auf Gebäude und schnelles Ende spielt.

Ciao,
Roman (der sich jetzt grade 'ne willige Fünferrunde mit Hospiz/Bauhütte gegen Uni wünscht, um die Strategien mal direkt gegeneinander zu sehen...)

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Roman Pelek

Re: Steinbrüche werden überschätzt.

Beitragvon Roman Pelek » 15. April 2002, 19:56

Hi Michael,

>Also ich werde mal eine Spielrunde beschreiben, in der der Hospiz-Spielers 12 Punkte Vorsprung hatte.

* Erster Spieler Hospiz/Bauhütte, Gebäudestrategie (48 Punkte).
* Zweiter Spieler, ausgeglichene Strategie, Schwerpunkt Handel (30 Punkte).
* Dritter Spieler Hafen, Verschiffungsstrategie (36 Punkte).
* Vierter Spieler Hospiz/Bauhütte, Maisstrategie (30 Punkte).
* Fünfter Spieler, gemischte Strategie mit Schwerpunkt auf Verschiffen (36 Punkte).

Geld bekamm der erste Spieler durch eine Manufaktur und das gelegentliche Verkaufen von Kaffee. Baumeister und vor allem zu Beginn Goldsucher relativ oft genommen. Er schaffte es ziemlich früh die Festung zu kaufen was ihm schliesslich zusätzliche 8 Punkte brachte. Ein zweites großes Gebäude beendete das Spiel. Es war also nicht besetzt.<

Danke Dir für die Schilderung, das erklärt ein bisschen den Abstand. Die Kombination von Kaffee und Manufaktur ist für's Geld sehr interessant, wobei ich da noch Potenzial sehe, das zu blocken. Hatte er auch das Kontor oder hat kein anderer Spieler Kaffee verkauft? Bzw. wurde ihm nur selten das Kontor vollgesetzt durch gezielt von anderen gespielten Händler? Das war bei uns ein Phänomen, das zur Blockade von Kaffee gerade in 5er-Besetzung häufig gut griff... Bei uns hat sich's deswegen meist etabliert, genau auf den linken Nachbarn zu achten und ihn evtl. gezielt durch Anbau gleicher Sorten ins Hintertreffen zu bringen, wenn er damit Ansätze macht, davonzuziehen.

Ciao,
Roman

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Adam

Dritter und vierter Steinbruch

Beitragvon Adam » 15. April 2002, 22:40

Ralf Arnemann schrieb:
> D.h. der erste Steinbruch erspart ihm 7 Dublonen, der zweite
> noch 5, der dritte 3 und der vierte gerade mal eine Dublone.
>
> Ein Steinbruch ist wohl für jeden Spieler fast Pflicht. Der
> zweite kann auch noch sehr hilfreich sein. Aber nur sehr
> selten kann ich mir vorstellen, daß sich der dritte und
> vierte lohnen.

Ggf. muß man aber berücksichtigen, daß beim dritten Steinbruch die gesparten 3 Dublonen nur die eine Seite der Medaille sind. Auf der anderen Seite entzieht man einem Mitspieler die Möglichkeit seinerseits Dublonen zu sparen. Das erhöht den relativen Nutzen zusätzlich.

Beim vierten Steinbruch gebe ich Dir recht. Die eine oder zwei selbst gesparte Dublonen machen den Kohl nicht fett. Und ob man den Mitspielern etwas wegnimmt ist wohl zweifelhaft. Da man jede Runde maximal jeweils nur einen Steinbruch hinzugewinnen kann, ist bei möglichem Zugriff auf den vierten die Nachfrage durch die Mitspieler mindestens die drei vorangegangenen Runden eher verhalten gewesen.

Nimmt man an, daß das Spiel bei allen bekannt ist, dann sollte auch bekannt sein, daß Steinbrüche (auch wenn es nur einer ist) möglichst früh erworben werden sollten.

Zusammen mit der Verfügbarkeit des 4ten Steinbruchs kann man dann den Schluß ziehen, daß die Mitspieler keine ausgeprägte Gebäudestrategie betreiben. Der relativen Schaden bei den Mitspielern, den man durch weitere Verknappung der Steinbrüche erreichen kann, ist daher als gering einzuschätzen.

Ein vierter Steinbruch lohnt sich daher nie.

Gruß
Adam

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Andreas Seyfarth

Re: Dritter und vierter Steinbruch

Beitragvon Andreas Seyfarth » 15. April 2002, 23:41

Adam schrieb:
>
> Ein vierter Steinbruch lohnt sich daher nie.
>
Zugegeben, derzeit lohnt sich ein vierter Steinbruch wirklich nicht. Man könnte sogar sagen, daß er nur aus Symmetriegründen für die großen Gebäude zulässig ist. (1. Spalte 1 Steinbruch, 2. Spalte 2 Steinbrüche etc.).

Aber was nicht ist kann ja noch werden....

Viele Grüße, Andreas Seyfarth

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Thomas Jereczek

Puerto Rico: Turnier?

Beitragvon Thomas Jereczek » 16. April 2002, 08:11

Hallo an alle PR-Süchtigen, :-P

nachdem mittlerweile die unterschiedlichsten Taktiken entwickelt wurden, und fast jeder auf seine Überlegungen schwört, schreit das ja nach einem Turnier. ;-)
Das wäre doch die beste Gelegenheit bei so einem "PR-Profi"-Spieletreff einmal die verschiedenen Taktiken gegeneinander auszuprobieren. :-D
Vielleicht läßt sich spätestens offiziell oder inoffiziell in Essen so etwas organisieren (von alea?).
Es macht bestimmt Spaß, gegen die anderen Strategiker aus diesem Forum zu spielen. :-)))

siegpunktlose Grüße
Thomas (der die nächsten 6 Monate noch nutzen wird, um verschiedene Taktiken auszuprobieren, damit er dann für den Turnier-Ernstfall vorbereitet ist :-D )

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Michael Schmidt

Re: Steinbrüche werden überschätzt.

Beitragvon Michael Schmidt » 16. April 2002, 13:25

>Hatte er auch das Kontor oder hat kein anderer Spieler Kaffee verkauft?<
Ob er das Kontor hatte, weiss ich jetzt nicht mehr genau. Auf jeden Fall war das aber auch kein Problem, da der andere Kaffeespieler links neben ihm sass. Zu dumm, aber das ist ein Aspekt, auf den wir bisher noch nicht richtig beachtet haben.

>Bzw. wurde ihm nur selten das Kontor vollgesetzt durch gezielt von anderen gespielten Händler?<
In dieser Partie gab es eigentlich ziemlich wenige Konflikte beim Verkaufen. Und dadurch, dass jeder was anderes verkaufte war das Handelshaus(?) auch selten blockiert. Hmm. Es wäre wahrscheinlich gut gewesen, ab und an das Handelshaus durch absichtliches Nichtverkaufen zu blockieren. Aber ob man sich damit nicht noch mehr ins eigene Fleisch schneidet?

>Bei uns hat sich's deswegen meist etabliert, genau auf den linken Nachbarn zu achten und ihn evtl. gezielt durch Anbau gleicher Sorten ins Hintertreffen zu bringen, wenn er damit Ansätze macht, davonzuziehen.<
Interessant. In unseren Spielen war eine Tendenz zu erkennen, dass jeder eine Taktik spielt, die von den anderen Spielern nicht gespielt wird. Der Grund war wohl, dass es nunmal öfters vorkam, dass sich zwei konkurriende Spieler gegenseit blockierten und die anderen Spieler dadurch bevorteilt wurden.

Bei meinem nächsten Spiel werde auf jeden Fall vorschlagen, an den Startbedienung nichts zu ändern. Lieber noch ein paar Runden in gleicher Bestezung spielen und sehen, ob sich das Spiel nicht doch einpendelt. Vielleicht mit dezenten Hinweisen auf Eure Anregungen, die doch noch einige Taktikfinessen an die Oberfläche befördert haben... ;)

Michi

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Ralf Arnemann
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Re: Dritter und vierter Steinbruch

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. April 2002, 14:21

> Auf der anderen Seite entzieht man einem Mitspieler die
> Möglichkeit seinerseits Dublonen zu sparen.
Ja, das ist natürlich ein interessanter Zusatzaspekt.

Hier kommt ganz entscheidend die Spielerzahl zum Zuge: Bei 3 oder 4 Spielern wird man mit dem eigenen dritten Steinbruch selten jemand richtig schädigen können.
Bei 5 Spielern dagegen kann das schon interessant gemein sein.

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Ralf Arnemann
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Eigentlich ist es die Manufaktur-Strategie!

Beitragvon Ralf Arnemann » 16. April 2002, 14:30

> Wenn man mal davon ausgeht, dass er es schafft zwei große
> Gebäude zu kaufen, dann spart er während dem Kauf von 8
> Gebäuden schätzungsweise 19 Geld durch drei Steinbrüche ein.
Also auch mit zwei großen Gebäuden (auch mit drei Steinbrüchen schwierig und selten) halte ich volle 19 Ersparnis für unwahrscheinlich, da müßte er zusätzlich wirklich bei den teuren Gebäuden einen Schwerpunkt legen. Denn Hospiz und Bauhütte selber werden ja noch ohne Ersparnis gekauft.
Und auch danach ist der Ertragsanteil des dritten Steinbruchs überschaubar.

> Geld bekamm der erste Spieler durch eine Manufaktur ...
Ah, ja.
Da der zweite Hospiz/Bauhütte-Spieler so deutlich schlechter abgeschnitten hat, ist hier wohl die Manufaktur der eigentliche Bringer.

Die halte ich überhaupt für eines der stärksten Gebäude - auch in der Kombination mit dem Hospiz.

Schließlich gibt es neben den Prämien und dem Handelshaus überhaupt nur die Manufaktur als Geldquelle bei PR.

Wenn man statt Steinbrüchen (ok, einer sollte es immer sein), früher zu Plantagen kommt, wird die Manufaktur noch lukrativer. Da verzichte ich gerne auf den Umweg über die Bauhütte.

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Michael Blumoehr

Re: Eigentlich ist es die Manufaktur-Strategie!

Beitragvon Michael Blumoehr » 16. April 2002, 16:57

Ralf Arnemann schrieb:
> Die halte ich überhaupt für eines der stärksten Gebäude -
> auch in der Kombination mit dem Hospiz.

Stimmt, das hat mir letzten Donnerstag den Sieg mit 68 Punkten gebracht (und ich hatte nur einen Steinbruch) :-D

Michael (der Ralf einlädt, am Donnerstag sein PR mitzubringen, damit wir die gefragten zwei Partien parallel spielen können)

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Roman Pelek

Handelshaus-Blockade

Beitragvon Roman Pelek » 16. April 2002, 17:17

Hi Michael,

Michael Schmidt schrieb:

> In dieser Partie gab es eigentlich ziemlich wenige Konflikte
> beim Verkaufen. Und dadurch, dass jeder was anderes verkaufte
> war das Handelshaus(?) auch selten blockiert. Hmm. Es wäre

Äh, ja, Handelshaus - Kontor ist ja nur das assoziierte Gebäude, sorry.

> wahrscheinlich gut gewesen, ab und an das Handelshaus durch
> absichtliches Nichtverkaufen zu blockieren. Aber ob man sich
> damit nicht noch mehr ins eigene Fleisch schneidet?

Nicht unbedingt, zumal man, wenn man dann den Händler in der nächsten Runde nehmen kann, auch noch den Bonus bekommt. Ist aber sehr situationsabhängig, aber m. E. einen Versuch wert, bei uns klappte das mitunter auch. Lukrativer ist allerdings, wenn der rechte Nachbar eines finanziell gut gestellten Spielers auf eine teure Ware (Tabak/Kaffee) setzt, die dieser dann vor ihm verkaufen kann. Das zwingt zumindest den Kontor-Kauf auf und bremst somit und man muss beim Verkauf nicht aussetzen.

> Bei meinem nächsten Spiel werde auf jeden Fall vorschlagen,
> an den Startbedienung nichts zu ändern. Lieber noch ein paar
> Runden in gleicher Bestezung spielen und sehen, ob sich das
> Spiel nicht doch einpendelt. Vielleicht mit dezenten
> Hinweisen auf Eure Anregungen, die doch noch einige
> Taktikfinessen an die Oberfläche befördert haben... ;)

Ich denke, dass viele der hier in der Diskussion geäußerten Kontermöglichkeiten in der Summe durchaus gut greifen, auch wenn man sich immer situationsbedingt für oder gegen eine einzelne entscheiden muss. Aber das finde ich das spannende am Spiel, man kann doch einiges machen, muss aber immer höllisch aufpassen, dass man's zum rechten Zeitpunkt macht und nicht anderen noch damit nutzt oder sich selbst schadet. Aber bislang habe ich mit diesen Möglichkeiten zumindest noch keine Partie erlebt, in der ein Spieler mit soviel Vorsprung gewonnen hätte - die meisten waren zumindest zwischen 1. und 2. sehr knapp, häufig nur 1,2 oder 3 Punkte. Probiert's einfach mal aus, ob's auch bei Euch klappt.

Ciao,
Roman

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DiSta

Re: Dritter und vierter Steinbruch

Beitragvon DiSta » 18. April 2002, 09:29

Andreas Seyfarth schrieb:
>
> Aber was nicht ist kann ja noch werden....
>
> Viele Grüße, Andreas Seyfarth


Hört sich das nicht irgendwie danach an, als ob man mit einer Erweiterung zu PR rechnen muss......

nice dice
Dietmar


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